Inhaltsverzeichnis Michael Mehnert
Inhaltsverzeichnis
Inhaltsverzeichnis II
1 Einleitung 1
2 Begriffsklärung 1
3 Factoring 2
3.1 Arten des Factoring 2
3.2 Kosten des Factoring 3
4 Leasing 4
4.1 Arten des Leasing 5
4.2 Kosten des Leasing 6
5 Fazit 6
6 Literaturverzeichnis 7
II
1 Einleitung
Im deutschen Finanzsystem findet seit einigen Jahren ein Umbruch statt. Finanzierten sich insbesondere mittelständische Unternehmen lange Zeit ausschließlich über intern generierte Mittel und Bankkredite, so wurden sie als Folge des Finanzmarktwandels in den letzten Jahren verstärkt dazu gezwungen, alternative Finanzierungsquellen zu erschließen. Der wohl wichtigste Grund dafür ist, dass die Eigenkapitalausstattung eines Unternehmens durch die flächendeckende Anwendung von Ratingverfahren der Banken und Sparkassen bei der Kreditvergabe eine immer wichtigere Rolle für Kreditzugang und Kreditkonditionen spielt 1 (Vgl. KFW- Bankengruppe 2006, S. 1).
So gewannen Leasing und Factoring als Alternativen zum Bankkredit eine immer größere Bedeutung in der Finanzierung von Kleinen und Mittelständischen Unternehmen (KMU).
Nach einer Abgrenzung der Begriffe Factoring und Leasing (Kapitel 2) ist es Ziel dieses Referates zu untersuchen, inwiefern diese beiden Alternativen zur Finanzierung von Unternehmen als Finanzinstrumente für Firmenkunden einsetzt werden können (Kapitel 3). Dabei werden auch aktuelle Zahlen zu den Finanzierungsformen genannt.
2 Begriffsklärung
Unter Factoring ist ein Finanzierungsgeschäft 2 zu verstehen, bei dem ein Finanzierungsinstitut (Factor):
1. die Forderung seines Klienten (Anschlusskunden) ankauft und sie bis zur Fälligkeit bevorschusst (Finanzierungsfunktion),
2. das Risiko des Forderungsausfalls übernimmt (Delkrederefunktion) und
3. für seinen Klienten die Debitorenbuchhaltung und das Mahnwesen führt sowie das Inkasso betreibt (Dienstleistungs- oder Servicefunktion 3 ). Die Dienstleistung kann zusätzlich auch in der Fakturierung für den Klienten, in der Anfertigung von Statistiken und einer Beratung des Betriebes bestehen (Wöhe/ Bilstein 2002, S. 303).
1 So wurden mit der Eigenmittelempfehlung Basel II international abgestimmte und gültige
Regelungen geschaffen, die aus den drei Bereichen Mindestkapitalerfordernis, Überprüfung
durch die Finanzaufsicht und Marktdisziplin besteht (Vgl. Müller 2008, S. ).
2 Diese Definition weist bereits auf einen entscheidenden Punkt hin: Factoring ist ein
Kaufgeschäft und kein Kreditgeschäft. Die gesetzlichen Grundlagen finden sich demnach in den
Paragraphen 433, 437 und 438 BGB nebst 398 BGB und den Paragraphen 18 und 19 Kreditwe-
sengesetz (KWG) (factoring- info 2006).
3 Die Benennung der Funktionen erfolgt maßgeblich bei Horbach, J. 1970.
1
Leasing ist im weiten Sinn die Überlassung von Wirtschaftsgütern gegen Entgelt. Dabei überlässt der Leasinggeber dem Leasingnehmer ein bestimmtes Objekt, z. B. ein Fahrzeug oder eine Maschine, für eine bestimmte Zeit (auch Grundmietzeit genannt) zur Nutzung und erhält dafür im Gegenzug ein Entgelt (Vgl. Withöft und Ostendorf 2004, S. 44).
3 Factoring
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Joachim Secker, Sprecher des Vorstandes des Deutschen Factoring Verbandes
Trotz einer rasanten Entwicklung des Factoringmarktes in Deutschland ist dieser im internationalen Vergleich noch vergleichsweise gering. So wuchs der Factoringmarkt im vergangenen Jahr um 24,35 % und kletterte somit auf einen neuen Rekordumsatz von 103,84 Mrd. Euro (Vgl. Deutscher Factoring Verband e.V. 2009).
Bilanziell schlägt sich der Abschluss eines Factoring- Vertrages in Form eines Aktivtausches nieder. Anstelle der verkauften Forderungen aus Lieferungen und Leistungen treten nunmehr Forderungen gegenüber dem Factor, die, wenn es sich bei diesem um HLQ.UHGLWLQVWLWXWKDQGHOWXQWHUGHU3RVLWLRQÄ*XWKDEHQEHL.UHGLWLQVWLWXWHQ³DXVJewie- senwerden 4 (Wöhe/ Bilstein 2002, S. 305). Werden danach diese Mittel verwendet, um ± gegebenenfalls unter Skontoausnutzung ± Lieferantenverbindlichkeiten abzubauen oder andere Schulden zu tilgen, so tritt eine Bilanzverkürzung ein.
3.1 Arten des Factoring
Übernimmt der Factor alles drei Funktionen (Finanzierungs-, Dienstleistungs- und insbesondere die Delkrederefunktion) so liegt echtes Factoring vor. Verbleibt jedoch die
4 Dabei sind dann die Beträge des Sperrkontos in einer Fußnote anzugeben oder getrennt
auszuweisen.
2
Arbeit zitieren:
Michael Mehnert, 2009, Inwiefern können Factoring und Leasing als Finanzierungsinstrumente für Firmenkunden eingesetzt werden?, München, GRIN Verlag GmbH
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