Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung 3
2. Der Tageszeitungsmarkt in der ehemaligen DDR vor der Wende 4
3. Die Veränderung des Tageszeitungsmarktes wenige Monate nach der
Wende 5
4. Welche Gründe trugen zu einer Pressekonzentration bei?
Eine Untersuchung verschiedener Gruppierungen 6
4.1Die Leserschaft 6
4.2Die Treuhandanstalt 7
4.3Die großen westdeutschen Presseunternehmen 8
5. Schlussbetrachtung 12
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1. Einleitung
In der folgenden Arbeit soll das Thema der Pressekonzentration in den neuen Bundesländern nach der Wende 1989 unter der Fragestellung, welche Veränderungen im Tageszeitungsmarkt eingetreten sind und wodurch sie entstanden sind, beleuchtet werden. Dabei werden nur die Veränderungen in den ersten Jahren nach der Wende berücksichtigt, da diese maßgeblich für die Weichenstellung für die darauf folgende Zeit gewesen sind. Auch wenn in Kapitel zwei alle damals bestehenden Zeitungen genannt werden, wird im danach folgenden nur auf die großen Zeitungen der SED eingegangen, da der vorgegebene Umfang dieser Arbeit andernfalls überschritten würde. Der Begriff Pressekonzentration ist zu definieren als:„ […] eine Zusammenballung ökonomischer und publizistischer Faktoren, die bei der Herstellung, Verbreitung und Wirkung der Zeitungen eine gewisse Bedeutung erlangen.“ (Definition aus Claus Diekel: Pressesubventionen und Pressekonzentration. Bis, Bibliotheks- und In-formationssystem der Universität Oldenburg 1999, S. 35). Der Begriff liegt zwischen der Wirtschaftswissenschaft und der Publizistikwissenschaft. Beide Bereiche werden in den folgenden Abschnitten eine Rolle spielen. Gesetze und Regelungen, die kurz nach der Wende getroffen wurden und die Umsetzung durch die Presseunternehmen und die für sie verantwortlichen Organe, wie z. B. die Treuhandanstalt, sollen aufgezeigt und untersucht werden. Zunächst wird die Pressesituation in der ehemaligen DDR vor der Wende beschrieben. Dies ist notwendig, um Veränderungen, die nach der Wende eintraten, erkennbar zu machen. Als zweiten Punkt wird ohne Untersuchung und Hintergründe ein kurzer Einblick gegeben, welche wichtigen Veränderungen nach der Wende eintraten. Der dritte und bedeutsamste Punkt mit drei Unterkapiteln wird anschließend drei Gruppierungen untersuchen, die womöglich entscheidend zur Konzentration der Presse beigetragen haben, die Leserschaft, die Treuhandanstalt und die großen westdeutschen Presseunternehmen. Zahlen und Daten über eine belegbare Pressekonzentration lagen in dem Zeitraum 1989 und den folgenden Jahren noch nicht vor, so dass nur in Umrissen bewiesen werden kann, wie die Konzentration begünstigt wurde:„Verlässliche Angaben über Auflagenzahlen, Verlage und sogar über die Zahl der Zeitungen fehlen.“ (Horst Röper: Die Entwicklung des Tageszeitungsmarktes in Deutschland nach der Wende in der ehemaligen DDR. In: Media Perspektiven 7/1991, S.424).
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2. Der Tageszeitungsmarkt in der ehemaligen DDR vor der Wende
Nach dem zweiten Weltkrieg wurde in ganz Deutschland die Lizenzpresse eingeführt, im Westen zum einen durch die Alliierten, in Ostdeutschland zum anderen von der UdSSR. Bereits 1949 wurde diese in Westdeutschland wieder aufgehoben, doch in Ostdeutschland bis zum Mauerfall im Herbst 1989 beibehalten. Durch die damalige Verfassung und Gesetzgebung durch die SED wurde ein einheitliches Pressesystem geschaffen. Im vierzigjährigen Bestehen der DDR sind in der Pressesituation keine großen Veränderungen zu verzeichnen. Es gab 39 Tageszeitungen, die in der Regel fünfmal wöchentlich erschienen. Diese ergaben eine Gesamtauflage von 9,7 Millionen Exemplaren. Die 39 Tageszeitungen wurden von 38 Verlagen herausgebracht, die ausnahmslos im Besitz von Parteien und Massenorganisationen waren. 17 dieser Zeitungen gehörten allein der SED, davon zählten 15 als Bezirkszeitungen, eine als zentrale Zeitung und eine als Straßenverkaufszeitung. Von der Gesamtauflage machten die Zeitungen der SED bereits sieben Millionen Exemplare aus. Des Weiteren gab es sechs Zeitungen der CDU, fünf von der LPDP, sechs von der NDPD und eine zentrale Zeitung der DBP. Im Vergleich zu der hohen Auflagenzahl der SED hatten diese Parteizeitungen mit insgesamt 873.000 Exemplaren nur einen sehr geringen Anteil am Zeitungsmarkt. Zusätzlich brachten drei Massenorganisationen, nämlich die Freie Deutsche Jugend (FDJ), der Freie Deutsche Gewerkschaftsbund (FDGB) und der Deutsche Turn- und Sportbund (DTSB) jeweils eine Zeitung heraus. Die äußert hohe Auflagenzahl von 9,7 Millionen Exemplaren diente nicht nur zur Versorgung der Zeitungsleser, sondern war auch:„[…] Instrument des politischen Systems.“ (Jörg Röver: Strukturen des Pressemarktes in den neuen Bundesländern. In: Kopetz, Dieter (Hrsg.): Aspekte der deutschen und europäischen Medienneuordnung. Bochum 1992, S. 41). Durch, im Vergleich mit Westdeutschland, niedrige Verkaufs- und Abonnementspreise sowie auch durch hohe staatliche Subventionen war jeder Bürger in der ehemaligen DDR in der Lage, sich mindestens eine Tageszeitung zu abonnieren. Die Nutzung der zur Verfügung gestellten Printmedien war demnach hoch. Zudem wurden auch 30 allgemeine Wochenzeitschriften und illustrierte Zeitungen, 80 Zeitschriften und 34 Wochenzeitungen und Zeitschriften der Kirchen und religiösen Gemeinschaften angeboten. In Westdeutschland war es von jeher üblich pressestatistische Kategorien in Zeitungen zu gebrauchen, welches in der ehemaligen DDR nicht so gehalten wurde, doch es gab zumindest thematische
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Arbeit zitieren:
Elisa Minossi, 2007, Die Pressekonzentration in den neuen Bundesländern nach der Wende 1989 - Welche Veränderungen des Tageszeitungsmarktes ergaben sich und wodurch entstanden sie?, München, GRIN Verlag GmbH
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