Inhaltsverzeichnis
1. EINLEITUNG 3
2. FRIEDMANS INSTRUMENTALISMUS 3
3. ÖKONOMISCHE THEORIE DES WÄHLERVERHALTENS 4
3. 1 ANNAHMEN 4
3.2 PARTEIDIFFERENZIAL. 5
3.3 UNSICHERHEIT 6
3.4 INFORMATIONSKOSTEN 6
3.5 WAHLPARADOXON. 7
4. ÖKONOMISCHE THEORIE - OLSON. 8
5. EXPRESSIVE THEORIE DES WÄHLERVERHALTENS. 8
6. FAZIT 9
7. LITERATURVERZEICHNIS 10
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1. Einleitung
Anthony Downs hat in seinem Werk „Ökonomische Theorie der Demokratie“ ein umfangreiches Modell zur Erklärung des Wählerverhaltens auf der Basis der Rational-Choice-Theorie vorgestellt. Das zentrale Element seiner Aussage ist, dass eine Wahlbeteiligung bei einem Kosten-Nutzen-Kalkül des Wählers irrational ist, selbst dann, wenn der Wähler in Bezug auf den Wahlausgang nicht indifferent ist. Downs fügt hinzu, dass die Kosten, die der Wahlgang verursacht, höher sind als der Nutzen, den der Wähler aus der Wahlbeteiligung zieht, da die einzelne Stimme einen Tropfen auf einem heißen Stein darstellt (vgl.Downs1957:238). Folglich beeinflusst die einzelne Stimme den Wahlausgang nicht und der Wahlgang wäre irrational. Diese Aussagen über die Wahlbeteiligung stimmen nicht mit der Realität überein, dies beweist die hohe Wahlbeteiligung vieler Staaten. Ziel meines Essays ist es aufzuzeigen, welche Konsequenzen Downs aus Sicht des Erklärungsinstrumentalismus nach Friedman aus diesem Paradox ziehen muss.
2. Friedmans Instrumentalismus
Seit der antiken Philosophie ist die Suche nach der Wahrheit das klassische Ziel der Wissenschaft. Die Moderne brachte mit dem Werk Poppers eine ernüchternde Erkenntnis mit, wonach (vgl.Schröder2004:71) „Wahrheit ein unerreichbares Ideal darstellt“ (Popper2002;S. xxv). Erfüllt von der Skepsis fügt Popper hinzu, dass sicheres Wissen uns versagt ist und dass eine Annäherung an die Wahrheit möglich sei (vgl.ebd.). Friedman stemmt sich gegen die Idee des wahren Wissens (vgl.Hempel/Oppenheim1970:10) und auch gegen Poppers Forderung an die Annäherung an wahres Wissen. Friedman geht davon aus, dass das Ziel einer „positiven“ (Kromphardt1982:917) Wissenschaft sei die Entwicklung einer Theorie oder Hypothese „that yields valid and meaningful predictions about phenomena not yet observed“ (Friedman1953:7). Daraus resultiert der instrumentalistische Bewertungsmaßstab für die empirische Geltung von Theorien. Die Realitätsnähe der Annahmen, die der jeweiligen Theorie zugrunde liegen, spielt für diesen Bewertungsmaßstab keine Rolle (vgl.Kromphardt1982:917) „the only relevant test of the validity of a hypothesis is comparison of ist predictions with experience“ (Friedman1953:8f.). Das realistische Wissenschaftsverständnis fordert, dass das Explanans, damit es adäquat sei, aus empirisch zutreffenden Annahmen gebildet sein muss. Das instrumentalistische
Wissenschaftsverständnis hingegen fordert nicht, dass die Prämissen, aus denen das
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Explanans gebildet wird, mit den realen Tatsachen übereinstimmen
(vgl.Kromphardt1982:917f.). In groben Zügen lässt sich sagen, dass es Friedman um praktischen Wert, den Theorien haben, geht. Die Nützlichkeit und nicht Realitätsgehalt wird zum zentralen Kriterium der Theoriebildung (vgl.Schröder2004:172). Wenn also Prognosendie aus einer bestimmten Theorie abgeleitet - sich als richtig erweisen, oder aber nicht völlig verfehlt, so ist es nicht verboten von falschen Voraussetzungen auszugehen (vgl.Schröder2004:173f.). Friedman geht weiter und sagt, dass „die Idee von realistischen Voraussetzungen eine Illusion“ sei und deshalb, so sein Argument, „die Wahl von theoretischen Annahmen nicht davon geleitet werden, wie realistisch diese sind, sondern wie genau die durch die Annahmen generierten Vorhersagen sind“ (vgl.Hedström2008:93). Eine ausgezeichnete Erklärung benötigt Vereinfachung und „erklärt viel aus wenig“ (Friedman1953:14). Das hat zur Folge, dass eine auf wenigen Annahmen beruhende Theorie, die fruchtbare Erklärungen liefert, gut ist (vgl.Friedman1953:20). Viele Forscher werden von Friedman und seinem Instrumentalismus beeinflusst. Einer davon ist Downs. Downs stellt sein „Weltbild von der Wissenschaft“ in den Dienst des Instrumentalismus.
3. Ökonomische Theorie des Wählerverhaltens
3. 1 Annahmen
Die Rational-Choice-Theorie bildet das Fundament für die Downs’sche Theorie. Die Theorie beruht auf zwei Annahmen: Erstens auf dem Prinzip des methodologischen Individualismus. Danach sind soziale Phänomene auf die individuellen Handlungen von Individuen zurückzuführen. Für die Erklärung sozialer Phänomene, wird das soziale Phänomen als Folge individueller Handlungen rekonstruiert. Ferner erfolgt die Erklärung individueller Handlungen mit Hilfe eines Akteursmodells (vgl.Beyme2000:136f.). Ganz im Friedman’schen Sinne zählt für Downs, dass theoretische Modelle nur gemäß der Qualität ihrer Vorhersagen und nicht gemäß dem Realitätsgehalt ihrer Annahmen zu beurteilen sind (vgl.Downs1957:21).
Zweitens spielt die Rationalität eine entscheidende Rolle. Ein rationaler Mensch - Homo Oeconomicus - handelt nur dann rational, wenn er aus einer Menge von Alternativen eine Entscheidung treffen kann, die ihm mit dem geringsten Aufwand den größten Nutzen verspricht. Sein Ziel wäre beispielsweise der Sieg seiner Partei. Ferner unterliegt er in seinem
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Arbeit zitieren:
Maxim Kimerling, 2009, Welche Konsequenzen muss Downs aus Sicht des Erklärungsinstrumentalismus nach Friedman aus dem Wahlparadoxon ziehen?, München, GRIN Verlag GmbH
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