Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung. 2
2 Die Nekropole unter St. Peter zu Rom 2
3 Das Mausoleum E 4
3.1 Beschreibung 4
3.2 Gefundene Inschriften und ihre Übersetzung. 5
3.3 Auswertung der gefundenen Inschriften. 7
4 Schlussbemerkung 8
5 Literaturverzeichnis 10
1
1 Einleitung
Der Arbeitskurs „Inschriften und Grabkultur in Antiken Städten“ war für mich schon im Vorlesungsverzeichnis ein Kurs, der viel versprach. Als Rom-Sympathisant war es eine Überraschung, dass vor allem die Nekropole unter der Heiligen Peterskirche in Rom als Seminarthema ausgewählt wurde.
„Die Grabungen unter der Peterskirche bieten eine beschränkten Ausschnitt auf einer Nekropole, deren ursprüngliche Ausdehnung sich dadurch nur schemenhaft zu erkennen gibt“ 1 , beschreibt Henner von Heesberg den Befund der Nekropole. Dass wir uns heute mit der Nekropole beschäftigen können, haben wir v. a. Papst Pius XII. zu verdanken: Er veranlasste im Jahr 1940 das Grab Pius’ X. zu erneuern. 2 Die dazu nötigen Grabungen brachten die ersten Teile der verschollenen Nekropole ans Licht. Während der Recherche zu dieser Arbeit wurde mir klar, wie schwierig es ist, die genauen Zusammenhänge zwischen einzelnen begrabenen Personen untereinander herauszufinden: Das Grab allein zu betrachten, würde nicht viel bringen; man benötigt Information über die damalige Zeit und deren Riten und Sitten und man muss sich auch mit den umliegenden Gräbern in einem Gräberkomplex wie der Nekropole beschäftigen. 3 „Gleichzeitig sind Grabbauten […] wesentliche Äußerungen des Lebens einer Gesellschaft“ 4 , so dass es unumgänglich ist, diese Informationen herauszusuchen. Weiterhin ist zu beachten, dass auf Grabinschriften die Personen meist immer nur als „ehrenvolle [und; Vf.] liebenswerte Menschen“ 5 dargestellt werden. Es ist also nicht einfach, alle Umstände zu betrachten und am Ende die richtigen Schlüsse zu ziehen.
Daher werde ich versuchen zuerst einen Blick auf die Nekropole allgemein zu richten, um dann danach das Mausoleum E mit seinen Grabinschriften und deren Übersetzungen näher zu beschreiben.
2 Die Nekropole unter St. Peter zu Rom
Wie in der Einleitung erwähnt, wurden während der Grabungen 1940 die ersten Reste der Nekropole unter der heutigen Peterskirche in Rom gefunden. Nachdem eigentlich der Auftrag lautete, das Grab Pius X. neu zu gestalten, wurde der Plan geändert, nachdem man ebendiese Mauerreste unterhalb der Basilika fand: Pius XII. wollte nun das Grab des ersten Papstes - dem Apostel Petrus - finden. 6
1 H. VON HESBERG, Römische Gräberstraßen, 44.
2 Vgl. W. ECK, Inschriften und Grabbauten in der Nekropole unter St. Peter, 55.
3 Vgl. ebd., 67.
4 Ebd.
5 W. ECK, Lateinische Epigraphik, in: Einleitung in die lateinische Philologie, 109.
6 Vgl. W. ECK, Inschriften und Grabbauten in der Nekropole unter St. Peter, 55.
2
Gefunden wurde es zwar nicht, zumindest nicht in dem Sinne „einer unbestreitbaren Stringenz“ 7 , aber der Fund „einer imponierenden Flucht von Mausoleen“ 8 war beeindruckend.
Im Jahr 324 n. Chr. wollte Konstantin auf dem Vatikanshügel den Bau der Peterskirche beginnen und stand vor dem Problem, dass die o. g. Nekropole sich vom „Tiber in ostwestlicher Richtung den vatikanischen Hügel“ 9 hinaufzog. Einfach abreißen konnte er die Gräber nicht, da auch damals schon die Unverletzlichkeit einer Grabstätte galt 10 . Allerdings war die Wahrung der „Heiligkeit und Unverletzlichkeit der Gräber“ 11 nicht immer möglich bei dem Projekt Konstantins - so wurden Gräber, die im Bereich der Fundamentmauern lagen, zerstört. 12 Es wurde aber weitestgehend darauf geachtet, dass Gräber, zu denen noch Angehörige existierten, geschützt wurden. Weiterhin wurden sogar Bemühungen unternommen, um die Gräber während der Bauarbeiten noch zugänglich zu machen - so wurde z.B. in Mausoleum H ein Eingang in die Seitenwand gebrochen, da der eigentliche Eingang aus statischen Gründen nicht mehr benutzt werden durfte. Das Gebiet der Nekropole scheint „einst zu den neronischen Gärten gehört zu haben“ 13 und durfte erst ab 120 n. Chr. für Begräbnisse benutzt werden. 14 Dies deckt sich auch mit der Feststellung, dass die früheste Bestattung in die hadrianische Zeit fällt. 15 Normalerweise wurden Nekropolen immer an einer Ausfallstraße Roms angelegt, jedoch können wir hier keine eindeutigen Beweise für eine bestimmte Straße finden. Von Heesberg spricht daher von „verschiedene[n], parallel laufende[n] Straßenzüge[n]“ 16 . Der Befund der bisher ausgegrabenen Fläche ergibt, dass die nördliche Gräberreihe 19 Mausoleen zählt und die Südliche vier. 17 Ausgenommen von Mausoleum G 18 kann man davon ausgehen, dass die Mausoleen zeitlich von A nach H gebaut wurden. 19 Werner Eck geht hier von einem Zeitraum von ca. 30 Jahren zwischen 140-170 n. Chr. aus. 20 In den Mausoleen der nördlichen Reihe finden wir fast ausschließlich Urnenplätze -Arkosolgräber finden wir hier selten. 21 In der südlichen, später erbauten, Mausoleenreihe finden wir diese Art der Bestattung fast ausschließlich. 22 Daher veranschaulicht die
7 Ebd.
8 T. KLAUSER, Römische Petrustradition im Lichte der neuen Ausgrabungen unter der Peterskirche, 38.
9 W. ECK ,a. a. O., 58; Vgl. T. KLAUSER, a. a. O., 39.
10 Vgl. W. ECK, a. a. O., 58.
11 Ebd.
12 Vgl. hierzu und zum Folgenden ebd., 59.
13 T. KLAUSER, a. a. O., 39.
14 Vgl. ebd., 38.
15 Vgl. W. ECK, a. a. O., 62.
16 H. VON HESBERG, a. a. O., 45.
17 In dieser Hausarbeit beziehe ich mich nur auf die Mausoleen A bis H.
18 Mausoleum G wurde in zur selben Zeit wie Mausoleum B erbaut.
19 Vgl. W. ECK, a. a. O., 60.
20 Vgl. ebd., 66.
21 Wir finden 34 Grabplätze in Mausoleum D und über 170 in Mausoleum H. Vgl. W. ECK, Römische Grabinschriften, in: Römische Gräberstraßen, 66f.
22 Vgl. hierzu und zum Folgenden W. ECK, a. a. O., 66; Vgl. S. SCHRUMPF, Bestattung und Bestattungswesen im Römischen Reich, 70-77.
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Arbeit zitieren:
Arne Loewenich, 2007, Die Nekropole unter dem Petersdom - Das Mausoleum E und seine Geheimnisse, München, GRIN Verlag GmbH
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