Inhalt
Einleitung 3
Einf ührung in die Themenstellung, Verständigung über das Seminarkonzept und die
Arbeitsweise 3
Unsere Erde und unser eigener Sachunterricht 6
20.Oktober 2008 Eigene Fragen an das Buch zu den Seminarthemen 4, 5, 6 9
27.Oktober 2008 Welches Wissen sollen Kinder erwerben?- am Beispiel „ Unsere Erde für
Kinder “ 11
3. November 2008 Können/sollten sich die Kinder heute mit den Fragen, die in der
Publikation angesprochen werden, schon beschäftigen? 13
10 November 2008 Wie lässt sich die Beschäftigung mit den angesprochenen Themenfeldern
begr ünden? (Stark Bezugnehmend auf das Thema Heimatbegriffe) 15
Der etwas andere erste Schultag in einer Dortmunder Grundschule In dieser Klasse gibt es
kein deutsches Kind mehr (Zeitungsartikel) 18
17. November 2008 Wie lässt sich die Beschäftigung mit den genannten Themenfeldern
begr ünden? (Fortsetzung) 18
Ein paar Flügel für Schulen- Schulen im Rampenlicht (Zeitungsartikel ) 23
24.November 2008 Kinderwissen und Lehrerwissen als Element des didaktischen Konzepts25
01.Dezember 2008 Problemorientierung - Fachlichkeit - Interdisziplinarität 27
Artikel 13 der UN Kinderrechtskonventionen 30
08. Dezember 2008 Unsere Fragen zum Seminartagebuch und zum Seminar 30
Keine Noten, kein Sitzenbleiben, zwei Einschulungstermine (Zeitungsartikel) 33
15. Dezember 2008 Beschäftigung mit der Frage inwieweit eine Bildung für eine nachhaltige
Entwicklung schon in der Praxis existiert. 37
05. Januar 2009 Kontexte für den Wissens- und Kompetenzerwerb oder Sinnvolle Kontexte
f ür den Wissenserwerb 40
19. Januar 2009 Was sollen die Kinder aus dem Sachunterricht mitnehmen? 43
Aufsatzdiskussion Teil 1 46
Aufsatzdiskussion Teil 2 50
Seminarreflexion 55
Literaturverzeichnis. 60
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Einleitung
Ich heiße Carola Willner und dieses ist ein Seminartagebuch, das ich aufgrund des von mir besuchten Seminares „Unsere Erde für Kinder“ geschrieben habe. Ich möchte Grundschullehrerin für Deutsch und Sachunterricht werden. Begleitend zu meiner Sachunterrichtsvorlesung in meinem ersten Semester für den B.A. Lehren und Lernen an der Leuphana Universität Lüneburg besuchte ich also dieses Seminar, in dem wir über unterschiedliche Bildungsprozesse im Sachunterricht gesprochen haben. In diesem Seminartagebuch halte ich meine Gedanken und Ideen fest, die mir vor, während und nach den Seminarsitzungen kamen. Es geht in dieser Prüfungsleistung darum, zu erkennen, dass ein Lernprozess während des laufenden Semesters stattfand. Alle Einträge sind unmittelbar nach dem Seminar entstanden und wurden deshalb inhaltlich nicht noch einmal überarbeitet, da die an dem Tag aktuellen Einflüsse wichtig für die Bildung einer Meinung oder eines Standpunktes sind. Zu jeder Sitzung habe ich eine Reflexion geschrieben (durch einen Kasten erkenntlich gemacht), die wiedergibt, was ich persönlich aus dieser Sitzung mitgenommen habe, womit ich mich noch nach dem Seminar beschäftigt habe oder welche Fragen sich für mich beim späteren Überdenken noch ergaben. Im Anschluss an alle Sitzungen wird eine komplexe Seminarreflexion stehen, in der ich das ganze Seminar reflektiere und meinen Arbeitsprozess beschreibe. Des Weiteren werden zwei Texte aus unserem Reader diskutiert und bearbeitet, die sich mit den unterschiedlichen Themen des Seminars beschäftigen.
06. Oktober 2008
Einführung in die Themenstellung, Verständigung über das Seminarkon-zept und die Arbeitsweise
In dem heutigen ersten Seminar haben wir uns mit dem Titel des Seminars beschäftigt. Was bedeutet dieser Titel? Auf welche unterschiedlichen Arten kann man den Titel verstehen? Bedeutet es, wie verstehen Kinder die Welt, oder wie erklärt man den Kindern die Welt? Mit welchen Themen der Erwachsenenwelt sollten Kinder schon konfrontiert werden und wie kann man sie für Kinder verständlich erklären?
Wir hatten viele Ideen, wovon ich einige jetzt aufgreifen möchte. Unter dem Titel kann man verstehen, dass man den Kindern den täglichen Umgang mit der Erde verdeutlicht und dass auch die Kinder täglich mit der Erde zu tun haben. Man könnte z.B. mit Kindern den Wasserkreislauf der Natur erarbeiten. Andere Stimmen des Seminars verstanden unter dem Titel, dass wir, die jungen Erwachsenen von heute, an die Nachhaltigkeit denken sollen. Wir sollen
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den Kindern "unsere" Erde so hinterlassen, dass auch sie ihren Kindern die Erde hinterlassen können. Somit käme man auf das Thema Umwelt, Umweltschutz und wie wichtig es ist, dass man den Kindern erklärt, dass sie selbst dazu beitragen können. Viele Stimmen beschäftigten sich aber damit, wie Kinder die Welt sehen und erkunden, doch fast in der gesamten Diskussion wurde nie darüber nachgedacht, wie wir die Welt eigentlich wahrnehmen oder wahrgenommen haben als Kinder.
Wir haben heute außerdem über grundlegende Fragen diskutiert, worauf man achten muss, wenn man Kindern Sachverstände erklärt. Vergleicht man die Wissensstände von Kindern und Erwachsenen wird man mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit große Unterschiede nachweisen können. Kinder sind äußerst wissbegierig und hinterfragen alles, was sie grade sehen, und was sie noch nicht kennen. Ein Beispiel einer Seminarteilnehmerin verdeutlichte uns, dass Kinder ihr Wissen häufig aus selbst hergeleiteten Theorien, sogenannten All-tagstheorien, ziehen. (Genanntes Beispiel: Das Kind fragt: "Was sind das für weiße Streifen hinter dem Flugzeug da am Himmel? - Ach ich weiß schon, die Kochen da oben.") Zum Teil fragen sie immer weiter („Und warum?"), bis auch wir Erwachsenen keine Antwort mehr darauf wissen. Das suchen einer eigenen Antwort ist die Schaffung einer Alltagstheorie. Diese sind keineswegs immer richtig, doch helfen sie den Kindern, sich selbst die Welt zu erklären. Solche Alltagstheorien gibt es in vielen Themengebieten und auch nicht nur bei Kindern. Viele Erwachsene machen sich nicht die Mühe, eine Problematik zu hinterfragen, sondern erklären sie sich selbst, mit für sie plausibel erscheinenden Antworten. Es hätte sehr wenig Sinn, wenn wir den Kindern versuchen die Welt mit komplizierten physikalischen oder mathematischen Gesetzen zu erklären. Wir fragten uns also im Seminar, wie wir den richtigen Weg für die Erklärungen gehen können. Wie kann man den Kindern den Zugang zu Wissen ermöglichen, ohne dass man die Kindertheorien einfach zerstört und dadurch die Kinder demotiviert werden?
Es gibt keinen roten Faden, keine Formel und kein Rezept, wie man Unterricht macht. Vielmehr ist es wichtig, sich selbst zu finden, zu verstehen, wieso grade diese Themen im Sachunterricht unterrichtet werden und nicht andere. Man muss den Sinn des Faches Sachunterricht verstehen und mit Ideen und Kreativität den Unterricht gestalten. Wir lernen im Laufe unseres Studiums und innerhalb des Seminares zu begreifen, wieso das Fach Sachunterricht für Kinder in der Grundschule so wichtig ist, wieso bestimmte Themen behandelt werden sollten und wie wir die passenden und geeigneten Themen für unsere Klassen herausfiltern können. In unserem späteren Beruf haben wir eine enorme Verantwortung den Kindern und deren Eltern gegenüber, da ein Mensch im Kindesalter extrem aufnahmefähig ist. Wegen dieser großen
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Verantwortung ist es wichtig, dass wir verstehen, wieso wir unseren Unterricht so gestalten, dass die Kinder mit Spaß beim Wissenserwerb dabei sind.
13. Oktober 2008
Unsere Erde und unser eigener Sachunterricht
Unser heutiges Seminar begann mit einer Ansammlung von Themen, an die wir Seminarteilnehmer uns noch aus unserem eigenen Sachunterricht erinnerten. Die Themen waren sehr weit gefächert von Tieren in verschieden Lebensräumen, zu Obst und Verkehrserziehung. Wir fanden bald raus, dass es sinnvoll ist, in einigen Bereichen ganz bestimmte Themen anzusprechen, z.B. bei den Obstsorten die Banane mit den Kindern zu besprechen, da man hier Themen wie die Ökologie oder den Hafen miteinander verknüpfen kann. Unsere Aufgabe als angehende Lehrer ist es nicht nur, Kindern bestimmtes, ausgesuchtes Wissen zu vermitteln, sondern auch, die Kinder an ein lebenslanges Lernen heranzuführen. Hierbei müssen auch verschiedene kulturelle Sichtweisen und die unterschiedlichen Erlebnisse und Erfahrungen der Kinder mit berücksichtigt werden.
Wir fanden außerdem während der Diskussion heraus, dass wir die soziale Komponente in unserer Themenansammlung nicht beachtet und komplett übergangen haben. Natürlich ist es von größter Wichtigkeit, den Kindern auch zu erklären, dass es verschiedene kulturelle und soziale Umfelder gibt, in denen ihre Mitschüler aufwachsen. So erlernen die Kinder nicht nur Wissen, sondern auch den sozialen Gedanken und somit die Fähigkeit, Rücksicht auf andere Kinder in unserer Gesellschaft zu nehmen.
Auch die Erziehung und Bildung der Eltern kann sehr mannigfaltig sein, was für den Wis-senstand und die Bildung der Kinder durchaus eine Rolle spielt. Unser Studium und auch das Seminar sind dazu da, dass wir als angehende Lehrer nicht nur unser bereits vorhandenes Wissen und unsere bewährten Praktiken und Deutungen sog. All-tagstheorien in der Schule anwenden, sondern dieses mit den sog. Wissenschaftstheorien erweitern und verbinden. Wissenschaftstheorien sind durch empirische Studien entstandene und belegbare Theorien, also nachgewiesene Sachverhalte. Um sie anwenden zu können, ist es wichtig, nie zu vergessen, was man im Studium lernt, denn diese Theorien basieren auf Forschungsergebnissen, Studien, neuen Entwicklungen und erweitern den eigenen Horizont. Die-
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se Ergebnisse helfen einem, die Alltagstheorien zu reflektieren und damit über das hierzu ent-standene Bild nachzudenken.
Man muss sich also als Lehrer stets auf dem neusten Stand halten, damit die Wissenschafts-theorien nicht veralten. Die Wissenschaftstheorien sind im Prinzip die Grundlage des Sachunterrichts. Sie begründen wissenschaftlich, wieso welches Thema in der Grundschule mit den Kindern be- und erarbeitet wird. Es ist elementar wichtig, dass wir uns eigene theoretische Begründungen mit Hilfe der Kombination von Alltags und Wissenschaftstheorien bilden. Doch genau hier liegt das Problem. Wie in dem Text von Ute Stoltenberg und Jasmin Godemann 1 erläutert wird, mangelt es in Deutschland immer mehr an der eigenen Reflexion der Lehrkörper über ihren Unterricht. Dies hat zur Folge, dass der Unterricht stagniert und veraltet. Grund hierfür ist, dass die Lehrer, trotz ihres Studiums, wieder auf die Alltagstheorien zurückgreifen, die sie selbst erfahren haben. Das Fazit und der entscheidende Punkt liegt darin, Alltags- und Wissenschaftstheorien miteinander zu verbinden, um einen erfolgreichen Unterricht gestalten zu können.
Es gibt viele verschiedene Methoden, den Kindern Wissen beizubringen. Man kann mit Ihnen, um nur einiges zu nennen, z.B. basteln, einen Text schreiben, Ausflüge machen, Blätter sammeln, frei arbeiten, Versuche machen, beobachten, Frontalunterricht machen, spielen, auswendig lernen.
Welche Methode am Besten ist, kann man nicht pauschal sagen, denn es ist wichtig, die Methode zum Thema passend zu wählen. Häufig wird hier auf eine Alltagstheorie zurückgegriffen („Wir müssen Blätter sammeln gehen, weil das am Anschaulichsten ist“). Um zu entscheiden, welche Methoden den Kindern die Unterrichtsstoffe zugänglich machen, kann man auf Wissenschaftstheorien zurückgreifen. So kann man seine Entscheidung wissenschaftlich belegen und kann den Kindern bestimmte Kompetenzen beibringen. Egal welche Methoden man wählt, man sollte den Kindern möglichst häufig den Anreiz dazu geben, dass sie sich selbst Wissen aneignen wollen, ihnen also schon früh zeigen, dass ein lebenslanges Lernen wichtig ist und eigentlich nur funktioniert, wenn es von ihnen aus geht.
1 Godemann, 2004 (Literaturverzeichnis Nr. (3))
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20.Oktober 2008
Eigene Fragen an das Buch zu den Seminarthemen 4, 5, 6
Im heutigen Seminar beschäftigten wir uns mit dem Buch „ Unsere Erde. Für Kinder die die Welt verstehen wollen.“ Wir hatten die Möglichkeit, einen Fragenkatalog mit Hilfe der Fragestellungen der nächsten drei Seminartitel zu entwickeln. Die Fragestellungen lauten wie folgt:
• Welches Wissen sollen Kinder erwerben?
- am Beispiel „Unsere Erde für Kinder“
• Können/sollten sich die Kinder heute mit den Fragen, die in der Publikation angesprochen werden, schon beschäftigen?
• Wie lässt sich die Beschäftigung mit den angesprochenen Themenfeldern begründen?
Wir verdeutlichten uns zuerst einmal, welche Stärken das Buch in unseren Augen hat. Durch anschauliche Experimente und kurze, verständliche Zusammenfassungen sowie weit gefächerte und dabei gut verknüpfte Themen ist dieses Buch in unseren Augen durchaus unterrichtstauglich. Es stellte sich uns allerdings die Frage, ob einige Themen für Grundschulkinder nicht schon zu weit gehen. Das Buch ist sehr darauf bezogen, auf den späteren weiterführenden Unterricht vorzubereiten. Das Interesse der Kinder am Lernen soll geweckt werden, so dass sie Spaß am Entdecken der Welt und am Wissensaneignen entwickeln. Wir finden, dass das Buch es schafft, den Kindern selbstständiges Lernen beizubringen und Verknüpfungen zwischen verschiedenen Themen herzustellen. Dieses Buch ist außerdem sehr gut geeignet, für Eltern, die ihren Kindern auf Fragen, die die Welt betreffen eine anschauliche Antwort geben wollen.
Da das Buch auf naturwissenschaftlichen Grundzügen gebaut ist, haben wir unseren Kritikpunkt, der fehlenden sozialen Komponente, wie z.B. unterschiedliche Kulturen, aber auch der Körpererziehung oder der Gesundheit und Ernährung recht früh wieder zurückgezogen. Wir sind zu dem Schluss in unserer Gruppe gekommen, dass es nicht darum geht, dass die Kinder alles zu 100% verstehen, was in dem Buch thematisiert wird, sondern dass sie ledig-
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lich ein Verständnis für die in den weiterführenden Schulen unterrichteten naturwissenschaftlichen Fächer entwickeln.
2 Godemann, 2004, (Literaturverzeichnis Nr. (3))
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27.Oktober 2008
Welches Wissen sollen Kinder erwerben?- am Beispiel „ Unsere Erde für
Kinder“
Wir haben uns mit der ersten Fragestellung aus dem letzen Seminar beschäftigt 3 und haben einige der von uns entwickelten Fragen behandelt.
Ziemlich schnell bemerkten wir, dass viele Erwachsene dazu neigen, Fragen von Kindern mit „abgespecktem Wissen“ zu beantworten. Dieses entsteht, wenn Menschen eine Antwort bekommen, mit der sie eigentlich nichts anfangen können, weil kein wirkliches Wissen dahinter steckt. Dieses „abgespeckte Wissen“ geben sie allerdings weiter, was sich natürlich negativ bemerkbar macht.
Das Buch zielt darauf aus, dass Kinder Wissen erwerben, welches auf ihr eigenes schon vor-handenes Wissen aufbaut und sie das eigene Wissen besser verstehen lässt. Sie sollen lernen Verknüpfungen mit ihrem Alltagswissen herzustellen, um die Welt komplexer sehen zu können. Kinder sollen außerdem Wissen über verschiedene Kulturen erlernen, aber auch sich selbst und die Gesellschaft, in der sie leben, besser verstehen. Wenn die Kinder das Buch alleine oder mit ihren Eltern gelesen haben, sollten sie bestimmte Kompetenzen erlangt haben z.B. selbstständiges Erarbeiten, selbstständiges Lernen und eigenständiges Verknüpfen verschiedener Sachverhalte. Menschen entwickeln Kompetenzen, um eine Fähigkeit zu erlangen. Kompetenzen sind immer für etwas gut, es gibt keine Allgemeinkompetenz. Jedoch gibt es wichtige Schlüsselkompetenzen, die jeder Mensch beherrschen sollte z.B. die Kompetenz Texte zu verstehen, Lesekompetenz, Infos einzuholen und auszuwerten, Zusammenarbeit mit anderen Menschen etc. Eine Kompetenz ist das Zusammenwirken von Einstellung, Fähigkeiten und Gefühlen, um eine Aufgabe zu meisten. Dabei ist es nur möglich, Kompetenzen zu erwerben, wenn Wissen angewendet wird. Dies kann z.B. in Form von Projekten aber auch von Übungen sein.
Das Buch „Unsere Erde für Kinder“ soll den Kindern helfen, freiwillig mehr Interesse am Verstehen und am „mehr wissen wollen“ zu entwickeln. Es bringt den Kindern nicht stumpf Sachverhalte bei, sondern gibt ihnen Denkanstöße, die sie selbst weiterführen können und die sie mit Hilfe des Buches beantworten können. Wissen ist ein Zusammenspiel von Orientierungswissen, Sachwissen und Handlungswissen. Das Orientierungswissen ist von großer Wichtigkeit. Es ist das Wissen, das einem hilft, einzuschätzen, was es bedeutet, etwas zu wis- 3 SieheSeminareintrag vom 20. Oktober 2008
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sen z.B. „Was bedeutet es, Strom zu haben?“ Man beschäftigt sich ganz von allein damit, man ist involviert und muss sich nicht aktiv damit beschäftigen. Das Handlungswissen besteht aus den Gestaltungsmöglichkeiten der Wissensaneignung und der Wissensnutzung. 4 Man muss ganz dringend Wissen von Bildung trennen. Diese beiden Begriffe hängen zwar eng zusammen, sind aber nicht das Selbe. Bildung bedeutet nicht, viel zu wissen, sondern im Leben zurechtzukommen. Ein Bildungsverständnis muss allerdings jeder Mensch für sich selbst entwickeln. Hierzu zählt das eigene Verständnis, das man davon hat, wie ein Mensch nach der Schule in den Beruf starten soll. Was soll er gelernt haben? Wie soll er sich verhalten? Welche Kompetenzen sollte er erlangt haben?
Kinder sollten früh verstehen, dass sie nicht für die Schule, sondern für das Leben lernen. Verschiedene Ereignisse sollen für Kinder Gründe bieten, ein eigenes Verständnis für Bildung zu entwickeln. Wenn das frühzeitig geschieht, bilden sich auch schon Kinder ein Verständnis darüber, was sie im Leben erreichen wollen.
Bildungspolitik sollte immer so stattfinden, dass ein Individuum die Möglichkeit hat, sich immer weiterzuentwickeln.
4 Kahlert, 2001 (Literaturverzeichnis Nr. (5))
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Arbeit zitieren:
Carola Willner, 2009, Seminartagebuch und Lernprozessentwicklung für ein Seminar im Sachunterricht, München, GRIN Verlag GmbH
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