Inhaltsverzeichnis
Tabellenverzeichnis III
Abbildungsverzeichnis. III
Abk ürzungsverzeichnis. III
1. Problemstellung 1
2. Globalisierung und Wettbewerbsfähigkeit. 2
2.1. Der Globalisierungsbegriff. 3
2.2. Internationale Wettbewerbsfähigkeit 4
3. Chancen und Vorteile der Globalisierung für Deutschland. 5
3.1. Absolute und komparative Vorteile 5
3.2. Skalen- und Verbundeffekte 6
3.3. Offenheitsgrad und Exportanteile. 7
3.4. Direktinvestitionen. 9
4. Bedrohungen und Risiken der Globalisierung sowie notwendige Anpassungen 12
4.1. Arbeitsmarkt und Humankapital. 12
4.2. Aufstieg der Schwellenländer 14
4.3. Basar-Ökonomie 17
4.4. Deindustrialisierung 19
4.5. Protektionismus 19
5. Schlussbetrachtung 20
Literaturverzeichnis. 22
II
Tabellenverzeichnis
Tabelle 1: Die Motivstruktur der Direktinvestitionen deutscher
Industrieunternehmen..................................................................................10
Abbildungsverzeichnis
Abbildung 1: Steigende Globalisierungsskepsis in Deutschland ..................................1 Abbildung 2: Ökomonische Indikatoren der Globalisierung ........................................4 Abbildung 3: Ausfuhr der führenden Exportländer an der Weltausfuhr in Prozent...8 Abbildung 4: Deutsche Direktinvestitionsbestände im Ausland nach Regionen........11
Abkürzungsverzeichnis
Abb. -Abbildung Bd. -Band bzw. -beziehungsweise DIHK -Deutscher Industrie- und Handelskammertag DIW -Deutsches Institut für Wirtschaftsforschung EU -Europäische Union f. -folgende ff. -fortfolgende Hrsg. -Herausgeber ifo -Institut für Wirtschaftsforschung Jg. -Jahrgang No. -Number OECD -Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung S. -Seite USA -United States of America vgl. -vergleiche Vol. -Volume
III
1. Problemstellung
Die Globalisierung ist in der heutigen Zeit ein Themengebiet, das in der öffentlichen Diskussion und in den Medien sehr präsent ist. Die Internet-Suchmaschine Google liefert fast 10 Millionen Einträge für den Suchbegriff „Globalisierung“, wohingegen für den englischen Begriff schon über 42 Millionen Titel bereit stehen (vgl. Hohlfeld und Rietzler, 2006, S. 646).
In Deutschland haben sich jedoch in den letzten Jahren verstärkt Sorgen und Ängste in der Bevölkerung verbreitet. Globalisierung wird in Deutschland häufig mit steigendem internationalem Konkurrenzdruck, Mehrarbeit und Arbeitsplatzverlust verbunden. Es besteht eine große soziale Unzufriedenheit in der deutschen Bevölkerung, weil viele Menschen befürchten, dass es aufgrund des verschärften Wettbewerbs zu einem höherem Abbau an Arbeitsplätzen kommt, anstatt dass neue Arbeitsplätze durch die Globalisierung entstehen. Des Weiteren herrscht große Besorgnis aufgrund der Zunahme der Einkommensungleichheiten innerhalb der Bevölkerung sowie eines möglichen Zusammenbruchs der sozialen Sicherheitssysteme. Eine Umfrage des Allensbach Institutes im Jahr 2006 verdeutlicht die steigende Globalisierungsskepsis in Deutschland. Im Zeitraum von 1998 bis 2006 hat sich der Anteil derjenigen, die mehr Risiken als Chancen in der Globalisierung sehen, fast verdoppelt. Ende der 90er Jahre schätzte die Bevölkerung die Vor- und Nachteile in etwa noch gleich groß ein.
Abb. 1: Steigende Globalisierungsskepsis in Deutschland
Quelle: eigene Darstellung, in Anlehnung an: Institut für Demoskopie Allensbach, 2006.
1
Dieses Stimmungsbild gibt jedoch ein ungenügendes Bild über die Globalisierung. Es verdeutlicht allerdings, dass die öffentliche Diskussion um die Globalisierung in Deutschland von der Angst vor potenziellen Risiken geprägt ist. Eine Vielzahl an negativen wirtschaftlichen Entwicklungen wird derzeit den Auswirkungen der Globalisierung zugeschrieben, ohne die tatsächlichen Ursachen zu analysieren. Es eröffnen sich neben diesen Befürchtungen auch deutliche Vorteile aus der Globalisierung für die deutsche Wirtschaft. Diese Chancen sind in der öffentlichen Wahrnehmung jedoch vielfach in den Hintergrund geraten (vgl. Matthes, Langhorst und Herzog, 2008, S. 10ff.) oder werden von der Bevölkerung heutzutage schon fast als Selbstverständlichkeit angesehen (vgl. Remsperger, 2007, S. 3). Im Rahmen dieser Seminararbeit wird untersucht, welche Gewinner und Verlierer sich in Deutschland aus der Globalisierung ergeben. Im zweiten Kapitel werden hierzu zunächst die begrifflichen Grundlagen des Themas - der Globalisierungsbegriff und die internationale Wettbewerbsfähigkeit - vorgestellt. Im dritten und vierten Kapitel werden auf die Chancen und Risiken der Globalisierung für die deutsche Wirtschaft eingegangen. Um die Vorteile der Globalisierung optimal zu nutzen, ist eine schnelle Anpassungsfähigkeit an veränderte Rahmenbedingungen notwendig. Dies setzt die Bereitschaft zum Strukturwandel und zu Reformen in Deutschland voraus, weshalb die Darstellung der unvermeidlichen Anpassungsprozesse ebenfalls Bestandteil des vierten Kapitels ist. Die Arbeit endet mit einer Schlussbetrachtung.
2. Globalisierung und Wettbewerbsfähigkeit
Für die Bearbeitung der Fragestellung, welche Gewinner und Verlierer sich in Deutschland aus der Globalisierung ergeben, ist es notwendig, eine definitorische Abgrenzung und Bestimmung des verwendeten Globalisierungsbegriffes zu erstellen. Die Herausforderung, die sich für die deutsche Wirtschaft aus der Globalisierung ergibt, besteht darin, die Wettbewerbsfähigkeit im internationalen Umfeld zu erhalten und zu verbessern. Die Beantwortung der Frage, ob Deutschland international wettbewerbsfähig sei, erfordert die Klärung, was genau unter der internationalen Wettbewerbsfähigkeit eines Landes zu verstehen ist.
2
2.1. Der Globalisierungsbegriff
Es gibt viele verschiedene Definitionen oder Versuche, den Begriff der Globalisierung zu definieren. Trotz der weit verbreiteten Begriffsanwendung gibt es bis heute weder eine einheitliche theoretische Fundierung noch eine klare Definition des Globalisierungsbegriffs (vgl. Subasat, 2008, S. 3). Der deutsche Ökonom Otmar Issing versteht unter der Globalisierung beispielsweise einen „umfassenden Prozess des immer intensiveren Austausches von Menschen, Ideen, Gütern, Kapital mit dem Potenzial, alle Bereiche des Staates und der Gesellschaft zu beeinflussen und gegebenenfalls vollständig zu verändern“ (Issing, 2004, S. 31). Die Definitionsversuche unterscheiden sich zum Teil jedoch erheblich voneinander, je nachdem von welchem Blickwinkel aus sich dem Begriff genähert wird. Globalisierung beinhaltet sowohl ökonomische als auch politische und soziale Komponenten. Letztere umfasst die zunehmende grenzüberschreitende Vernetzung von Gesellschaften, wohingegen die politische Dimension aus der ansteigenden Zusammenarbeit der Regierungen auf internationaler Ebene besteht (vgl. Matthes, Langhorst und Herzog, 2008, S. 11). In dieser Seminararbeit wird hauptsächlich auf die ökonomische Dimension eingegangen. Hierunter wird die zunehmende internationale Verflechtung der Märkte und Volkswirtschaften mit einer steigenden internationalen Arbeitsteilung und Spezialisierung verstanden, die durch die Öffnung zahlreicher Grenzen, den Abbau von Handelsbarrieren (z.B. Zölle) oder durch den ansteigenden technisch bedingten Fortschritt mit der Folge sinkender Transport- und Kommunikationskosten gefördert wurde. Als grundlegende Indikatoren der ökonomischen Globalisierung sind die Zunahme des internationalen Handels und Kapitalverkehrs sowie der Anstieg der globalen Exporte, der Kapitalanlagen im Ausland sowie der grenzüberschreitenden Auslandsinvestitionen der Unternehmen zu nennen (vgl. Matthes, Langhorst und Herzog, 2008, S. 11f). Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die Globalisierung aus rein ökonomischer Sicht mit der Ausdehnung der Dimension des Marktes auf die gesamte Welt gleichzusetzen ist (vgl. Issing, 2004, S. 31).
3
Abb. 2: Ökonomische Indikatoren der Globalisierung
Quelle: eigene Darstellung, in Anlehnung an: Matthes, Langhorst und Herzog, 2008, S. 12.
Die Abbildung zeigt die jahresdurchschnittlichen Veränderungen von 1985 bis 2006 in Prozent. Die Angaben der globalen privaten Kapitalströme in das Ausland beziehen sich hingegen auf die Jahre 1985 bis 2005. Diese Daten spiegeln die mit dem schnell voranschreitenden Globalisierungsprozess einhergehende Internationalisierung des Wirtschaftslebens wider.
2.2. Internationale Wettbewerbsfähigkeit
Bis heute liegt keine allgemein akzeptierte Definition des Begriffs der internationalen Wettbewerbsfähigkeit vor, weshalb in der öffentlichen Diskussion die Frage, ob ein Land im grenzüberschreitenden Bereich wettbewerbsfähig sei, einerseits populär und andererseits unter Ökonomen sehr umstritten ist. Es können jedoch im Wesentlichen drei Konzepte unterschieden werden, die im Folgenden dargestellt werden (vgl. Sachverständigenrat, 2004, S. 350, Ziffer 455).
Die Anwendung des ersten Konzepts der internationalen Wettbewerbsfähigkeit ist auf Unternehmen, nicht aber auf Volkswirtschaften, beschränkt. Ein entscheidender Unterschied besteht darin, dass Unternehmen vom Markt verschwinden können, wenn beispielsweise der Erfolg eines Konkurrenzunternehmens auf dem gleichen Absatzmarkt zu Lasten des Erfolges eines anderen Unternehmens geht. Dies ist jedoch nicht auf Volkswirtschaften übertragbar, da diese nicht miteinander im Wettbewerb stehen und folglich auch nicht aufgrund einer geringeren Produktivität aus einem Markt ausscheiden können. So wirken sich gesamtwirtschaftliche Veränderungen in der Produktivität überwiegend auf die Entwicklung der Realeinkommen und damit auf die Lebensstandards im Inland aus (vgl. Sachverständigenrat, 2004, S. 350f., Ziffer 455).
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Arbeit zitieren:
Svenja Feld, 2009, Globalisierung und die deutsche Wirtschaft: Gewinner und Verlierer?, München, GRIN Verlag GmbH
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