INHALTSVERZEICHNIS
1 EINLEITUNG 3
2 „GEGENWART DER BILDENDEN KUNST. ERZIEHUNG ZUM BILDNERISCHEN DENKEN“3
2.1 GEGENWART DER BILDENDEN KUNST. 3
2.1.1 Überblick über die Kunst 3
2.1.2 Der Wandel in der Darstellung von Plastiken 4
2.1.3 Die Gestaltungsprinzipien der Gegenwart. 6
2.2 ERZIEHUNG ZUM BILDNERISCHEN DENKEN 9
2.2.1 Voraussetzungen für den Kunstunterricht 10
2.2.2 Pädagogische Forderungen für den Kunstunterricht. 11
2.2.3 Kunstbetrachtung im Unterricht 13
2.2.4 Das bildnerische Denkvermögen der Kinder - Die Zeichen der Kinder. 14
2.3 DIE PRAXIS DES UNTERRICHTENS. 15
2.4 DIE GESTALTUNGSPRINZIPIEN IM UNTERRICHT 16
2.4.1 Das Problem des Raumes. 16
2.4.2 Abstraktion und Konkretion 16
2.4.3 Dynamisches Gleichgewicht 17
2.4.4 Autonomie der Ausdrucksmittel. 17
3 ABSCHLIEßENDE BETRACHTUNG 18
4 QUELLE-N UND LITERATURVERZEICHNIS 20
2
1 Einleitung
1959 veröffentlichte Reinhard Pfennig seine kunstpädagogische Konzeption von Kunstunterricht in dem Buch „Bildende Kunst in der Gegenwart - Analyse und Methode“. 1964 erschien eine zweite Fassung unter dem Titel „Gegenwart der bildenden Kunst. Erziehung zum bildnerischen Denken“. Dieses Buch war nicht nur eine zweite Fassung des 1959 erschienen Werkes, sondern enthielt völlig neue Überlegungen. Diese Überlegungen beschreibt Pfennig in seinem Vorwort zur vierten Auflage aus dem Jahr 1970. So war zum einen die Frage neu, welche kunstpädagogische Relevanz die bildende Kunst der Gegenwart hat, wobei der Weg von der Analyse zur Methode ging. Es ging also darum zu untersuchen, welche pädagogische Bedeutung die Gegenwartskunst für die Erziehung zum bildnerischen Denken hat. Zum zweiten forderte Pfennig einen verbindlichen Kunstunterricht mit kontrollierbaren Lernleistungen, wobei die Einheit von Machen, Sehen und Sagen im Zentrum des Lerngeschehens stand. Die dritte neue Überlegung war die Zielvorstellung. Denn Ziel des Kunstunterrichts war es nun die Schülerinnen und Schüler zum bildnerischen Denken zu befähigen. Sie so an die Kunst heranzuführen, dass sie selbst künstlerisch tätig sein konnten und zum anderen sich über Kunst äußern können.
2 „Gegenwart der bildenden Kunst. Erziehung zum bildnerischen Denken“
Das Buch ist in folgende drei Abschnitte unterteilt:
1. Gegenwart der bildenden Kunst 2. Erziehung zum bildnerischen Denken 3. Praxis des Unterrichtens
2.1 Gegenwart der bildenden Kunst
2.1.1 Überblick über die Kunst
der Werke von Giotto und Cézanne. Der elementarste Aspekt dieser Wandlung besteht für Pfennig in der Reduktion, der Besinnung auf das Wesentliche, Ursprüngliche und Elementare. Die Reduktion ist quasi das Zeichen der Gegenwart. 1 So zitiert Pfennig Cézanne: „Alles in der Natur modelliert sich wie Kugel, Kegel und Zylinder.“ und verdeutlicht damit den zentralen Kern der Entwicklung in der Kunst und der Wandlung des Denkens, nämlich die Hinwendung zur Reduktion. 2
Jedoch ist es nicht nur die Reduktion, die den Wandel ausmacht, sondern es folgen sechs weitere Aspekte, an denen Pfennig den Wandel markiert. N Die Autonomie der Ausdrucksmittel N Das Material und der Werkvorgang N Das Raumproblem N Die bildnerische Struktur N Die Reduktion und Integration N Die Verhaltensstruktur des Menschen 3
Besonders eindrucksvoll beschreibt Pfennig den Wandel, der in der Arbeit mit Plastiken stattgefunden hat. Die Plastiken der Gegenwart haben einen neuen Raum entdeckt und für sich genutzt. Künstler der Gegenwart suchten nach Möglichkeiten mehr als nur den reinen Gegenstand darzustellen. Sie wollten den Prozess ihres Schaffens sichtbar machen. Das Ziel war die Darstellung von Raum und Zeit. Dieses Raumproblem, das sich aus der Schwierigkeit der gemeinsamen Darstellung von Raum und Zeit ergab, sieht Pfennig als eines der wesentlichen Problemlösungen an und ursächlich dafür, weshalb sich die Kunst und ihre Ausdrucksformen so drastisch wandelten.
2.1.2 Der Wandel in der Darstellung von Plastiken
1 Vgl. Pfennig, „Gegenwart der bildenden Kunst. Erziehung zum bildnerischen Denken.“; S.10ff
2 Vgl. Pfennig, „Gegenwart der bildenden Kunst. Erziehung zum bildnerischen Denken.“; S.12
3 Vgl. Pfennig, „Gegenwart der bildenden Kunst. Erziehung zum bildnerischen Denken.“; S.14ff
4 Pfennig, „Gegenwart der bildenden Kunst. Erziehung zum bildnerischen Denken.“; S.16
4
Anders verhält es sich bei der Plastik von Lehmbruck. Hier ist es die neue Art der Raumbildung, die zum Ausdruck kommt. Nicht nur die Figur an sich macht die Plastik aus, sondern zudem der (Hohl-)Raum, der sich durch die Anordnung der Figur bildet. Eine bis dato ungenutzte Form der Raumbildung und Raumgewinnung.
5
2.1.3 Die Gestaltungsprinzipien der Gegenwart
Um die zuvor erwähnten Aspekte zu verdeutlichen, vertieft er diese im nächsten Kapitel „Die Gestaltungsprinzipien der Gegenwart“.
Hierzu zählt Pfennig folgende Prinzipien:
N Der Raum N Durchdringung und Transparenz N Abstraktion und Konkretion N Dynamisches Gleichgewicht N Autonomie der Ausdrucksmittel N Strukturen - Formung und Verwandlung
Der Vorgang des Machens 6 Zur Darstellung dieser Prinzipien zieht der Autor Malereien von Delaunay bis K.O. Götz heran. Besonders bemerkenswert ist die Darstellung der Entwicklung des Malers Mondrian. Dieser widmet Pfennig große Aufmerksamkeit. Mondrians beeindruckende Entwicklung veranschaulicht Pfennig anhand von 14 Malereien von 1909 bis 1944.
5 Pfennig, „Gegenwart der bildenden Kunst. Erziehung zum bildnerischen Denken.“; S.17
6 Vgl. Pfennig, „Gegenwart der bildenden Kunst. Erziehung zum bildnerischen Denken.“; S.22ff
6
Arbeit zitieren:
Anna Pfeilsticker, 2009, Reinhard Pfennig: "Gegenwart der bildenden Kunst. Erziehung zum bildnerischen Denken", München, GRIN Verlag GmbH
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