Inhaltsverzeichnis
1 EINLEITUNG. 3
2 ANFORDERUNGSPROFIL. 3
2.1 Kondition. 4
2.1.1 Kraft 4
2.1.2 Schnelligkeit 5
2.1.3 Ausdauer 7
2.1.4 Beweglichkeit/Flexibilität. 8
2.2 Technik 8
2.3 Psychische Eigenschaften 9
2.4 Taktik. 9
2.5 Allgemeines 10
3 TRAININGSPUZZLE 10
3.1 Trainingskomplexe. 8
3.2 Trainingsbausteine 8
3.3 Trainingsschwerpunkte. 10
3.4 Wochenplan. 11
3.5 Wochenübersicht 14
4 LITERATURVERZEICHNIS 20
Buchmann, Stark: Trainingsteuerung im Fußball
1 Einleitung
Fußball ist eine Mannschaftssportart, die ihre Wurzeln in England hat. In Deutschland liegen die Anfänge des Fußballspiels im Jahre 1874, ein Gymnasiallehrer gründete den ersten Schüler-Fußballverein (vgl. Bisanz/Gerisch 1995, 15).
Seit dieser Zeit breitete sich das Fußballspiel rasant aus und wurde schnell zu einem der beliebtesten Spiele im europäischen Raum. Es bietet seinen Spielern eine einfache Art des Leistungsvergleichs und auch Anfänger können diesen Sport in seinen Grundzügen schnell erfassen. Im Fußball finden jüngere als auch ältere Menschen aller sozialen Schichten ein Spiel, welches ihnen eine menge Spielfreude beschert und welches den Bewegungsdrang in ihnen weckt. Doch welche Grundvoraussetzungen müssen Sportler mitbringen, um den Anforderungen des Fußballs gerecht zu werden und eine adäquate Leistung zu erreichen? Diese Frage wird mit der Erstellung eines Anforderungsprofils für die Sportart Fußball beantwortet.
2 Anforderungsprofil
Im Anforderungsprofil geht es darum, die Anforderungen, die eine Sportart an den Sportler stellt, näher zu durchleuchten und zu analysieren. Es sollen also die Grundvoraussetzungen aufgezählt und beschrieben werden, die zur erfolgreichen Ausübung der Sportart benötigt werden.
Fußball ist eine sehr komplexe Sportart bei der sehr viele Faktoren auf den Spieler einwirken und die Leistung durch sehr viele Komponenten bestimmt und verändert wird.
Buchmann, Stark: Trainingsteuerung im Fußball
Komponenten der Leistungsfähigkeit (nach Weineck, 1992)
Diese Übersicht verdeutlicht sehr schön die Komplexität des Fußballspiels. Die wichtigsten Voraussetzungen, die ein Fußballer haben muss, liegen im Bereich der Kondition und der Technik. Ergänzt werden diese beiden Komponenten durch psychische Fähigkeiten, veranlagungsbedingte Faktoren, soziale Fähigkeiten und natürlich taktisch-kognitive Fähigkeiten. Diese spielen auch eine wesentliche Rolle.
2.1 Kondition
Zur Kondition gehören die Komponenten Kraft, Schnelligkeit, Ausdauer und Beweglichkeit/Flexibilität.
2.1.1 Kraft
Sowohl Weineck (1992, 201), als auch Bisanz/Gerisch (1995, 89) geben an, dass der Fußballspieler 3 Hauptformen der Kraft benötigt. Bei diesen Hauptformen handelt es sich um die Maximalkraft, die Schnellkraft und die Kraftausdauer. Des weiteren sind auch noch Subkategorien wie die Startkraft, die Schnellkraft, die Explosivkraft, die Reaktivkraft oder auch die Mischformen der Hauptkraftarten von Bedeutung.
Buchmann, Stark: Trainingsteuerung im Fußball
Nach Weineck (1992, 203-205) benötigt der Fußballspieler die Kraft vor allem zur Steigerung seiner fußballspezifischen Leistungsfähigkeit, als Verletzungsprophylaxe, aber auch im Sinne einer Haltungsprophylaxe.
Es gilt jedoch, dass der Fußballspieler die besagten Kraftfähigkeiten nicht maximal, sondern vielmehr optimal ausprägen sollte. Zu stark entwickelte Kraftparameter führen oft zu Einbußen im technischen Bereich.
Bisanz/Gerisch (1995, 92) schildern dies in folgendem Wortlaut: „Aus den Wettkampfanforderungen des Fußballspiels lässt sich ableiten, dass nicht das Erreichen einer maximal möglichen Kraftleistung verbunden mit hoher Gewichtszunahme anzustreben ist, sondern eine Steigerung der relativen Kraft, d. h. der Kraft pro kg Körpergewicht“ (Bisanz/Gerisch 1995, 92). Bisanz/Gerisch (1995, 94) stellen außerdem fest, dass das Maximalkrafttraining auf Grund der begrenzten Trainingszeiten und fehlender Möglichkeiten im Amateurbereich fehlt. Hier steht seiner Meinung nach die Verbesserung und Erhaltung von Schnellkraftfähigkeiten im Vordergrund.
In der Praxis zeigt sich die Ausbildung der Kraft beim Fußballspieler in Aktionen wie Sprüngen, Schüssen, Würfen, Antritten, Kopfbällen, aber auch im
Durchsetzungsvermögen und Zweikampfverhalten.
2.1.2 Schnelligkeit
Die Schnelligkeit und ihre Unterformen stellen einen der wichtigsten Teile der Leistungsfähigkeit des Fußballspielers dar. Die Schnelligkeit ist sowohl im Angriffs-, als auch im Abwehrverhalten von immenser Bedeutung.
Weineck (1992, 378) teilt die Schnelligkeit in 7 Subkategorien ein und liefert mit dem folgenden Schaubild einen sehr schönen Überblick über die Teileigenschaften und das Bedingungsgefüge der Schnelligkeit für den Fußballspieler.
Buchmann, Stark: Trainingsteuerung im Fußball
nach Weineck 1992
Bisanz/Gerisch (1995, 115) räumen der Schnelligkeit auch eine
leistungsbestimmende Rolle unter den konditionellen Vorrausetzungen eines Fußballspielers ein und betrachten sie ähnlich differenziert, wie es Weineck (1995, 378) macht.
Bisanz/Gerisch (1995, 114) teilen die Schnelligkeit in die Subkategorien Reaktionsschnelligkeit, Grundschnelligkeit und Bewegungsschnelligkeit, die sie auch Spielschnelligkeit nennen, ein. Begriffe wie Wahrnehmungsfähigkeit und Entscheidungsfähigkeit, auch die Antizipationsfähigkeit werden von
Bisanz/Gerisch(1995, 115) auch verwendet und in Zusammenhang gebracht. Mit steigender Spielklasse wachsen auch die Anforderungen an die Schnelligkeit des Fußballspielers. Gerade in den letzten Jahren ist ein starker Anstieg des Spieltempos im Profifußball zu beobachten und somit spielt die Schnelligkeit eine immer größere Bedeutung im Fußballspiel.
Begriffe wie „um einen Schritt schneller“, „um eine Fußspitze früher“, „um eine Idee eher am Ball“(Weineck, 1992, 379) stellen die Bedeutung der Schnelligkeit im Fußball sehr anschaulich dar.
Arbeit zitieren:
Sebastian Stark, 2003, Trainingssteuerung im Fußball, München, GRIN Verlag GmbH
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DOI
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