1
INHALTSVERZEICHNIS
Abbildungsverzeichnis 2
1. Die Internationalisierung von Unternehmen 3
1.1 Definitionen und Eingrenzung auf den Prozessgedanken. 3
1.2 Verschiedene Formen des Markteintritts 4
1.3 Grundlagen der Informations- und Kommunikationstechnologie. 6
2. Das Uppsala-Modell der Internationalisierung von Johanson/Vahlne. 9
2.1 Grundlegende Annahmen des Modells 9
2.2 Tätigkeits- und Länderstufen des Uppsala-Modells. 10
2.3 Erweiterung des Modells um eine lerntheoretische Fundierung 13
3. Der Einfluss der Informations- und Kommunikationstechnologie auf das
Internationalisierungsverhalten von Unternehmen. 17
3.1 Neue Internationalisierungsformen, v.a. e-Commerce 17
3.2 Vereinfachung von Exporten, ggf. auch von Kooperationen 18
3.3 Eher geringe Bedeutung für Joint Ventures und Tochtergesellschaften 19
3.4 Kognitive Übertragbarkeit von Erfahrungswissen durch Transpersonalisierung?
22
4. Ist ein inkrementales Internationalisierungsschema noch zeitemäß? 24
Literaturverzeichnis 26
2
ABBILDUNGSVERZEICHNIS
Abbildung 1: Markteintrittsstrategien 4
Quelle: Macharzina, K. (1999), S. 697 Abbildung 2: Pfade von Markteintrittsstrategien 6
Quelle: Macharzina, K. (1999), S. 703 Abbildung 3: Vorteile und Anwendungsgebiete des Internets 8
Quelle: Wöhe, G. (2000), S. 232 Abbildung 4: Marktkenntnisse 11
Quelle: Kumar, B., Epple, P. (1997), S. 314 Abbildung 5: Einflussgrößen 12
Quelle: Johanson, J., Vahlne, J.E. (1990), S. 12 Abbildung 6: Wahrnehmungszyklus 14
Quelle: Neisser, U. (1979), S. 27 Abbildung 7: Formen der Auslandstätigkeit 16
Quelle: Kumar, B., Epple, P. (1997), S. 321 Abbildung 8: Wissen und Fähigkeiten 17
Quelle: Kumar, B., Epple, P. (1997), S. 323
3
1. DIE INTERNATIONALISIERUNG VON UNTERNEHMEN
1.1 Definitionen und Eingrenzung auf den Prozessgedanken
In unserer heutigen, globalisierten Welt ist es für viele Unternehmen nicht länger ausreichend, sich ausschließlich auf dem heimischen Markt zu engagieren. Vor allem große Konzerne erwirtschaften einen immer größeren Teil des Umsatzes im Ausland. Problematisch ist in diesem Zusammenhang, dass der Begriff der „Internationalisierung“ von vielen verwendet wird, ohne dass diese das tatsächliche Ausmaß des Problemzusammenhangs erkennen. Es ist ferner zu beobachten, dass sich eine genaue Abgrenzung des Begriffs „Internationalisierung“ ebenso wenig im Bewusstsein der Allgemeinheit festsetzen konnte wie eine Vorstellung über das Ausmaß von mit der Internationalisierung einhergehenden Konsequenzen. Im Folgenden ist deshalb der Problemzusammenhang näher zu definieren.
Wie Perlitz treffend beschreibt, wird in der Literatur eine Vielzahl von Phänomenen unter dem Oberbegriff der „Internationalisierung“ zusammengefasst. 1 Einige Autoren verstehen unter Internationalisierung die Führung ausländischer Tochtergesellschaften. Wieder andere setzen gar Internationalisierung mit grenzüberschreitender Auslandstätigkeit gleich. 2 Im Gegensatz zu diesen Auffassungen vertritt Macharzina die Meinung, dass die Begriffe „Internationales Unternehmen“ sowie „Internationale Unternehmensführung“ „nicht nur auf denjenigen Kreis von Unternehmen, die ihre Leistungserstellungsprozesse ins Ausland verlagert haben, sondern auf sämtliche grenzüberschreitende Formen der Geschäftstätigkeit“ 3 bezogen werden müssen.
Daraus folgt unmittelbar, dass die Internationalisierung von Unternehmen als ein Prozess beschrieben werden kann, der sowohl von den Motiven der Unter- 1 Vgl.Perlitz, M. (1997), S. 9
2 Vgl. Macharzina, K. (1989), S. 903 ff.
3 Macharzina, K. (1999), S. 682
4
nehmung als auch den Entwicklungen der Umwelt in starkem Maße beeinflusst, wenn nicht sogar determiniert wird. 4 Der Fokus der folgenden Ausführungen soll auf einer funktionsübergreifenden Betrachtungsweise der Internationalisierung als Abfolge von verschiedenen Formen des Markteintritts liegen.
1.2 Verschiedene Formen des Markteintritts
Den folgenden Gedanken liegt die Klassifizierung von Internationalen Markteintrittsstrategien nach Macharzina (1999) zugrunde:
Prinzipiell ist zu unterscheiden, ob die Leistungserstellung eines Unternehmens im In- oder Ausland stattfindet. Für die Leistungserstellung im Inland erweisen sich die Markteintrittsformen indirekte Exporte, Exportgemeinschaften und direkte Exporte als charakteristisch, während bei der Leistungserstellung im Aus-land internationale Vertragsformen und Direktinvestitionen unterschieden werden.
4 Vgl. Macharzina, K. (1999), S. 683
5
Indirekte Exporte liegen laut Macharzina vor, wenn „(...) sich die exportierenden Unternehmen inländischer Handelsunternehmen wie Exportagenturen oderhäuser bedienen, die eine Mittlerfunktion zu den ausländischen Kunden übernehmen (...)“. 5 Exportgemeinschaften hingegen sind freiwillige Zusammenschlüsse von rechtlich und wirtschaftlich selbstständigen Unternehmen. Vom direkten Export spricht man, „(...) wenn alle Erzeugnisse über eine eigene Ver-kaufsorganisation direkt zum Abnehmer geliefert werden“. 6 Bei der Leistungserstellung im Ausland lassen sich verschiedene internationale Vertragsformen sowie Formen der Direktinvestition unterscheiden. Macharzina charakterisiert Vertragsformen als „langfristige Verbindungen zwischen international tätigen Unternehmen und einem inländischen Partner (..), bei der ohne Kapitalbindung Technologie oder sonstiges Know-how transferiert werden“ (Hervorhebung im Original) 7 . Der Fokus der Zusammenarbeit liegt folglich eindeutig auf dem Austausch von spezifischen Kenntnissen und Fertigkeiten, nicht auf dem Austausch von Produkten. Die wichtigsten internationalen Vertrags-formen sind Lizenzabkommen und Franchising.
Obgleich die Motive von Unternehmen für die Tätigung von Direktinvestitionen im Ausland vielfältig sind, so kann man doch feststellen, dass diese sich „(...) durch das Kriterium der Ressourcenverlagerung ins Ausland charakterisieren (...)“ 8 lassen, wobei das Ausmaß der ins Ausland verlagerten Teile des Leistungserstellungsprozesses durchaus unterschiedlich sein kann. Die beiden wichtigsten Formen von ausländischen Direktinvestitionen sind die hundertprozentige Auslandstochtergesellschaft und das Joint Venture, welches gemeinschaftlich mit einem oder mehreren Partnern im Ausland betrieben wird. Die Pfadabhängigkeit des Internationalisierungsprozesses soll anhand des folgenden Diagramms veranschaulicht werden:
5 Macharzina, K. (1999), S. 698
6 Fischer, A.J. (1973), S. 34
7 Macharzina, K. (1999), S. 699
8 Macharzina, K. (1999), S. 701
Verschiedene Variable beeinflussen die möglichen Pfade. Moderne Informations- und Kommunikationstechnologien können hier bedeutende Veränderungen des existierenden Schemas hervorbringen, indem sie auf die Dimensionen Zeit, Risiko und Kontrolle Einfluss nehmen. Ziel dieser wissenschaftlichen Arbeit ist es, die Rolle der Informations- und Kommunikationstechnologie für die Internationalisierungsentscheidung von Unternehmen zu veranschaulichen. Hierzu soll das Uppsala-Internationalisierungsmodell herangezogen werden, das, ähnlich wie bei Macharzina dargestellt, eine phasenweise Internationalisierung unterstellt. Um das Verständnis für die folgenden Ausführungen zu erleichtern, bietet es sich zunächst an, grundlegende Details zur Informations- und Kommunikationstechnologie zu skizzieren.
1.3 Grundlagen der Informations- und Kommunikationstechnologie
Der Rahmen dieser Arbeit erlaubt es nicht, im Detail auf technische Neuerun- gen und Möglichkeiten einzugehen, die sich durch Informations- und Kommuni-
Arbeit zitieren:
Patrick Sven Ulrich, 2006, Der Einfluss der Informations- und Kommunikationstechnologie auf das Internationalisierungsverhalten von Unternehmen, München, GRIN Verlag GmbH
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