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Die Polizei in der Weimarer Republik

Title: Die Polizei in der Weimarer Republik

Seminar Paper , 1997 , 16 Pages , Grade: 2

Autor:in: Michael Fischer (Author)

History of Germany - World War I, Weimar Republic
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Die Polizei übernahm erstmals im Laufe ihrer Geschichte in den zwanziger Jahren, in der Weimarer Republik, einen noch nie dagewesenen Umfang an Verantwortung für die Sicherheit und das Wohlergehen der Bevölkerung. Sie wurde zu einem bedeutenden Symbol der Staatsgewalt und zum Instrument zur Bekämpfung gegen Verbrechen und Gesetzlosigkeit. Diese Seminararbeit soll zu Beginn kurz darstellen, wie dieser neue Polizeiapparat entstand, was in kennzeichnete und worin die Aufgaben eines damaligen Polizeibeamten bestanden. Im Hauptteil der Arbeit soll untersucht werden, inwieweit die Polizei in der Weimarer Republik ihrer ursprünglich wichtigsten Aufgabe, dem Schutz der Staats- und Rechtsordnung vor Unruhen und Aufständen gerecht wurde und inwieweit sie am Scheitern der Weimarer Republik beteiligt war. Ein Schwerpunkt soll hier auf die letzten Jahre der Weimarer Republik (1929-1932) gelegt sein, da sich ab diesem Zeitpunkt die damalige Schutzpolizei, was die Agitationen von der KPD, aber letzten Endes besonders von der NSDAP betrifft, immer weniger Herr der Lage sah. Was die zitierte Literatur betrifft, so stützt sich die Arbeit im wesentlichen auf zwei Werke:
Leßmann, Peter: Streifendienst und Strassenkampf. Die preußische Schutzpolizei in der Weimarer Republik.
Liang, Hsi-Huey: Die Berliner Polizei in der Weimarer Republik, New York 1997.
Des weiteren findet eine Veröffentlichung der Polizeiführung von Ferdinand Friedensburg (1925-1927 Polizei- Vizepräsident von Berlin) Berücksichtigung.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

2. Einleitung

3. Ein neuer Polizeiapparat entsteht

3.1. Auflösung der Sicherheitspolizei

3.2. Organisation und Ausbildung der Schutzpolizei

4. Die Schutzpolizei im Einsatz gegen die Agitationen von KPD- und NSDAP- Anhängern

4.1. Die Jahre 1920-1929

4. 2. Die Krisenjahre 1929-1932

4. 2.1. Die preußische Schutzpolizei im Einsatz gegen die Agitationen der Kommunisten

4.2.1.1. Der Blutmai in Berlin 1929

4.2.1. 2. Die KPD gibt ihren offenen Kampf gegen die Polizei auf

4.2.2. Die Konfrontation zwischen Kommunisten und Nationalsozialisten - Die preußische Schutzpolizei in der Bewährungsprobe

4.2.3. Die preußische Schutzpolizei im Kampf gegen die NSDAP

5. Schlussbetrachtung - Die Polizei und das Scheitern der Weimarer Republik

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die vorliegende Seminararbeit analysiert die Rolle und die Einsätze der preußischen Schutzpolizei in der Weimarer Republik, insbesondere in den krisenhaften Jahren zwischen 1929 und 1932. Ziel der Untersuchung ist es, die Entwicklung des Polizeiapparates sowie dessen Fähigkeit zu beleuchten, die öffentliche Ordnung gegenüber den zunehmenden Agitationen von KPD und NSDAP aufrechtzuerhalten und den Einfluss der Polizei auf den Prozess des Scheiterns der Weimarer Demokratie kritisch zu reflektieren.

  • Struktureller Aufbau und militärische Ausbildung des Polizeiapparates
  • Eskalation der politischen Gewalt in der Hauptstadt Berlin
  • Reaktion der Schutzpolizei auf kommunistische Demonstrationen und den Blutmai 1929
  • Umgang der Polizeiführung mit dem Aufstieg des Nationalsozialismus und der SA
  • Polizeiliche Handlungsfähigkeit und Überforderung im bürgerkriegsähnlichen Zustand

Auszug aus dem Buch

4. 2. 1. 1. Der Blutmai in Berlin 1929

Der sogenannte Blutmai von 1929 in Berlin wird von Leßmann als erster Höhepunkt der Gewalteskalation zwischen Schutzpolizei und Anhängern der KPD beschrieben. Als Grund für die Eskalation kann das erlassene Demonstrationsverbot von 1928 angesehen werden, gegen welches sich die Kommunisten ab April 1929 verstärkt zur Wehr setzten und auch nicht vor Gewalttätigkeiten zurückschreckten. Am 1. Mai kam es schließlich zu Zusammenstößen zwischen demonstrierenden Gruppen und der Polizei, welche den Auftrag erhalten hatte, das Demonstrationsverbot unter allen Umständen durchzusetzen. Um die Mittagszeit kam es dann zu den ersten beiden Todesfällen, als sich sechs Polizisten derart bedroht sahen, dass sie schließlich von dem Gebrauch der Waffe nicht zurückschreckten. Ein Demonstrant wurde tödlich, vier weitere verletzt. Ein weiterer Demonstrant, welcher der Aufforderung, die Fenster zu schließen, da die Polizei von den umliegenden Häusern mit Gegenständen beworfen worden war, nicht nachkam, wurde mit einem gezielten Schuss in den Kopf getötet. Als diese Vorfälle schließlich bekannt wurden, kam es am Abend schließlich zu schweren Kämpfen zwischen Polizisten und Kommunisten.

Zusammenfassung der Kapitel

2. Einleitung: Diese Einleitung skizziert den Umfang der polizeilichen Verantwortung in der Weimarer Republik und legt den Fokus der Untersuchung auf die Krisenjahre 1929-1932 sowie die methodische Grundlage der Arbeit.

3. Ein neuer Polizeiapparat entsteht: Dieses Kapitel beschreibt die durch alliierte Vorgaben erzwungene Umgestaltung der Polizei, einschließlich der organisatorischen Neuausrichtung und der militärisch geprägten Ausbildung der Schutzpolizei.

4. Die Schutzpolizei im Einsatz gegen die Agitationen von KPD- und NSDAP- Anhängern: Hier werden die zunehmende Überforderung der Exekutive durch politisch motivierte Straßengewalt und die spezifischen Herausforderungen im Umgang mit den radikalen Flügeln der politischen Landschaft untersucht.

5. Schlussbetrachtung - Die Polizei und das Scheitern der Weimarer Republik: Das Fazit resümiert die polizeiliche Rolle im politischen Umfeld, stellt eine mangelnde Durchsetzungskraft gegenüber rechtsradikalen Kräften fest und reflektiert die Kapitulierung der staatlichen Ordnungsmacht angesichts des politischen Niedergangs der Republik.

Schlüsselwörter

Weimarer Republik, Schutzpolizei, Polizei, Preußen, Berlin, KPD, NSDAP, Blutmai, politische Gewalt, Radikalisierung, Straßenschlachten, SA, Staatsgewalt, Polizeiführung, Weimarer Demokratie

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die Entwicklung und die Rolle der preußischen Schutzpolizei innerhalb der Weimarer Republik, insbesondere ihre Aufgaben und Einsätze zur Wahrung der öffentlichen Sicherheit.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Die Schwerpunkte liegen auf der Organisation des Polizeiapparates, der Bewältigung politischer Unruhen durch KPD und NSDAP sowie der Rolle der Polizei in der späten Phase der Weimarer Republik.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist die Analyse der Handlungsfähigkeit der Polizei angesichts bürgerkriegsähnlicher Zustände und die Beantwortung der Frage, wie die Polizei zum Scheitern der Weimarer Republik beigetragen hat.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine historische Seminararbeit, die sich auf die Auswertung und Synthese existierender Fachliteratur von Historikern wie Peter Leßmann und Hsi-Huey Liang stützt.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil widmet sich den Jahren 1920-1932, mit einem speziellen Fokus auf die Krisenjahre ab 1929, den "Blutmai" 1929 und die Konfrontation der Polizei mit sowohl kommunistischen als auch nationalsozialistischen Akteuren.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die wesentlichen Begriffe umfassen den polizeilichen Schutzdienst, den politischen Straßenkampf, die Eskalation von Gewalt in Berlin sowie die schwindende Stabilität der Weimarer Demokratie.

Was war der "Blutmai 1929" und warum ist er für die Arbeit relevant?

Der Blutmai stellt laut der Untersuchung den ersten massiven Höhepunkt der Gewalteskalation zwischen der Schutzpolizei und kommunistischen Demonstranten dar, bei dem es zu zahlreichen Todesopfern durch polizeiliche Waffeneinsätze kam.

Warum konnte die Polizei die NS-Gewalt erst so spät eindämmen?

Die Arbeit legt dar, dass die NS-Gefahr lange Zeit unterschätzt wurde und die Polizeiführung erst in den letzten beiden Regierungsjahren (1931-1932) gezielter gegen nationalsozialistische Organisationen vorging, zu einem Zeitpunkt, an dem die Instabilität bereits kaum noch kontrollierbar war.

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Details

Title
Die Polizei in der Weimarer Republik
College
Ruhr-University of Bochum  (Historisches Institut)
Course
Der Fall Haarmann und die politische Kultur der Weimarer Republik
Grade
2
Author
Michael Fischer (Author)
Publication Year
1997
Pages
16
Catalog Number
V13337
ISBN (eBook)
9783638190213
ISBN (Book)
9783640767519
Language
German
Tags
Polizei Weimarer Republik Fall Haarmann Kultur Weimarer Republik
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Michael Fischer (Author), 1997, Die Polizei in der Weimarer Republik, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/13337
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