Inhaltsverzeichnis:
Inhaltsverzeichnis: 2
1. Einleitung 3
2. Hauptteil 4
2.1. Politische und Gesellschaftliche Vorrausetzungen 4
2.1.2. Bevölkerungsentwicklung 5
2.2. Außenpolitische und Handelspolitische Faktoren. 5
2.3. Technische Vorrausetzungen 6
2.3.2 Verkehrswesen 8
2.4. Die Agrarrevolution. 9
3. Schlussbetrachtungen 10
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1. Einleitung
Die Industrielle Revolution kann man als epochale Umwälzung begreifen. Sie beschreibt den Übergang von einer Agrargesellschaft hin zu einer Industriegesellschaft, die gesellschaftliche und technische Veränderungen mit vorher nicht bekannten Ausmaßes bewirkten. "The industrial revolution formed one of the central transformations of human history." 1 Die Industrielle Revolution beginnt in England im Laufe des 18. Jahrhunderts. Verschiedene Historiker definieren unterschiedliche Anfangszeiten, so definiert Wilhelm Treue: “Die sechziger Jahre des 18.Jahrhunderts bildeten das Anfangsjahrzehnt der Industriellen Revolution.“ 2 England war damit Vorreiter und beispielgebend für die späteren Entwicklungen in Teilen Kontinentaleuropas, Amerikas, Russlands und Japans bzw. bis zur Gegenwart in weiten Teilen der Welt. Dabei ist zu bemerken, dass die unterschiedlichen Ausgangsbedingungen daher auch zu anderen Entwicklungen geführt haben. „ImZusammenhang mit der Industriellen Revolution wird schließlich die Geschichte der Wirtschaft und der Technik mehr als in jeder anderen Phase zur Geistesgeschichte". 3 Im Folgenden möchte ich die Vorbedingungen für die Industrielle Revolution in England analysieren und aufzeigen warum gerade in England die Vorraussetzungen gegeben waren, in ein neues Zeitalter aufzubrechen. Die Determinanten dieses Prozesses sind hier nicht allein in dem Vorhandensein von Ressourcen und den bahnbrechenden technischen Entwicklungen zu sehen, sondern auch die gesellschaftlichen Bedingungen, bzw. institutioneller Faktoren die zu dieser Entwicklung führten. So waren es also verschiedene, sich gegenseitig bedingende Vorrausetzungen, die für den Entwicklungsprozess ausschlaggebend waren. "Zur Erfassung der technisch- wirtschaftlichen Ereignisse des 19. Jahrhunderts und für ihre richtige Einordnung in die Gesellschaftsgeschichte ist es nicht so wichtig, die Erfindungen und Entwicklungen bis zur kleinsten Einzelheit aufzuzählen und ihre Auswirkungen auf Produktion, Preise und Konsum bis zur letzten Dezimale zu berechnen und zu vergleichen, als vielmehr ihre grundsätzlichen Ursachen und Wirkungen zu betrachten. Häufig ist es sogar ergiebiger, die "Vorgeschichte" der bedeutungsvollsten Ereignisse sorgfältig zu beleuchten, als ihre Auswirkungen bis zum Vorabend des ersten Weltkrieges zu verfolgen." 4 Dabei möchte ich im Einzelnen auf die sozialen, politischen und religiösen Vorbedingungen eingehen. Des Weiteren werde ich die Handels- und Agrarspezifischen Vorbedingungen
1 Stearns, N. Peter: The Industrial Revolution in World History, Boulder, 1993, S.13.
2 Treue, Wilhelm: Wirtschaftsgeschichte der Neuzeit, Stuttgart, 1962, S. 372.
3 Treue, Wilhelm: Wirtschaftsgeschichte der Neuzeit, Stuttgart, 1962, S. 372.
4 Treue, Wilhelm: Wirtschaftsgeschichte der Neuzeit, Stuttgart, 1962, S. 372.
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untersuchen, technische Errungenschaften beurteilen und den Stellenwert der Bevölkerungsentwicklung, des Verkehrswesens und die natürlichen Ressourcen in England im Zusammenhang mit der Industriellen Revolution bewerten.
2. Hauptteil
2.1. Politische und Gesellschaftliche Vorrausetzungen
England hatte zu Beginn des 18. Jahrhunderts ein einzigartiges politisches System. Im Vergleich zu anderen Staaten Kontinentaleuropas wie z. B. Deutschland und Frankreich herrschte in England Freiheit, Toleranz und Rechtssicherheit. Die konstitutionelle Monarchie war etabliert und die „[...] britische Aristokratie, deren Adelstitel nur auf jeweils einen Namensträger vererbt werden, bürgerlicher Denkungsart viel näher als die feudalen Herren auf dem Kontinent.“ 5 Demnach herrschte in England ein liberales Klima und der Staat beschränkte sein Eingreifen in den Wirtschaftskreislauf. „Fast noch bedeutender war die Tatsache, dass die Anfangsphase des modernen Wirtschaftswachstums in England ein Marktergebnis war - das wenig dem unmittelbaren Handeln des Staates verdankt.“ 6 Allerdings muss man einwenden, dass im Laufe der Industriellen Revolution der Staat “[...] genau in die Richtung eines kontinuierlichen Abbaus der strukturellen, fiskalischen und wirtschaftlichen Behinderungen der Mobilität von Menschen und Ressourcen [...]“ 7 handelte. Beispielgebend hierfür sind die Veränderungen durch die sogenannte glorreiche Revolution von 1688/89 zu nennen. Umgestaltungen gab es im politischen Bereich bei der Verfassung und auf wirtschaftlichem Gebiet sind die Gründung der Bank of England und die Klärung der Staatsschulden, Vorrausetzungen für die Entwicklung eines organisierten Marktes für staatliche und private Wertpapiere. Die Verbindung von Politik und Wirtschaft wurde in zahlreichen wissenschaftlichen Abhandlungen thematisiert. Adam Smith befasste sich zum Beispiel mit dem wirtschaftlichen Wohlstand der Völker. Im Vergleich zur mittelalterlichen Gesellschaftsauffassung stellte Smith hier Individualismus und Wohlstand der Menschen als Grundlage des Lebens in den Vordergrund. Es war in England möglich, durch Landbesitz in den Adelsstand aufgenommen zu werden, was wirtschaftlichem Handeln und Gewinnstreben zusätzlichen Antrieb verlieh.
5 Rübberdt, Rudolf: Geschichte der Industrialisierung, München, 1972, S. 11.
6 Supple, Barry: Der Staat und die industrielle Revolution, in: Europäische Wirtschaftsgeschichte, Band 3, Hrsg.:
Cipolla, M. Carlo, Stuttgart, 1976, S. 195.
7 Supple, Barry: Der Staat und die industrielle Revolution, in: Europäische Wirtschaftsgeschichte, Band 3, Hrsg.:
Cipolla, M. Carlo, Stuttgart, 1976, S. 207.
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Arbeit zitieren:
MA Sven Sochorik, 2004, Die Ausgangsbedingungen für die Industrielle Revolution im „Mutterland“ Großbritannien , München, GRIN Verlag GmbH
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