Inhalt
1. EINLEITUNG. 3
2. THEORETISCHE VORÜBERLEGUNGEN 3
2.1. BEGRIFFSBESTIMMUNGEN. 4
2.2. SPEZIFISCHE RAHMENBEDINGUNGEN IN DER SCHULE. 4
2.2.1. Voraussetzungen der Schüler 4
2.2.2. Institutionelle und organisatorische Bedingungen. 5
2.2.3. Mehrperspektivität des Sportunterrichts 5
2.2.4. Ansprüche der Gesellschaft. 5
2.3. MODELLE ZUR GESUNDHEIT UND KRANKHEIT. 5
2.3.1. Das Salutogenese-Modell. 6
2.3.2. Das Diätetik - Modell 6
2.4. MODELLE DER GESUNDHEITSERZIEHUNG 8
2.4.1. Objektivierende Positionen 8
2.4.2. Subjektivierende Positionen 8
3. PRAKTISCHE UMSETZUNG 9
3.1. THEMENAUSWAHL 9
3.2. VERMITTLUNG 10
4. SCHLUSSBEMERKUNGEN 11
5. LITERATURVERZEICHNIS. 13
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1. Einleitung
Die Gesundheit ist unter den pädagogischen Perspektiven traditionell, aber auch aktuell, eine der wichtigsten Wissenschaften. Zahlreiche theoretische Ansätze, Modelle, Diskussionen und Ausführungen beschäftigen sich mit diesem Thema. Wenn man die Frage nach der Legitimation des Sportunterrichts stellt, erscheint die Perspektive der Gesundheit als Antwort immer noch am griffigsten und am einfachsten nachvollziehbar.
Viele Studien belegen, dass sich die gesundheitliche Lage von Kindern und Jugendlichen in den letzten Jahren immer weiter verschlechtert hat (vgl. Opper et al. 2008, S. 118 f.). Dabei wirken sich nicht nur vorhandene, körperliche Defizite, wie Bewegungsmangel, motorische Beeinträchtigungen oder Übergewicht negativ aus, sondern vor allem auch ein bei vielen Jugendlichen nur sehr schwach ausgeprägtes Gesundheitsbewusstsein. Unter diesem Gesichtspunkt scheint eine Gesundheitserziehung, die sich in der Vergangenheit häufig nur auf die präventive Funktion sportlicher Aktivität im Sportunterricht stützte, als nicht mehr effektiv und zeitgemäß. „Die Schule wird als wichtiger Einstiegsort für Gesundheitsförderung und Gesundheitserziehung angesehen, der modernen Schule wird als eine Institution, die Kinder und Jugendliche viele Jahre durchlaufen müssen, eine zentrale Verantwortung zugemessen.“ (Recla 2004, S. 10)
Doch wie ist nun die Aufgabe einer Gesundheitserziehung im Schulsport zu verstehen und welche konkreten Möglichkeiten bietet sie?
Dieser Fragestellung möchte ich mich im Folgenden zunächst auf theoretischer Basis nähern. Nach kurzen Begriffsbestimmungen gehe ich auf die schulischen Rahmenbedingungen ein, gebe einen Überblick über verschiedene Modelle zur Gesundheit und zur aktuellen Gesundheitserziehung. Im Anschluss betrachte ich die praktische Umsetzung dieser Thematik im Sportunterricht näher. Hier sollen Wege zur Auswahl geeigneter Unterrichtsthemen und Aspekte zur sachgerechten Vermittlung vorgestellt werden. Im letzten Teil werde ich die gewonnen Ergebnisse in den Schlussbemerkungen noch einmal zusammenfassend darstellen.
2. Theoretische Vorüberlegungen
Im folgenden Abschnitt werde ich versuchen, auf theoretische Aspekte einzugehen, um die Grundlagen der Thematik darzustellen. Ich möchte ausgehend von einer Begriffserklärung und den schulischen Rahmenbedingungen einige Modellvorstellungen verschiedener Autoren zu Gesundheit und Krankheit, sowie zu den verschiedenen Positionen in der Gesundheitserziehung skizzieren.
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2.1. Begriffsbestimmungen
Der Begriff der Gesundheit, wie auch die Gesundheitsförderung und Gesundheitserziehung, sind durch ihre Bandbreite nur schwer bzw. fast gar nicht exakt zu definieren. Stellvertretend für die Vielzahl an Begriffsbestimmungen zur Gesundheit möchte ich die Definition der Weltgesundheitsorganisation WHO aus dem Jahr 1947 angeben: „Die Gesundheit ist ein Zustand des vollständigen körperlichen, geistigen und sozialen Wohlergehens und nicht nur das Fehlen von Krankheit oder Gebrechen.“
Die Begriffe Gesundheitsförderung und Gesundheitserziehung sind auch immer davon abhängig, welche Gesundheitsdefinition man ihnen zugrunde legt. Im Lehrplan des Landes Thüringen (1999, S. 16) ist die Gesundheitserziehung wie folgt beschrieben: „Als übergeordnetes Aufgabenfeld des Faches Sport gilt die Gesundheitserziehung. Sportunterricht soll dem zunehmenden Bewegungsmangel entgegenwirken, notwendige Bewegungsreize für die körperliche Entwicklung setzen und somit zur Gesunderhaltung, zum individuellen und sozialen Wohlbefinden beitragen und zu lebenslangem Sporttreiben anregen.“
2.2. Spezifische Rahmenbedingungen in der Schule
Um die Möglichkeiten einer Gesundheitserziehung in der Schule aufzeigen zu können, muss man sowohl die gesundheitlichen Voraussetzungen der Schüler, als auch die hier vorliegenden, institutionellen und organisatorischen Bedingungen beachten. Des Weiteren möchte ich mein Augenmerk auf den Sportunterricht selber und die Ansprüche der Gesellschaft an das Unterrichtsfach legen.
2.2.1. Voraussetzungen der Schüler
Der Fortschritt im Bereich der Forschung und Entwicklung bewirkt heutzutage eine nahezu lückenlose medizinische Versorgung. Man könnte deshalb annehmen, dass die gesundheitliche Lage von Kindern und Jugendlichen sich, proportional dazu, immer weiter verbessert. Das Bild in der Praxis stellt sich jedoch anders dar. Balz (1995, S. 120 ff.) hat verschiedene Studien miteinander verglichen, die belegen, dass sowohl physische Schwächen, als auch psychosomatische Probleme sich auf konstant hohem Niveau bewegen. Die Gründe dafür liegen seiner Meinung nach im „Widerspruch zwischen dem breiten Spektrum von Gesundheitsgefährdungen und dem keineswegs gesundheitsorientierten Lebensgefühl von Kindern und Jugendlichen“. Neben Langzeitrisiken wie Bewegungsmangel und Übergewicht treten also auch vermehrt akute Gesundheitsprobleme resultierend aus gesundheitsriskantem Verhalten, wie zum Beispiel Alkohol- und Tabakkonsum, auf (vgl. Opper et al. 2008, S. 118 f.).
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Arbeit zitieren:
Frank Herzer, 2009, Die Pädagogische Perspektive Gesundheit, München, GRIN Verlag GmbH
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