Abbildung 1 - Ableitung der Phillips-Kurven
Abbildung 2 - Das IS-MP-Diagramm
Abbildung 3 - Die AD-Kurve
Abbildung 4 - Bestimmung von Inflation und Output zu einem Zeitpunkt
Abbildung 5 - Anpassung an LR-Gleichgewicht
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung 1
2. Historische Entwicklung. 1
2.1 Keynesianisten und Monetaristen - Der Zusammenbruch des IS-LM-Modells. 1
2.2Entwicklung der New Keynesian Macroeconomics 3
3. Neue Keynesianische Makroökonomie. 4
3.1 Zentrale Bausteine und grundlegende Eigenschaften. 4
3.2 Feste Preise und generelles Ungleichgewicht. 5
3.3 Rigiditäten im Gütermarkt. 6
3.3.1 Nominale Rigiditäten - menu costs 6
3.4 Rigiditäten im Arbeitsmarkt. 7
3.4.1 Effizienzlöhne 8
3.4.2 Der „shirking“ Ansatz 8
3.4.3 Insider-Outsider-Modell 9
3.5 Inflation und Arbeitslosigkeit- Die Phillips-Kurve 10
3.5.1 Ableitung der Philllips-Kurve aus Lohn- und Preissetzungsgerade 10
3.6 Zentralbankpolitik in neukeynesianischen Modellen 12
4. Keynesianische Ökonomie ohne die L-MKurve 14
Ein einfaches neukeynesianisches Modell nach Romer/Taylor 14
4.1 Das IS-MP-IA-Modell. 14
4.2 IS-MP-Modell und Anpassungsprozesse 18
Literaturverzeichnis 20
1. Einleitung
Eines der zentralen Probleme mit dem sich die makroökonomische Forschung beschäftigt ist die Analyse und Modellierung und kurzfristiger Fluktuationen der Volkswirtschaft. Dabei gibt es drei keynesianische Grundüberlegungen, denen sowohl neue als auch alte Keynesianer zustimmen würden: 1
(1) Es gibt während mancher Perioden ein anhaltendes Überangebot an Arbeit bei gleichbleibenden realen Löhnen
(2) Die aggregierte ökonomische Aktivität variiert merklich, bezogen auf Auslastung, BIP oder Arbeitslosigkeit. Diese Veränderungen sind zu groß als dass sie sich allein durch Veränderungen der Technologie, Präferenzen oder Demographie
(3) Geld spielt eine Rolle und ist nicht neutral, und Geldpolitik spielt meistens eine Rolle.
Dementsprechend war es immer ein Anliegen keynesianischer Ökonomen, welcher Prägung auch immer, diese Schwankungen der Volkswirtschaft zu erklären. Die Neukeynesianer stoßen dabei in den Diskussion zwischen Keynesianern, Monetaristen und neuen Klassikern, nehmen aber ganz eigene Positionen ein und heben die alten Trennungen auch ein wenig auf.
2. Historische Entwicklung
2.1 Keynesianisten und Monetaristen - Der Zusammenbruch des IS-LM-Modells
Die neue Keynesianische Makroökonomie, wie sie vor allem seit den 1980er Jahren von einigen der einflussreichsten Ökonomen entwickelt wurde, gründet auf dem Versuch die generellen Ideen und Überlegungen Jonh Maynard Keynes zu überarbeiten und sie somit erneut als Analyseinstrument für die Makroökonomie verwendbar zu machen. Keynes entwickelte seine Theorie ursprünglich als Antwort auf die Unfähigkeit der neoklassischen Modelle, die anhaltend hohe Arbeitslosigkeit in den USA während der großen Depression zu erklären.
1 Vgl. Greenwald/Stiglitz (1993), S.23
Diese war, bei Raten über 20%, ganz offensichtlich nicht mehr als freiwillig zu charakterisieren, wie es die Theorien neoklassischer Provenienz nahe legen. Keynes stellte sich damit gegen die zentralen Annahmen der Neoklassik: Die Idee perfekter Arbeits- und Gütermärkte, die auf Grund vollständig flexibler Preise zu jeder Zeit geräumt werden. Die absolute Fundierung auf der Mikroökonomie ließ für die Neoklassiker nur diesen Schluss zu. Auch das Gesetz von Say 2 , nachdem sich jedes Angebot seine eigene Nachfrage schafft, wurde von Keynes als nicht gültig angesehen. Dies hängt auch mit dem Verständnis des Geldes und seiner Austauscheigenschaften zusammen, und der Liquiditätspräferenz der Wirtschaftssubjekte, durch die dem Gesamtkreislauf Geld entzogen werden kann. 3 In seiner General Theory 4 bringt Keynes vor allem die Idee der Unterbeschäftigungsgleichgewichte vor, der Annahme also, dass Arbeitslosigkeit auch im wirtschaftlichen Gleichgewicht bestehen kann. 5 Außerdem betont er die Wichtigkeit der aggregierten Nachfrage für Output und Beschäftigung. 6 Die Überlegungen Keynes wurden dann von Hicks 7 formalisiert, der damit die Grundlage für das bekannte IS-LM-Modell gelegt hat. Das IS-LM-Modell stellt die beiden Gleichgewichte auf Geld- und Gütermarkt sowie die Beziehung zwischen Zins und Output dar und trifft prinzipiell die beiden folgenden Aussagen: Auf dem Gütermarkt kann ein steigender Zins zu reduzierter Nachfrage führen, sofern die Löhne fix sind. Dies bewirkt eine Veränderung der IS-Kurve. Auf dem Geldmarkt kann beobachtet werden, dass die Geldnachfrage mit dem Einkommen steigt und dem Zins sinkt. Im Grundmodell ist das Preisniveau exogen gegeben, das IS-LM-Modell ist also prinzipiell ungeeignet um Inflation zu analysieren. 8 Es ist umso bemerkenswerter, dass das IS-LM-Modell bis in die 1970er Jahre vorherrschend vor allem in der Lehre der Makroökonomie war 9 , da es
2 Vgl. Samuelson, P., & Nordhaus, W. (2007). S. 962
3 Vgl. Benassi/Chirco/Colombo (1994), S.6f.
4 Vgl. Keynes, (2007)
5 Vgl. auch Lindbeck, A. (1998). S.167
6 Vgl. Carlin, W., & Soskice, D. (2006), S.563ff.
7 Vgl. Hicks, J. (1937)
8 Vgl. Romer (2000). S.150
9 Vgl. Mankiw, N. G. (1990). S.1645
neben der Ausgrenzung von Inflation über einige theoretische Schwächen verfügt. Hier sind vor allem die fehlende mikroökonomische Fundierung, aber auch die Annahme von Preisstarrheiten, ohne diese weiter zu erklären oder zu belegen, die Ausblendung von Erwartungen sowie die Simplifizierung der Volkswirtschaft auf einige wenige grobe Zusammenhänge zu nennen. 10 Diese theoretische Schwächen, sowie das Problem des IS-LM-Modells die in den 1970er Jahren zunehmend auftretende Stagflation zu erklären führten dann zumindest in der Wissenschaft zu eine Abkehr von IS-LM-Modell. So brach der bis dahin bestehende Konsens in der makroökonomischen Forschung zusehend zusammen. Beteiligt daran waren vor allem Friedman 11 und Phelps 12 , die zeigen konnten, dass die zentrale Interpretation der Phillips-Kurve, nämlich die Annahme, dass sich eine sinkende Arbeitslosigkeit durch eine höhere Inflation erkaufen ließe, nicht haltbar war. Die entscheidende Kritik, die schlussendlich zum Zusammenbruch des IS-LM-Modells geführt hat, brachte dann Lucas vor, indem er anführte, dass im Grunde alle makroökonomischen Variablen von den Erwartungen der Akteure beeinflusst werden 13 , welche bis dahin in den Modellen überhaupt keine Berücksichtigung gefunden hatten. Der Ansatz der neuen Klassiker und Monetaristen betonte dann vor allem wieder perfekte und flexible Preise und die Idee, dass alle beteiligten Agenten Preisnehmer sind. 14
2.2Entwicklung der New Keynesian Macroeconomics
Aus dem Zusammenbruch dieses Konsens entwickelten sich dann, wie Mankiw zeigt, drei ‚neue’ theoretische Schulen. 15 Eine Forschungsrichtung befasst sich vor allem mit der Modellierung von Erwartungen. 16 Hier wird inzwischen allge-
10 Vgl. Romer (2000). S.149 und Lindbeck (1998), S.167 sowie Barro (1979), S.54
11 Vgl. Friedman, M. (1968)
12 Vgl. Phelps, E. S. (1968)
13 Vgl. Lucas, R. E. (1976)
14 Vgl. Snowdon/Vane(2005), S.383
15 Vgl. hierzu und zum folgenden: Mankiw, N. G. (1990) S.1648
16 Eine Definition von Erwartungen liefert Muth (1961). Er zeigt, dass sehr einfache Annahmen
über Erwartungen und Erwartungsbildung meist ausreichend sind und aussagefähiger als kom-
plexe Theorien. Seine Definition lautet daher: „In order to explain fairly simply how expectations
are formed, we advance the hypothesis that they are essentially the same as the predictions of
the relevant economic theory.“ S. 315
Arbeit zitieren:
Michel Seeger, 2008, Neue Keynesianische Makroökonomie, München, GRIN Verlag GmbH
Dieser Text kann über folgende URL aufgerufen und zitiert werden:
Einbetten
DOI
Zentralbankunabhängigkeit und das Problem der Zeitinkonsistenz
VWL - Geldtheorie, Geldpolitik
Diplomarbeit, 109 Seiten
Erarbeitung einer Studie zur Anwendung spezifischer Führungsstile
BWL - Personal und Organisation
Studienarbeit, 34 Seiten
Ausgewählte Methoden der Unternehmensbewertung - Kritischer Vergleich ...
Seminararbeit, 20 Seiten
Transportökonomie - Regulierung, Deregulierung und Effizienz
Seminararbeit, 19 Seiten
Mitarbeiterführung und Führungsstile am Beispiel der xxx GmbH
BWL - Personal und Organisation
Diplomarbeit, 61 Seiten
Unternehmensbewertung auf Basis von M&A-Transaktionen
BWL - Investition und Finanzierung
Hausarbeit, 31 Seiten
Markteintritt und Wettbewerb durch neue Eisenbahnunternehmen im SPNV
Seminararbeit, 18 Seiten
Anwendungsmöglichkeiten eines situativen Führungsstils für junge (Nach...
Überlegungen zur praktischen A...
BWL - Unternehmensführung, Management, Organisation
Seminararbeit, 29 Seiten
Darstellung und Vergleich der DCF-Methode und der Ertragswertmethode
Bachelorarbeit, 48 Seiten
Grundzüge der klassischen und neoklassischen Makroökonomie
VWL - Makroökonomie, allgemein
Hausarbeit, 39 Seiten
Bedingungsloses Grundeinkommen
Eine kritische Auseinandersetz...
Politik - Politische Systeme - Politisches System Deutschlands
Hausarbeit (Hauptseminar), 15 Seiten
Die Christenheit in der altfranzösischen Chanson de Roland
Romanistik - Französisch - Literatur
Hausarbeit (Hauptseminar), 23 Seiten
Unternehmensbewertung nach dem Ertragswertverfahren und der DCF Method...
BWL - Unternehmensführung, Management, Organisation
Hausarbeit (Hauptseminar), 33 Seiten
Bedingungsloses Grundeinkommen
Eine Frage der sozialen Gerech...
Soziologie - Arbeit, Beruf, Ausbildung, Organisation
Essay, 10 Seiten
Probleme des Discounted Cash Flow Verfahrens in der Unternehmensbewert...
BWL - Investition und Finanzierung
Seminararbeit, 18 Seiten
Bedingungsloses Grundeinkommen
Diskussion der Vor- und Nachte...
BWL - Unternehmensethik, Wirtschaftsethik
Studienarbeit, 13 Seiten
Michel Seeger's Text Neue Keynesianische Makroökonomie ist nun auf dem Buchmarkt erhältlich
Michel Seeger hat den Text Neue Keynesianische Makroökonomie veröffentlicht
Michel Seeger hat einen neuen Text hochgeladen
New Keynesian Economics: Imperfect Competition and Sticky Prices
N. Gregory Mankiw, David Romer
New Keynesian Economics: Coordination Failures and Real Rigidities
N. Gregory Mankiw, David Romer
0 Kommentare