Gliederung
1. Einleitung. 3
1.1 Allgemeine Angaben zur Themenwahl. 3
1.2 Allgemeine Angaben zur Vorgehensweise. 4
1.3 Entwicklung der Ganztagsschule 4
1.4 Begründung für den Aufbau von Ganztagsangeboten 6
2. Hauptteil 7
2.1 Projekt StEG - Vorstellung, Zielsetzung und Vorgangsweise. 7
2.2.1. Ganztagsteilnahme und soziale Herkunft. 11
2.3 Urteile zur Ganztagsschule von Eltern und Lehrern. 12
2.3.1 Vorteile der Ganztagsschule 13
2.3.2 Nachteile der Ganztagsschule 13
2.3.3 Eltern an der Ganztagsschule. 14
3. Schluss 16
3.1. Resümee. 16
Literaturverzeichnis : 18
Internet:................................................................................................................. 18
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1. Einleitung
1.1 Allgemeine Angaben zur Themenwahl
Bei der vorgelegten Hausarbeit handelt es sich um eine Ausarbeitung des, im Sommersemester 2008 vorgetragenen, Referates zum Thema „Welche Kinder besuchen eine Ganztagsschule?“. Dieses Referat wurde im Rahmen des erziehungswissenschaftlichen Seminars „Ganztagsschule“ gehalten. Als Grundlage des Referates galten die Texte „Kinder und Jugendliche in Ganztagsangeboten“ von Ivo Züchner und „Wer nutzt Ganztagsangebote“ von Natalie Fischer. In der Ausarbeitung beziehe ich mich allerdings hauptsächlich auf den ersten Text „Kinder und Jugendliche in Ganztagsangeboten“, da ich diesen Text als Grundlage für meinen Teil des Referates genutzt hatte. An entsprechenden Stellen werde ich aber auch auf Auszüge des zweiten Textes „Wer nutzt Ganztagsangebote“ zu sprechen kommen.
Interessant wird sein, zu ersehen, welche Ergebnisse sich aus dieser Ausarbeitung schließen lassen und welche Ergebnisse man generell aus der aktuellen Situation in Deutschland in punkto Ganztagesangeboten schließen kann.
Der aktuellen Bildungsreform nach zu urteilen, müssen ja einige Defizite innerhalb des deutschen Schul- und Bildungssystems vorliegen und behoben werden. Durch, teils sehr kostspielige, Studien (beispielsweise StEG; darauf wird im weiteren Verlauf des Referates näher eingegangen) und weitere Aktivitäten, die erhoben werden, erhofft man sich nähere Informationen, wie dies in Zukunft zufrieden stellend geregelt werden kann.
Ziel der Ausarbeitung ist in erster Linie, aufzuzeigen, welche Kinder zurzeit eine Ganztagesschule besuchen, welcher Trend sich zum gegebenen Thema derzeit abzeichnet und welche Meinungen über Ganztagesangebote seitens der Eltern und der Lehrer bestehen. Dies dürfte vor allem für angehende Lehrer, die später sicherlich mit Ganztagesangeboten konfrontiert werden, eine interessante Sichtweise darstellen.
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1.2 Allgemeine Angaben zur Vorgehensweise
In der vorliegenden Ausarbeitung werde ich im Hauptteil zunächst das Projekt StEG vorstellen. Dabei handelt es sich um die „Studie zur Entwicklung von Ganztagsschulen“, die bereits 2005 begonnen wurde und voraussichtlich 2010 vollständig ausgewertet sein wird. Von der Auswertung erhofft man sich, dass man Erkenntnisse darüber erlangt, wie sich Ganztagesschulen in Deutschland entwickeln (werden), wie sie mit anderen Institutionen zusammenarbeiten und ineinander greifen und wie dies schließlich auf Bedingungsfaktoren, vor allem Merkmale ganztägiger Angebote, zurückzuführen ist.
In einem weiteren Schritt werde ich darlegen, welche Kinder und Jugendliche aktuell und vorrangig eine Ganztagesschule besuchen, warum dies der Fall ist und welche Faktoren dazu führen, dass vielleicht einige Kinder eher und andere Kinder (und deren Erziehungsberechtigte) weniger die schulischen Ganztagesangebote in Betracht ziehen.
Weiterhin möchte ich in dieser Ausarbeitung die Meinungen und Urteile von Eltern und Lehrern gegenüber Ganztagesschulen benennen (sowohl Vor- als auch Nachteile) und damit verbunden die Faktoren, die zu diesen Meinungen führen. Abschließend werde ich in einem Resümee zu den Ergebnissen Stellung nehmen, die ich während der Referatsvorbereitung aber auch der Arbeit an der Ausarbeitung gemacht habe.
1.3 Entwicklung der Ganztagsschule
Im Vergleich zu anderen europäischen Ländern war die Schule in Deutschland traditionell als Halbtagsschule angelegt. Die Grundlage zu dieser Schulform lässt sich im 19. Jahrhundert finden. Die allgemeine Schulpflicht für alle Kinder, die festgelegt wurde, konnte lediglich als Halbtagsschule durchgesetzt werden, um es den Kindern nach wie vor zu ermöglichen, am Nachmittag auf dem Feld, im Haushalt oder dem Betrieb mitzuarbeiten und damit die Eltern zu unterstützen. Im Gegensatz dazu wurde zeitgleich in anderen Ländern, zum Beispiel in England und Frankreich, absichtlich die Schulform der Ganztagsschule eingeführt, um damit die Kinderarbeit zu reduzieren beziehungsweise ganz abzuschaffen. Heutzutage haben sich die Gründe für das Entstehen und Ausbauen von Ganztagsschulen komplett verändert: Statt der Abschaffung von Kinderarbeit steht
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hier die Kinderbetreuung von Kindern berufstätiger Eltern an erster Stelle. Gefordert wurde/wird ein „familienpolitisches und pädagogisches Gesamtkonzept“1, das die unterschiedlichen Bereiche, Betreuung einerseits und kindgerechtes Förder- und Freizeitprogramm andererseits, zusammenführt.
Das Konzept Ganztagsschule hat in den letzten Jahren in Deutschland deutlich an Akzeptanz gewonnen. Nicht zuletzt liegt dies an den alarmierenden PISA-Ergebnissen. Die Ganztagsschule hat hierin ein höheres, öffentliches Bewusstsein und mehr Aufmerksamkeit bekommen. Sie wird als große Chance für die Verbesserung der Bildungsmöglichkeiten von Kindern und Jugendlichen gesehen. Die Ganztagsschule ist der Ort, an dem Schülerinnen und Schüler mit mehr Zeit, besseren Angeboten sowie durch unterschiedlichste Fachkräfte sinnvoller gefördert, gefordert und betreut werden können.
„Anfang der 80er Jahre tauchte (…) zum ersten Mal (…) der Begriff Volle Halbtagsgrundschule auf (…). Jedoch erst der gesellschaftliche Druck aus den jungen Familien Anfang der 90er Jahre löste neue Aktivitäten aus, die zunächst jedoch nicht in Richtung Halbtagsgrundschule führten, sondern zu der Einrichtung von Betreuungsangeboten in außerschulischer Trägerschaft“.2 Durch das Streben nach Ganztagsschulen soll erreicht werden, dass außerschulische Betreuungsangebote, wie sie zum Beispiel im Hortbereich bestehen und nur für eine geringe Anzahl an Kindern aus unterschiedlichen Gründen nutzbar ist, zurückgehen und eine geregelte Anwesenheit und Förderung aller Kinder durch Schulbesuch und anschließender Ganztagsmöglichkeit sichergestellt ist. „Die Grundschule soll so kindgerechter und familienfreundlicher werden. Mit längeren und regelmäßigeren Schulzeiten für alle Kinder (…) soll die Grundschule sowohl den veränderten Lebensbedingungen den heranwachsenden Kindergeneration als auch den familienpolitischen Bedürfnissen besser gerecht werden“.3 „Ergänzende Angebote über den Vormittagsunterricht hinaus in Form von Hausaufgabenbetreuung, kreativ-sportlichen Angeboten oder von Freizeitaktivitäten wurden bislang in organisierter Weise nur von der anteilig kleinen Gruppe der
1 vgl. Burk, S.IV Mitte (aus der Einleitung)
2 vgl. Burk, S.IV unten (aus der Einleitung)
3 vgl. Burk, S.V (aus der Einleitung)
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Arbeit zitieren:
Inka Lucht, 2009, Ganztagsschule - Welche Kinder besuchen eine Ganztagsschule?, München, GRIN Verlag GmbH
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