Die Parallele in der Entwicklung sind zwar unentbehrlich, müssen aber mit nationalen Besonderheiten und staatlichen Prioritäten der jeweiligen Entwicklungsphase übereinstimmen. Die heutige wirtschaftliche Entwicklungsstufe Russlands wird durch die Disbalance zwischen dem Export der Energieressource und dem Import in die Russische Föderation der ausländischen Industrieausrüstung und Technologien charakterisiert. Diese Tatsache ist auf das unzureichende Funktionieren des industriellen Sektors der Wirtschaft zurückzuführen. Die nicht immer fundierte Stellung des Staates, dass die Marktwirtschaft selbständig die konkurrenzfähige Umgebung bildet, führt unvermeidlich zu den ungleichen Bedingungen im Produktionsbereich unterschiedlicher Unternehmen. Dieses destabilisiert die Entwicklung bestimmter Industriebereiche, und führt zum Verfall der ganzen Wirtschaft des Landes. Als Folge sind die Werke besonders aktuell, die die grundlegenden Aspekte der Bildung der industriellen Politik des Staates am Beispiel des Russischen Reiches der zweiten Hälfte des neunzehnten - Anfang des zwanzigsten Jahrhunderts, umfassend die Zeitperiode von 1850 bis 1913, untersuchen. Bis Mitte des neunzehnten Jahrhunderts entwickelte sich die Industrie Russlands hauptsachlich extensiv, erst in der zweiten Hälfte des neunzehnten Jahrhunderts hat der Staat wegen einigen geopolitischen Bedingungen die Notwendigkeit der Industrieproduktion eingesehen. Durch diese Besonderheit lässt sich der fragmentarische Charakter der Rechtsregelung des Industriebereiches in Russland bis Mitte des neunzehnten Jahrhunderts erklären. Die Berücksichtigung der Erfahrung Russlands der zweiten Hälfte des neunzehnten - Anfang des zwanzigsten Jahrhunderts wird durch eine Reihe von objektiven Gründen bedingt. Durch ständige Kriegsgefahr und umfangreiche Grenzen Russlands, die man verteidigen musste, fühlten sich die Staatsbeamten gezwungen, die Probleme der Industrieproduktion ernster zu nehmen, dabei die Ressourcen der Staatsbetriebe zu nutzen und Privatbetriebe für militärische Bedürfnisse einzusetzen. Ein anderer wichtiger Faktor, der die Industrieproduktion forderte, war die Abschaffung der Leibeigenschaft, die Grundlagen für schnelle Entwicklung der kapitalistischen Produktion geschaffen hatte. Rücklaufoperation beschleunigte den Prozess der ursprünglichen Kapitalanhäufung, und die Bauerbefreiung führte zur Bildung des freien Arbeitskräftemarkts. Diese beiden Tatsachen sind zu den begünstigenden Faktoren der Industrieentwicklung Russlands geworden.
Die Kompliziertheit der politischen und wirtschaftlichen Situation im Lande orientierten die staatlichen Strukturen auf Ausarbeitung ernsterer und konsequenterer Maßnahmen, die der Bildung und Entwicklung der Industrieproduktion Russlands zugrunde gelegt wurden. Auf dem gesamtstaatlichen Niveau wurden die Grundrichtungen der industriellen Politik ausgearbeitet. Gleichzeitig ist zu bemerken, dass eine eindeutige Definition sowohl des Begriffes „Politik“ im
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Allgemeinen, als auch der industriellen Politik schwer zu formulieren ist. Traditionell gehört zur Politik das, was mit den gesellschaftlichen Interessen und der Verwaltung verbunden ist, wo der Staat als Vermittler und Regulator der Wechselwirkung unterschiedlicher Interessen auftritt. Die Verwaltungswirkung wird auf das Wirtschaftsleben der Gesellschaft durch die Einführung der Prioritäten der wirtschaftlichen Entwicklung erzielt.
Die industrielle Politik kann man gleichzeitig als eine Idee und als ein Maßnahmensystem betrachten, die auf das Erreichen eines bestimmten Ziels ausgerichtet ist, und zwar auf das industrielle Gedeihen des Staates. In diesem Zusammenhang kann man versuchen folgende Definitionen der industriellen Politik Russlands der analysierten Zeitspanne geben. Die industrielle Politik ist ein Maßnahmensystem, das vor allem auf die Unterstutzung des industriellen Sektors der Wirtschaft gerichtet ist und das im Bewusstsein des Volkes die Unentbehrlichkeit und Wichtigkeit der Entwicklung und der ständigen Vervollkommnung der industriellen Produktion im Lande bildet. Die industrielle Politik ist eine als Grundlage angenommene Idee, die meistens voll das Wesen der staatlichen Tätigkeit (des Regulators der Wechselwirkung unterschiedlicher Interessen) auf der Etappe der Entwicklung und des Entstehens der industriellen Produktion wiederspiegelt. Noch 1892, nachdem S. J. Witte ins Finanzenministerium eingetreten war, hat er sich vorgenommen, Gründe der Industrie- und Handelspolitik seiner Vorgänger klarzustellen, und, wenn möglich, die von ihnen begonnene Veränderungen fortzusetzen oder zu Ende zu führen. Er hat darauf hingewiesen, dass wirtschaftlich-staatliche Maßnahmen jahrzehntelang verwirklicht werden, und dass das instabile, schwankende Industrie- und Handelssystem das schädlichste ist.. Die instabile Industrie- und Handelspolitik des Staates gleicht der Wirtschaft, die sich immer wieder mit dem Produzieren der neuen Waren beschäftigt, und dabei auf die Vollendung der früher begonnenen verzichtet. Unabhängig davon, wie vollkommend die Technik in solcher Wirtschaft ist, endet sie in jedem Fall mit der Verarmung. S. J. Witte. Der staatsangehörigste Vortrag vom Finanzenminister S. J. Witte den Nikolaj 2 über die Unentbehrlichkeit das bestimmte Programm der Industrie- und Handelspolitik des Reiches festzustellen und dann ihm zu folgen.
Zu den Grundrichtungen der industriellen Politik des Russischen Reiches der genannten Zeitspanne gehören:
-Aufbau des Systems der staatlichen Verwaltungsorgane der industriellen Produktion; - Bildung einer normativen Basis, die meist voll die entstehenden Beziehungen reguliert; -Sammeln und Systematisierung der wirtschaftlich-statistischen Angaben von der industriellen Produktion;
-Bestimmung der meistens nachgefragten Vorzugsrichtungen in der Produktion; -Investitionspolitik des Staates;
-durchdachter und effektiver Gebrauch der Zolltarifpolitik;
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Arbeit zitieren:
Doktor der Rechtswissenschaften Natalia Kovaleva, 2009, Die Etablierung der Rechtregelung in der Industrieproduktion im Russischen Reich in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts, München, GRIN Verlag GmbH
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