Universität Regensburg SS 1998
Proseminar
eine unüberwindbare Hürde für die interkulturelle
Pädagogik“
Thema: „Interkulturelle Erziehung“
Sonja Deml Diplom - Pädagogik
Gliederung
I Begründungen und Ziele einer interkulturellen Päda
gogik nach Karl-Heinz Dickopp
1. Ausgangsthese
2. Historischer Hintergrund
3. Kulturpädagogische Argumentation
3.1. Kulturpädagogische Argumentation nach Theodor Litt
3.2. die Meinung anderer Pädagogen
4. verschiedene Arten von Pädagogik
4.1. Definition von interkulturelle Pädagogik
4.2. Personale Pädagogik
II Ausländische Kinder im deutschen Kindergarten
1. Situation und Probleme
1.1. Probleme im Kindergarten
1.2. Probleme in der Familie
2. Gründe für die Extreme Kindergarten Familie
3. Folgen all dieser Schwierigkeiten
III Zusammenfassung
IV Quellenangabe
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I. Begründungen und Ziele einer interkulturellen Päda-
gogik nach Karl-Heinz Dickopp
1. Ausgangsthese
Eine der wichtigsten und zentralen Aufgaben der Pädagogik ist die Frage nach dem Ziel von Erziehung und Bildung, um den Grund von Erziehung festzulegen.
Diese Frage ist besonders wichtig bei der gemeinsamen Erziehung ausländischer und deutscher Kinder, sowohl im Kindergarten als auch später in der Schule.
Nicht alle Erzieher beziehungsweise Lehrer sind – aus unter- schiedlichen Gründen - für eine gemeinsame Förderung und Erzie- hung. Viele können dies aus finanziellen oder institutionellen Gründen nicht gewährleisten. Oftmals weigern sich aber auch die Eltern.
Karl-Heinz Dickopp sagt:
“..., daß zu dieser Unsicherheit und Ungewißheit die Pädagogik selbst wesentlich mit beigetragen hat, ..., weil sie seit dem 19. Jahrhundert zunehmend ihre Sinn- und Zielvorstellungen von Erziehung monokulturell be- gründete.“ (DICKOPP 1986, S. 37)
Weiter meint er:
“...haben Kinder in unseren Erziehungseinrichtungen kein Hausrecht.“ (DICKOPP 1986, S. 37
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2. Historischer Hintergrund
Ab 1880 etwa konnte man nicht zuletzt durch Wilhelm Dilthey die Pädagogik als Geisteswissenschaft bezeichnen.
Theodor Litt, Eduard Spranger, Hermann Nohl oder Wilhelm Flit- ner - um nur einige seiner Schüler zu nennen - führten seine Bestrebungen fort.
Es entstand der Begriff „Kulturpädagogik“, da die Pädagogik nicht mehr das Ziel von lediglich einem Menschenbild hatte, das alle Individualität übergreifen sollte.
Pädagogik definierte das kulturelle Zusammenspiel verschiedener nützlicher und erprobter Ordnungen der Gesellschaft und des Le- bens beziehungsweise das Gefüge von verschiedenen Werten und Normen (vgl. LITT, 1965).
3. Kulturpädagogische Argumentation
Jede kulturpädagogische Argumentationsweise hat eine meist äu- ßerst komplizierte Systematik. Im folgenden Punkt soll sie am Gedankengang von Theodor Litt verdeutlicht werden (vgl. LITT 1965).
3.1. Kulturpädagogische Argumentation nach Theodor Litt
Theodor Litt unterscheidet zwischen dem „umfassendem Struktur- zusammenhang der geistigen Welt“ als „kulturelle Gesamtwelt“ und dem „Verhältnis von Erziehung und Zögling“ als zwischen- menschliches Verhältnis (Zitate aus Theodor Litt: „Pädagogik und Kultur“).
Der Begriff Erziehung bedeutet für Litt eine Einfügung des ICHs in die vernetzten Strukturen der geistigen Welt.
Er definiert Erziehung als Brücke von Mensch zu Mensch.
Die Sprache hat hier drei wesentliche Funktionen: Selbstdarlegung und Kundgebung von Informationen
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Sonja Deml, 1998, Interkulturelle Erziehung - „Das Stigma des Fremden - eine unüberwindbare Hürde für die interkulturelle Pädagogik“, Munich, GRIN Publishing GmbH
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