Gliederung:
1. Einleitung
2. Definition Planspiel
3. Ablauf von Planspielen
4. Ziele von Planspielen
5. Schlussgedanke
Literaturverzeichnis
1. Einleitung
Die Behandlung wirtschaftlicher Zusammenhänge wird heute in den Lehrplanrichtlinien aller Schularten gefordert. Die Bewegungen im Wirtschaftsablauf haben auf unsere gesamte Volkswirtschaft, aber auch auf die private Sphäre einen unmittelbaren Einfluss. Je besser der einzelne über wirtschaftliche Zusammenhänge informiert ist, um so besser kann er sein eigenes Verhalten danach einstellen.
Daneben ist in jüngster Zeit das Eindringen der modernen Informations- und Kommunikationstechnologien in unsere Lebenswelt zu beobachten. Diese neuen Technologien machen auch vor der Schultüre nicht halt und sind bereits heute Gegenstand des Schulunterrichts. Computer-Planspiele und Simulationen sind willkommene Hilfsmittel im Fachunterricht.
Die Rolle des Computers in Wirtschaft und Gesellschaft zu verdeutlichen, ist die Aufgabenstellung in der informationstechnischen Grundbildung. Wirtschafts- und Sozialkunde sind somit mit Anwendung und Analyse der neuen Informations- und Kommunikationstechnologien eng verbunden. Hier sollen vor allem die Planspiele eine besonders wichtige Rolle spielen.
2. Definition Planspiel
Am Anfang stellt man sich meistens die Frage: „Was ist denn eigentlich genau ein Planspiel?“ Nun von einem Planspiel existieren sicherlich ganz unterschiedliche Vorstellungen. Am besten umschreibt es aber folgende Definition: Ein Planspiel ist ein Rollenspiel, in dem komplexe Themen nach dem Prinzip „learning by doing“ erschlossen und gelernt werden können, d.h. der Schüler lernt eigene Entscheidungen alleine oder im Team zu treffen und auf die dann folgenden Marktsituationen zu reagieren. Dafür ist es notwendig, geeignete Situationen zu finden, in denen ein Stück der Realität nachgespielt werden kann. Dieses erfordert von den Schülern ganzheitliches Denken, in denen sie praxisnahe Entscheidungssituationen gut planen und bewältigen. Dies wiederum führt zu erhöhter Lernmotivation und zum Verstehen dynamischer Systeme, so dass die Schüler am Schluss mit viel Selbstarbeit und neuen Erfahrungen aus dem Planspiel herausgehen. Der Lehrer hat hier
nur die Aufgabe, die entsprechenden Rahmenbedingungen abzustecken und die gesamten
Marktsituationen zu erläutern. Dann sind die Schüler ganz auf sich alleine gestellt.
3. Ablauf von Planspielen
Im Planspiel werden die unterschiedlichen Aspekte und gesellschaftliche Bewertungen durch die verschiedenen Interessengruppen herausgearbeitet und dargestellt. Jeder Teilnehmer wählt eine bestimmte Rolle, die er in dem Planspiel verkörpern will und wird entsprechend seiner Rolle agieren und auftreten. In dem Spannungsfeld, das durch Realität simulierende Ablaufregeln und Rollenbeschreibungen eingegrenzt wird, können die Spieler (in Kooperation oder in Konkurrenz miteinander) frei agieren, um bestimmte Ziele zu erreichen. Die Ausgangssituation und Arbeitsaufträge sind meist vorgegeben, der Spielverlauf jedoch wird durch die Ideen und das Handeln der Teilnehmenden bestimmt. Der Lehrer übernimmt die Rolle des Planspielleiters, d.h. er führt am Anfang in die betriebswirtschaftliche Gesamtsituation und ganz besonders in die konkreten Situationen ein, in die die Schüler gelangen. Der Lehrer unterstützt die Schüler durch entsprechendes Hinterfragen, Eingehen auf Verständnisproblemen, aktuellen Beispielen etc.
Die Schüler müssen sich einerseits aktiv mit fachlichen Inhalten und andererseits mit den gegensätzlichen Interessen diverser Gruppen auseinandersetzen. Im Planspiel agieren mehrere Unternehmen unmittelbar gegeneinander. Die Konkurrenzsituation fordert von den Schülern bei der Entscheidungsfindung nicht nur die Analyse der Situation des eigenen Unternehmens, sondern auch der Situation und der Handlungsspielräume der Konkurrenz. Sie stellt die Schüler auch immer wieder vor neue unerwartete Situationen, auf die sie reagieren müssen - wie in der Praxis. D.h. die Schüler müssen ihr Unternehmen so führen, dass sie bei
Arbeit zitieren:
Christian Hund, 1999, Möglichkeiten und Grenzen von Planspielen, München, GRIN Verlag GmbH
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Möglichkeiten und Grenzen von Planspielen
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