LITERATURVERZEICHNIS
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V
GLIEDERUNG
A. Einführung. 1
B. Regelungstechnik des GmbHG und des SPE-VO-E 1
C. Übersicht über grundsätzliche Organisationsmöglichkeiten 3
I. GmbH 3
II. SPE 3
1. Satzungsautonomie 3
2. Monistisches System. 4
D. Geschäftsführer / Geschäftsleitungsorgan. 5
I. Persönliche Voraussetzungen 5
1. GmbH. 5
2. SPE. 5
II. Bestellung und Abberufung. 7
III. Der „faktische Geschäftsführer“ 8
IV. Pflichten gegenüber der Gesellschaft und den Gesellschaftern. 9
1. Pflicht zur ordnungsgemäßen Geschäftsführung 10
2. Pflicht zur Vertretung der Gesellschaft. 11
a) Unbeschränkbarkeit im Außenverhältnis. 11
b) Insichgeschäfte 12
3. Pflicht zur Erteilung von Auskünften 12
V. Haftung der Geschäftsleitung gegenüber der Gesellschaft 13
1. Pflichtenmaßstab. 13
2. Gesamtschuldnerische Haftung. 14
3. Beweislastfrage 14
4. Geltendmachung der Ansprüche. 15
5. Vorschläge zur Änderung des Haftungsregimes durch das EP. 15
a) Verschuldensunabhängige Geschäftsleitungshaftung. 15
b) Abschließendes Haftungsregime in der Verordnung. 16
c) Geschäftsleitungshaftung gegenüber Gläubigern? 17
VI. Haftung gegenüber Gesellschaftern und Dritten 18
1. GmbH. 18
2. SPE. 19
E. Gesellschafterversammlung. 19
I. Zuständigkeit der Gesellschafterversammlung. 19
V
1. GmbH. 19
2. SPE. 20
II. Weisungsrecht und Vorlagepflicht 20
1. GmbH. 20
2. SPE. 21
III. Durchführung der Gesellschafterversammlung und Beschlussanfechtung 22
F. Aufsichtsorgan 23
I. GmbHG. 23
II. SPE 24
G Fazit 25
A. Einführung
Als die Kommission im Frühjahr 2008 ihren Vorschlag für eine Verordnung zur SPE vorstellte, war das Aufsehen groß. Nicht zuletzt deshalb, weil eine über zehn Jahre alte Idee damit endlich einen Schritt in Richtung Realität ging. Der hohe Anspruch hinter dem Projekt ist, eine einheitliche Europäische Rechtsform zu schaffen, die es insbesondere kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) erleichtern soll, in der gesamten EU tätig zu werden. 1 Etwas mehr als ein Jahr später ist der Entwurf Untersuchungsgegenstand zahlreicher Aufsätze und anderer Veröffentlichungen geworden und auch politische Institutionen sowie Wirtschaftsverbände haben Stellungnahmen abgegeben. 2 Im März 2009 hat zuletzt das Europäische Parlament (nachfolgend EP) Änderungsvorschläge im Rahmen einer legislativen Entschließung nach Art. 308 EG zum Statut vorgebracht. Ein wichtiger Untersuchungsgegenstand in der aktuellen Diskussion ist die Organisationsverfassung der SPE. Gegenstand der vorliegenden Arbeit soll daher ein Vergleich der Organisationsverfassungen von GmbH und SPE sein.
Zum besseren Verständnis werden zunächst die Rechtsquellen von GmbH und SPE erläutert. Sodann soll nach der Darstellung der grundsätzlichen Organisationsmöglichkeiten in beiden Gesellschaftsformen anhand der einzelnen Organe untersucht werden, wo Vor- und Nachteile von SPE und GmbH liegen und welche Unterschiede hinsichtlich der Rechten und Pflichten der Organe bestehen. Ein Schwerpunkt ist dabei auf die Geschäftsleitung gelegt, insbesondere auf deren Haftung gegenüber der Gesellschaft, den Gesellschaftern und Dritten gegenüber. In diesem Zusammenhang gilt es auch die Änderungsvorschläge des EP zu berücksichtigen. Aufgrund des großen Umfangs der Problematik und der nur mittelbaren Zugehörigkeit zum Thema „Organisationsverfassung“ soll auf eine Darstellung der Arbeitnehmermitbestimmung verzichtet werden.
B. Regelungstechnik des GmbHG und des SPE-VO-E
Die Normen des GmbHG, die die Organisationsverfassung betreffen, sind detailliert und vom Gesetz vorgegeben, lassen jedoch oft explizit Spielraum für Abweichungen in der Satzung. Daraus folgt für die GmbH, dass wenn die Gesellschafter in der Satzung bestimmte Bereiche nicht regeln, die Normen des GmbHG eingreifen. Die große Gestaltungsfreiheit der Satzung steht im Gegen- 1 Begründungder Kommission zum SPE-VO-E, S. 2.
2 Übersicht bei Bücker, ZHR 2009, 281 (283 f.).
1
satz zum grundsätzlich strengen System bei der AG nach § 23 V AktG und hat seinen Grund in der personalistischen Prägung der GmbH. 3 Die Gesellschafter sind hier einander oft persönlich bekannt und ihre Zusammensetzung wechselt nicht so häufig wie bei der AG. Gleiches gilt auch für die SPE, deren Anteile nach Art. 3 I lit. d SPE-VO-E nicht öffentlich angeboten oder gehandelt werden dürfen.
Der SPE-VO-E verfolgt dennoch hinsichtlich der Regelungssystematik einen anderen Ansatz als das GmbHG. Viele wichtige Bereiche, insbesondere im Bereich der Organisationsverfassung, sind im Entwurf selbst nicht geregelt. Stattdessen verweist der Entwurf hier auf den Anhang I des VO-E und gibt den Gesellschaftern auf, insgesamt 44 Einzelpunkte in der Satzung selbst zu regeln. Zu Gute halten lässt sich dem „Instrument der obligatorischen Regelungsaufträge“ 4 im SPE-VO-E, dass ein Maximum an Flexibilität den individuellen Bedürfnissen der KMU entgegen kommt und gleichzeitig einer Zersplitterung des SPE-VO-E durch einzelne Sondervorschriften für Mitgliedsstaaten vorgebeugt wird. 5 An der Regelungstechnik des SPE-VO-E wird im Schrifttum und in der Politik aber auch viel Kritik geübt. Insbesondere wird kritisiert, dass eine Ge-sellschaftsform, die grundsätzlich für KMU gedacht ist, ihre Zielgruppe mit einem derartigen Regelungsaufwand überfordere. Außerdem würden die Vorteile der Rechtsvereinheitlichung durch die SPE-VO dadurch konterkariert, da diese gerade Rechtsberatungskosten durch Vereinheitlichung reduzieren sollte. 6 Gerade bei den weit reichenden Gestaltungserfordernissen für die Organisationsverfassung entsteht jedoch ein erheblicher Beratungsaufwand. Gefordert wird daher, dass die SPE-VO klare Regelungen vorgeben sollte, diese jedoch in weiten Bereichen dispositiv sein sollten. 7 Die Gründer hätten dann ein festes Statut, auf das sie sich berufen könnten, wenn nicht alle Fragen in der Satzung geregelt wären. Gegenwärtig sei nicht immer klar, von welchen Regelungen des SPE-VO-E durch die Satzung abweichen darf und welche zwingend sind. 8 Für die hier betrachtete Organisationsfassung soll diese Frage jedoch durch die VO geklärt sein. Gem. Art. 26 II SPE-VO-E legen die Anteilseigner die Organisation der SPE vorbehaltlich der Verordnung fest. Daraus ist zu schließen,
3 Körber/Kliebisch, JuS 2008, 1041 (1046).
4 Feltl, SWI 2009, 191 (191).
5 Schmidt, EWS 2008, 455 (456 f.).
6 Beschluss Bundesrat SPE, Drucks. 479/08, Drucks. 479/08, S. 4; Brems/Cannivé, 629 (637).
7 Stellungnahme Deutscher Anwaltverein, Rn 30; Krejci 2008, Rn 572.
8 Arbeitskreis Europäisches Unternehmensrecht, NZG 2008, 897 (898).
2
Arbeit zitieren:
Christoph Kramer, 2009, Die Organisationsverfassung der Societas Privata Europaea (SPE) im Vergleich zur GmbH, München, GRIN Verlag GmbH
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Tobias Buddemeier
Eine ausgezeichnete Arbeit.
Eine wirklich gut recherchierte Arbeit, besser als alles, was ich bislang in der Literatur dazu gelesen habe. Kann die Arbeit nur wärmstens weiterempfehlen!
Weiter so, Herr Kramer!
am Wednesday, July 29, 2009-