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Inhalt Seite
Vorwort 3
1. Ein Bericht zum Historischen Volkslied
1.1 Das Historische Volkslied. 4
1.2 Franz Wilhelm von Ditfurth über das Volkslied im Siebenjährigen Krieg. 5
2. Ein Bericht zum Soldatenlied
2.1 Das Soldatenlied. 7
2.2 Der „Grenadier“ in Johann Wilhelm Ludwig Gleims Soldatenliedern. 8
3. Fazit. 10
Literatur 11
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Einleitung
Zu allen Zeiten hat der Krieg das Leben der Menschen beeinflußt und sie geprägt. Die Menschen suchten nach Möglichkeiten ihren Erfahrungen Ausdruck zu verleihen. Es bot sich für sie auch das Lied als Ausdrucksmittel an. So gab es auch in der Zeit des Siebenjährigen Krieges eine Vielzahl an Liedern unterschiedlichster Art und Weise. Zwei bedeutende Gruppen sind die Volkslieder und die Soldatenlieder. Sie waren weit verbreitet und bestehen zum Teil bis heute fort. Wie die Volks- und Soldatenlieder entstanden sind und welchen Einfluss Friedrich der Große auf die Krieglyrik der Zeit hatte möchte ich im Folgenden untersuchen.
1 Ditfurth, Franz Wilhelm Freiherr von (Hrsg.), Die Historische Volkslieder des Siebenjährigen Krieges, nebst
geschichtlichen und sonstigen Erläuterungen, Berlin 1871, S.17f.
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1. Ein Bericht zum Historischen Volkslied
1.1 Das Historische Volkslied
Historische Volkslieder umfassen die Vielfalt der Lieder, die sich um historische Ereignisse und Persönlichkeiten ranken. Sie betonen dabei die Einzigartigkeit der Ereignisse durch Ortsangaben und Personennamen. Die Wissenschaft stellte vor allem zwei Kriterien für sie auf: die Volksläufigkeit und den Umsingeprozess. Gemeint ist, dass die Lieder längere Zeit gesungen und überwiegend mündlich tradiert wurden. Erst durch die Erfindung des Buchdrucks wurden sie auch durch Flugblätter weitergetragen.
Die Themen der Lieder sind vielseitig. Hier von besonderem Interesse sind die Kriegs- und Kampflieder, die den Soldatenliedern sehr nahe stehen. In ihnen wird der Krieg als naturhaftes Ereignis, dem der Mensch hilflos ausgesetzt ist, besungen. Der Kampf wird hierbei als Gelegenheit gesehen, sich als Held zu beweisen. Die Texte äußern meist ein starkes Selbstbewusstsein und bekennen sich zum Feldherrn als Führer, dessen Taten man besingt. Diese heraldische Darstellung historischer Ereignisse findet man bis ins 18. Jahrhundert hinein sehr oft. Neben den Kriegs- und Kampfliedern waren auch die Schlachtlieder im 18. und 19. Jahrhundert von Bedeutung. Sie schildern Ausschnitte aus dem Gesamtgeschehen, gehen aber wenig auf den Hergang der Ereignisse ein. Im Vordergrund steht vielmehr wo gekämpft wurde und wer gekämpft hat. Beliebter als die Schlachtlieder waren die Belagerungslieder. Eine Belagerung war klarer zu durchschauen als ein Kampfgetümmel.
Historische Volkslieder beschäftigen sich kaum mit politischen Argumenten. Nur wenige Lieder handeln von politischen Problemen. Das rührt vor allem aus der volkstümlichen Geschichtsauffassung, in der nur kleine und große Helden die Geschichte gestalteten. Diese wurden zu dauernden Repräsentanten im Bewusstsein der Menschen, wie z.B. Friedrich der Große es war.
Seit dem 17. Jahrhundert dominieren die Lieder die leidenschaftlich Partei ergreifen, wie Huldigungs- und Spottlieder. In der Volksliedforschung ist es oft schwer, zwischen Liedern zu entscheiden, die tatsächlich weitergetragen wurden und denen, die nur gedichtet und nicht weitergetragen wurden. Die Ursache dafür ist, dass Volkslieder Umformungs- und Anpassungsprozessen unterliegen. Deswegen ist der Urheber nur sehr selten ermittelbar. Die Lieder wurden ständig an neue Ereignisse angepasst und so entstand ein Fülle neuer Lieder, die ein Beweis für die Beliebtheit des ursprünglichen Liedes ist.
Arbeit zitieren:
Konrad Burckhardt, 2002, Volkslieder im Siebenjährigen Krieg, München, GRIN Verlag GmbH
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