Inhalt
1. EINLEITUNG 3
2. GRUNDLAGEN DES SPIELS 4
2.1. BEGRIFFSBESTIMMUNGEN 4
2.2. MERKMALE DES SPIELS. 4
3. KLEINE SPIELE UND BEWEGUNGSSPIELE 5
3.1. MERKMALE DER KLEINEN SPIELE UND BEWEGUNGSSPIELE 5
3.1.1. Merkmale der Kleinen Spiele. 6
3.1.2. Merkmale der Bewegungsspiele 6
3.2. VERGLEICH KLEINER SPIELE UND BEWEGUNGSSPIELE. 7
3.2.1. Gemeinsamkeiten. 7
3.2.2. Unterschiede. 7
3.3. SYSTEMATISIERUNGEN DER BEWEGUNGSSPIELE 8
3.3.1. Systematisierung nach Dietrich. 8
3.3.2. Systematisierung nach Landau Maraun 9
4. POTENTIALE VON BEWEGUNGSSPIELEN. 9
4.1. SPIELPOTENTIALE. 9
4.2. LERNPOTENTIALE IM BEREICH DES SPIELE ERFINDENS 10
4.3. POTENTIALE IN VERSCHIEDENEN ALTERSSTUFEN. 11
5. SCHULE UND SPORTUNTERRICHT 11
5.1. BEWEGUNGSSPIELE IM SPORTUNTERRICHT 12
5.2. SPIELEN UND LERNEN 12
5.3. SPIELBEDINGUNGEN 13
6. SCHLUSSBEMERKUNGEN 14
7. LITERATURVERZEICHNIS 15
8. INTERNETQUELLEN 15
9. ABBILDUNGSVERZEICHNIS 15
2
1. Einleitung
Das Spielen mit etwas, als etwas und um etwas und der damit verbundene Bereich der Bewegungsspiele und der Kleinen Spiele, ist ein sehr weit gefächertes Themengebiet. Es gibt dazu schon viele umfangreiche Sammlungen, theoretische Ansätze, Beiträge und Veröffentlichungen.
Diese Spiele sind sehr beliebt und werden in den verschiedensten Bereichen und Altersstufen eingesetzt. Neben dem Freizeit- und Breitensport, in Rehabilitation und Behindertensport, im Training von Leistungssportlern und im Vorschulbereich finden Bewegungsspiele vor allem in der Schule Verwendung (vgl. Döbler, 1998, S. 21 ff.). In ihnen steckt dabei hohes Potential in Bezug auf die Entwicklung von Kindern und Jugendlichen, welches jedoch nur selten und meist nicht effektiv genug durch die (Sport-)Lehrer genutzt wird. Ich möchte mich deshalb nun speziell mit folgender Frage beschäftigen: „Wie kann es im Rahmen von Schule und Sportunterricht gelingen, die Potentiale von Bewegungsspielen und Kleinen Spielen optimal zu nutzen?“
Grund für die Auswahl genau dieser Fragestellung ist sowohl die, in meinen Augen, hohe Bedeutung für die Praxis von Sportlehrern, als auch die wichtige Rolle, die die Spiele in der Entwicklung der Schüler spielen können. Der Wert, den die Bewegungsspiele und Kleinen Spiele besitzen, wird dabei häufig zu gering geschätzt. Die Spiele haben oftmals nur eine Randstellung, werden also als Lückenfüller oder Belohnung am Ende der Stunde gebraucht (vgl. Dietrich, 1980, S. 13). Andererseits findet eine »Verzweckung« statt, das heißt die Kleinen Spiele werden „zielorientiert im Unterrichtsverlauf untergebracht und dort für andere Zwecke funktionalisiert, was ihnen [..] ihren Eigenwert und -sinn nimmt“ (Lange & Sinning, 2008, S. 342).
Im Folgenden werde ich mich der Fragestellung zunächst theoretisch nähern. Nachdem ich kurz auf das Spielen an sich eingehe, möchte ich die Bewegungsspiele und Kleinen Spiele genauer betrachten und systematisieren. Im Anschluss versuche ich darzulegen, welche Potentiale in den Spielen stecken und welche Möglichkeiten es in der Schule gibt, sie zur Entfaltung zu bringen. Im letzten Teil werde ich die gewonnen Ergebnisse in den Schlussbemerkungen noch einmal zusammenfassend darstellen.
3
2. Grundlagen des Spiels
Bevor ich weiter auf die in der Einleitung aufgeworfene Fragestellung eingehe, möchte ich einen kurzen Überblick darüber geben, was Spiele überhaupt sind und welche Merkmale sie auszeichnen.
2.1. Begriffsbestimmungen
Für das Spiel im engeren Sinne gibt es in der Literatur eine Vielzahl an Definitionen von Autoren verschiedenster Epochen. Sie weisen dabei sowohl Gemeinsamkeiten, als auch erhebliche Unterschiede auf. Die Inhalte der Definitionen sind dabei abhängig von der Zeit und der Gesellschaft, in der die Autoren lebten, der einzelnen Sichtweise, sowie des Blickwinkels. Auch eine Unterscheidung zwischen Erwachsenenspiel und Kinderspiel kann hier vorgenommen werden (vgl. Brinckmann & Trees, 1994, S. 16).
Exemplarisch möchte ich hier die Definition des niederländischen Kulturanthropologen Johan Huizinga (1956, S. 37) aufführen:
„Spiel ist eine freiwillige Handlung oder Beschäftigung, die innerhalb gewisser festgesetzter Grenzen von Zeit und Raum nach freiwillig angenommenen, aber unbedingt bindenden Regeln verrichtet wird, ihr Ziel in sich selber hat und begleitet wird von einem Gefühl der Spannung und Freude und einem Bewusstsein des »Anderseins« als das »gewöhnliche Leben«.“
2.2. Merkmale des Spiels
In Huizingas Definition findet man einige der folgenden Merkmale wieder, die viele spieltheoretische Ansätze gemeinsam haben und damit kennzeichnend für das Spiel an sich sind (vgl. Lange & Sinning, 2008, S. 346 ff.):
- Zweckfreiheit: „Bei Spielen ist die Tätigkeit selbst das Ziel, nicht das daraus entstehende Produkt“ (Brinckmann & Trees, 1994, S. 16). Damit erfüllen sie keinen außerhalb ihrer selbst liegenden Zwecke.
- Freiwilligkeit: Motivation und Freiwilligkeit sind Grundvoraussetzungen für das Zustandekommen eines Spiels. Ein auf Zwang basierendes Spiel wird entweder gar nicht erst stattfinden, oder sehr schnell wieder enden (vgl. Spielend Spielen, 2006).
4
- Geschlossenheit: Spiele werden als in sich selbst geschlossen bezeichnet. Das bedeutet, dass sie nach Außen begrenzt oder abgezäunt sind und sich nur in einem bestimmten Rahmen (Spielort, -aufgaben, oder -regeln) bewegen.
- Scheinhaftigkeit: „Spielen findet in einer eigenen Realität statt, diese ist eindeutig von der Alltagswelt abgegrenzt. Das Spiel besitzt sowohl eine eigene Zeit als auch einen eigenen Raum.“ (Spielend Spielen, 2006) Gespielt wird nicht mit objektiven Gegenständen selbst, sondern mit dem »Anschein«, den sie erwecken.
- Innere Unendlichkeit: Kennzeichnend für ein Spiel ist die Bewegung und nicht der Stillstand. Diese Bewegung scheint für den Spieler in sich unendlich zu sein. Jede neue Handlung, die Einführung neuer Spielregeln oder die Entdeckung von Neuem hält das Spiel im Gang und eröffnet immer wieder neue Wege und Spielmöglichkeiten.
- Ambivalenz: „Ambivalenz ist das Spannungsverhältnis im Spiel. Daraus folgt, dass der Ausgang stets offen und nicht vorhersagbar sein muss, denn wandelt sich die Ambivalenz zur Eindeutigkeit, gibt es kein Spiel mehr.“ (Spielend Spielen, 2006) Aus diesen Merkmalen kann man, auch ohne exakte, starre Definition, ableiten, was ein Spiel ist und was ein Spiel ausmacht. Die hier aufgeführten Kennzeichen sind dabei nur eine Auswahl. Einige Spieltheoretiker beschreiben noch weitere Merkmale, wie zum Beispiel Spaß, Freude und Vergnügen, Gegenwärtigkeit oder die Aktivität.
3. Kleine Spiele und Bewegungsspiele
Um Herauszufinden, welche Potentiale in den Bewegungsspielen und Kleinen Spielen stecken und wie man sie in der Schule zur Anwendung bringen kann, muss man sich zuerst im Klaren darüber sein, was Kleine Spiele und Bewegungsspiele überhaupt sind, wie man sie voneinander abgrenzen und systematisch erfassen kann. In diesem Abschnitt versuche ich diese Zusammenhänge darzustellen, indem ich vor allem Bezug nehme auf die Ausführungen von Dietrich (1980), Landau & Maraun (1993), Döbler (1998) und Lange & Sinnning (2008).
3.1. Merkmale der Kleinen Spiele und Bewegungsspiele
Die Kleinen Spiele und die Bewegungsspiele bilden einen Teilbereich in der Hauptkategorie der Spiele. Sie zeichnen sich dadurch aus, dass ihr „Grad der Kodifizierung des Regelwerkes im Vergleich zu den Sportspielen gering ist.“ (Lange & Sinning, 2008, S.340)
5
Arbeit zitieren:
Frank Herzer, 2009, Spielen mit etwas/ als etwas/ um etwas, München, GRIN Verlag GmbH
Dieser Text kann über folgende URL aufgerufen und zitiert werden:
Einbetten
DOI
Heym, Georg "Ophelia" - Eine Analyse
Das Motiv "Ophelia"/...
Germanistik - Neuere Deutsche Literatur
Seminararbeit, 26 Seiten
Grundlagen der Sportdidaktik - Koedukation im Sportunterricht
Sport - Sportpädagogik, Didaktik
Hausarbeit, 16 Seiten
Entwicklung und Debatte der Koedukation im Schulsport
Sport - Sportpädagogik, Didaktik
Hausarbeit (Hauptseminar), 22 Seiten
The basic theories of language acquisition
Hausarbeit (Hauptseminar), 27 Seiten
Darstellung und Diskussion zu George Herbert Meads 'Die Entstehung...
Pädagogik - Pädagogische Soziologie
Seminararbeit, 15 Seiten
Vergleichende Analyse des Risikofaktoren- und Saluto-Genese-Modells
Sport - Sportpädagogik, Didaktik
Seminararbeit, 14 Seiten
The Fear of Nothingness in Hemingway's "A Clean, Well-Lighted...
Hausarbeit, 12 Seiten
Flow-Erleben bei Kindern. Die Polarisation der Aufmerksamkeit als Erzi...
Hausarbeit (Hauptseminar), 17 Seiten
An analysis of Thomas Hardy's poem "The Darkling Thrush"
Seminararbeit, 15 Seiten
Sozialisationsinstanz Schule bei Emile Durkheim und Talcott Parsons
Soziologie - Klassiker und Theorierichtungen
Seminararbeit, 21 Seiten
Rassenwahn und NS-Ideologie - Die "Vergiftung" der deutschen...
Hausarbeit (Hauptseminar), 26 Seiten
Motivation in second language acquisition
Englisch - Pädagogik, Didaktik, Sprachwissenschaft
Hausarbeit, 14 Seiten
Eine 8. Klasse der Gesamtschule entwickelt selbständig "Kleine Sp...
Theoretische Grundlagen - Plan...
Sport - Sportpädagogik, Didaktik
Examensarbeit, 92 Seiten
Das Flow-Erlebnis - Ein Überblick
Pädagogik - Pädagogische Psychologie
Hausarbeit (Hauptseminar), 19 Seiten
Die Problematik des Terminus Gerundium im modernen Englisch
Seminararbeit, 20 Seiten
Das Körpererfahrungskonzept - Eine didaktische Analyse
Sport - Sportpädagogik, Didaktik
Hausarbeit, 15 Seiten
Age as a Factor in Second Language Acquisition
Hausarbeit (Hauptseminar), 33 Seiten
Frank Herzer's Text Spielen mit etwas/ als etwas/ um etwas ist nun auf dem Buchmarkt erhältlich
Frank Herzer hat den Text Spielen mit etwas/ als etwas/ um etwas veröffentlicht
Frank Herzer hat einen neuen Text hochgeladen
Bewegen, Spielen und Tanzen für Kinder von drei bis acht Jahren
Karin Schaffner, Eugen Rümmelein
Eintausendsechzehn Spiel- und Übungsformen für Sportarten mit Zukunft
Baseball, GOBA, Tchoukball, Am...
Walter Bucher, Gregor Wick
Tausendundfünfzehn Spiel- und Kombinationsformen in vielen Sportarten
hrsg. u. Red. Bucher, Walter e. Autorenkollektiv
0 Kommentare