Ländermarktanalyse Frankreich
Eidesstattliche Versicherung
Hiermit versichere ich an Eides Statt, dass ich die vorliegende Hausarbeit selbstständig und ohne Benutzung anderer als in den Fußnoten und im Literaturverzeichnis angegebenen Quellen angefertigt habe.
Kiel, 17.03.2003
II
L ändermarktanalyse Frankreich
Inhaltsverzeichnis
EIDESSTATTLICHE VERSICHERUNG II
INHALTSVERZEICHNIS............................................................................ III
ABK ÜRZUNGSVERZEICHNIS V
ABBILDUNGSVERZEICHNIS VII
TABELLENVERZEICHNIS VIII
1. EINLEITUNG 9
2. BASISDATEN DES LÄNDERMARKTES 10
2.1. GEOGRAPHIE UND KLIMA 10
2.2. BEVÖLKERUNG 11
2.3. POLITISCHES SYSTEM UND VERWALTUNG 12
2.4. RECHTSORDNUNG 15
2.5. SOZIOKULTURELLE FAKTOREN 15
2.5.1. Bildungswesen. 16
2.5.2. Sprachen. 17
2.5.3. Religionsgemeinschaften. 19
3. WIRTSCHAFT 19
3.1. ENTWICKLUNG UND HINTERGRUNDINFORMATIONEN. 19
3.2. WIRTSCHAFTSLAGE 2003. 21
3.3. BEDEUTENDE WIRTSCHAFTSSEKTOREN 21
3.3.1. Land- und Forstwirtschaft 22
3.3.2. Industrie 23
3.3.3. Dienstleistungen. 24
3.4. TECHNOLOGIE. 25
3.5. INFRASTRUKTUR 26
3.6. ARBEITSMARKT 27
3.7. STEUERSYSTEM. 29
3.8. FINANZMARKT 31
3.9. INTERNATIONALE ORGANISATIONEN 32
4. AUßENHANDEL 33
4.1. IMPORT- UND EXPORTDATEN 33
4.2. AUSLÄNDISCHE INVESTITIONEN. 35
5. WIRTSCHAFTSBEZIEHUNGEN ZU DEUTSCHLAND 36
5.1. BILATERALE HANDELSENTWICKLUNG 36
III
L ändermarktanalyse Frankreich
5.2. DEUTSCHE INVESTITIONEN IN FRANKREICH. 37
5.3. BILATERALE HANDELSSTRUKTUR. 38
5.4. DEUTSCH-FRANZÖSISCHE FUSIONEN - BEISPIEL „AVENTIS“ 39
6. ABSCHLIEßENDE BEWERTUNG DES LÄNDERMARKTES 42
6.1. CHANCEN. 42
6.2. RISIKEN. 43
6.3. MÖGLICHE WETTBEWERBSSTRATEGIEN 44
6.4. ÜBERSICHT UND ZUSAMMENFASSUNG 46
LITERATURVERZEICHNIS 49
ANHANG I 52
ANHANG II. 53
ANHANG III 54
ANHANG IV 56
IV
Ländermarktanalyse Frankreich
Abkürzungsverzeichnis
AMF Autorité des marchés financiers BIP Bruttoinlandprodukt bzw. beziehungsweise ca. circa CMF Conseil des marchés financiers COB Commission des opérations de Bourse d.h. das heißt EDF Staatlich-französische Elektrizitätswerke etc. et cetera EU Europäische Union frz. französische(r) ggf. gegebenenfalls ha Hektar hl Hektoliter inkl. inklusive IWF Internationaler Währungsfonds km Kilometer KMU Kleine und mittelständische Unternehmen Mio. Millionen Mrd. Milliarden OECD Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung OSZE Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa ONF französisches Forstamt PC Personal Computer % Prozent SA Société Anonyme (Aktiengesellschaft) SMIC gesetzlich vorgeschriebener Mindestlohn
V
Ländermarktanalyse Frankreich
sog. sogenannte(r) s.u. siehe unten TGV Train à Grande Vitesse (Hochgeschwindigkeitszug) u.a. unter anderem USA Vereinigte Staaten von Amerika v.a. vor allem WEU Westeuropäische Union WHO World Health Organization WTO World Trade Organization z.B. zum Beispiel
VI
L ändermarktanalyse Frankreich
Abbildungsverzeichnis
Abbildung 1: Wahlen in Frankreich
Abbildung 2: Einschätzung der Sprachkenntnisse
Abbildung 3: Arbeitslosenquote
Abbildung 4: Außenwirtschaft nach Warengruppen
Abbildung 5: geographische Lage Frankreichs
Abbildung 6: ethnische Aufteilung Frankreichs
Abbildung 7: Aventis Organisation
VII
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Tabellenverzeichnis
Tabelle 1: Beispiele für Löhne und Gehälter 29 Tabelle 2: Steuerarten 30
Tabelle 3: Wichtigste Liefer- und Bezugsländer 33
Tabelle 4: Ausländische Direktinvestitionen 36
Tabelle 5: Top Ten der Pharmaunternehmen Europas 41
Tabelle 6: Strategische Alternativen 45
Tabelle 7: Länderrating des F.A.Z.-Instituts 46
Tabelle 8: Zusammenfassende Bewertung 48
VIII
Ländermarktanalyse Frankreich
1. Einleitung
Zielsetzung dieser Arbeit ist die Erstellung einer Ländermarktanalyse für einen möglichen Markteintritt in Frankreich. „Gegenstand der Marktanalyse ist die Feststellung der Struktur eines Auslandsmarktes zu einem bestimmten Zeitpunkt. Sie stellt eine einmalige Zustandsuntersuchung für die Attraktivität von Auslandsmärkten dar.“ 1 Ich habe den Ländermarkt Frankreich aus zwei Gründen gewählt. Zum einen handelt es sich bei Frankreich um einen hochinteressanten Markt für Investoren, der trotz der derzeitigen weltweiten Konjunkturflaute Wachstumspotenzial aufweist und neben einem Binnenmarkt mit ca. 59 Millionen Kunden direkten Zugang zu ca. 310 Millionen Konsumenten in den Nachbarländern bietet. Der zweite Grund für die Wahl Frankreichs ist ein persönlicher Aspekt - ich halte Frankreich mit seinen verschiedenen Landschaften, dem „Savoir-vivre“ seiner Bevölkerung und dem relativ angenehmen Klima für ein sehr reizvolles Land, das ich auch schon durch einige Urlaube er-kunden konnte.
Die Erstellung dieser Hausarbeit erwies sich als sehr umfangreich, da über Frankreich etliche Daten verfügbar sind, die jedoch teilweise veraltet waren oder einander widersprachen. Für deutsche Unternehmen, die einen Markteintritt in Frankreich planen, gibt es viele sehr gute Anlaufstellen zur Informationsgewinnung, was auch an der bewährten politischen Zusammenarbeit zwischen beiden Staaten liegt. In dieser Arbeit werden die Basis- und Wirtschaftsdaten Frankreichs dargestellt, der Außenhandel und die Wirtschaftsbeziehungen zu Deutschland erläutert. Als Beispiel für eine gelungene deutsch-französische Fusion wird das Unternehmen Aventis näher betrachtet. Abschließend wird eine zusammenfassende Bewertung des Ländermarktes vorgenommen und mögliche Wettbewerbsstrategien dargestellt. Im Anhang III folgt eine Auflistung möglicher Rechtsformen französischer Unternehmen.
1 Jahrmann (2001: 240)
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Ländermarktanalyse Frankreich
2. Basisdaten des Ländermarktes
2.1. Geographie und Klima
Frankreich ist mit einer Größe von ca. 550.000 km 2 inkl. Korsika der flächenmäßig größte Staat Westeuropas (siehe Abb. 5) und nimmt fast 20 Prozent der Fläche der Europäischen Union ein. Hinzu kommen vier Übersee-Departements (Guadeloupe, Martinique, Guayana, Réunion) und sechs weitere Überseeterritorien (Saint-Pierre-et-Miquelon, Mayotte, Französisch-Polynesien, Neukaledonien, Wallis-et-Futuna, Südpolar- und antarktische Ter-ritorien). 2 Die geologische Oberfläche des Staates besteht zu 2 / 3 aus Ebenen, die wichtigsten Gebirge sind die Alpen, Pyrenäen, Jura, Ardennen, Zentralmassiv und die Vogesen. Frankreich hat vier Meerzugänge, zur Nordsee, dem Ärmelkanal, Atlantik und Mittelmeer, mit einer Küstenlänge von insgesamt 5.500 km. 3
Zu unterscheiden sind fünf Klimazonen. Der ozeanische Westen weist häufige Niederschläge und milde Temperaturen auf, das subkontinentale Pariser Becken vergleichsweise geringe Niederschläge und starke Aufheizung im Sommer. Im kontinentalen Nordosten liegen die Temperaturextreme weiter ausein-ander als im atlantischen Frankreich, dies wird durch die differenzierte Landschaft begünstigt. Der mediterrane Süden zeigt eine unausgewogene jahreszeitliche Verteilung der Niederschläge, wobei im Sommer meist eine stabile Schönwetterlage vorherrscht. Hier findet sich auch der Mistral, ein extremer Fallwind, der durch Luftdruckgegensätze entsteht. Als Sonderklimazone gelten die Gebirge, die eine starke vertikale Klimadifferenzierung aufweisen. 4
2 vgl. Spiegel (2003: 156)
3 vgl. http://www.diplomatie.gouv.fr/venir/voicilafrance/de/page01.html
4 vgl. Pletsch (2001: 29)
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Ländermarktanalyse Frankreich
2.2. Bevölkerung
„Zwei Grundtendenzen, die bis in die Gegenwart hinein von Bedeutung sind, zeichnen die Bevölkerungsentwicklung Frankreichs aus und unterscheiden sie grundlegend von der demographischen Entwicklung anderer großer europäischer Länder, wie etwa Deutschland, England oder Italien: zum einen die Stagnation der Bevölkerung Frankreichs zwischen der Mitte des 19. und der Mitte des 20. Jahrhunderts; und zum anderen die damit verknüpfte frühe und massive Immigration von Ausländern, die Frankreich zeitweise (vor den USA und Kanada) zum wichtigsten Einwanderungsland der Welt werden ließ.“ 5
Heute leben 58,519 Millionen Einwohner in Frankreich, darunter ca. 4 Millionen Ausländer, von denen 1,5 Millionen aus EU-Ländern stammen. Die größten Bevölkerungsgruppen ausländischer Herkunft sind Algerier, Portugiesen, Marokkaner, Italiener und Spanier. Die Bevölkerung Frankreichs stellt 16 % der EU-Bevölkerung. Auf einen Quadratkilometer kommen 107 Einwohner, wobei 76 % der Bevölkerung in den Städten leben, davon allein 20 % im Großraum Paris. 6 Seit 1990 verzeichnet die Nation ein Bevölkerungswachstum von durchschnittlich 0,4 % pro Jahr. 7
Französische Minderheiten sind 1,2 Millionen Elsässer und Lothringer, 900.000 Bretonen, 300.000 Katalanen, 200.000 Flamen und 100.000-200.000 Basken. Innerhalb der Staatsgrenzen werden mehr Sprachen gesprochen als in jedem anderen west- oder mitteleuropäischen Land, noch zu Mitte des vorigen Jahrhunderts stellten die französischen ,,Muttersprachler" eine Minderheit innerhalb Frankreichs dar. Diese Situation der Vielsprachigkeit weist auf eine breite ethnische Varietät hin (vgl. Abb. 6). Durch die von Paris seit der französischen Revolution rigoros betriebene „Politik der Französisierung“ befinden
5 vgl. Lüsebrink (2000: 16 (2): 28 - 37)
6 vgl. Spiegel (2002:156) und http://www.diplomatie.gouv.fr/venir/voicilafrance/de/page03.html
7 vgl. http://www.ahk.de/bueros/f/frankreich/landundleute.html
11
Arbeit zitieren:
Birgit Boldt, 2003, Ländermarktanalyse Frankreich, München, GRIN Verlag GmbH
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