Inhaltsverzeichnis:
1. Einleitung 2
2. Musikalische Analyse 1.Satz Sonate C- Dur, op. 53 3
2.1. Gliederung 3
2.2. Exposition. 3
2.3. Durchführung 7
2.4. Reprise. 8
2.5. Coda. 9
3. Zusammenfassung. 10
Literaturverzeichnis. 12
1
1. Einleitung
Die Klaviersonate C-Dur op.53 von Ludwig van Beethoven stellt einen allmählichen Übergang von der klassischen Darstellung der Klaviermusik hin zu einer romantischeren dar. Es sind prägende Elemente der Musik des 19.Jahrhunderts zu erkennen, unter anderem der orchestrale Klavierstil, der das Klavier großflächiger ausfüllt und die ganze Bandbreite der Klaviatur klanglich in Erscheinung treten lässt. Beethoven bekennt sich selbst dazu, einen „neuen Weg“ beschreiten zu wollen. 1
Als einer der ersten Mäzen Beethovens gilt Graf Ferdinand von Waldstein, dem in dankbarer Annerkennung die 1803/04 komponierte Sonate op.53 gewidmet wurde. Diese Klaviersonate prägte, neben der fünften Sinfonie, seine mittlere Schaffensperiode und gehört zweifellos zu den bedeutendsten und beliebtesten Klaviersonate Beethovens. Der erste Satz steht in C-Dur und soll im Allegro con brio vorgetragen werden. Als formales Fundament wurde die für die Klassik typische Sonatenhauptsatzform gewählt.
1 Uhde (1974), S.136.
2
(Quelle: eigene Darstellung nach Notenausgabe Edition Peters)
2.2. Exposition
Das erste Thema ist durch einen periodischen Aufbau gekennzeichnet, das heißt es gliedert sich in einen viertaktigen Vordersatz mit anschließendem viertaktigen Nachsatz. Allerdings unterscheidet sich der Inhalt des vorgestellten Themas von Beethovens ersten Sonaten, denn es ist kein klassischer Entwicklungstyp erkennbar - der Nachsatz wiederholt motivisch den Vordersatz und bringt keine relativierende, verstärkte Entwicklung hervor. 2 Die Steigerung des Nachsatzes wird aus diesem Grund nicht durch eine melodische Fortführung erreicht, sondern durch die überraschende harmonische Abwärtsrückung um einen Ganztonschritt zu B-Dur im 5.Takt, welche einen ersten harmonischen Einblick in die überwiegende B-Tonalität der Durchführung darstellt.
Sowohl der Vordersatz als auch der Nachsatz sind innerlich periodisch aufgebaut - auf eine dynamisch aufbauende zweitaktige Phrase folgt eine ebenso lange in zwei Schritten die Spannung erlösende Antiphrase. Die erste Phrase beinhaltet gleichmäßige Achtelakkordrepetitionen in C-Dur, welche durch das fast nicht hörbare pianissimo eine unglaubliche Spannung aufbauen. Auf dem vierten Schlag im zweiten Takt findet erstmalig ein nach oben verlaufender Akkordwechsel, zum Doppeldominantsekundakkord, statt. Diese stetig pochende Repetition beider Hände in den ersten beiden Takten baut eine zur Entladung strebende Spannung auf. Im Folgenden löst sich die rechte Hand und formt ein kurzes prägendes Motiv aus einer punktierten Viertel g mit einem angehängten Abgesang, bestehend aus zwei Sechzehnteln h und a und einer Achtel g.
Beim erstmaligen Hören scheint dieses Hauptthema die Wirkung einer Introduktion auszustrahlen - die Wichtigkeit dieser thematischen Hauptphrase wird erst im folgenden Verlauf intensiver bewusst. Die Melodie entwickelt sich fließend, um erst im dritten Takt dynamisch auszubrechen. Der Rhythmus nimmt eine wichtige Stellung innerhalb des Themas ein und wird zum formbildenden Element - im Bass zieht sich diese beständige Achtelrepetition sogar bis zum zehnten Takt hindurch und dient sowohl dem Melodieaufbau als auch der Bildung eines durchgängigen rhythmischen Harmoniegerüsts. In den ersten drei
2 dtv Band 1, S.106 f.
3
Arbeit zitieren:
Michael Flohr, 2007, Ludwig van Beethoven - Waldsteinsonate op.53, München, GRIN Verlag GmbH
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