Inhaltsverzeichnis
1. Kurzbiographie Maria Montessori 3
2. Die Pädagogik Maria Montessoris und ihre Umsetzung. 3
3. Montessori-Lernmaterialien 6
3. Montessori-Lernmaterialien 6
3.1 Gestaltungskriterien 6
3.2 Sinnesmaterialien 6
3.3 Sprachmaterialien im Vorschulalter 7
4. Fazit. 7
5. Literaturangaben. 8
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1. Kurzbiographie Maria Montessori
Maria Montessori wird 1870 in Chiaravalle geboren. Mit 26 Jahren schafft sie eine Sensation: sie wird die erste Ärztin Italiens. 1897 beginnt sie in einer Klinik zu arbeiten und lernt die heilpädagogischen Schriften Séguins kennen. 1902 beginnt Montessori Pädagogik, Experimentalpsychologie und Anthropologie zu studieren. Fünf Jahre später eröffnet sie in Rom ein Kinderhaus. „Die Arbeit in der Casa dei bambini [wird] zu einem Wendepunkt in ihrem Leben“ 1 . Ab 1909 erteilt sie pädagogische Ausbildungskurse und gibt 1910 ihre Arztpraxis auf, um sich ganz ihrer pädagogischen Arbeit zu widmen. In den kommenden Jahren bereist sie die ganze Welt und hält Vorträge über ihre Arbeit mit Kindern. Ihre Methoden werden zunehmend beliebter. 1952 stirbt sie in Nordwyk aan Zee.
Neben Peter Petersen, Berthold Otto und Célestin Freinet zählt sie zu denjenigen Pädagogen, die die Grundschule grundlegend reformiert haben und sie noch immer beeinflussen.
2. Die Pädagogik Maria Montessoris und ihre Umsetzung
Kernstück des Montessori-Konzepts ist die Freiarbeit, die wichtige Impulse für die heutige schulische Praxis gegeben hat.
Maria Montessori entwickelt ihre Pädagogik und ihre Ansichten nicht zuletzt aufgrund ihrer Kritik an der damals vorherrschenden Pädagogik. Sie rügt die starre unfreie Ausbildung und kritisiert die pädagogischen Mittel der Belohnung und Bestrafung, da die Kinder dadurch in ein Unterwürfigkeitsverhältnis geraten. „An die Stelle des vom Lehrer reglementierten Lernens, dem alle Schüler sich im Gleichschritt unterziehen müssen, soll Freie Arbeit [und] ein Lernen nach den persönlichen Bedürfnissen […] treten.“ 2
Ihre zentrale pädagogische Prämisse ist daraus folgend vor allem Freiheit, die im Sinne von Unabhängigkeit zu verstehen ist. Zur Unabhängigkeit gelangt das Kind durch Disziplin und die frühe Übernahme von Eigenverantwortung.
1 Knörzer / Grass, S. 106
2 Ebd., S. 98
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Selbstständigkeit wird das Kind durch sein selbsttätiges Handeln erreichen. Wie dieses Vorhaben realisiert werden kann, gibt Montessori strikt vor. Ausschlaggebend sind zum Beispiel die freie Wahl der Aufgabe und des Partners. Freie Zeiteinteilung muss ebenfalls gewährleistet sein.
Es ist zunächst wichtig, das Kind zu betrachten, darauf zu achten, was es kann und zu sehen, was es ohne weiteres Fördern und Hilfestellung von Außen selbst bewältigt. Der Erzieher hat die Funktion, stets dafür Sorge zu tragen, dass eine optimale Lernvoraussetzung gegeben ist. Die „vorbereitete Umgebung“ 3 (z. B. der Klassenraum), die auf kindliche Bedürfnisse eingestellt ist, soll dies gewährleisten. Montessori ist der Ansicht, dass Lernen gemäß eines „inneren Bauplans“ 4 funktioniert, das heißt, Kinder können in bestimmten Zeitabschnitten ihrer Entwicklung bestimmte Fertigkeiten besonders gut erlernen. Sie bezeichnet diese Zeitabschnitte als „sensible Perioden“ 5 . Wenn dieses Kriterium beachtet wird, kann der Lernprozess des Kindes wesentlich effektiver gelingen.
Die Aufgabe des Lehrers besteht darin sich als Beobachter im Hintergrund zu halten, Hindernisse zu vermeiden und den Kindern lediglich den Umgang mit den Materialien zu erklären. „Hilf mir, es selbst zu tun“ 6 lautet das Motto, das es zu realisieren gilt. Wirklich nur auf Anfrage soll dem Kind Hilfestellung gegeben werden, was besonders zur Unabhängigkeit des Kindes beiträgt. Der Pädagoge sollte nur die Verbindung des Kindes zum Material herstellen.
Er muss das beschäftigte Kind respektieren, darf es nicht stören und vor allem nicht verbessern. Korrektur führt Montessoris Ansicht nach zur Demotivation des Kindes. Das Kind soll sich selbst verbessern und seine Fehler nachvollziehen können, dadurch wird der Lernprozess wesentlich besser vorangetrieben. Der Erzieher darf das Kind zu nichts zwingen, das Kind sollte frei wählen können, mit welcher der vielen Aufgaben es arbeiten möchte.
„Fruchtbares Lernen muss nach Montessori in Übereinstimmung mit dem individuellen inneren Bauplan eines Kindes erfolgen; deswegen wird vor allem in der Grund-
3 Becker-TextorS. 33
4 Ebd. S. 33
5 Ebd. S. 33
6 Büttner, S. 117
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Arbeit zitieren:
Lena Heinrich, 2006, Maria Montessoris Reformkonzept und die Umsetzung im Vorschulalter und in der Grundschule, München, GRIN Verlag GmbH
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