Sarah Sinner - Erstellung eines mediengestützten Lernszenarios „Das Sinfonieorchester - WebQuest“ 2
Inhaltsverzeichnis
1 Vorstellung des Themas und Einordnung in den Fächerverbund. 2
2 Bildungstheoretische Begründung für das Vorhaben. 3
3 Unterrichtsplanung unter Berücksichtigung des Didaktischen Modells. 4
3.1 Erfassung der Lernvoraussetzungen in Bezug auf den Medieneinsatz. 4
3.2 Einsatz von Kommunikations- und Kooperationsformen. 6
3.3 Skizzierung des geplanten Unterrichtsverlaufs. 7
3.4 Ziele und Inhalte (fachbezogene und Medienkompetenzziele) 14
3.5 Methoden. 15
3.6 Medien: Einsatz und Begründung. 17
3.7 Bewertung/ Beurteilung der Ergebnisse der SchülerInnen. 18
4 Bibliographie 21
Sarah Sinner - Erstellung eines mediengestützten Lernszenarios „Das Sinfonieorchester - WebQuest“ S. 3
1 Vorstellung des Themas und Einordnung in den Fächerverbund
Das von mir ausgewählte Thema „Das Sinfonieorchester - WebQuest“ wird dem Fach Musik in der Klassenstufe 5 und 6 zugeordnet. Im Unterrichtsvorhaben geht es darum, dass die Schülerinnen und Schüler das Sinfonieorchester als Ganzes und die Instrumentengruppen sowie ihre Vertreter im Einzelnen kennen lernen, sich ausführlicher damit befassen (Erstellen eines Steckbriefs, Malen eines Instruments, Beschaffung von Hörbeispielen) und die Ergebnisse den anderen Schülerinnen und Schülern der Klasse vorstellen. In Bezug auf die Bearbeitung der Aufgaben des WebQuest ist ein fächerübergreifender Unterricht mit dem Fach Bildende Kunst möglich. Dies wird unter Punkt 3.1 (Kompetenzen seitens der Lehrperson) nochmals beschrieben.
Außerdem kann sich ein gemeinsamer Ausflug zu einem Konzert eines Sinfonieorchesters anschließen.
Voraussetzung: Der Umgang mit Eingabemodulen (Maus, Tastatur) sowie mit Textverarbeitungs- und Bildbearbeitungsprogrammen, sowie Recherche im Internet sollte bereits vorher im Unterricht behandelt worden sein.
2 Bildungstheoretische Begründung für das Vorhaben
Im Bildungsplan des Landes Baden-Württemberg für die Realschule Klasse 6 sind für die Fächer Musik und Informationstechnische Grundbildung folgende Kompetenzen und Inhalte genannt: Musik
Musik fördert die ganzheitliche Erziehung, Schülerinnen und Schüler bringen sich mit unterschiedlichen Interessen und Vorkenntnissen in den Musikunterricht ein und profitieren von den Erfahrungen der anderen.
Sarah Sinner - Erstellung eines mediengestützten Lernszenarios „Das Sinfonieorchester - WebQuest“ S. 4
Musik hat einen sehr hohen praktischen Bezug; vieles, was theoretisch besprochen und erörtert wird kann später praktisch umgesetzt werden. Für das hier beschriebene Beispiel, ein WebQuest zum Thema „Das Sinfonieorchester“, bietet sich zum Beispiel der Besuch eines Konzerts (zum Beispiel das Radio-Sinfonieorchester Stuttgart des SWR) an, eventuell mit einer schülergerechten Einführung zu Beginn. Die Schülerinnen und Schüler haben durch das Schulleben bereits aktiven oder passiven Kontakt zu musikalischen Arbeitsgemeinschaften wie Schulchor, Orchester oder Bands (z.B. Jazzband). Dieser kann durch den Besuch eines angeleiteten Konzerts im Anschluss an das Projekt weiter vertieft werden. Indem sich die Schülerinnen und Schüler mit unterschiedlichen Hörbeispiele und entsprechend Höreindrücken befassen, sensibilisieren sie damit ihre Hörgewohnheiten und öffnen sich damit für Neues. Schülerinnen und Schüler an klassische Musik heranzuführen kann sehr schwierig sein, da diese Musik oft als „altmodisch“ und „langweilig“ angesehen wird. Laut der JIM-Studie aus dem Jahr 2008 hören 71 Prozent der Jugendlichen im Alter von 12 bis 19 Jahren täglich beziehungsweise mehrmals pro Woche Musik mit dem mp3-Player. 1 Jedoch ist die Tendenz zur Klassik in der Wahl der Musikstücke dabei eher gering: „Junge Leute hören heute vor allem populäre Musik: HipHop, Techno, Dance Music, Pop etc. Nach dem Jugend-KulturBarometer geben nur neun Prozent an, dass sie sich auch für Klassik interessieren. Zwölf Prozent haben schon einmal ein klassisches Musikkonzert besucht, acht Prozent mehrfach.“ 2
Als Kompetenzen und Inhalte werden für Klasse 6 genannt: Die Schülerinnen und Schüler können ausgewählte Instrumente beschreiben, der Instrumentenfamilie zuordnen und hörend erkennen. Sie können Musik verschiedenen Epochen und einfachen musikalischen Formen zuordnen. Die Schülerinnen und Schüler können den Ausdrucksgehalt von Musik wahrnehmen und den Computer bei einfachen musikalischen Aufgaben einsetzen (vgl. Ministerium für Kultus, Jugend und Sport Baden-Württemberg 2004, S. 130) Informationstechnische Grundbildung (ITG)
ITG kann nahezu in jedem Fach und auch fächerverbindend im Unterricht eingesetzt werden. Laut Bildungsplan „gehören heute sowohl Strategien zur sinnvollen Auswahl von Informationen wie auch die Urteilsfähigkeit über Informationen und deren Mittler zur Allgemeinbildung jedes Einzelnen“ 3 . Das bedeutet, dass die Schülerinnen und Schüler
1 JIM-Studie 2008 Online, Musik + MP3
2 Keuchel 2005 Online, S.17
3 Ministerium für Kultus, Jugend und Sport Baden-Württemberg 2004, S.192
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„Informationen zielgerichtet, [...]verantwortlich und kreativ nutzen können“ (ebd.) und die Informationsbeschaffung sowie -weitergabe reflektierend ablaufen soll. Ebenso wird durch das Arbeiten im Team sowie den Gebrauch der elektronischen Medien (Medien sind hier zum Beispiel Informations- und Ausdrucksmittel) beim Bewältigen exemplarischer Aufgaben unter anderem die Kommunikations- und Lernfähigkeit erweitert (ebd.).
Als Kompetenzen und Inhalte werden für Klasse 6 genannt: Die Schülerinnen und Schüler können in vernetzten Umgebungen arbeiten. Sie können grundlegende informationstechnische Anwendungen selbständig und zweckorientiert einsetzen. Die Schülerinnen und Schüler können Informationen aus unterschiedlichen Quellen beschaffen und Daten auf unterschiedlichen Datenträgern speichern (vgl. Ministerium für Kultus, Jugend und Sport Baden-Württemberg 2004, S. 194).
3 Unterrichtsplanung unter Berücksichtigung des Didaktischen Modells
3.1 Erfassung der Lernvoraussetzungen in Bezug auf den Medieneinsatz
Neben der Ausstattung an der Schule sind Orientierungskompetenz, Risikokompetenz, Artikulationskompetenz und Partizipationskompetenz die vier relevanten Bedingungen für den effektiven und kompetenten Umgang mit Medien, auch insbesondere den genannten . Aus diesem Grund möchte ich nachfolgend hierauf näher eingehen. Ausstattung an der Schule
Die Schule sollte über einen Computerraum verfügen. Ideal wäre eine Anzahl von zumindest 15 Computern im Raum, so dass die Schülerinnen und Schüler je zu zweit einen Computerplatz nutzen können. Die PCs sollten mit Tastatur und Maus ausgestattet sein, sowie über die entsprechend erforderliche Software verfügen (Internetbrowser, Textverarbeitungs-und Bildbearbeitungsprogramm).
Es wäre von Vorteil, wenn die PCs mit Kopfhörern in ausreichender Zahl ausgestattet sind, so dass die Lernenden die gesuchten Hörbeispiele anhören können, ohne andere zu stören oder selbst gestört zu werden. Gleichzeitig sollte der Computerraum auch mit Lautsprechern
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ausgestattet sein, damit die Schülerinnen und Schüler im Anschluss an das Projekt ihre Ergebnisse (gefundene Hörbeispiele) der Klasse präsentieren können. Es sollte ein (Farb-)Drucker im Raum vorhanden sein, damit die gesammelten Materialien ausgedruckt werden können. Vielleicht erstellen die Schülerinnen und Schüler Teile des Plakats auch handschriftlich, hauptsächlich sollte dies jedoch mit einem Textverarbeitungsprogramm (zum Beispiel Word oder OpenOffice) geschehen. Orientierungskompetenz
Die Schülerinnen und Schüler lernen, sich im Internet zurechtzufinden. Da nicht davon ausgegangen werden kann, dass jeder Schüler bereits fundierte Erfahrungen im Umgang mit dem Computer beziehungsweise speziell mit dem Internet hat (vgl. JIM-Studie 2008: 40 Prozent der 11- bis 12-jährigen besitzt einen eigenen Internetanschluss, davon wiederum 40 Prozent nutzen diesen täglich 4 ), bietet sich eine angeleitete Recherche wie ein WebQuest zur Arbeit im Unterricht an. Die Schülerinnen und Schüler arbeiten in Gruppen- beziehungsweise Partnerarbeit, und sie werden, ähnlich einer „Schnitzeljagd“, durch die Webseite geführt. Die gesammelten und ausgewerteten Informationen werden anschließend nochmals schriftlich festgehalten (Plakat) und sind somit für die Schülerinnen und Schüler im Sinne des Bildungszweckes intensiviert nutzbar. Risikokompetenz
Den Schülerinnen und Schüler muss (zum Beispiel von der Lehrperson) klargemacht werden, dass Informationen, die sie aus dem Internet erhalten, nicht uneingeschränkt Glauben geschenkt werden kann. Die Lehrperson muss die Schülerinnen und Schüler insofern sensibilisieren, als dass darauf geachtet werden muss, wie alt die Information ist (Aktualität), woher die Information stammt (Quelle), und ob die Quelle verlässlich ist. Alternativ kann die Lehrperson Möglichkeiten der Überprüfung bereitstellen (zum Beispiel Nachschlagewerke / Lexika). Artikulationskompetenz
Ein verantwortlicher Umgang mit der Selbstdarstellung ist für das Arbeiten im und mit dem Internet unabdingbar. Bei dem hier vorgestellten Lernszenario ist eine Selbstpräsentation der Schülerinnen und Schüler im Internet zwar nicht eingeplant, dennoch sollte die Lehrperson
4 JIM-Studie 2008 Online, Internet
Arbeit zitieren:
Sarah Sinner, 2009, Erstellung eines mediengestützten Lernszenarios , München, GRIN Verlag GmbH
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