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Inhaltsverzeichnis
INHALTSVERZEICHNIS 1
VORBEMERKUNGEN :
WARUM ICH MICH FÜR DIESES THEMA ENTSCHIEDEN HABE 2
1. DIE SICHTWEISEN DER TEILDISZIPLINEN DER PSYCHOLOGIE AUF DIE
PERS ÖNLICHKEIT UND DAS HANDELN 2
1.1. ALLGEMEINE PSYCHOLOGIE 2
1.2. DIFFERENTIELLE UND PERSÖNLICHKEITSPSYCHOLOGIE 3
1.3. KRITIK 3
2. MENSCH UND PROBLEMLÖSEN 3
2.1. LEISTUNGEN UND FEHLLEISTUNGEN 3
2.2. FUNKTIONSWEISE VON DENKEN UND PROBLEMLÖSEN 4
2.3. ROLLE DER PERSÖNLICHKEIT BEIM PROBLEMLÖSEN 5
3. EXKURS:
KOGNITIONSPSYCHOLOGISCHE SICHTWEISE AUF DIE MENSCHLICHE
INFORMATIONSVERARBEITUNG 7
3.1. WAHRNEHMUNG 7
3.2. WISSENSREPRÄSENTATION 8
3.3. GEDÄCHTNIS: 10
3.4. PROBLEMLÖSEN 11
4. KÜNSTLICHE PERSÖNLICHKEIT UND PROBLEMLÖSEN 13
4.1. KÜNSTLICHE INTELLIGENZ 13
4.2. KÜNSTLICHES LEBEN (ALIFE) 15
4.3. PSI-THEORIE (PERSON, SITUATION, INTERAKTION) 16
4.4. PROGRAMMIERTE PERSÖNLICHKEIT 18
5. KRITISCHER AUSBLICK 20
LITERATURLISTE 22
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- 2 - Vorbemerkungen:
Warum ich mich für dieses Thema entschieden habe
Der Themenbereich „Persönlichkeit und Entscheidung“ interessierte mich, weil ich mir davon versprochen habe, mehr über die Gründe für Unterschiede zwischen Persönlichkeiten zu erfahren und zu begreifen, warum sie bestimmte Entscheidungen (nicht) treffen. Wie jeder andere treffe ich jeden Tag eine Fülle von Entscheidungen. In meinem zukünftigen beruflichen Leben muss ich noch mehr - professionelle - Entscheidungen treffen, die Konsequenzen nicht nur für mich alleine haben werden, die richtig oder falsch sein werden und die auf jeden Fall verantwortlich getroffen werden müssen. Aus diesen Gründen wollte ich wissen, welche Voraussetzungen und Mechanismen beim Treffen von Entscheidungen eine Rolle spielen.
Auch wenn Entscheidungen so vielfältig sein können wie die Menschen es sind, müsste es dennoch für bestimmte Personengruppen „typische“ Muster geben. Die Einflussfaktoren hinter diesen ähnlichen Entscheidungen interessierten mich. Die zu lösenden Probleme und die Situationen um sie herum sind in einer globalen Sichtweise so komplex, dass vermutlich die einzelne Persönlichkeit damit überfordert ist, alle relevanten Faktoren im Auge (bzw. im Gehirn) zu behalten. Hier wäre ein Ansatz für die Installation „künstlicher“ Hilfen. Über den Ansatz der traditionellen Teildisziplinen der Psychologie, über den Forschungs-stand bei den alternativen Theorien und über die Grenzen der Anwendung handelt diese Arbeit. Ich versuche, die Arbeit von H. Schaub „Persönlichkeit und Problemlösen. Persönlich-keitsfaktoren als Parameter eines informationsverarbeitenden Systems.“ in gebotener Kürze darzustellen und wende mich in einem Exkurs noch einmal vertiefend den diesbezüglichen Ansätzen der Kognitionspsychologie zu (John Anderson, Kognitive Psychologie).
1. Die Sichtweisen der Teildisziplinen der Psychologie auf die Persönlichkeit und das Handeln
1.1. Allgemeine Psychologie
Die Allgemeine Psychologie fragt nach universalen Gesetzmäßigkeiten im Bereich psychischer Grundfunktionen wie Wahrnehmung, Motivation, Emotion, Gedächtnis, Denken oder Handlung. (Jochen Müsseler / Wolfgang Prinz (Hrsg.) Allgemeine Psychologie 2002, s. 2) Der Schwerpunkt liegt bei dem Wie? des Wahrnehmens, Denkens und Handelns. Die Allgemeine Psychologie abstrahiert sich von individuellen Unterschieden und erklärt sie anhand der statistischen Varianz. Die unterschiedlichen Handlungsweisen resultieren demnach allein aus den Merkmalen der Situation, in der der Handelnde sich befindet.
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- 3 - 1.2.Differentielle und Persönlichkeitspsychologie
Differentielle und Persönlichkeitspsychologie beschäftigen sich mit der Beschreibung und Erklärung inter- und intraindividueller Unterschiede im menschlichen Erleben und Verhalten. (Hannelore Weber, Thomas Rammsayer (Hrsg.) Handbuch der Persönlichkeitspsychologie und Differentiellen Psychologie, 2005). Im Mittelpunkt steht die Frage, wie stark und warum sich Menschen in ihrem typischen Verhalten und Erleben unterscheiden. (Jens B. Asendorf, Psychologie der Persönlichkeit, 4. Auflage, 2007). Die Unterschiede im Verhalten werden auf persönliche Eigenschaften zurückgeführt.
1.3. Kritik
Die Vorgehensweise der beiden Teildisziplinen ist im Zusammenhang mit der Problemlösefähigkeit nicht sinnvoll, da erstens die Eigenschaften der durchschnittlichen Person auch durch eine Minderheit in der Stichprobe konstruiert werden können oder gar von keiner einzelnen Person getragen werden. (vgl. Schaub, 2001, s.2), und zweitens menschliches Verhalten stark vergangenheits- und situationsorientiert ist (z.B. durch Erfahrung, Erziehung). Daraus folgt, dass die Erkenntnisse aus der Allgemeinen Psychologie um die differentiellpsychologischen Aspekte erweitert werden müssten. Die Integration dieser Wissenschaften kann aber nicht in der Bevorzugung der einen oder anderen Methodik liegen (Varianz- vs. Korrelationsuntersuchung). Man muss sich Gedanken darüber machen, welche Systemfaktoren hinter dem Verhalten und den Personenmerkmalen liegen.
Aus der systemtheoretischen Sicht ist ein Mensch eine funktionelle Einheit (vgl. Schaub, 2001, s. 3), die von einem System konstruiert wird. Ziel ist also, dieses zugrunde liegende System zu untersuchen und die Teildisziplinen anhand einer gemeinsamen theoretischen Basis zu vereinigen.
2. Mensch und Problemlösen
2.1. Leistungen und Fehlleistungen
„Unsere Aufmerksamkeit in ihrer Kapazität ist sehr begrenzt und kann nur auf äußerst wenige kognitive Prozesse zugleich gerichtet werden.“ (John R. Anderson, Kognitive Psychologie, 2. Auflage, 1989). Diese Tatsache macht es manchmal für einen Menschen extrem schwer, ein komplexes Problem (zur Definition siehe Absch. 2.2.2.) zu lösen. Unsere Welt ist so global und komplex geworden, dass diese Art von Problemen immer aktueller wird. Aus der Erfahrung und aus den Beispielen der neuesten Geschichte wissen wir, dass Menschen versagen. Menschliche Denkfehler, Fehlentscheidungen in komplexen Situationen ziehen oft katastrophale Folgen nach sich (Tschernobyl, ICE 884 bei Eschede, Transrapid usw.). Um diese Fehlentscheidungen vermeiden zu können, muss man sich genauer mit den Prozessen beschäftigen, die in dem Kopf des Entscheidenden ablaufen. So kann man das gewonnene
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- 4 -Wissen im Rahmen von Ausbildung und Training benutzen, um den Prozess des Denkens zu beeinflussen.
2.2. Funktionsweise von Denken und Problemlösen
Die Teildisziplin der Psychologie, die sich mit dem menschlichen Denken auseinandersetzt, ist die Kognitionspsychologie. Zentral ist hier der Gedanke, dass jeder Denkprozess als Prozess der Informationsverarbeitung erfasst werden kann. In der Wissenschaft herrscht Unstimmigkeit über die richtige Definition der Denkprozesse, es gibt aber eine Reihe von Aspekten, die vermutlich bei dem Prozess des Denkens eine Rolle spielen (vergl. Schaub, 2001, s. 7):
− Wahrnehmung eines unerwünschten Zustandes − aktiver, kontrollierter, motivierter und zielgerichteter Prozess − interner Prozess, der mit kognitiven Elementen wie Vorstellungen oder sprachlichen Begriffen aus dem Gedächtnis arbeitet
− seriell und parallel organisierte Abfolge elementarer kognitiver Operationen − teilweise bewusster Prozess
− neuartige Verknüpfung kognitiver Elemente oder Gewinnung neuer Erkenntnisse aus der Analyse vorhandenen Materials
− Anpassung existierender kognitiver Strukturen an neue Gegebenheiten − Integration neuer Informationen in existierende kognitive Strukturen Der Begriff Problemlösen lässt sich mit Hilfe folgender Merkmale charakterisieren: Es gibt
− einen Ausgangszustand (IST-Zustand), der unbefriedigend ist − einen Endzustand (SOLL-Zustand, Zielzustand), der angestrebt wird − eine Barriere, die das Erreichen des Soll-Zustandes verhindert und die überwunden werden muss
„Obschon die Begriffe Denken und Problemlösen in der Literatur häufig synonym verwendet werden, liegt die Betonung beim Problemlösen ganz wesentlich auf dem Aspekt des Überwindens einer Barriere, die das Erreichen des angestrebten Zieles behindert und damit die Situation zum Problem macht.“ (Schaub, 2001, s.8). 2.2.1. Problemlösen aus der Sicht der analytischen Strategie
Bei der klassischen Vorgehensweise wird ein Phänomen in kleine Bestandteile / Einflussfak-toren zerlegt, bis das Phänomen sich komplett definieren lässt. Diese Strategie funktioniert in der Regel beim Erklären der menschlichen Denkweise im Bezug auf das einfache Problemlösen: es gibt einen Anfangszustand, einen Zielzustand und eine begrenzte Menge von Operatoren, die einem Probanden als Instrumentarium dienen, um eine Lösung zu finden. Das Problemlösen wird im Rahmen dieser Strategie als Suchalgorithmus definiert: es gibt mehrere
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- 5 -Wege zum Ziel, einige kürzer, andere länger. Aufgabe ist es, den optimalen Weg zu finden. Damit das Problemlösen auf diese Weise funktioniert, bedarf es einiger Bedingungen: − vollständig bekannte Ausgangssituation − klare und bekannte Ziele
− alle möglichen Handlungen (Operatoren) sind bekannt − die Problemstellung ist zeitlich stabil (fehlende Dynamik) − der Problemraum ist überschaubar
− soziale, emotionale und motivationale Einflussgrößen sind vernachlässigbar. Eine positive Eigenschaft dieser Strategie ist ihre leichte Durchführung. Problematisch ist aber, dass im realen Leben diese Bedingungen nur sehr selten erfüllt sind. 2.2.2. Problemlösen aus der Sicht der systemtheoretischen Strategie Im Rahmen der systemorientierten Strategie wird folgendes berücksichtigt: es werden Probleme untersucht, die den realen komplexen (Problem-) Situationen entsprechen und es wird versucht, den Denkprozess nicht von anderen psychischen Prozessen (Werte, Motive, Absichten, Gefühle) zu isolieren. Komplexe Probleme sind: − umfangreich (bestehen aus vielen Variablen) − vernetzt (die Variablen beeinflussen sich gegenseitig) − intransparent (nicht vollständig durchschaubar) − dynamisch (verändern sich ohne Zutun des Problemlösers) − polytelisch (nicht auf eine Variable hin optimierbar) − bedeutsam (emotional und motivational für den Problemlöser) und
− sozial eingebettet (finden im sozialen Raum statt).
Solche (Problem-)Situationen erfordern neben elementaren kognitiven Fähigkeiten auch allgemeine heuristische Kompetenzen, Planungsfähigkeit und verschiedene Formen von Wissen. Um diese Art von Problemen untersuchen zu können, benutzt man Computersimulationen, die erlauben, die (Problem-) Situationen in ihrer Komplexität darzustellen und in mehreren Perioden durchzuspielen.
2.3. Rolle der Persönlichkeit beim Problemlösen 2.3.1. Persönlichkeitstypen
Es gibt mehrere Definitionen dafür, was als Persönlichkeit bezeichnet wird. Der älteste Ansatz ist das Traitkonzept (Trait: relativ unveränderlicher Grundzug der Persönlichkeit, Meyers Lexikon online). „Mit diesem Konzept wird das Phänomen gekennzeichnet, dass Menschen ein mehr oder weniger über Raum und Zeit konsistentes Bild zeigen, welches sich auf ihr offenes Verhalten auswirkt.“ (Schaub, 2001, s.24). Diese Methode ist oft mit dem lexikalischen
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Arbeit zitieren:
Oleg Mavlikeev, 2008, Persönlichkeit und Entscheiden, München, GRIN Verlag GmbH
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