Inhalt
Abbildungsverzeichnis 3
Tabellen- und Formelverzeichnis 4
1. Einleitung 5
1.1 Die Universität im Innovationssystem 5
1.2 Die Hochschule in der Region 8
2. Der Angebotseffekt 12
2.1 theoretische Wirkung des Angebotseffekts 12
2.2 Wissenstransfer 15
2.2.1 Personaltransfer 18
2.2.2 Technologie- und Forschungstransfer 19
2.2.3 Basistransfer 21
2.3 Wirkung von Wissenstransfer 21
2.3.1 Spill-over-Effekte 22
2.4 Beispiele für den Angebotseffekt einer Universität 24
2.4.1 Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg 24
2.4.2 Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg 29
3. Nachfrageffekte 32
3.1 Nachfragewirksame Ausgaben 33
3.2 Regionale Wirkung der universitären Ausgaben 34
3.2.1 Multiplikatoranalyse 36
3.3 Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg 39
4. Fazit 42
Quellenverzeichnis 44
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Abbildungsverzeichnis
Abbildung 1: regionales Innovationssystem
Abbildung 2: lineares Innovationsmodell
Abbildung 3: nichtlineares Innovationsmodell
Abbildung 4: Effekte in der Region
Abbildung 5: kurz- und langfristige Effekte
Abbildung 6: universitäres Angebot und Nachfrage
Abbildung 7: Wissenstransfer
Abbildung 8: Ausgründungen und ihre regionale Verteilung 1990-2002
Abbildung 9: Kooperationen und regionale Verteilung
Abbildung 10: Kooperationsformen und Ergebnisse
Abbildung 11: Ausgabenarten und Herkunft
Abbildung 12: Einkommens- und Beschäftigungseffekte
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Tabellen- und Formelverzeichnis
Tabelle 1: regionalwirtschaftlich relevante Aktivitäten 8
Tabelle 2: Wirkungen des Wissenskapital 13
Tabelle 3: Hochschulen als Wissensgeber 14
Tabelle 4: Wissenstransfer und Absatzorientierung 30
Tabelle 5: Produktentwicklung und Wissenstransfer 31
Tabelle 6: Ausgabenarten und ihr regionaler Verbleib 39
Formel 1: regionale Produktionsfunktion 13
Formel 2: keynesianisches Regionalmodell 37
Formel 3: Bestimmung des Multiplikators 38
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1. Einleitung
In der folgenden Arbeit soll die Rolle der Hochschule in regionalen Innovationsansätzen betrachtet werden. Hierbei soll aber nicht nur die Funktion der Universität in regionalen Netzwerken im Vordergrund stehen, vielmehr soll auch die Bedeutung der Hochschule für die regionale Entwicklung dargestellt werden. Zunächst wird die Rolle bzw. Aufgabe einer Hochschule in der Regionalentwicklung untersucht, darauf aufbauend sollen der Angebots- und Nachfrageeffekt betrachtet werden. Beim Angebotseffekt wird, wegen der Bedeutung für Innovation und Wachstum in der regionalen Ökonomie, besonders auf den Wissenstransfer eingegangen. Darauf folgend wird ein Beispiel zum Angebotseffekt erläutert. Beim Nachfrageeffekt werden zunächst die Einkommens- und Beschäftigungseffekte der universitären Nachfrage dargestellt, anschließend soll noch kurz auf Analysemethoden zur Bemessung des Nachfrageeffektes eingegangen werden, gefolgt von einem Beispiel. Zwar scheint es keinen Zusammenhang zwischen universitärer Nachfrage und Innovationsansätzen zu geben, allerdings wäre es nicht richtig die Einkommens- und Beschäftigungsimpulse aufgrund einer Nachfrage durch die Universität außen vor zu lassen. Wie das Beispiel zeigen wird, können diese einen beträchtlichen Beitrag zur regionalen Entwicklung leisten. Am Ende wird versucht, in einem Fazit die Bedeutung und Rolle einer Universität in und für eine Region zu bestimmen.
1.1 Die Universität im Innovationssystem
In den 1970er Jahren setzte ein wirtschaftlicher Strukturwandel ein, welcher die Bedeutung technischer Innovation als Wettbewerbsfaktor erhöhte (Thomi, Werner, 2001, S. 202). Technische Innovationen stiegen damit zu einem integralen Bestandteil und Motor der wirtschaftlichen Entwicklung auf (ebd., S. 202) und Wissen gewann an zunehmender Bedeutung als Produktionsfaktor (Maier, Tödtling, 2006, S. 107). Innovationsfähigkeit wurde zu einer entscheidenden Determinante für ökonomische Stabilität und Wachstum einer Region (Backhaus, 2000, S. 1). Die positive wirtschaftliche Entwicklung einer Region ist heute in hohem Maße davon abhängig, ob die regionale Ökonomie in der Lage ist innovative Produkte zu entwicklen, welche auf Märkten monopolistischer Konkurrenz angeboten werden könne und das Erwirtschaften von Gewinnen ermöglichen (Rosner, 2006, S. 9). Diese Gewinne sind
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wiederum Voraussetzung für Erweiterungsinvestitionen und fortlaufende Innovation und damit für das Wachstum der regionalen Ökonomie (ebd.).
Aus diesem Grunde sind Innovationsfähigkeit und Innovationstätigkeit seit den 1980er Jahren immer stärker in den regionalökonomischen und wirtschaftsgeografischen Fokus gerückt und haben verschiedene neue oder veränderte theoretische Konzepte hervorgebracht (Backhaus, 2000, S. 1, vgl. Thomi, Werner, 2001, S. 203), welche stärker innovationsorientiert sind und auf die Förderung von Innovation und Technologie ausgerichtet sind (Maier, Tödtling, 2006, S. 159). Die verschiedenen Innovationssystemvarianten weisen eine Reihe von Gemeinsamkeiten auf (Maier, Tödtling, 2006, S. 114). Zu diesen zählt u.a. die Zusammenarbeit mit anderen Organisationen, zu denen auch nicht betriebliche Akteure, wie Universitäten zählen (ebd., S. 115). Forschungseinrichtungen nehmen innerhalb dieser Modelle entscheidende Funktionen wahr (Backhaus, 2000, S. 1). Die nachfolgende Abbildung zu den Grundstrukturen eines regionalen Innovationssystems zeigt beispielhaft die Elemente des Subsystems der Wissensgenerierung und Wissensdiffusion, zu dessen aufgeführtem Element der öffentlichen Forschungseinrichtung werden auch Universitäten gezählt (Maier, Tödtling, 2006, S. 117).
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Der Darstellung folgend sind Forschungseinrichtungen Lieferanten von Wissen, welches für die Innovationstätigkeit ein unentbehrlicher Produktionsfaktor ist (Backhaus, 2000, S. 1), dadurch kommt ihnen im regionalen Innovationsprozess eine herausragende Funktion zu, da sie Wissen bereitstellen und generieren können (Rosner, 2006, S. 8). Aus diesem Grunde werden von einer Hochschule auch Entwicklungsimpulse für die Herausbildung und Ausgestaltung eines Innovationssystems erwartet (Hagen, 2006, S. 34). Für eine wissensbasierte Regionalentwicklung stellen Forschungseinrichtungen somit die entscheidende Grundlage dar. Die Bedeutung von Forschungseinrichtungen zeigt sich auch im linearen bzw. nichtlinearen Innovationsmodell (vgl. Maier, Tödtling, 2006, S. 110). So steht am Anfang des linearen Innovationsmodells die Grundlagenforschung, hier kann ohne Weiteres die Universität als Ort der Grundlagenforschung verortet werden.
Während in der Abbildung 2 der Einfluss der Universität nur am Anfang des Innovationsprozesses gegeben zu sein scheint, finden sich im nichtlinearen Innovationsmodell dagegen in jeder Phase des Innovationsprozesses Verbindungen zu Forschungseinrichtungen (ebd.). Beide Modelle betonen damit die Bedeutung einer Universität für Innovation und damit für eine (wissensbasierte) Regionalökonomie (ebenso Backhaus, 2000, S. 12).
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1.2 Die Hochschule in der Region
Von einer Wissenschaftseinrichtung können unterschiedliche wirtschaftliche Aktivitäten ausgehen, die folgende Tabelle soll eine Übersicht über diese geben (Clermont, 1997, S. 16). Tabelle 1: regionalwirtschaftlich relevante Aktivitäten
Quelle: Darstellung nach Clermont, 1997, S. 16
Die ökonomischen Effekte dieser Tätigkeiten sind in verschiedenen Bereichen nachweisbar, die nachfolgende Abbildung soll die Auswirkungen illustrieren (Glorius, Schultz, 2002, S. 1). Der Fokus wird im weiteren auf dem Angebots- und Nachfrageeffekt, d. h. die Nachfrage nach Produktionsfaktoren und die Produktion von Leistungen liegen. Die nachfolgende Abbildung fasst die regionalen Effekte einer Hochschule noch einmal zusammen und zeigt diese.
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Eine andere, temporal orientierte, Unterscheidung der regionalwirtschaftlichen Auswirkung einer Hochschule ist die nach kurz- und langfristigen Effekten (Rosner, 2006, S. 4). Kurzfristig entstehen in einer Region ökonomische Effekte, indem Mittel verausgabt werden. Diese Ausgaben führen zu Nachfrage, Wertschöpfung und Einkommen, daneben lösen sie aber auch noch eine Nachfrage nach Vorleistungen aus, welchen wiederum zum Teil aus der Region stammt (ebd., S. 5). Diese kurzfristigen Effekte umfassen im Wesentlichen die Nachfrage- und Beschäftigungseffekte, welche von den Studierenden, den Mitarbeitern und den Hochschulen selbst ausgelöst bzw. induziert werden (ebd., S. 11). Sie werden im weiteren unter dem Begriff Nachfrageeffekte gestellt, da sie auf einen Nachfrageimpuls zurückzuführen sind (ebd.). Als langfristiger Effekt wird der Umstand bezeichnet, dass eine Region langfristig von Forschung und Lehre einer Hochschule profitiert (ebd., S. 7). Langfristig deswegen, weil diese gerade für das längerfristige Wachstumspotenzial einer Region von großer Bedeutung sind (ebd.). Eine dauerhafte Wirkung stellt sich dabei durch Ausgründungen, durch Ansiedlung von Instituten bzw. Unternehmen oder durch direkten Wissenstransfer und die Produktion von Humankapital ein (ebd.). Diese langfristigen Ergebnisse lassen sich auch
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Arbeit zitieren:
Thomas Kramp, 2008, Zur Rolle der Hochschule in regionalen Innovationsansätzen, München, GRIN Verlag GmbH
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,Nationales Innovationssystem’ und ‚Regionales Innovationssystem’ als ...
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