Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung 3
2. Begriffsklärung 4
3. Fördermodelle. 5
3.1. ,,Reciprocal Teaching’’ nach Brown und Palincsar 5
3.2. Das Selbstinstruktionstraining nach Lauth 7
3.3. Vergleich beider Programme. 8
4. Schlussbetrachtung 11
5. Literaturverzeichnis 12
Internetquellen:....................................................................................................... 12
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1. Einleitung
Diese Ausarbeitung befasst sich mit dem Thema Lernkompetenzförderung von Kindern und Jugendlichen. Im Rahmen der Kognitiven Wende um 1960 entwickelt sich innerhalb der psychologischen Wissenschaft ein Trend von einer behavioristischen zu einer kognitiven Denkweise. Während im Behaviorismus mit dem Modell der ,Black Box’ nur objektiv messbare Verhaltensweisen erfasst werden, berücksichtigt die kognitivistische Sichtweise physiologische Vorgänge im Menschen. Wissenschaftler beschäftigen sich zunehmend mit der Erforschung von Gedächtnisleistungen. Damit wird das Reiz- Reaktionsschema des Behaviorismus durch die Informationsverarbeitungsprozesse ergänzt. Eine wichtige Rolle für die Wende zum Kognitivismus spielt die Entwicklungstheorie Jean Piagets. Er beschreibt Lernvorgänge als Austauschprozess zwischen Individuum und Umwelt. Der Lernende entwickelt abhängig von seinem Alter seine kognitiven Strukturen und Schemata aus. Das Wissen um die damit verbundenen Erkenntnisse legt einen wichtigen Grundstein für die beginnende Bildungsexpansion. Auf dem Weg zur Wissensgesellschaft benötigt jeder Mensch die Fähigkeit lebenslang zu lernen, also Lernkompetenz. Seit den 70iger Jahre werden verschiedenste Trainings zur Förderung von Lernkompetenzen entwickelt. Nun stellt sich die Frage, welches Training die Lernkompetenz von Kindern und Jugendlichen effektiv fördert. Ziel dieser Ausarbeitung ist es anhand eines Vergleichs zweier ausgewählter Förderprogramme, dem ,,Reciprocal Teaching‘’ nach Brown/Palincsar und dem ,,Programm zur Vermittlung kognitiver Fähigkeiten’’ nach Lauth, die jeweiligen Stärken und Schwächen darzustellen und ihre Sinnhaftigkeit für die praktische Anwendung kurz zu diskutieren.
Die Begriffklärung geht ausschließlich auf den Bereich der Psychologie und Pädagogik ein und schließt andere Definitionsbereiche aus. Die dargestellten Modelle können nur kurz erläutert werden. Diese Ausarbeitung verzichtet auf eine historische Betrachtung in der Entwicklung der Lernkompetenzförderung sowie auf Theorien zur kognitiven Entwicklung des Menschen.
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2. Begriffsklärung
Bevor auf die Förderprogramme eingegangen wird, sind grundlegende Begriffe, die mit dem Thema verbunden sind, zu erläutern. Zunächst wird der Begriff Lernen definiert: ,,Allgemeine, umfassende Bezeichnung für Veränderung des individuellen Verhaltens auf bestimmte Reize, Signale, Objekte und Situationen. Sie haben ihre Grundlage in (wiederholten) Erfahrungen, die automatisch registriert und/oder bewusst verarbeitet werden. […] Die vermittelten Prozesse des Lernens beziehen sich auf Veränderungen der Verhaltensmöglichkeiten oder -Bereitschaften und bilden die latente Grundlage für im Situationsbezug manifeste Verhaltens-, Auffassungs-und/oder Denkweisen. Lernen und Gedächtnis stehen in engem Zusammenhang.’’ (Fröhlich, 1991, S. 223) Demnach kann Lernen als ein Anpassungsprozess verstanden werden, indem das Individuum sich an die Umwelt anpasst. Um absichtlich oder beiläufig zu lernen sind Wiederholungen notwendig. Erlernte Informationsverarbeitungsprozesse im Gedächtnis helfen dem Lernenden in variierenden Situationen angemessen zu handeln.
Der nächste zu erläuternde Begriff lautet Kompetenz. Kompetenz ist die ,,Allgemeine Bezeichnung für die sachliche Zuständigkeit eines Menschen bei der Lösung von Problemen, für bestimmte umschriebene Leistungen oder - als soziale Kompetenzfür den Umgang mit Mitmenschen. Die Verfügung von Kenntnissen und Fertigkeiten bzw. ihr gezielter Einsatz zur erfolgreichen Bewältigung von Aufgaben- oder Problemsituationen wird auch als Wirksamkeitsmotivation oder Effektanzmotiv bezeichnet.’’ (Fröhlich, 1991, S. 206) Diese psychologische Definition von Kompetenz umschreibt allgemein die kognitiven Fähigkeiten mit Problemen umzugehen und sie zu lösen, über die ein Mensch bereits verfügt und/oder die er/sie erlernen kann. Als kompetent gilt eine Person, die aufgrund erlernter Verhaltensmöglichkeiten in verschiedenen Situationen erfolgreich Probleme lösen kann. In engem Zusammenhang mit Kompetenz stehen Motivation und Bereitschaft. (Fröhlich, 1991)
Was ist schließlich Lernkompetenz? Eine Definition von Lernkompetenz der SPD Hessen (2008) erläutert den Begriff gut verständlich, ohne aber in eine politische Dimension abzuschweifen oder gar einen politischen Standpunkt zu vertreten. ,, Lernkompetenz - „Lernen lernen“ - ist die Fähigkeit, einen Lernprozess zu beginnen und weiterzuführen. Der Einzelne sollte in der Lage sein, sein eigenes Lernen zu
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Arbeit zitieren:
Katharina Kantreiter, 2008, Lernkompetenzförderung bei Kindern und Jugendlichen, München, GRIN Verlag GmbH
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