Inhaltsverzeichnis
Abbildungsverzeichnis……………………………………………………………………….. III
Abkürzungsverzeichnis IV
1 Einleitung 1
2 Marketing: Entwicklung und Veränderung
Von der Mangelgesellschaft zur Überflussgesellschaft 3
3 Grünes-Marketing als neuer strategischer Kommunikationstyp 7
4 Der deutsche Bio-Markt 9
4.1 Bio-Lebensmittel:
Von der EG-Öko-Verordnung bis zum deutschen Bio-Siegel 11
4.2 Kaufmotive und Einstellungen von Konsumenten
beim Kauf von Bio-Produkten 15
4.3 Wie umweltfreundlich bzw nachhaltig und
glaubwürdig sind Bio-Produkte wirklich 18
5 Aussichten des Bio-Marktes 20
6 Schlussbetrachtung Fazit 22
Literaturverzeichnis 25
Internetquellen 26
Abbildungsverzeichnis
Abb 1: Entwicklung der Bedeutung des Marketings 5
Abb 2: Wachstumsphasen des ökologischen Anbaus 12
Abb 3: Das deutsche staatliche Bio-Siegel und die deutsche Version des EU-Bio-Siegels 13
Abb 4: Umsatzentwicklung der Bio-Lebensmittel in Deutschland 21
Abkürzungsverzeichnis
AGÖL bio BLE BMELV bspw.
BVL bzw.
ca.
CMA CSR e. V.
EG etc.
EU EWG FHW-Berlin GFK IFOAM LEH o.ä.
öko ÖkoKennzG SÖL u.a.
vgl.
VO VW z.B.
1 Einleitung
Die ökonomische Entwicklung unserer Gesellschaft ist in den letz- ten Jahrzehnten so unvorstellbar schnell vorangegangen, dass sie unser Leben in einer Geschwindigkeit verändert hat, die mit der Einführung und industriellen Nutzung der Dampfmaschine zum Ende des 18. Jahrhunderts vergleichbar ist. Unser Leben wurde seit der industriellen Revolution auf Effektivität und Effizienz ge- trimmt. Wir arbeiten dabei mit einem Leistungsdruck immer schnel- ler, besser und kostengünstiger als unsere Konkurrenz zu sein und verlieren dabei das Wesentliche aus dem Blick. Wir nehmen weder Rücksicht auf uns selbst, noch schrecken wir vor der Verwüstung unserer Natur und unserer Umwelt zurück. Das beweisen die jüng- sten Diskussionen um Erderwärmung, Klimaschutz, erneuerbare Energien, nachhaltiges Wirtschaften usw., die in den letzten Jah- ren erheblich zugenommen haben. Nachhaltigkeit ist wohl neben Globalisierung zu einem der bedeutendsten Begriffe unserer Zeit geworden. Nicht nur weil sich Nachhaltigkeit durch alle unsere Le- bensbereiche zieht, sondern auch deswegen, weil es ohne eine ernst gemeinte und aufrichtige Haltung, gegenüber einer nachhal- tigen Wirtschaft, kein zukunfts- bzw. lebensfähigen Wohnraum für uns Menschen mehr geben wird. Das bedeutet, dass wenn wir wei- terhin so schonungslos mit unseren natürlichen Ressourcen und unserer Umwelt umgehen, es für die kommenden Generationen ziemlich schwarz aus sieht. Aber dennoch, es gibt Hoffnung, seit einigen Jahren sieht man den „Grünen Wandel“ mehr und mehr.
- 1 -
Überall wird heftig über Umweltpolitik, ökonomische, ökologische und soziale Nachhaltigkeit diskutiert. Ob in den öffentlichen Me- dien oder im privaten Haushalt, ob „Global Player“ oder Mittels- tand. Von der Politik bis in die breite Masse. Den Bewusstseins- wandel sieht man auch an den Hochschulen, vor ein paar Jahren etwa gab es viel weniger Kurse oder Dozenten an der FHW-Berlin, die sich mit dem Thema Nachhaltigkeit oder CSR (Corporate So- cial Responsibility) beschäftigt haben, als in der Gegenwart. Auch in anderen Kursen, die sich thematisch nicht mit Nachhaltig- keit auseinandersetzen, fließen immer mehr Aspekte des Themas mit hinein in den Unterricht.
Da der Begriff und das Thema Nachhaltigkeit so umfassend ist, beschäftige ich mich tiefer gehend mit der Wirkung von nachhalti- gem Marketing im Bio-Lebensmittelbereich auf den Konsumenten und in wie fern diese davon beeinflusst werden. Einführend be- schreibe ich den Wandel von der Mangelgesellschaft zur Über- flussgesellschaft in Deutschland, um die Entstehung, Entwicklung und Veränderung des Marketings darzustellen, um dann weiterfüh- rend auf das Thema Grünes- bzw. Öko-Marketing einzugehen. Dabei beziehe ich mich auf die deutsche Bio-/ Öko- Lebensmittelbranche und stelle die Entwicklung bzw. Schaffung dieser einstigen Marktnische dar. Anhand des deutschen Bio- Marktes gebe ich die Einkaufsmotive des Konsumenten wieder und kläre inwieweit diese Einstellungen etwas mit einem nachhalti- geren Einkauf zu tun haben.
- 2 -
Folgende Fragestellungen sind dabei von zentraler Bedeutung. Wie entwickelte sich das „Öko-Marketing? Was versteht man dar- unter? Wie entstand der deutsche Bio-Markt und warum ist „Bio“ in Deutschland so erfolgreich? Regt umweltbezogene Werbung den Konsumenten wirklich zu einem nachhaltigeren Einkauf an oder ist es doch eher Eigennutz der hinter dem Kauf eines Öko-Produktes
steht? 1 Abschließend nehme ich kritisch Stellung zu dem Thema
und gebe meine Meinung bzw. meine Ansicht dazu wieder.
2 Marketing: Entwicklung und Veränderung
„Von der Mangelgesellschaft zur Überflussgesellschaft“
Der Lebens- und Konsumstil in den Industrienationen hat sich im Laufe des 20. Jahrhunderts erheblich verändert. Der Weg zur Kon- sumgesellschaft setzte in den USA bereits zwischen den zwei Weltkriegen (1914-1918; 1939-1945) ein. Durch den wirtschaftli- chen Aufschwung und die dadurch gestiegene Kaufkraft ist es zum ersten Mal in der Menschheitsgeschichte möglich gewesen, dass sich eine breite Bevölkerungsschicht Güter leisten konnte, die über die Deckung der Grundbedürfnisse hinaus geht. In Westeuropa setzte dieser Wandel erst ein paar Jahre nach dem Ende des
Zweiten Weltkrieges ein. 2
„Bio-/ Öko-Nahrungsmittel synonym verwendet.
2 Vgl. Belz, F.-M., Integratives Öko-Marketing, 1. Aufl., Wiesbaden 2001, S. 1 ff.
- 3 -
In Deutschland stand in
„…Grundversorgung der Bevölkerung im Mittelpunkt des Interes-
ses…“. (Kreutzer 2006, S.7). Die Menschen mussten zu der Zeit
mit einer geringen Nahrungsmittelration auskommen um zu über-
leben. Ein darüber hinaus gehender Konsum an Genuss- oder
Vergnügungsgütern war undenkbar. Aus dieser Zeit stammt auch
der Begriff der Mangelgesellschaft. Erst die Währungsreform vom
20. Juni 1948 und die damit einhergehende Einführung der D-Mark
(Deutsche-Mark) setzten den Grundstein für die Überwindung der
Mangelwirtschaft hinweg zum deutschen Wirtschaftswunder. 3 Ur- sachen des Wirtschaftswunders waren u.a. die Initiierung des
Marshall-Plans, der Verfall der Rohstoffpreise, die Erhöhung der
Produktionskapazitäten und die Zunahme der Investitionsbereit-
schaft. 4,5 Durch die Währungs- und Wirtschaftsreformen dieser Zeit kam langsam die Massenmarkt-Perspektive auf. Das Angebot
überstieg die Nachfrage, der Verkäufermarkt wandelte sich lang-
sam in einen Käufermarkt. Unternehmen konzentrierten sich dar-
auf, identische Produkte, in großen Mengen, so kostengünstig wie
nur möglich zu produzieren. Ein Beispiel dafür ist der VW Käfer.
1953 rollten mehr als 500.000 Käfer vom Band, 1955 waren es
schon über 1 Million. 6
3 Vgl. Pfister C., Das 1950er Syndrom - Der Weg in die Konsumgesellschaft, 2. Aufl., Wien 1996,
S. 21 ff.
4 Vgl. Wildmann L., Einführung in die Volkswirtschaftslehre, Mikroökonomie und Wettbewerbspolitik,
1. Aufl., München 2007, S. 99 ff.
5 Vgl. Belz, F.-M., Integratives Öko-Marketing, 1. Aufl., Wiesbaden 2001, S. 2.
6 Vgl. Kreutzer, R.-T., Praxisorientiertes Marketing, 1. Aufl., Wiesbaden 2006, S. 7-9.
- 4 -
Quote paper:
Hui-Hsüan Kuo, 2008, 'Grünes Marketing', Munich, GRIN Publishing GmbH
This text can be quoted and accessed from this url:
Embed
DOI
Gegenwärtige und künftige Bedeutung von Lebensmitteln aus ökologischer...
Scholarly Paper (Advanced Seminar), 74 Pages
Nachhaltige Ernährung und Biolebensmittelkonsum
Scholary Paper (Seminar), 31 Pages
Die Funktion von Öko-Label unter besonderer Berücksichtigung des Bio-S...
Business economics - Miscellaneous
Termpaper, 27 Pages
Das Burnoutsyndrom - Eine Gefahr für Mitarbeiter und die Organisation
Eine Betrachtung der Entstehun...
Business economics - Personnel and Organisation
Scholary Paper (Seminar), 22 Pages
Das Präteritum als Nulltempus der erzählten Welt
Scholary Paper (Seminar), 30 Pages
Impulsives Kaufverhalten in Zusammenhang mit der Gestaltung des Point-...
Communications - Public Relations, Advertising, Marketing
Intermediate Examination Paper, 30 Pages
Ist Europa ein optimaler Währungsraum?
Eine Analyse der Theorien opti...
Economics - Monetary theory and policy
Termpaper, 14 Pages
Die Nutzung erneuerbarer Energien als Beitrag einer nachhaltigen Entwi...
Economy - Environment economics
Scholarly Paper (Advanced Seminar), 34 Pages
Veränderte Marketingstrategien der Lufthansa im Wettbewerb zu Billigfl...
Business economics - Marketing, Corporate Communication, CRM, Market Research
Scholary Paper (Seminar), 30 Pages
Erneuerbare Energien in Deutschland als Chance oder Illusion?
Politics - International Politics - Environmental Policy
Bachelor Thesis, 33 Pages
Ökolabel - Instrumente zur besseren Konsumentenorientierung?
Scholarly Paper (Advanced Seminar), 49 Pages
Landwirtschaftliche Betriebe als außerschulische Lernorte - Erwartunge...
Scholarly Essay, 17 Pages
Hui-Hsüan Kuo likes 'Grünes Marketing'
Hui-Hsüan Kuo has published the text 'Grünes Marketing'
Nachhaltiges Marketing-Management
Möglichkeiten einer umwelt- un...
Ingo Balderjahn, Karlheinz Wöhler, Claudia Fantapie Altobelli, Cornelia Zanger
Labor Markets and Social Security
Issues and Policy Options in t...
John T. Addison, Paul J. J. Welfens
Active Labor Market Policies in Europe
Performance and Perspectives
Jochen Kluve, Sandra Schaffner, Christoph M. Schmidt, Bas van der Klaauw, Reelika Leetmaa, David Card, Michael Fertig, Marek Góra, Lena Jacobi, Peter Jensen, Andrea Weber, Leonhard Nima, Eleonora Patacchini
0 comments