Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung 3
2. Epidemiologie
2.1 Laktoseintoleranz 5
2.1.1 Was ist Laktose? 6
2.1.2 Abbau von Laktose im Körper 7
2.1.3 Abgrenzung zur Allergie 10
2.1.3.1 Allergie 12
2.1.3.2 Pseudoallergie 14
2.1.3.3 Unverträglichkeiten 15
2.1.3.4 Abgrenzung zur Kuhmilcheiweißallergie 15
2.1.4 Kongenitale Laktoseintoleranz 16
2.1.5 Primäre Laktoseintoleranz 17
2.1.6 Sekundäre Laktoseintoleranz 17
2.2 Häufigkeit / Verbreitung 18
2.3 Ursachen 21
3. Symptome
3.1 Medizinisch 23
3.2 Psychisch 24
4. Diagnostik einer Intoleranz
4.1 H2 Atemtest 25
4.2 Laktose - Belastungstest 25
4.3 Gentest 26
4.4 Diätische Möglichkeiten 26
5. Wo kommt Laktose vor?
5.1 Natürliches Vorkommen von Laktose 27
5.2 Verwendung von Laktose in der Industrie 28
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6. Leben mit einer Laktoseintoleranz
6.1 Soziale und medizinische Konsequenzen einer Laktoseintoleranz 29
6.2 Andere Krankheiten in Kombination mit einer Laktoseintoleranz 30
6.3 Laktosefreie Ernährung - Gesund? 30
7. Schlussfolgerung. 32
Literaturverzeichnis 33
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1. Einleitung
Leider ist die Laktoseintoleranz speziell in Deutschland ein noch nicht sehr weit erforschtes Themengebiet. So wird eine Erkrankung oftmals erst spät oder gar nicht diagnostiziert. Anders ist es in südlichen Teilen der Welt. Denn dort ist die Laktoseintoleranz sehr weit verbreitet und keine Seltenheit. Doch was ist überhaupt eine Laktoseintoleranz oder auch Laktose? Und was genau passiert im Körper bzw. im Darm während der Aufnahme von Laktose?
In der folgenden Arbeit werde ich mich mit dem Thema „Laktoseintoleranz“ auseinandersetzen und den Unterschied zwischen einer Unverträglichkeit, einer Allergie und einer Pseudoallergie verdeutlichen. Es ist wichtig, den Unterschied zu verstehen, um diese drei Begriffe voneinander abgrenzen zu können. Zudem wird in der Arbeit erläutert, was Laktose ist, wie der Abbau von Laktose funktioniert und wie der Darm arbeitet.
Anschließend werden die unterschiedlichen Formen der Laktoseintoleranz definiert, bevor auf die Häufigkeit eingegangen wird.
Bei der Häufigkeit kann man deutliche Unterschiede von Land zu Land erkennen. Doch der Grund hierfür ist umstritten. Dennoch wird es einen kurzen Einblick darüber geben, welches die Ursachen für eine Laktoseintoleranz sind.
Da eine Laktoseintoleranz mit den unterschiedlichsten Symptomen einhergehen kann, ist es sehr schwierig ein spezielles Symptom dieser Unverträglichkeit zuzuordnen. Die verschiedenen und häufigsten Symptome werden in der Arbeit nach medizinischen und psychischen Symptomen klassifiziert, da der eventuell lange Leidensweg bis zur Diagnostik auch psychische Störungen mit sich bringen kann. Um eine Laktoseintoleranz festzustellen, gibt es mehrere Möglichkeiten. Einige gängige Methoden werden kurz beschrieben, um einen Einblick in die Möglichkeiten der Diagnostik zu geben. Jedoch wird dieser Punkt nicht vertieft, da dieser ein großes medizinisches Fachwissen voraussetzt.
Wenn bei einem Menschen eine Laktoseintoleranz festgestellt wird, ist es wichtig, dass dieser sich mit der Thematik auseinandersetzt, denn Laktose kommt nicht nur
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natürlicherweise in Milchprodukten vor, sondern wird auch von der Lebensmittelsowie Pharmaindustrie vielfältig genutzt. Aus diesem Grund wird der Punkt Ernährung in dieser Arbeit behandelt, damit verständlich wird, wo Laktose überall vorkommen kann.
Abschließend wird auf das Leben mit einer Laktoseintoleranz eingegangen und welche Folgerkrankungen bzw. Begleiterscheinungen eine Unverträglichkeit mit sich bringen kann. Zudem wird kurz beschrieben, worauf geachtet werden muss, damit eine laktosefreie Ernährung nicht ungesund ist.
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2. Epidemiologie
In der heutigen Zeit glauben viele Menschen, dass sie unter einer Allergie leiden. Man könnte schon behaupten, dass dieses Wort zu einem Modewort geworden ist, ohne dass die Menschen wissen, was dieser Begriff bedeutet. So glaubt der Mensch, sobald er auf etwas aus der Umwelt oder ein Nahrungsmittel anders reagiert, dass er allergisch ist. Hierbei muss aber unterschieden werden, ob die Symptome, die durch den Nahrungsmittelverzehr hervorgerufen werden, auf einer immunologischen (Nahrungsmittelallergie) oder nicht -immunologischen Reaktion
(Nahrungsmittelunverträglichkeit) basieren (Leitzmann u.A., 2003). Denn nur wenn auch das Immunsystem mitreagiert, kann man von einer Allergie sprechen. So möchte ich im Folgenden darauf eingehen, was der Unterschied zwischen einer Allergie, einer Pseudoallergie und einer Unverträglichkeit ist. Zudem wird die Laktose definiert und es wird beschrieben wie der Abbau im Körper funktioniert und welche Enzyme hierfür zuständig sind.
Des Weiteren werde ich speziell auf die Laktoseintoleranz und deren Definition eingehen. Hierzu gehört auch die Häufigkeit bzw. die Verbreitung der Laktoseintoleranz, bei der man einen deutlichen Unterschied von Land zu Land beobachten kann.
Es wird einen Einblick in die möglichen Ursachen geben, die für die Laktoseintoleranz im Körper verantwortlich sind.
Die Laktoseintoleranz wird häufig mit einer Kuhmilcheiweißallergie verwechselt oder gar gleichgesetzt. Aus diesem Grund halte ich es für wichtig, eine kurze Abgrenzung dieser beiden Nahrungsmittelunverträglichkeiten zu geben.
2.1 Laktoseintoleranz
Bei der Laktoseintoleranz handelt es sich um eine Milchzuckerunverträglichkeit, d.h., dass der Körper bzw. der Darm die Laktose nicht spalten kann. Als Ursache für die Laktoseintoleranz gilt der Mangel an dem Enzym Laktase. Doch welches die Ursache für den Enzymmangel ist, ist noch nicht 100%ig evaluiert.
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„Hinsichtlich der Begriffe im Zusammenhang mit der Lactosemalabsorption und -intoleranz wurden von der Protein Advisory Group der Vereinten Nationen die folgenden Definitionen festgelegt (Renner, 1982):
♦ Eine niedrige Lactaseaktivität liegt vor, wenn sich nach der Aufnahme der Standartdosis an Lactose (2 g pro Körpergewicht, maximal 50 g) eine flache Blutzuckerkurve mit einem Anstieg von 25 mg/100 ml oder weniger ergibt oder wenn bei der Enzymbestimmung weniger als 2 Einheiten Lactaseaktivität pro g Mucosa (Schleimhaut) gemessen wird.
♦ Die Lactasemalabsorption besteht in einer reduzierten Lactoseabsorption aufgrund einer niedrigen Lactaseaktivität.
♦ Eine Lactoseintoleranz lieg vor, wenn klinische Symptome nach der Aufnahme von Lactose in wässriger Lösung in der Standartdosis oder in einer geringeren Menge bei Personen mit einer niedrigen Lactaseaktivität auftreten.“ (Noeske, 1996, S. 88) Der Unterschied zwischen einer Laktoseintoleranz und einer Laktosemalabsorption ist gering. Es bedingt nur, wie viel Laktose man zu sich nehmen kann und ab welcher Aufnahmemenge Beschwerden auftreten. So können Patienten mit einer Malabsorption geringe Mengen zu sich nehmen, ohne dass sie unter irgendwelchen Beschwerden leiden. Einige Autoren unterscheiden die Intoleranz und die Malabsorption, andere wiederum betiteln beides als das Gleiche.
Bereits im Mutterleib beginnt das Ungeborene mit der Bildung der Laktase, damit die Muttermilch und die darin enthaltene Laktose gespalten werden kann. So wird im Säuglings- und Kleinkindalter im Normalfall reichlich Laktase gebildet, da Milch zur Hauptnahrungsquelle zählt. Der Organismus ist darauf eingestellt. Im Erwachsenenalter lässt die Laktaseaktivität nach oder wird ganz eingestellt. Dieses ist jedoch von Mensch zu Mensch unterschiedlich (Demirci, 2007).
Ingesamt kann man drei Arten der Laktoseintoleranz unterscheiden. Die kongenitale (angeborene Form), die primäre und die sekundäre Laktoseintoleranz (Stein, Lembcke, 2006).
2.1.1 Was ist Laktose?
Laktose ist der Milchzucker, der in der Milch fast aller Säugetiere in unterschiedlichen Konzentrationen vorkommt. Es ist ein natürlicher Bestandteil der Milch und nimmt eine Sonderstellung unter den verschiedenen Zuckerarten ein, da dieser nur in der Milch von
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Arbeit zitieren:
Kim Busch, 2009, Laktoseintoleranz - Ursachen und Wirkungen der Unverträglichkeit, München, GRIN Verlag GmbH
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