Computer beliebig weit von einander entfernt sein können. Die E-Mail wird in den Posteingang des Empfängers gelegt und kann jederzeit geöffnet werden. 3 Einblick in die Geschichte der Kommunikationsformen
Die Geschichte der geschriebenen Mitteilungen lässt sich von 3. und 2. Jahrtausend vor Christus bis zur heutigen Zeit ermitteln (vgl. Nickisch, 2003, S. 63). Während die ersten Arbeitsmittel damals Papyri und Tontafeln waren, sind es heute häufig Computer und Drucker die uns die schriftliche Kommunikation ermöglichen. Den ältesten bekanntesten Brief versandte ein Ägypter im Jahre 2700 vor Christus (vgl. Kommunikation, 2006). Da bis zum 15. Jahrhundert Briefe im allgemein lateinisch geschrieben wurden und es nur wenige Lateinkundige gab, erfolgte das Schreiben von Briefen fast ausschließlich in Kanzleien und Klöstern (vgl. Nickisch, 2003, S. 65). Erst ab dem 16. und 17. Jahrhundert verbreitete sich der Briefverkehr. Dennoch gelten erst das 18. und 19. Jahrhundert als die Blütezeit des Briefes (vgl. Meier, 2002, S. 65). Schon zu diesem Zeitpunkt bekam er erste Konkurrenz, als 1840 der elektronische Telegraf erfunden wurde. Über Drähte und Kabel konnte binnen kürzester Zeit ein Code übermittelt und in Buchstaben zurückübersetzt werden. Nur knapp 30 Jahre später kam das Telefon auf den Markt, was dazu führte, dass kurze Nachfragen nicht mehr nur per Brief gestellt wurden. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts wurde der, vor allem in der Geschäftswelt genutzte, Fernschreiber erfunden. Zwischen 1970 und 1980 kamen das Faxgerät und das Versenden von E-Mails über das Arpanet, dem Vorgänger des Internets, hinzu. Wie die Grafik 3.1 zeigt, stieg auch in den darauf folgenden Jahren die Zahl der verschiedenen Kommunikationsmittel an. So wurde noch das Mobiltelefon, das Internet und der SMS-Versand erfunden (vgl. Kommunikation, 2006). 3.1 Grafik zur Entstehung der Kommunikationsmittel
4 Die Relevanz und Vorteile von E-Mail und Brief in der heutigen Zeit 4.1 Der Brief in der heutigen Zeit
Trotz der immer größer werdenden Nutzung von E-Mails spielt der Brief auch heute noch eine große Rolle in unserer Gesellschaft. Pro Tag werden in Deutschland an die 72 Millionen Briefe per Post verschickt, noch vor zehn Jahren betrug die Anzahl nur 70 Millionen (vgl. Höflich, 2003, S. 40). Das Wachstum des Briefverkehrs lässt sich durch mehrere Faktoren erklären. Vor allem im öffentlichen Leben zählt der Brief zu den meist genutzten Kommunikationsmitteln (vgl. Meier, 2002, S. 65). Zwar werden dort auch zusätzlich viele E-Mails geschrieben, sie dienen aber zu einem großen Teil der Kommunikation innerhalb eines Betriebes(vgl. Meier, 2002, S. 69). Auch wenn im Gegensatz zu dem geschäftlichen der private Briefgebrauch mit etwa zehn Prozent nur einen geringeren Anteil der Gesamtnutzung darstellt, ist er dennoch entscheidend (vgl. Höflich, 2003, S. 40). Im privaten Gebrauch gilt der handgeschriebene Brief als Zeichen der Verbundenheit. Er bietet im Gegensatz zu neuen Medien die Möglichkeit durch verschiedene Faktoren, wie Sorgfalt und persönlichste Äußerungen dem Empfänger nahe zu sein (vgl. Meier, 2002, S.68). Desweiteren kann ein Brief äußerlich betrachtet, geöffnet, gelesen, zur Seite gelegt und auch wieder hervorgeholt werden. Zwar können auch E-Mails archiviert und ein weiteres Mal gelesen werden, aber der Brief ist etwas zum Anfassen, zum „Rascheln“ (vgl. Meier, 2002, S.67). Ebenfalls ist in diesem Zusammenhang das Briefgeheimnis zu erwähnen, dass von der Gesellschaft sehr hoch eingeschätzt wird. Ein weiterer Aspekt ist die Wertschätzung des Briefes; durch die Jahrhunderte lange Geschichte. Laut einer finnischen Studie gilt er sogar, nach dem persönlichen Gespräch, als glaubwürdigstes Medium (vgl. Höflich, 2003, S. 46). 4.2 Die E-Mail in der heutigen Zeit
Die E-Mail ist heutzutage aus dem privaten und geschäftlichen Bereich kaum noch wegzudenken. Mittlerweile hat jeder zweite deutsche Bürger eine persönliche E-Mail-Adresse. Aufgrund der einfachen und schnellen Handhabung des E-Mails-Schreibens werden viele Kontakte, wie der Anruf ins Ausland oder der Brief an Bekannte, durch die Kommunikationsmöglichkeiten des Internets ersetzt (vgl. Meier, 2002, S. 69). Sogar gewöhnliche Webseiten, wie Online-Tauschbörsen oder Auktionshäuser fördern die
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Laura Pfeiffer, 2008, Kann die E-Mail den Brief ersetzen?, München, GRIN Verlag GmbH
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