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Ethnographie von Interaktionen unter den Geschlechtern

Biografische Erzählungen

Title: Ethnographie von Interaktionen unter den Geschlechtern

Term Paper , 2007 , 37 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Claudia Müller (Author)

Sociology - Relationships and Family
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Summary Excerpt Details

Diese Arbeit beschäftigt sich mit dem Thema Geschlechterdifferenz und wie diese erzeugt wird. Geschlecht wird als eine soziale Strukturkategorie der gesellschaftlichen Wirklichkeit verstanden. Diese Strukturen werden von Individuen und Kollektiven in einem Prozess der „Strukturierung“ erzeugt und können von den Individuen in ihrem Handeln reproduziert und verändert werden. Ziel dieser Arbeit ist es, zu untersuchen, wie in biographischen Erzählungen die Geschlechtszugehörigkeit als Frau rekonstruiert wird. Um dieser Frage nachzugehen wurde ein biographisches Interview durchgeführt. Da aber ein Interview mit der Erzählung ab Beginn der Kindheit den Rahmen dieser Arbeit gesprengt hätte,
habe ich die Erzählerin gebeten mit dem Verlauf ihrer Pubertät zu beginnen. Unter Punkt 3.3 werden die gestellten Fragen des Interviews genannt. Zuvor werden im zweiten Kapitel die theoretischmethodischen Grundlagen dieser Arbeit betrachtet. Innerhalb des Kapitels wird näher auf die zugrunde liegende Interviewtechnik, eine Kombination aus dem narrativen Interview und dem verstehenden Interview eingegangen. Zudem werden die zentralen Kategorien der Untersuchung Biographie und Geschlecht erläutert. Weiterhin wird auf die Auswahl der Befragten, sowie die Validität der Ergebnisse eingegangen. Weitere Bestandteile dieses Kapitels umfassen den Punkt 2.3, innerhalb diesem wird auf die Auswertung der Daten eingegangen. Unter Punkt 2.4 wird das Vorgehen der „Grounded Theory“ erläutert, welchesdieser Arbeit zu grunde liegt. Nach der „Grounded Theory“, erfolgt die Entwicklung einer Theorie aus dem empirischem Material heraus. Das dritte Kapitel umfasst die Analyse und Interpretation des Interviews. Bevor auf die einzelnen Arbeitsschritte der Analyse eingegangen wird, erfolgt eine biographische Kurzbeschreibung. Im
Anschluss daran wird, unter Punkt 3.2, die sequentielle Gliederung des Gesamttextes erläutert. Eines der Segmente wurde dann einer näheren Analyse unterzogen. Diese Feinanalyse des
Segments wird unter Punkt 3.3 beschrieben. Innerhalb der Feinanalyse wurde das ausgewählte Segment in Suprasegmente unterteilt, welche analysiert und interpretiert wurden. Das vierte Kapitel dieser Arbeit umfasst die analytische Abstraktion auf der Einzelfallebene.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Das Interview, theoretisch-methodisches Vorgehen

2.1 Biographie und Geschlecht

2.2 Methodik

2.2.1 Interviewtechnik

2.2.2 Stichprobe

2.2.3 Validität der Ergebnisse

2.3 Datenauswertung

2.4 Theoriebildung

3. Analyse und Interpretation des Interviews

3.1 Biographische Kurzbeschreibung

3.2 Sequentielle Gliederung des Gesamttextes

3.3 Feinanalyse, strukturelle Beschreibung

3.3.1 Suprasegment I: „Heirat“; Zeilen 538-548

3.3.2 Suprasegment II: „Gespräch mit der Mutter / 1“; Zeilen 549-569

3.3.3 Suprasegment III: „Unzufriedenheit in der Paarbeziehung“; Zeilen 570-576

3.3.4 Suprasegment IV: „Gespräch mit der Mutter / 2“; Zeilen 577-592

3.3.5 Suprasegment V: „Partnerbeschreibung“; Zeilen 593-613

3.3.6 Suprasegment VI: „Schwiegermutter“; Zeilen 614-626

3.4 Analyse der interaktiven Konsequenzen

3.5 Zusammenfassung

4. Analytische Abstraktion auf der Einzelfallebene

4.1 Geschlechtsrollenentwicklung und Sozialisation

4.2 Partnerschaft und Arbeitsteilung

5. Vergleichende Analyse

6. Abschluß

Zielsetzung & Themen

Ziel dieser Arbeit ist es, zu untersuchen, wie in biographischen Erzählungen die Geschlechtszugehörigkeit als Frau rekonstruiert wird. Der Fokus liegt dabei auf der Analyse der Interaktion und den biographischen Erfahrungen, die zur Ausbildung eines Selbstverständnisses als Frau beitragen.

  • Qualitative biographische Forschungsmethodik
  • Konstruktion von Geschlecht als soziale Strukturkategorie
  • Einfluss von Herkunftsfamilie und Sozialisation
  • Dynamiken in Partnerschaft und häuslicher Arbeitsteilung
  • Analyse von Paarkonflikten und Geschlechterrollen

Auszug aus dem Buch

3.3.1 Suprasegment I: „Heirat“; Zeilen 538-548

538 E also ich denke mal das ich (.)

539 E ne selbstbewußte frau bin, (.) so (.)

540 E und aber Naja- (.) das passt jetzt vielleicht (.)

541 E das hatte ich mit meiner mutter ja letztens (.)

542 E das ich im moment (.)

543 E weil wir ja vielleicht heiraten oder (.)

544 E nicht vielleicht ((lacht)) (-)

545 E sondern auf JEdem fall heiraten, ((lacht)) (-)

546 E ich bin im moment ja (-) da irgendwie (-)

547 E ob ich da Angst, hab weiß ich auch nicht (.)

548 E also ich denke bloß nicht unterBUTTern lassen oder irgendwie was (.)

Auf meine Frage antwortet Frau P mit ihrer Selbsteinschätzung als selbstbewusste Frau. Das vorausgehende „also“ kann als Ratifizierung der Erzählaufforderung verstanden werden. Das Thema „selbstbewusste Frau“ führt Frau P mit einem Exkurs über ein Gespräch mit ihrer Mutter ein, welches sie „letztens“ (Zeile: 541) mit ihrer Mutter geführt hat. Innerhalb ihrer Erzählung erläutert Frau P nicht wann „letztens“ gewesen ist. Da das Gespräch für die Erzählerin immer noch präsent ist, wird es noch nicht sehr weit in der Vergangenheit liegen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung umreißt die Fragestellung nach der Konstruktion von Geschlechtszugehörigkeit als Frau und erläutert die methodische Wahl eines biographischen Interviews.

2. Das Interview, theoretisch-methodisches Vorgehen: Hier werden die qualitativen Methoden sowie die theoretischen Grundlagen der Biographie- und Geschlechterforschung dargelegt.

3. Analyse und Interpretation des Interviews: Dieses Kapitel präsentiert die biographische Kurzbeschreibung sowie die sequentielle Analyse des ausgewählten Erzählsegments zum Paarkonflikt.

4. Analytische Abstraktion auf der Einzelfallebene: Es werden die Dimensionen der Geschlechtsrollenentwicklung und die partnerschaftliche Arbeitsteilung theoretisch weitergehend beleuchtet.

5. Vergleichende Analyse: Das Interview wird mit den biographischen Studien von Bettina Dausien in Beziehung gesetzt, um Gemeinsamkeiten und Unterschiede in der Geschlechterkonstruktion aufzuzeigen.

6. Abschluß: Das abschließende Kapitel reflektiert die Ergebnisse und nennt Potenzial für weiterführende Forschung sowie methodische Einschränkungen.

Schlüsselwörter

Biographieforschung, Geschlechtskonstruktion, Doing Gender, Narratives Interview, Sozialisation, Paarbeziehung, Arbeitsteilung, Rollenerwartung, Qualitatives Interview, Geschlechtsrollenentwicklung, Grounded Theory, Identität, Familienmodell, Selbstbewusstsein, Interaktionsanalyse.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit?

Die Arbeit untersucht, wie Frauen in biographischen Erzählungen ihre eigene Geschlechtszugehörigkeit rekonstruieren und welche Bedeutung dabei soziale Strukturen sowie die Herkunftsfamilie spielen.

Was sind die zentralen Themenfelder der Studie?

Zentrale Themen sind die Geschlechtsrollenentwicklung, der Einfluss der Sozialisation durch die Herkunftsfamilie, die Aushandlung von Arbeitsteilung in Partnerschaften sowie die Konstruktion von Geschlecht als soziales Produkt.

Welches ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Das primäre Ziel ist es, den Prozess der Geschlechtskonstruktion einer Frau im Alltag und in biographischen Erzählungen nachzuvollziehen und theoretisch fundiert zu analysieren.

Welche wissenschaftliche Methode wird in der Arbeit verwendet?

Es wird eine Methodenkombination aus narrativem und verstehendem Interview verwendet, ergänzt durch eine sequenzielle Gliederung und Feinanalyse des Datenmaterials.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Im Hauptteil erfolgen eine biographische Kurzbeschreibung, die detaillierte Analyse von Erzählsegmenten zu Partnerschaftskonflikten sowie die theoretische Herleitung von Dimensionen wie Geschlechtsrollenentwicklung und Arbeitsteilung.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind unter anderem "Doing Gender", Biographieforschung, Sozialisation, Rollenverteilung und die Grounded Theory als methodischer Bezugsrahmen.

Welche Bedeutung hat die Herkunftsfamilie für das analysierte Interview?

Die Herkunftsfamilie dient laut der Autorin als primärer Ort der Vermittlung von Rollenbildern und Erwartungen, die auch in der aktuellen Partnerschaft der Interviewten eine Rolle bei Konflikten spielen.

Wie bewertet die Interviewte das Konzept der "vermuckschten" Frauen?

Frau P nutzt den Begriff als Eigenkreation zur Abwertung eines traditionellen, passiven Frauenbildes, um ihre eigene Position als selbstbewusste und unabhängige Frau durch Kontrastierung zu festigen.

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Details

Title
Ethnographie von Interaktionen unter den Geschlechtern
Subtitle
Biografische Erzählungen
College
Dresden Technical University  (Institut für Soziologie)
Course
Hauptseminar
Grade
1,3
Author
Claudia Müller (Author)
Publication Year
2007
Pages
37
Catalog Number
V132055
ISBN (eBook)
9783640379781
ISBN (Book)
9783640379507
Language
German
Tags
Ethnographie Interaktionen Geschlechtern Biografische Erzählungen
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Claudia Müller (Author), 2007, Ethnographie von Interaktionen unter den Geschlechtern, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/132055
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