Proseminararbeit : Problembereiche des Produktlebenszyklus-Modells
INHALTSVERZEICHNIS
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1. EINLEITUNG. 3
1.1 Ausgangslage 3
1.2 Problemstellung. 3
1.3 Zielsetzung 4
1.4 Aufbau der Arbeit 4
2. DAS PRODUKTLEBENSZYKLUS-MODELL 5
2.1 Die Grundidee 5
2.2 Das Modell 6
2.3 Nutzen des Modells 8
3. PROBLEMBEREICHE DES MODELLS 9
3.1 Abgrenzung des Produktbegriffs 9
3.2 Kurvenverlauf und Abgrenzung der Marktphasen 10
3.3 Zeit als einzige erklärende Variable 11
3.4 Produkte mit mehreren Lebenszyklen 12
4. SCHLUSSFOLGERUNGEN 12
5. LITERATURVERZEICHNIS 14
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Proseminararbeit: Problembereiche des Produktlebenszyklus-Modells
1. EINLEITUNG
1.1 Ausgangslage
Die primäre Aufgabe eines Unternehmens besteht darin, Produkte anzubieten, welche die Bedürfnisse bzw. Anforderungen der Kunden besser erfüllen als die Angebote der Konkurrenz (vgl. Haedrich/Tomczak 1996: 14). Dieser Umstand macht deutlich, dass Entscheidungen, die sich auf die Gestaltung der Produkte (Güter und/oder Dienste) eines Unternehmens beziehen von grosser Bedeutung sind; alle diese Entscheidungen werden unter dem Begriff Produktpolitik zusammengefasst (vgl. Meffert 1988: 117). Die Produktpolitik ist ein marketingpolitisches Instrument, das sich mit der marktgerechten Gestaltung des Leistungsangebots eines Unternehmens von der Ideenfindung bis zur marktreifen Umsetzung befasst (vgl. Olfert/Rahn 1997: o. S.). Es umfasst alle an den unternehmerischen Zielsetzungen orientierten Strategien, die darauf gerichtet sind, neue Produkte oder Produktgruppen hervorzubringen (Produktinnovation), bereits auf dem Markt befindliche Produkte zu modifizieren (Produktvariation) oder bisherige Produkte oder Produktgruppen aus dem Markt zu nehmen (Produktelimination) (vgl. Jung 2001: 594).
1.2 Problemstellung
Aufgrund der aufgezeigten Relevanz produktpolitischer Aufgaben empfiehlt sich vor ihrer Inangriffnahme eine gründliche Analyse der jeweiligen Ausgangslage. In diesem Zusammenhang werden in der betriebswirtschaftlichen Literatur zahlreiche Analysemöglichkeiten und -methoden diskutiert, wobei u. a. der Analyse von Produktlebenszyklen (fortan abgekürzt mit „PLZ“) grosse Beachtung geschenkt wird (vgl. Hüttel 1988: 51). Das Modell des PLZ versucht gewisse Gesetzmässigkeiten bezüglich des Umsatzverlaufs eines Produktes während einer als begrenzt angenommenen Lebensdauer einzufangen (vgl. Thommen/Achleitner 1998: 194). Diese Gesetzmässigkeiten sollen als Entscheidungsgrundlage für die Produktpolitik dienen (vgl. Haedrich/Tomczak 1996: 98).
Obwohl sich das PLZ-Modell in der Betriebswirtschaftslehre etabliert hat, ist es keineswegs unumstritten. Zahlreiche Beiträge weisen auf Schwachpunkte des Modells hin und stellen teilweise seinen Aussagewert in Frage. Zudem weichen die Darstellungen und Sichtweisen verschiedener Autoren zum Teil voneinander ab, wenn auch
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nicht immer wesentlich. Dennoch lässt dieser Umstand den Schluss zu, dass die Forschung dieses Gebiet noch nicht erschöpfend behandelt und keine endgültige Klarheit geschaffen hat.
1.3 Zielsetzung
Durch das Verfassen dieser Arbeit soll aufgezeigt werden, weshalb das PLZ-Modell in der wissenschaftlichen Diskussion häufig kritisiert wird. Es soll dabei nicht das Identifizieren und Erörtern sämtlicher Problembereiche angestrebt werden, sondern lediglich der Beweis, dass das Modell Schwachstellen aufweist, die Anlass zu Kritik geben können.
1.4 Aufbau der Arbeit
Nachdem im ersten Kapitel Ausgangslage, Problemstellung und Zielsetzung der Arbeit beschrieben werden, wird im zweiten Kapitel das PLZ-Modell erörtert. Das dritte Kapitel befasst sich mit Problembereichen des Modells, ehe dann im vierten Kapitel auf Basis der gewonnenen Erkenntnisse Schlussfolgerungen präsentiert werden.
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Proseminararbeit: Problembereiche des Produktlebenszyklus-Modells
2. DAS PRODUKTLEBENSZYKLUS-MODELL
An dieser Stelle wird das PLZ-Modell näher erörtert. Dies bildet die Basis für das Verständnis von Kapitel 3, wo auf Problembereiche des Modells eingegangen wird. Da in der wissenschaftlichen Literatur kein einheitliches Begriffsverständnis auszumachen ist, versteht sich die im Unterkapitel 2.2 geschilderte Definition lediglich als Arbeitsdefinition ohne Anspruch auf Allgemeingültigkeit. Allerdings ist im Rahmen dieser Arbeit primär das Grundprinzip des Modells wesentlich, das ohnehin bei nahezu allen Modellversionen dasselbe sein dürfte.
2.1 Die Grundidee
Bevor im nächsten Abschnitt auf eine konkrete Version des PLZ-Modells eingegangen wird, soll dieses Unterkapitel kurz ins Thema einführen und die Grundidee des Modells aufzeigen.
Allgemein wird unter dem Konzept eines Lebenszyklusses ein Modell verstanden, das die Entwicklung eines lebendigen Wesens von seinem Beginn bis zu seinem Ende beschreibt (vgl. Schwartau 1977: 30). Der Ausdruck Lebenszyklus stammt also ursprünglich aus der Biologie und geht auf die Beobachtungen von Organismen zurück (vgl. Senti 1994: 9).
Das in der Betriebswirtschaftslehre und dabei insbesondere im Marketing anzutreffende Modell des PLZ besagt in seiner allgemeinsten Form, dass künstliche Systeme bestimmte Gesetzmässigkeiten natürlicher Systeme aufweisen (vgl. Haedrich/Tomczak 1996: 98). Ein Produkt wird wie ein Lebewesen betrachtet, das geboren wird, wächst, reift, in der Blüte des Lebens steht, um dann alt zu werden und schliesslich zu sterben (vgl. Koppelmann 1993: 73). Demnach haben Produkte eine begrenzte Lebensdauer, die von sehr unterschiedlicher Länge sein kann. So gibt es einige, die seit Jahrzehnten weitgehend unverändert auf dem Markt sind - wie z. B. Aspirin oder Maggi-Würze - und andere, die nach kurzer Zeit wieder vom Markt verschwinden (insbesondere modische Produkte). Doch trotz dieser Unterschiedlichkeiten zeigt sich, dass jedes Produkt ähnliche Entwicklungsphasen durchläuft, unabhängig von der Zeitdauer, in der es auf dem Markt existiert. Man kann feststellen, dass jedes Produkt nach Eintritt in den Markt zunächst steigende Umsätze erzielt, die bis zu einem Höhepunkt anwachsen und danach bis zum Ausscheiden aus dem
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Arbeit zitieren:
Hans-Ulrich Scheurer, 2004, Problembereiche des Produktlebenszyklus-Modells, München, GRIN Verlag GmbH
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