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Die Psychologie des Traums

Titel: Die Psychologie des Traums

Seminararbeit , 2003 , 21 Seiten , Note: ausgezeichnet

Autor:in: Nitiisha Michael Spiess (Autor:in)

Psychologie - Persönlichkeitspsychologie
Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Der Mensch verbringt im Durchschnitt einen Drittel seiner ganzen Lebenszeit im schlafenden
Zustand, dennoch wissen die meisten sehr wenig über den Schlaf und das eng mit ihm
verbundene Phänomen des Träumens. Schlaf ist nämlich nicht nur fehlende Wachheit, wie
viele meinen, sondern ein veränderter Bewusstseinszustand, welcher die Voraussetzung für
eine Reihe von bedeutenden psychologischen und biologischen Prozessen liefert.
In dieser Arbeit beschäftige ich mich ausschliesslich mit dem Vorgang des Träumens,
welcher, während sich das Bewusstsein eine Pause gönnt, stattfindet. Ich werde den
hochinteressanten Prozess des Träumens vom psychoanalytischen Gesichtspunkt aus
durchleuchten und mich auf die verschiedenen Traumkomponenten und deren Funktionen
und Wichtigkeit beim Traumaufbau beschränken. Ich werde nicht auf die Deutung der
Träume eingehen, denn die Traumforschung ist ein von der Traumdeutung klar abgegrenztes
Gebiet, das sich mit der Entstehung, nicht aber mit dem Inhalt des Traums beschäftigt.
Mein Ziel ist dem Leser, welcher sich vielleicht erstmalig der Lektüre psychoanalytischer
Literatur widmet, ein Grundverständnis für psychologische Prozesse im allgemeinen und
natürlich insbesondere für diejenigen des Träumens zu vermitteln. Um dies zu vereinfachen
versuche ich, das Wissen durch Verwendung von wenigen Fach- und Fremdwörtern und das
Einflechten von Versinnbildlichungen verständlich darzulegen.
Der Leser soll am Schluss der Arbeit ein fundiertes Bild davon haben, was ein Traum
überhaupt ist, wo seine Ursprünge wurzeln, nach welchem Prinzip er generiert wird, welche
Funktionen und Wichtigkeit den verschiedenen Traumkomponenten zukommen und durch
welche Abwehrmechanismen der Traum wie und warum entstellt wird. Um es kurz zu fassen:
Ich hoffe, durch meine Schilderungen den komplexen Prozess des Träumens in dem Masse
verständlich machen zu können, dass der Leser nach der Lektüre im Stande ist, einen aus
einer Fachzeitschrift stammenden Artikel über die Traumforschung anhand des neu
erworbenen Wissens zu verstehen.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Einführung

3 Die Traumkomponenten

3.1 Ursprung des Traummaterials: die zwei Traumquellen

3.1.1 Traumquelle Tagesrest

3.1.2 Traumquelle Wunsch

4 Die Traumgenerierung

4.1 Synthese von Tagesrest und Wunsch

4.2 Latente Traumgedanken und Traumarbeit

4.3 Mechanismen der Traumarbeit

4.3.1 Verdichtung

4.3.2 Verschiebung

4.3.3 Symbolisierung

5 Träume in der Literatur

Zielsetzung & Themen

Das Hauptziel dieser Arbeit besteht darin, dem Leser ein fundiertes Grundverständnis für den psychoanalytischen Prozess des Träumens, dessen Entstehung und die beteiligten Traumkomponenten zu vermitteln, ohne dabei auf die klassische Traumdeutung einzugehen.

  • Psychoanalytische Grundlagen der Traumgenerierung
  • Funktionsweise und Differenzierung der Traumquellen (Tagesrest und Wunsch)
  • Synthese von Traummaterial und das Konzept der Traumarbeit
  • Analyse der zentralen Abwehrmechanismen: Verdichtung, Verschiebung und Symbolisierung
  • Gegenüberstellung von Freuds ursprünglichen Thesen und modernen Erkenntnissen der Traumforschung

Auszug aus dem Buch

4.3.3 Symbolisierung

Der dritte Abwehrmechanismus, welcher die latenten Traumgedanken entstellt, ist die Symbolisierung. Für Freud war diese Leistung der Traumarbeit, welche aus einer Umsetzung der latenten Traumgedanken in visuelle Bilder besteht, die psychologisch interessanteste (Freud Sigmund, 1977, S.140). Er schrieb ihr eine herausragende Bedeutung in Bezug auf die Verunkenntlichung von Elementen der latenten Traumgedanken zu.

Eine meiner Meinung nach treffende und verständnisfördernde Metapher, welche die Funktionsweise des Prozesses der Symbolisierung gut veranschaulicht, findet man in Freuds „Vorlesungen zur Einführung in die Psychoanalyse“. Dort vergleicht er die Tätigkeit der bei der Traumentstehung wirkenden Symbolisierung mit der Aufgabenstellung, einen Zeitungsartikel durch „eine Reihe von Illustrationen“ zu ersetzen. In dieser Metapher entspricht der zu übersetzende Artikel den latenten Traumgedanken, während die Übersetzung, also die daraus resultierenden Illustrationen, die von der Symbolisierung hervorgerufenen Versinnbildlichungen darstellt. Im ersten Moment scheint die Aufgabe vielleicht bewältigbar, bei der Umsetzung in die Praxis aber sähe man sich wohl mit einigen unlösbaren Problemen konfrontiert. Bei der Translation von der Buchstabenschrift in die Bilderschrift können nämlich beispielsweise abstrakte Worte und Redewendungen nicht übersetzt werden. Also behilft man sich, und genauso tut dies auch die Traumarbeit, mit allerlei „Kunstgriffen“, welche die Substitution von abstrakten Satzteilen beschränkt ermöglichen. So könnte die Traumarbeit beispielsweise das „Besitzen“ eines Objektes durch wirklich physisches „Daraufsitzen“ darstellen. Die Erkenntnis, wie die Symbolisierung bei der Übersetzung der latenten Traumgedanken durch Bilder und Metaphern vorgeht, erklärt zudem das Auftreten unsinnig erscheinender Traumbilder (wie wir wissen, haben aber auch die Prozesse der Verdichtung und Verschiebung solche abstrakten Bilder zur Folge).

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Einleitung legt den Fokus auf die Bedeutung des Schlafs als Bewusstseinszustand und grenzt das Ziel der Arbeit, nämlich das Verständnis der Traumgenerierung, von der klassischen Traumdeutung ab.

2 Einführung: Dieses Kapitel verortet das Thema in der psychoanalytischen Tradition Sigmund Freuds und erläutert den Anspruch, klassische Traummodelle mit modernen wissenschaftlichen Erkenntnissen zu synthetisieren.

3 Die Traumkomponenten: Es wird analysiert, dass Träume aus gespeicherten Gedächtnisinhalten resultieren, die primär aus zwei Quellen gespeist werden: Tagesresten und Wünschen.

4 Die Traumgenerierung: Dieses Kapitel bildet den Kern der Arbeit und beschreibt die Synthese von Tagesrest und Wunsch sowie die spezifischen Mechanismen der Traumarbeit wie Verdichtung, Verschiebung und Symbolisierung.

5 Träume in der Literatur: Dieser Abschnitt bietet einen Ausblick auf die theoretisch-literarische Verarbeitung von Traumphänomenen.

Schlüsselwörter

Psychoanalyse, Traumforschung, Traumgenerierung, Tagesrest, Wunsch, Traumarbeit, Verdichtung, Verschiebung, Symbolisierung, Abwehrmechanismen, Traumkomponenten, Sigmund Freud, Unterbewusstsein, Gedächtniskonsolidierung, Triebtendenz.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit den psychologischen Vorgängen bei der Entstehung von Träumen aus psychoanalytischer Sicht.

Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?

Die zentralen Themen sind die Traumquellen (Tagesrest und Wunsch), der Prozess der Traumgenerierung sowie die Mechanismen, durch die Träume bearbeitet und entstellt werden.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, dem Leser ein fundiertes Verständnis über den Aufbau eines Traums und das Prinzip seiner Generierung zu vermitteln, ohne dabei eine inhaltliche Deutung der Träume vorzunehmen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt die psychoanalytische Theoriebildung, insbesondere auf Basis von Sigmund Freud, und ergänzt diese durch aktuelle Erkenntnisse aus der modernen Traumforschung.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung der Traumkomponenten (Tagesreste und Wünsche) und eine detaillierte Analyse der Traumarbeit, inklusive der Mechanismen der Verdichtung, Verschiebung und Symbolisierung.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Schlüsselwörter sind unter anderem Psychoanalyse, Traumgenerierung, Traumarbeit, Tagesrest, Verdichtung, Verschiebung und Symbolisierung.

Wie unterscheidet sich Freuds Sichtweise von modernen Ansätzen bei der Verdichtung?

Während Freud der Verdichtung eine zensurierende, defensive Funktion zuschrieb, betrachten moderne Ansätze diesen Prozess primär als einen dynamischen und integrativen Vorgang der Informationsverarbeitung.

Warum ist die Unterscheidung zwischen "Träumen von oben" und "Träumen von unten" wichtig?

Diese Unterscheidung hilft zu verstehen, ob der Impuls für die Traumgenerierung primär von Tagesgedanken oder direkt aus dem Unterbewusstsein stammt.

Ende der Leseprobe aus 21 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Die Psychologie des Traums
Hochschule
Universität Zürich  (Psychologisches Seminar)
Note
ausgezeichnet
Autor
Nitiisha Michael Spiess (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2003
Seiten
21
Katalognummer
V13236
ISBN (eBook)
9783638189354
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Psychologie Traums
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Nitiisha Michael Spiess (Autor:in), 2003, Die Psychologie des Traums, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/13236
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Leseprobe aus  21  Seiten
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