I
Markus Staender: „Die qualitative Inhaltsanalyse - und circa 2000 Witze“
Inhaltsverzeichnis
Inhaltsverzeichnis I
II Literatur- und Quellenverzeichnis II
1 Einleitung 1
2 Die qualitative Inhaltsanalyse - Theoretische Grundlagen 2
2.1 Zentrale Merkmale 3
2.2 Techniken 4
2.3 Vorteile 4
2.4 Anwendungsgebiete 6
2.4.1 Gewaltforschung 7
2.4.2 Minderheitenforschung 7
2.4.3 Politische Kommunikation 8
3 Ein praktisches Anwendungsbeispiel 9
3.1 Stand der Forschung 9
3.2 Forschungsziel 10
3.3 Methodik 10
3.4 Ergebnisse 11
3.5 Interpretation 12
4 Problemfelder 13
Markus Staender: „Die qualitative Inhaltsanalyse - und circa 2000 Witze“
II Literatur- und Quellenverzeichnis
Attelslander, Peter (2003, 10., neu bearb. und erw. Aufl.): Methoden der empirischen Sozialforschung. Berlin. De Gruyter
Brettschneider, Frank: Kanzlerkandidaten im Fernsehen. Häufigkeit - Tendenz -Schwerpunkte. Media Perspektiven 6/2002. S.263-276 http://www.ard-werbung.de/showfile.phtml/brettsch.pdf?foid=4313, Stand 7.10. 2007 Brosius/Koschel (2003, 1. Aufl.): Methoden der empirischen
Kommunikationsforschung. Wiesbaden. Westdt. Verl.
Diekmann, Andreas (2004, Orig-Ausg., 11. Aufl.): Empirische Sozialforschung. Grundlagen, Methoden, Anwendungen. Reinbek bei Hamburg. Rowohlt-Taschenbuch-Verl.
Friedrichs, Jürgen (1990, 14. Auflage): Methoden empirischer Sozialforschung. Opladen. Westdeutscher Verlag
Früh, Werner (1998, 4. überarbeitete Auflage): Inhaltsanalyse: Theorie und Praxis. Konstanz. UVK Medien
Hinz, Arnold: Frauen- und Männerwitze. Eine qualitative Inhaltsanalyse. Zeitschrift für Sozialpsychologie, 34 (1), 2003, 37-45. Verlag Hans Huber, Bern. WISO Datenbank, Sozialwissenschaften, Stand: 7.10.2007
Kromrey, Helmut (2000, 9., korrigierte Auflage): Empirische Sozialforschung -Modelle und Methoden der standardisierten Datenerhebung und Datenauswertung. Opladen. Leske + Budrich
Lamnek, Siegfried (1995, 3., korrigierte Auflage): Qualitative Sozialforschung. Weinheim. Beltz, PsychologieVerlagsUnion
Lamnek, Siegfried (2005, 4., vollständig überarbeitete Auflage): Qualitative Sozialforschung - Lehrbuch. Weinheim. Beltz, PsychologieVerlagsUnion Schnell, Rainer. (1992, 3., überarb. und erw. Aufl.): Methoden der empirischen Sozialforschung. München. Oldenbourg
1 Markus Staender: „Die qualitative Inhaltsanalyse - und circa 2000 Witze“
1 Einleitung
Die Inhaltsanalyse „is a research technique for the objective, systematic and
quantitative description of the manifest content of communication.“ 1
Berelson war also ein Verfechter der quantitativen Form der Inhaltanalyse. Diese
beschr änkt die Analyse jedoch auf manifeste Kommunikationsinhalte. Einfache
Aussagen können auf den ersten Blick manifest erscheinen, haben aber
m öglicherweise in bestimmten Kontexten eine latente Bedeutung. Nach moderner
Auffassung , die der Definition von Berelson widerspricht, sind Begriffe nicht von
vornherein „manifest“ oder „latent“ Erst durch die Bestimmung des Bedeutungskerns
werden sie manifest. 2 Also müssen „die Interdependenz der Teile eines Textes, die
Vielfalt seiner Bedeutungen und der Absichten des Verfassers wie die Wirkungen auf
den Empfänger analysiert werden“ 3
F ür Früh ist die Inhaltsanalyse „eine empirische Methode zur systematischen,
intersubjektiv nachvollziehbaren Beschreibung inhaltlicher und formaler Merkmale
von Mitteilungen.“ 4
Die Ergebnisse müssen also reproduzierbar, kommunizierbar, kritisierbar und
unabh ängig vom Forscher zu jedem Zeitpunkt nachvollziehbar sein. Deshalb müssen
Texte von jedem Codierer gleich codiert werden, damit wissenschaftliche Kriterien
erf üllt werden.
Die qualitative Inhaltsanalyse ist - genauso wie die quantitative Inhaltsanalyse -
objektiv und systematisch, denn die inhaltliche Bedeutung eines Textes wird durch
systematische Interpretation ermittelt.
„Gleichgültig ob die Inhaltsanalyse qualitativ oder quantitativ angelegt ist, darf der
subjektiv gemeinte Sinn von Handlungen nicht außer Acht gelassen werden.“ 5
1 zit. n. Atteslander, 210
2 Brosius, Koschel, 162
3 Kracauer, zit. n. Friedrichs, 318
4 Früh, 25
5 Lamnek 1995, S 188
2 Markus Staender: „Die qualitative Inhaltsanalyse - und circa 2000 Witze“
Die Textinterpretation hat in beiden Fällen nach bestimmten Regeln zu erfolgen. Die Einzelfälle generalisierende Gesamtanalyse im weiterführenden Schritt kann sowohl qualitativ als auch quantitativ durchgeführt werden. Welches Verfahren angewandt wird beziehungsweise, wie sie kombiniert werden, hängt vom Einzelfall ab. 6 Allen unter dem Begriff der Inhaltsanalyse zusammengefassten Verfahren ist gemeinsam, „daß sie in irgendeiner Weise qualitative Inhalte (Bedeutungsinhalte) zu quantifizieren versuchen; und je nach der Art und Weise, in der Inhalte quantifiziert werden, sind unterschiedliche inhaltsanalytische Strategien zu unterscheiden.“ 7 Auch wenn Texte nach ihren Aussageinhalten nur in Klassen qualitativ unterscheidbarer Aussagen 8 überführt werden, ist so doch schon die Basis für eine quantitative Auswertung gelegt. Es macht keinen prinzipiellen Unterschied, ob danach „das Resultat der Klassifikation genau ausgezählt und die Häufigkeit des Auftretens bestimmter Inhalte als Maß ihrer ‚Bedeutsamkeit’ verwendet wird“ 9 , oder ob für deren Bestimmung andere Kriterien herangezogen werden.
„Jede Identifizierung eines inhaltlichen Textmerkmals durch den Codierer ist zunächst ein qualitativer Analyseakt, dessen zählend-quantifizierende
Weiterverarbeitung diesen Charakter nicht aufhebt … Zwischen qualifiziereden und quantifizierenden Analyseschritten besteht so bei der Inhaltsanalyse eine nicht auflösbare dialektische Wechselbeziehung“ (Früh 1981, S. 102). 10
2 Die qualitative Inhaltsanalyse - Theoretische Grundlagen
Mit Hilfe der Inhaltsanalyse ist es möglich „anhand der Textmerkmale und eventueller zusätzlicher Informationen Schlussfolgerungen (…) über den Text, seinen Produzenten oder den ‚Empfänger’ einer Mitteilung zu formulieren“. 11 Die qualitative Inhaltsanalyse liefert mehr als nur strukturelle Informationen über Textmengen, sie
6 Lamne 1995, S. 189
7 Kromrey, S. 369
8 Kromrey, S. 369
9 Kromrey, S. 369
10 zit. n. Kromrey, S. 370
11 Diekmann, S. 484
Arbeit zitieren:
Markus Staender, 2007, Die qualitative Inhaltsanalyse – und circa 2000 Witze, München, GRIN Verlag GmbH
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