Inhaltsverzeichnis
1 THEMA DER UNTERRICHTSEINHEIT/ UNTERRICHTSSTUNDE. 3
2 DIDAKTISCHE ENTSCHEIDUNGEN UND BEGRÜNDUNGEN 3
2.1 Zielsetzungen für die Unterrichtsstunde 3
2.2 Begründungen für die Auswahl des Inhaltes. 3
2.3 Sachanalyse 4
2.4 Voraussetzungen für den Unterricht 5
2.4.1 Lernvoraussetzungen der Schüler 5
2.4.2 Äußere Voraussetzungen 6
3 METHODISCHE ENTSCHEIDUNGEN UND BEGRÜNDUNGEN 6
3.1 Einstiegssituation 6
3.2 Artikulation. 7
3.3 Sozialformen und Aktionsformen. 7
3.4 Medien und Material 8
3.5 Unterrichtsgrundsätze 8
4 VERKNÜPFUNG DER WISSENS- UND KOMPETENZENTWICKLUNG
MIT GEPLANTEN HANDLUNGSSITUATIONEN 9
GEPLANTER UNTERRICHTSVERLAUF 10
5
ANHANG. 12
6
LITERATURVERZEICHNIS 12
3 Sebastian Stark: Kennen lernen einfacher geometrischer Grundformen
1 Thema der Unterrichtseinheit/ Unterrichtsstunde
Thema der Unterrichtseinheit: Ebene Figuren und ihre Eigenschaften
Thema der Unterrichtsstunde: Kennen lernen einfacher geometrischer Grundformen Stellung des Unterrichtsinhaltes innerhalb der Unterrichtseinheit:
2 Didaktische Entscheidungen und Begründungen
2.1 Zielsetzungen für die Unterrichtsstunde
Ziel der vorliegenden Stunde ist es, dass die Kinder die geometrischen Grundformen Kreis, Dreieck, Quadrat und Rechteck, sowie Eigenschaften dieser Grundformen kennen und benennen können (Sachkompetenz). Von großer Bedeutung ist es darüber hinaus, dass die Kinder sich gegenseitig in den Gruppen helfen und gemeinsam die Arbeit ihrer Gruppe präsentieren (Sozialkompetenz).
2.2 Begründungen für die Auswahl des Inhaltes
Radatz & Rickmeyer (1991, 7) stellen fest, dass das Unterrichten von Geometrie einen wichtigen Beitrag für die Fähigkeitsentwicklung des einzelnen Kindes, seine Lebens- bzw. Erfahrungsumwelt zu erschließen, leistet. Da sich die Fähigkeiten, die zur Erschließung der geometrischen Struktur der Umwelt wichtig sind, wie die Raumvorstellung und die visuelle Informationsaufnahme und Informationsverarbeitung, nicht von selbst entwickeln, bedarf es der Anregung und Förderung der geometrischen Erfahrungen und Übungen im Grundschulalter. Gerade die Anwendungsorientierung als auch die Strukturorientierung lassen sich im Geometrieunterricht sehr gut realisieren. Die Arbeit in der Gruppenphase der vorliegenden Stunde schult grundlegende kognitive Fähigkeiten wie Vergleichen, Unterscheiden, Ordnen, Sortieren, aber auch das soziale Lernen wird praktiziert. Das konkrete Handeln mit Materialien (Radatz & Rickmeyer, 1991, 8) motiviert sehr viele Schüler und vermittelt ihnen somit eine positive Einstellung zum Fach Mathematik. Radatz & Rickmeyer (1991,10) zählen zu den geometrischen Inhaltsbereichen der Grundschule „Ebene Figuren und Formen wie Quadrate, Rechtecke, Dreiecke, Kreise erkennen, legen, herstellen, zusammensetzen und nach Eigenschaften unterscheiden.“
4 Sebastian Stark: Kennen lernen einfacher geometrischer Grundformen
Der Teilrahmenplan Mathematik beschreibt in seinem Leistungsprofil, dass die Schüler am Ende ihrer Grundschulzeit geometrische Muster erkennen sollen. Sie sollen mit geometrischen Formen operieren können. Darüber hinaus sollen sie Strukturen und Relationen erfassen, sowie tragfähige Begriffe und Modellvorstellungen entwickeln. Das Sortieren der Formen, die Versprachlichung der Eigenschaften der Formen und die Präsentation der Ergebnisse tragen zur Ausbildung der oben beschriebenen Kompetenz bei. Der Teilrahmenplan fordert anschlussfähiges Wissen. Im Bereich Raum und Form sollen geometrische Grundkenntnisse zu Flächen vermittelt werden. Zum Bereich des anwendungsfähigen Wissens gehört das Kennen und Nutzen von Fachbegriffen. Gerade das Benennen der Formen in der Erarbeitungsphase und bei der Präsentation, in der Phase der Ergebnissicherung, trägt zur Entwicklung dieses anschlussfähigen Wissens bei.
2.3 Sachanalyse
Geometrische Flächen treten als Begrenzungsflächen von Körpern auf (Richter, 2). Sie haben allerdings nur 2 Ausdehnungen: in die Länge und in die Breite. Diese geometrischen Flächen werden durch Linien begrenzt. Die Linien haben nur eine Ausdehnung, die Länge. Eine Linie wiederum wird durch Punkte begrenzt, die keine Ausdehnung haben und wenn sie sich bewegen eine Linie erzeugen. Bewegt sich eine Linie, erzeugt sie eine Fläche. Als geometrische Grundformen, die in der Grundschule behandelt werden sollen, sind Kreis, Dreieck und die speziellen Vierecke, Rechteck und Quadrat, anzusehen (Franke, 199). Man bezeichnet diese Formen als geometrische Grundformen, da sich viele Flächen darauf zurückführen lassen. Die Formen Kreis, Dreieck und Viereck sind den Kindern häufig aus dem Alltag bekannt, sie können diese auch benennen. Der Kreis
Der Kreis ist eine ebene Figur (Franke, 205). Jeder Punkt der Kreislinie hat den gleichen Abstand zum Mittelpunkt. Diesen Abstand nennt man Radius. Eine Strecke von zwei Kreispunkten, die durch den Mittelpunkt läuft, nennt man Durchmesser. Der Kreis wird häufig als die elementarste ebene Grundform bezeichnet, da sie von einem Kleinkind als Erstes von anderen Formen unterschieden werden kann. Kinder haben in der Regel auch keine Probleme mit dem Identifizieren von Kreisen, denn alle Kreise sind ähnlich, d.h. sie lassen sich durch zentrische Streckung ineinander überführen. Kreise tauchen in der Umwelt sehr häufig auf. Das Dreieck
Das Dreieck ist eine ebene Figur (Franke, 208). Es hat drei Ecken und drei Seiten. Es können alle Seiten gleich lang sein, man spricht dann von gleichseitigen Dreiecken. Sind zwei Seiten gleich lang, so handelt es sich um ein gleichschenkliges Dreieck und wenn alle Seiten unterschiedlich lang sind, so ist es ein ungleichseitiges Dreieck. Dreiecke können auch nach ihren Innenwinkeln unterschieden werden. Sind alle Winkel kleiner als 90 Grad, so spricht man von einem spitzwinkligen Dreieck. Um ein rechtwinkliges Dreieck handelt es sich, wenn ein Winkel genau 90 Grad hat. Ein stumpfwinkliges Dreieck liegt vor, wenn ein Winkel größer als 90 Grad ist. Die Summe der drei Winkel im ebenen Dreieck beträgt 180 Grad. Das Dreieck ist von allen geometrischen Gebilden die geradlinige ebene Fläche mit der geringsten Anzahl von Seiten (Richter, 2). In der Umwelt findet man Dreiecke relativ selten, es sind kaum Flächen mit 3 spitzen Ecken zu finden.
5 Sebastian Stark: Kennen lernen einfacher geometrischer Grundformen
Das Viereck
Ein Viereck ist jede von 4 geraden Linien eingeschlossene ebene geometrische Figur. Man unterscheidet regelmäßige und unregelmäßige Vierecke (Richter, 2). Bei den regelmäßigen sind die Längen und Lagen der Seiten festgelegt. Es gibt Vierecke mit 2 parallelen Seiten, mit einer parallelen Seite und ohne parallele Seiten. Zu den Vierecken mit 2 parallelen Seiten gehören das Rechteck, das Quadrat, die Raute und das Parallelogramm. Das Quadrat
Das Quadrat ist ein Viereck (Franke, 214). Es hat 4 Seiten. Alle Seiten sind gleich lang. Die gegenüberliegenden Seiten sind parallel zueinander. Die benachbarten Seiten sind senkrecht zueinander. Oft wird von den Kindern das Quadrat als der Prototyp eines Vierecks angesehen. Ohne unterrichtlichen Einfluss bleibt ein Quadrat für die Kinder das „richtige Viereck“, wenngleich sie auch andere Vierecke als solche identifizieren können. Das Rechteck
Das Rechteck ist ein Viereck (Franke, 214). Es hat 4 Seiten. Die gegenüberliegenden Seiten sind gleich lang und parallel zueinander. Die benachbarten Seiten sind senkrecht zuein-ander. Rechtecke werden von den Kindern am leichtesten als solche identifiziert, wenn das Seitenverhältnis 1:2 ist.
2.4 Voraussetzungen für den Unterricht
2.4.1 Lernvoraussetzungen der Schüler
Die Klasse 1a der Grundschule Pestalozzi in Zweibrücken wird von 24 Schülern, darunter 17 Mädchen und 7 Jungen, besucht. Das Leistungsniveau der Klasse kann, auch im Vergleich zur Parallelklasse, als durchschnittlich bezeichnet werden. Alisa, Saskia, Cedric und Denise werden einmal wöchentlich von Herrn Leiner, der von der Canadaschule in Zweibrücken (Schule mit dem Förderschwerpunkt Lernen) kommt, in Deutsch gefördert. Zu den leistungsstärkeren Schülern im Fach Mathematik zählen Benedict, Jenny, Kim, Ilyas und Nathalie. Als relativ schwache Schüler sind Alisa, Samira, Angelina, Annika, Marie-Luise und Janina anzusehen. Bei Samira, die die erste Klasse schon zum zweiten mal besucht, besteht der Verdacht auf ADHS, was allerdings noch nicht abschließend diagnostiziert werden konnte. Dies führt im Unterricht immer wieder zu ständiger Ablenkung und Konzentrationsschwäche. Dies überträgt sich häufig auf Mitschüler, die an ihrem Gruppentisch sitzen. Angelina ist oft übermüdet im Unterricht und scheint oft abwesend zu sein. Im Hinblick auf diese beiden Schülerinnen scheint die Gruppenarbeit in der Arbeitsphase sehr sinnvoll zu sein, da sie zum Arbeiten motiviert. Es ist allerdings darauf zu achten, dass die beiden nicht die Arbeit von den stärkeren Schülern erledigen lassen. Cagla, ein türkisches Kind, hat gelegentlich Probleme mit der deutschen Sprache, was wohl darauf zurückzuführen ist, dass zu hause noch sehr viel türkisch gesprochen wird.
Das soziale Klima in der Klasse ist sehr angenehm und wertschätzend. Es gibt selten Streit. Lediglich Alisa hat oftmals Probleme, da viele Kinder sie, evtl. auch bedingt durch ihre aufdringliche Art, nicht akzeptieren und den ständigen Kontakt, den sie sucht, nicht annehmen. Dieses Problem tritt allerdings hauptsächlich nur noch während der Pausen auf. Im Unterricht ist sie an ihrem Gruppentisch akzeptiert und die Kinder, die an ihrem Gruppentisch sitzen, wissen meistens mit ihr umzugehen. Die Kinder arbeiten in ihren Tischgruppen selbstständig zusammen. Allerdings haben einige Kinder noch Probleme mit dem Lesever- ständnis, was dazu führt, dass sie die Arbeitsaufträge häufig nicht alle verstehen. Um dem
Arbeit zitieren:
Sebastian Stark, 2008, Kennen lernen einfacher geometrischer Grundformen, München, GRIN Verlag GmbH
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