1. Reihenplanung
Das Thema der Unterrichtseinheit lautet: „Beschreiben: Wir erstellen eine Vorgangsbeschreibung.“ Die Hospitationsstunde ist die erste innerhalb der Unterrichtseinheit, es handelt sich also um die Einführung in die Thematik. Die Einführungsstunde steht wie folgt im Zusammenhang der Unterrichtseinheit:
* Je nachdem, ob sich die Schüler in der Einführungsstunde für ein Projekt zur Spielentwicklung
begeistern lassen. Alternative: Verschiedene Formen der Vorgangsbeschreibungen detaillierter
untersuchen
2. Lernvoraussetzungen
Seit Schuljahresbeginn 2008/09 unterrichte ich die Klasse 7b eigenverantwortlich in vier Wochenstunden im Fach Deutsch. Im Zweiwochenrhythmus hat die Lerngruppe dienstags zusätzlich zwei Stunden Deutsch, die jedoch meine Ausbildungslehrerin Frau xx übernimmt, da ich an diesem Tag Studienseminare habe. Frau xx und ich unterrichten allerdings themendifferenziert, so dass ich meine Unterrichtseinheiten selbstständig und
eigenverantwortlich mit der Klasse bearbeiten kann.
Die Klasse 7b setzt sich aus 17 Jungen und sieben Mädchen zusammen. Dem extrovertierten Anteil der Jungen, der eine Mehrheit darstellt, steht eine kleine Gruppe von Mädchen gegenüber, die sich im schriftlichen Ausdruck durchaus als kompetent erweisen, denen es jedoch schwer fällt, sich vor der Klassengemeinschaft zu äußern. Die offensichtliche Unterzahl der Mädchen wirkt sich auf deren Mitarbeitshaltung aus, indem sie - bis auf xx - kaum bis gar nicht aktiv am Unterricht teilnehmen. Die Mädchen müssen - im Gegensatz zu den Jungen - häufiger zur Mitarbeit animiert und motiviert werden.
Es handelt sich in dieser Stunde um die erste Deutschstunde nach den Osterferien. Da die Klasse sehr lebhaft ist, ist es möglich, dass es den Schülern schwer fallen wird, sich konzentriert dem Unterricht zu widmen. In den letzten Woche konnte ich ohnehin feststellen, dass die Lerngruppe sich freitags mehr beteiligt als mittwochs. Obwohl beide Deutschstunden im ersten Block liegen, sind die Schüler mittwochs unkonzentrierter und müssen häufiger ermahnt werden. Ich unterrichte die Klasse sehr gerne, obwohl die Arbeitsatmosphäre - wie bereits beschriebennicht immer zufriedenstellend ist. Ein Teil der Schüler - vor allem die Jungen - fällt durch sehr lebhaftes Verhalten auf. xx profilieren sich zudem durch vorpubertierendes und albernes Verhalten. Oftmals gelingt es ihnen, die ganze Klasse durch ihr Verhalten abzulenken, da ein Ignorieren von Seiten der Lerngruppe in dieser Altersstufe nicht immer möglich ist. Bisher bin ich diesem Verhalten mit Ermahnungen entgegengetreten, was meistens dazu führte, dass die Klasse wieder konzentriert arbeitete. Dies gelingt jedoch nicht immer auf Anhieb. Besonders nach der fünf-minütigen Pause, die ein fester Bestandteil jeder Doppelstunde ist, fällt es den Schülern oftmals schwer, sich sofort wieder konzentriert dem Unterrichtsgeschehen zu widmen. Ich achte deshalb darauf, dass ich die Pause - wenn es den Stundenverlauf nicht in seiner Logik behindert - nicht zu früh gebe, obwohl die meisten Schüler bereits nach 40-45 min. nach dieser verlangen. Die Klasse ist es gewohnt, Arbeitsaufträge in Einzel- und Partnerarbeit zu bearbeiten. Es fällt jedoch manchen Schülern schwer, gemeinsam an einem Ergebnis zu arbeiten, da sie sich leicht ablenken lassen und so das Wesentliche - die zu bearbeitende Aufgabe - aus den Augen verlieren. Während des kooperativen Lernens gelingt es ihnen oftmals nicht, den Lärmpegel niedrig zu halten. Durch wiederholtes Bewusstmachen des Problems werden die Schüler demgegenüber jedoch zunehmend sensibilisiert und es sind immer wieder effektive und zielgerichtete Phasen zu verzeichnen, in denen das kooperative Arbeiten in beruhigter Atmosphäre stattfindet.
In Einzelarbeit sind die Kinder gut in der Lage, sich zu konzentrieren und ruhig zu arbeiten. Dennoch gibt es hier in Bezug auf die Motivation, das Arbeitstempo und die Selbstständigkeit z.T. große Unterschiede.
Der Leistungsstand der Klasse ist im Durchschnitt gut bis befriedigend und weist keine auffälligen Besonderheiten auf. Leistungsstärkere und sehr aktive Schüler sind Magalie, Steve, Judith, Jakob und Max. Zu den leistungsschwächeren Schülern der Klasse gehören Alex, Mariana und Katharina. Katharina ist ein sehr introvertiertes Mädchen, welches von Beginn an große Schwierigkeiten hatte, sich in der Klassengemeinschaft zu integrieren. Aufgaben, die gemeinsam mit einem Partner bzw. einer Gruppe bearbeitet werden sollen, löst sie meist alleine. Ihr fällt es schwer, sich innerhalb der Lerngruppe zu behaupten, was z.T. auch daraus resultiert, dass sie von einigen Schülern der Klasse sehr offensichtlich abgelehnt wird. Ich achte deshalb verstärkt darauf, sie beim kooperativen Lernen zu integrieren, was im Laufe des Schuljahres immer häufiger gelingt.
Zusammenfassend lässt sich feststellen, dass die Schüler der 7b mir gegenüber sehr aufgeschlossen sind. Ich empfinde die Lehrer-Schüler-Beziehung als überwiegend vertrauensvoll und freundlich.
3. Lernziele 3.1. Grobziele
Die Schüler sollen sich instruierend und handelnd mit den inhaltlichen Aspekten „Genauigkeit“ und „Reihenfolge“ sowie den formalen Aspekten „Aufbau“ und „Struktur“ einer Vorgangsbeschreibung auseinandersetzen.
3.2. Feinziele
kognitiver Lernzielbereich Die Schüler sollen...:
erkennen, dass Genauigkeit beim Beschreiben eines Vorgangs eine wichtige Rolle spielt, indem sie der Lehrperson erklären, wie man eine Musik-CD auf dem Computer abspielt. verstehen, dass die richtige Reihenfolge von Handlungsschritten für das Verständnis einer Handlungsanweisung wichtig ist.
sinnvoll und strukturierte Anweisungen zum Abspielen einer CD auf dem Computer geben können.
zunehmend versuchen, Sachverhalte unmissverständlich und eindeutig ausdrücken zu können und für andere verständlich darzustellen, indem ein Schüler mithilfe einer Bauanleitung zu einem Überraschungsei-Inhalt einem Partner Handlungsanweisungen gibt und dieser den Gegenstand mit dessen Hilfe zusammenbauen soll. die Wirkung ihrer Gesprächsbeiträge reflektieren.
sich handlungsorientiert und spielerisch mit einem Problem auseinandersetzen und Lösungswege finden, indem sie einen ungeordneten Bausatz mithilfe einer Bauanleitung zusammenbauen.
Informationsabfolgen einer Bauanleitung unmissverständlich erläutern und beschreiben. formale Kriterien einer Vorgangsbeschreibung kennen lernen und anwenden können, indem sie die Wirkung ihrer Handlungsanweisungen reflektieren, eine Vorgangsbeschreibung schriftlich verfassen und den Text einer anderen Gruppe in einer Schreibkonferenz kritisch beurteilen.
personaler Lernzielbereich
Die Schüler sollen...:
Gesprächsregeln einhalten, wenn ein Schüler Handlungseinweisungen gibt. Aufgaben selbstständig und eigenverantwortlich bearbeiten können.
sozial-affektiver Lernzielbereich
Die Schüler sollen...:
lernen, sich innerhalb der Klasse einzuordnen, sich gegenseitig zu helfen sowie Rücksicht und Toleranz zu zeigen.
sich bei der Problemlösung mit einem Partner absprechen und sich auf eine gemeinsame Lösung einigen.
in der gemeinsamen Zusammenarbeit gegenseitige Rücksicht üben, sich abstimmen und individuelle Schwächen und Stärken berücksichtigen und diese kritisch bewerten.
Arbeit zitieren:
Monique Schwertfeger, 2009, Unterrichtsstunde: Vorgangsbeschreibung "Sag's genau!", München, GRIN Verlag GmbH
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