Inhaltsverzeichnis
Seite
Abk ürzungsverzeichnis. III
Abbildungsverzeichnis. IV
1. Einleitung. 5
2. Definitorische Abgrenzung der Begrifflichkeit Place Branding. 6
3. Ziel und Aufgabe des Place Brandings. 7
4. Erfolgsfaktoren des Place Brandings. 8
5. Ablaufplan eines Place Brandings. 11
5.1. Organisation und Analyse. 12
5.2. Entwicklung des Markenprofils. 13
5.3. Implementierung und Markenführung. 17
6. Ausgewählte Praxisbeispiele von Place Brandings. 18
6.1. Erfolgreiches Place Branding. 18
6.2. Gescheitertes Place Branding. 19
7. Konklusion. 21
Literaturverzeichnis. XXIII
Anhang. XXV
II
Abkürzungsverzeichnis
BMO Brand Management Organisation
III
Abbildungsverzeichnis
Seite
Abbildung 1 Framework of the success factors of place branding.
Abbildung 2 Ablaufplan eines Place Brandings.
Abbildung 3 Elemente der Brand Identity.
Abbildung 4 Building Norway´s country brand - a timetable
IV
1. Einleitung
Die Welt, in der wir heute leben, ist gekennzeichnet durch Globalisierungsprozesse sowohl in Bezug auf Ökonomie als auch Kultur. Nicht verwunderlich erscheint es da, dass auch Städte, Regionen und Länder weltweit zunehmend in Konkurrenz zueinander stehen. Im Kampf um Investoren, Fachkräfte, Studenten, Einwohner und Touristen als Anspruchsgruppen, an die sich ein Standort richtet, greifen diese immer häufiger auf die Methode des Place Brandings zurück, um ein authentisches und glaubwürdiges Markenprofil ihrer Stadt, Region oder ihres Landes zu etablieren und auf diese Weise einen klaren Wettbewerbsvorteil gegenüber anderen Standorten zu erzielen. Verstärkt wird dieser Prozess durch die Erkenntnis, dass Standorte zunehmend austauschbar werden. 1
Auch in der Literatur wird das Thema Place Branding heute zunehmend diskutiert. 2 Grundlagen und Ansatzpunkte dieser relativ neuen Disziplin 3 zu erörtern und darzustellen, soll deshalb Ziel dieser Arbeit sein.
Nachdem in diesem ersten einleitenden Kapitel eine kurze Einführung in die Thematik des Place Brandings gegeben wurde, widmet sich das nachfolgende Kapitel einer definitorischen Abgrenzung bzw. Einordnung der Begrifflichkeiten. Das dritte Kapitel stellt Ziel und Aufgabe des Place Brandings vor, wonach in Kapitel Nummer vier verschiedene Erfolgsfaktoren dieses dargeboten werden. Darauf folgend wird ein möglicher Ablaufplan eine Place Branding Projekts vorgestellt. Dabei wird zunächst die Stufe Organisation und Analyse erläutert und anschließend auf die beiden Schritte Entwicklung des Markenprofils sowie Implementierung und Markenführung eingegangen. Bevor im siebten und letzten Kapitel eine abschließende Konklusion gezogen wird, werden im sechsten Abschnitt noch Praxisbeispiele für ein erfolgreiches und ein gescheitertes Place Branding gegeben.
1 Vgl. Kurzhals/Langer In: Kurzhals/Langer (Hrsg.) 2007, S. 9f; Kavaratzis 2005, S. 329f; Stöber 2007, S. 48;
Ergez 2004, S. 160; Baker 2007, S. 17; Director 2008, S. 52; Anholt 2008, S. 6; Papadopoulos/Heslop 2002, S.
302
2 Vgl. Hankinson 2001, S. 129
3 Auch wenn Place Branding heute als „hot topic“ gilt, so ist es keinesfalls ein gänzlich neues Thema. Das
Werben für Orte als Vorläufer des Place Brandings reicht bis in die Antike zurück. Neu ist jedoch, dass sich bei
heutigen Place Branding Maßnahmen klar gebündelte und zielgerichtete Aktivitäten und strategische Allianzen
finden lassen, während es sich bei früheren Werbepraktiken lediglich um intuitive und gelegentliche
Unternehmungen einzelner Personen oder Organisationen, die ein Interesse an der Werbung für einen
bestimmten Ort hatten, handelte (vgl. o.V. 2008, S. 52; Stöber 2007, S. 50)
5
2. Definitorische Abgrenzung der Begrifflichkeit Place Branding
Die einleitenden Ausführungen haben deutlich gemacht, dass das Place Branding heute zunehmend auf Interesse sowohl im wissenschaftlichen Diskurs, als auch und insbesondere in der Praxis stößt. Doch worum handelt es sich beim Place Branding überhaupt?
Innerhalb der Forschungsliteratur zum Thema Branding von Orten lassen sich verschiedenste Beiträge über das Branding von Städten, Regionen und Ländern mit ebenso vielen unterschiedlichen Definitionsansätzen finden. Als ursächlich für die bisweilen (noch) fehlende einheitliche Definition des Konstrukts Place Branding kann die relative Neuheit dieses Phänomens und die damit einhergehende längst nicht abgeschlossene wissenschaftliche Beschäftigung mit dieser Thematik angesehen werden. 4 Dennoch soll an dieser Stelle der Versuch unternommen werden, eine für die vorliegende Arbeit adäquate Arbeitsdefinition zu finden. Hierfür ist es zunächst notwendig, sich der Bedeutung der Dimension „Place“ klar zu werden. In der einschlägigen Literatur wird „Place“ teilweise gegenüber Nation, Country, Destination, Location, Region, City oder Town abgegrenzt, teilweise wird Place jedoch auch als integraler Bestandteil oder gar Synonym für eine oder mehrere dieser Begrifflichkeiten verwendet. 5 Hier soll unter Place eine geographische Einheit unbestimmter Größe verstanden werden. Das heißt ein Place, bzw. der im Folgenden synonym verwendete Begriff Standort, kann sowohl Städte und Regionen, als auch ganze Länder umfassen. 6
Bruhns Definition zufolge sind Marken einzigartige und überzeugende Vorstellungsbilder der Menschen, hier übertragen auf die Thematik dieser Arbeit, von Standorten. 7 Menschen assoziieren mit Standorten demnach Bilder, Attribute und Lebenswelten, wobei die Komplexität der Stadt, Region oder des Landes stark reduziert wird. 8
Die beiden Dimensionen Place und Brand (Marke) vereinigend kann Place Branding nun definiert werden als „[...] practice of applying brand strategy and other marketing
4 Vgl. Hanna/Rowley 2008, S. 69f
5 Vgl. Hanna/Rowley 2008, S. 63ff; Kavaratzis 2005, S. 332ff; Caldwell/Freier 2004, S. 51ff
6 Vgl. Moilanen/Rainisto 2009, S. 17
7 Vgl. Bruhn 2009, S. 177
8 Vgl. Kurzhals In: Kurzhals/Langer (Hrsg.) 2007, S. 29; Binder/Zintzmeyer In: Kurzhals/Langer (Hrsg.) 2007,
S. 37
6
techniques and disciplines to the economic, social, political and cultural developments of cities, regions and countries, asserting that holistic place branding encompass everything a place wishes to sell.” 9
3. Ziel und Aufgabe des Place Brandings
Das übergeordnete Ziel sowie die Hauptaufgabe des Place Branding ist, wie es der Name bereits verrät, die Schaffung einer starken und unverwechselbaren Marke eines Standortes.
Lange Zeit war das Branding eine Domäne, die überwiegend, wenn nicht sogar ausschließlich, im Konsum- und Industriegüterbereich angesiedelt war. Doch in Zeiten der bereits angesprochenen Globalisierung entdecken auch immer mehr Städte, Region und Länder dieses Phänomen für sich. Und die Vorteile, die Marken mit sich bringen, sind dabei klar ersichtlich. Das Branding von Standorten steigert deren Bekanntheit, schafft Differenzierungspotenziale gegenüber Konkurrenten, bedingt positive Assoziationen (Images), erhöht Respekt, Ansehen und Loyalität der Standorte, schafft Vertrauen, vergrößert die Attraktivität lokaler Produkte und Erzeugnisse, erleichtert die Erholung im Falle eintretender Krisen oder Katastrophen, erhöht wirtschaftliches Wachstum, verstärkt die Attraktivität für Touristen usw. Die Liste der Vorteile ließe sich noch weiter fortsetzen. Zusammenfassend kann jedoch festgehalten werden, dass Place Brands klare Vorteile im Standortwettbewerb schaffen und genau dies ist es, was für Standorte in der heutigen Zeit von Interesse ist. 10
Standortmarken basieren auf eigenen Erfahrungen, aus der Umwelt aufgenommenen sowie gezielt erhaltenen Informationen. Place Brands entstehen, ebenso wie Produktmarken, folglich nicht grundsätzlich willkürlich, sondern können, wie im weiteren Verlauf dieser Arbeit noch aufgezeigt wird, darüber hinaus gezielt forciert werden. Ein Place Branding unterscheidet sich jedoch signifikant vom
9 Hanna/Rowley 2008. S. 64
10 Vgl. Ergez In: Hilber/Ergez 2004, S. 159; Baker 2007, S. 40f; Moilanen/Rainisto 2009, S. 7f; Schneider In:
Greipl/Müller (Hrsg.) 2007, S. 73ff
7
Arbeit zitieren:
Dipl.-Oec. Anne-Katrin Tauber, 2009, Grundlagen und Ansatzpunkte des Place Branding, München, GRIN Verlag GmbH
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