Abbildungsverzeichnis
Abbildungsverzeichnis
Abbildung 1: Eigenkapitalveränderungen im IFRS-Abschluss
Abbildung 2: Gesamtperiodenergebnisrechnung.
Abbildung 3: Darstellungsbeispiel einer Eigenkapitalveränderungsrechnung nach
IAS
Abkürzungsverzeichnis III
Abkürzungsverzeichnis
Abs. = Absatz Abschn. = Abschnitt AG = Aktiengesellschaft AktG = Aktiengesetzbuch AN = Arbeitnehmer Aufl. = Auflage AV = Anlagevermögen DStR = Deutsches Steuerrecht (Zeitschrift) EU = Europäische Union GuV = Gewinn- und Verlustrechnung HGB = Handelsgesetzbuch Hrsg. = Herausgeber i. V. m. = in Verbindung mit IAS = International Accounting Standards IFRIC = International Financial Reporting Interpretations Committee International Financial Reporting Standards IFRS = immat. = immaterielle insb. = insbesondere IRZ = Zeitschrift für internationale Rechnungslegung Jg. = Jahrgang KoR = Zeitschrift für internationale und kapitalmarktorientierte Rechnungslegung OCI = Other Comprehensive Income rev. = revised Rn. = Randnummer Rz. = Randziffer SAV = Sachanlagevermögen = s o genannte sog. US-GAAP = United States - Generally Accepted Accounting Principles WISU = Das Wirtschaftsstudium (Zeitschrift)
Einleitung 1
1 Einleitung
Die unaufhaltsame Internationalisierung der Kapitalmärkte hat in den vergangenen Jahren deutlich zugenommen. Die inländischen Unternehmen sind einerseits zur Wachstumsfinanzierung auf ausländische Investoren angewiesen. Anderseits sind diese Investoren auf der Suche nach lukrativen Investitionsmöglichkeiten. Um den Investoren eine Vergleichbarkeit der Informationen zu gewährleisten, sind die börsennotierten Unternehmen zur Aufstellung ihrer (Konzern-)Jahresabschlüsse nach internationalen Rechnungslegungsnormen verpflichtet, da die Jahresabschlüsse nach HGB im internationalen Umfeld keinen besonders guten Ruf genießen 1 . Dabei hat sich in Europa IAS/IFRS 2 (International Accounting Standards / International Financial Reporting Standards) durchgesetzt. Der wesentliche Unterschied zwischen HGB und IFRS liegt darin, dass bei Abschlüssen nach HGB der Gläubigerschutz und die Kapitalerhaltung als primäre Ziele im Vordergrund stehen und der Grundsatz des Vorsichtsprinzips befolgt wird. Die Jahresabschlüsse nach IFRS dienen vorrangig der Informationsvermittlung für Adressaten nach dem Grundsatz des "fair presentation" 3 .
Beim Vergleich bzw. Analyse der Jahresabschlüsse ist die Höhe des Eigenkapitals nicht nur für Investoren von hoher Bedeutung. Auch Kreditinstitute schauen sich bei der Vergabe von Krediten diesen Posten genau an. Denn die Höhe des Eigenkapitals, die als Maß der Sicherheit der Unternehmensfinanzierung betrachtet werden kann, verändert sich von Periode zu Periode sowohl negativ als auch positiv. Die Veränderungen des Eigenkapitals werden durch eine Vielzahl von Geschäftsvorfällen ausgelöst die im Laufe eines Geschäftsjahres entstehen. Daraus erwirtschaftete Gewinne oder Verluste werden mit dem Eigenkapital verrechnet. Allerdings erklären diese Gewinne oder Verluste nicht alle Veränderungen im Eigenkapital. Die wertmäßigen Änderungen im Eigenkapital können auch Sachverhalte bewirken, die auf Transaktionen mit Anteileigner beruhen (z. B. Kapitalerhöhungen, Kapitalherabsetzungen und Dividendenauszahlungen). Diese Eigenkapitalveränderungen müssen in der Eigenkapitalveränderungsrechnung dargestellt werden. Der Sinn einer Eigenkapitalveränderungsrechnung besteht darin, dem Bilanzleser aufzuzei- 1 Vgl.Leibfried / Weber (2003), S. 13.
2 Im weiteren Verlauf der Arbeit wird für beide Begriffe nur der Oberbegriff „IFRS“ synonym verwandt, da dieser neben eigentlichen IFRS auch die IAS umfasst, vgl. Ruhnke (2008), S. 8.
3 Vgl. Ruhnke (2008), S. 9 und 19.
Grundlagen 2
gen, welche Sachverhalte in welcher Höhe die Veränderungen im Eigenkapital bewirkt haben. Mit dieser Kenntnis kann der Bilanzleser die Veränderungen im Eigenkapital nachvollziehen und daraus für ihn wichtige Informationen entnehmen. Aus diesem Grund sind die kapitalmarktorientierten Unternehmen verpflichtet, eine Eigenkapitalveränderungsrechnung in jedem Abschluss zu veröffentlichen.
Die Zielsetzung dieser Seminararbeit ist die Darstellung möglicher Eigenkapitalveränderungen und dessen Ausweis in der Eigenkapitalveränderungsrechnung. Dabei wird die neue am 17.12.2008 von der EU angenommene Standardversion IAS 1 (rev. 2007) 4 bei der Darstellung der Eigenkapitalveränderungsrechnung berücksichtigt. Zunächst wird in dieser Arbeit auf die Grundlagen in Bezug auf das Eigenkapital und die Eigenkaitalveränderungsrechnung eingegangen und im Kapitel 3 werden verschiedene Arten der Eigenkapitalveränderungen aufgezeigt. Bevor das zum Schluss ausführlich dargestelltes Rechenwerk der Eigenkapitalveränderungsrechnung dargestellt wird, wird zum Verständnis der Zusammenhänge in der Eigenkapitalveränderungsrechnung im Kapitel 4 die Gesamtperiodenerfolgsrechnung kurz beschrieben.
2 Grundlagen
In diesem Teil der Arbeit wird der Leser mit einigen Grundlagen vertraut gemacht, die für das Verständnis der weiteren Ausführungen erforderlich sind. Zuerst wird der Begriff des Eigenkapitals definiert. Im Anschluss daran werden dem Leser die Notwendigkeit und die Erstellungspflicht einer Eigenkapitalveränderungsrechnung erläutert.
Der Begriff „Eigenkapital“ (equity) wird durch das Rahmenkonzept (Framework) als ein Restbetrag definiert, der nach Abzug aller Schulden (liabilities) von Vermögenswerten (assets) eines Unternehmens verbleibt 5 . Daraus ergibt sich das Reinvermögen, das von den Anteileignern finanziert wird und ihnen im Falle einer Insolenz oder Auflösung zusteht. Somit erfüllt das Reinvermögen eine Haftungs- und Verlustausgleichsfunktion für das Unternehmen. Darüberhinaus kann die Höhe des Eigenkapitals als Maß der Sicherheit der Unternehmensfinanzierung betrachtet werden. Mit steigender Höhe dieser Bilanzposition verbessert sich die Möglichkeit
4 Vgl. Küting / Reuter (2009b), S. 112.
5 Vgl. Framework 49c.
Arten von Eigenkapitalveränderungen 3
der Aufnahme von Fremdkapital, da dass Reinvermögen als eine der wesentlichen Merkmale der Bonitätsprüfung von Fremdkapitalgebern betrachtet werden kann.
Die Eigenkapitalveränderungsrechnung (statement of changes in equity for the period) ist gem. IAS 1.10c ein eigenständiger Bestandteil des IFRS-Abschlusses und ist als Rechungslegungsinstrument von hoher Bedeutung. Dieses Rechenwerk - in Verbindung mit der Gesamtperiodenerfolgsrechnung - ist zum Zwecke einer transparenten Berichtserstattung und ausführlichen Darstellung der Veränderung des Eigenkapitalpostens unerlässlich 6 . Für eine genaue Bilanzanalyse ist es daher zwingend erforderlich, die Ursachen von Eigenkapitalveränderungen nachzuvollziehen und aufzuzeigen. Dies erfolgt durch die Betrachtung der Veränderungen des Eigenkapitals zwischen zwei Bilanzstichtagen. Die Veränderungen entstehen einerseits aufgrund der Transaktionen mit Eigentümer bzw. Anteilseigener und anderseits durch die Erfassung des Periodenergebnisses im Eigenkaptal. In der Realität entstehen jedoch Sachverhalte, die die Eigenkapitalgröße beeinflussen und dabei in keinem Zusammenhang mit der unternehmerischen Betätigung stehen. Diese Geschäftsvorfälle sollten in dem Periodenerfolg nicht erfasst werden, um ein möglichst realistisches Bild des Unternehmenserfolges darzustellen. Daher werden erfolgsneutrale Aufwendungen und Erträge zu einem sonstigen Ergebnis kumuliert, das dann wiederum mit dem Periodenergebnis zu einem Gesamtperiodenerfolg summiert wird. Eine realistische Aussage kann bei dieser Handhabung jedoch nur dann erfolgen, wenn die Eigenkapitalveränderungsrechnung diese Sachverhalte berücksichtigt und somit die Veränderungen des Eigenkapitals aufgezeigt. Damit unterstützt diese die Informationsfunktion des Jahresabschlusses und ermöglicht dem Leser, sich ein Bild über die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Unternehmens zu verschaffen 7 .
3 Arten von Eigenkapitalveränderungen
Es gibt verschiedene Sachverhalte, die die wertmäßige Veränderung des Eigenkapitals auslösen können. Diese werden in drei verschiedene Gruppen eingeteilt. Zum einen wird die Höhe des Eigenkapitals durch sämtliche Gewinne und Verluste beeinflusst, die sich während einer Periode ergeben. Daneben entstehen weitere
6 Vgl. Coenenberg (2005), S. 357.
7 Vgl. Aschfalk-Evertz (2008), S. 493; Pellens u. a. (2008), S. 180.
Arbeit zitieren:
Denis Remha, 2009, Eigenkapitalveränderungsrechnung im IFRS-Abschluss, München, GRIN Verlag GmbH
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