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Inhaltsverzeichnis
ABBILDUNGSVERZEICHNIS III
TABELLENVERZEICHNIS III
ABK ÜRZUNGSVERZEICHNIS III
FORMELVERZEICHNIS III
1 AUSGANGSPROBLEMATIK 1
2 ARTEN VON RISIKEN 2
2.1 Währungsrisiken 2
2.2 Marktpreisrisiken bei Commodities 3
2.3 Zinsänderungsrisiken 3
2.4 Kursänderungsrisiken bei Aktien 4
3 BERECHNUNG DES ABSICHERUNGSBEDARFS 5
3.1 Value at Risk 5
3.2 Cash Flow at Risk 9
4 ABSICHERUNG MIT DERIVATEN 12
4.1 Futures 12
4.2 Optionen 14
4.3 Swapgeschäfte 17
5 HEDGE ACCOUNTING 19
6 LITERATUR- UND QUELLENVERZEICHNIS 21
II
Abbildungsverzeichnis
Abb. 1: Normalverteilung der Barwertänderungen ………………………. 7
Tabellenverzeichnis
Tabelle 1: Barwertveränderungen einer Nullkuponanleihe (Beispiel)……6 Tabelle 2: Minimierung des Value at Risk durch Diversifikation………….9
Abkürzungsverzeichnis
bspw. beispielsweise bzgl. bezüglich GuV Gewinn- und Verlustrechnung HGB Handelsgesetzbuch IAS International Accounting Standards i. d. R. in der Regel sog. so genannt US-GAAP United States Generally Accepted Accounting Principles z. B. zum Beispiel zzgl. zuzüglich
Formelverzeichnis
Value at Risk =
Barwert * ZKI * БHD Value at Riskt
Materialauszahlungen
= 100 Barrel (Crude Oil) * Kurs pro Barrel
Umsatz (US- $) = Anzahl exportierter Einheiten * Preis (US- $) Umsatz (US-$)
Umsatz (Euro) = Umsatz (US- $)
CFaR(95%) = µCF * 1,65 * БCF C a s h F l o w a t R i s k
10.000.000 Euro/(250.000 Euro/Kontrakt) Anzahl der Kontrakte
= 40 Kontrakte
0,03 * 10.000.000 = - 300.000 Euro Verlust-Grundgeschäft
(98,00 - 95,00/100) * 40 Kontrakte * 250.000 = 300.000 Euro Gewinn-Future
Anzahl Optionen = 100/0,5 * 1/0,5 = 400 Stck. Anzahl der Optionen
IV
1 Ausgangsproblematik
International tätige Unternehmen sind zahlreichen finanziellen Risiken ausgesetzt. 1 Diese Risikofaktoren können für Unternehmen teilweise enorme Beeinträchtigungen in der Profitabilität und Wettbewerbsfähigkeit zur Folge haben. Um diesen Problemen zu begegnen, gibt es für Unternehmen die Möglichkeit sich gegen diverse Finanzrisiken auf den Kapitalmärkten abzusichern. Die größten Finanzrisiken werden nun näher erläutert.
1 vgl. Jorion, 1976, S. 82
1
2 Arten von Risiken
2.1 Währungsrisiken
Definition: Das Währungsrisiko ist der Betrag der offenen Position (Exposure), der aufgrund einer Abweichung zukünftiger, unsicherer Wechselkurse vom gegenwärtig erwarteten Kurs nicht in der geplanten Höhe realisiert werden kann. 2
Währungsrisiken sind insbesondere Industrieunternehmen ausgesetzt, welche intensiv im Exportgeschäft tätig sind. So erhält bspw. Die BMW AG für den Verkauf ihrer Fahrzeuge in die USA im Gegenzug US- Dollar. Das Risiko besteht dabei in einer möglichen Abwertung des US- Dollars gegenüber dem Euro zwischen der Bestellung des amerikanischen Kunden und der Bezahlung. 3 Weitere Währungsrisiken können auch von ausländischen Tochterunternehmen ausgehen. So ist es z. B. möglich, dass der Cash Flow 4 von Nike bei der Adidas AG aufgrund ungünstiger Wechselkursschwankungen in deutlich geringer Höhe zum Konzernergebnis beiträgt, da bei der Prognose ein höherer Dollarkurs zugrunde gelegt wurde.
Doch für ein Unternehmen sind weniger die Risiken einzelner Geschäfte sondern die Gesamtheit aller Risiken von Bedeutung. Ein Währungsrisiko besteht demnach, wenn einer Fremdwährungsposition in der Bilanz keine Gegenposition (Aktiv oder Passiv) in kongruenter Höhe und Fristigkeit gegenübersteht. 5
2 vgl. Oehler/Unser, 2000, S. 141
3 vgl. Beike/Köhler, 1997, S. 11
4 Cash Flow: Jahresüberschuss eliminiert um nicht zahlungswirksame Erfolgsgrößen
sowie ergänzt um nicht erfolgswirksame Zahlungsgrößen der Innenfinanzierung mit
laufenden Charakter.
5 vgl. Oehler/Unser, 2000, S. 141
2
2.2 Marktpreisrisiken bei Commodities
Neben den Währungsrisiken fordert auch das Hedging von Kursschwankungen bei Rohstoffen die volle Aufmerksamkeit der Treasury. Dies beweist die Entwicklung des Erdölpreises: 6 So ist z. B. der Kurs des Crude- Oil im Zeitraum von Januar 2007 bis Juli 2008 von 50 USD auf bis zu 146 USD angestiegen (boerse.de). Da Erdöl als Grundstoff in einen Großteil der Produkte einfließt, waren explodierende Materialaufwendungen vieler Unternehmen die Folge. Dies führte zu einer massiven Beeinträchtigung der Wettbewerbsfähigkeit. Einige Unternehmen, wie z. B. die Air Berlin AG, hatten sogar mit Existenzbedrohenden Problemen zu kämpfen. Die Entwicklung des Rohölpreises ist somit ein Paradebeispiel für die Notwendigkeit einer adäquaten Absicherung gegenüber Kursrisiken bei Rohstoffen.
2.3 Zinsänderungsrisiken
Definition: Unter einem Zinsänderungsrisiko ist jegliche Abweichung von einem erwarteten Zinsniveau zu verstehen. 7
Für Unternehmen besteht das Zinsänderungsrisiko somit i. d. R. in unerwartet steigenden Zinsen und für Investoren in unerwartet fallenden Zinsen. Investoren tragen dabei sowohl das Cash Flow Risiko (Wiederanlage der regelmäßigen Zinserträge zu niedrigeren Zinssätzen) als auch das Marktwertrisiko (die niedrig verzinste Anleihe ist bei steigenden Zinsen nicht mehr so attraktiv wie neu aufgelegte Titel und muss deshalb abgewertet werden). Im Falle von steigenden Zinsen erleidet der Bondholder zwar Kursverluste, kann diese allerdings bis zum geplanten Laufzeitende dadurch wieder wettmachen bzw. überkompensieren, indem er die Anleihe verkauft und stattdessen in ein neu aufgelegtes Papier mit einer höheren Verzinsung investiert. Kommt es dagegen zu einer rückläufigen Entwicklung des Zinsniveaus muss der Investor Verluste hinnehmen, da in diesem Fall ein Ausgleich über höhere Wiederanlagezinsen nicht funktioniert. 8
6 vgl. Best, 1988, S. 2
7 vgl. Beike/Köhler, 1997, S. 17
8 vgl. Oehler/Unser, 2000, S. 131 f.
3
Arbeit zitieren:
Matthias Brosche, 2009, Risikomanagement an Kapitalmärkten, München, GRIN Verlag GmbH
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