Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Geschichte des Hürdenlaufs
3. Wettkampfbestimmungen
4. Phasenstruktur und Technikbeschreibung
4.1. Kurze Charakteristik des Hürdenlaufs
4.2. Leistungsvoraussetzungen für den Hürdenlauf
4.3. Geschwindigkeitsverlauf
4.4. Start und 1. Beschleunigungsabschnitt
4.4.1. Funktion
4.4.2. Bewegungsbeschreibung
4.5. Hürdenschritt
4.5.1. Funktion
4.5.2. Bewegungsbeschreibung
4.6. Zwischenhürdenlauf
4.6.1. Funktion
4.6.2. Bewegungsbeschreibung
4.7. Auslauf und 2. Beschleunigungsabschnitt
4.7.1. Funktion
4.7.2. Bewegungsbeschreibung
5. Methodik zur Vermittlung des Hürdenlaufs
5.1. Methodik in der Schule und im Grundlagentraining
5.2. Rhythmusschulung
5.3. Erlernen des Hürdenschritts
5.4. Beweglichkeit des Hürdenläufers
5.5. Methodische Reihe für Hürdenlauf
5.5.1. Hinführung zum Hürdenlauf
5.5.2. Entwicklung des Hürdenlaufs
5.6. Sicherheitsmaßnahmen
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6. Unterrichtsentwurf zur Rhythmusschulung
6.1. Allgemeine Lernziele
6.2. Stundenziel
6.3. Stundenentwurf
6.4. Auswertung
7. Zusammenfassung
8. Literaturangabe
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1. Einleitung
Wenn man als Erwachsener auf den Sportunterricht in der Schule zurückblickt und dabei ganz speziell an die Sportart Leichtathletik denkt, dann fallen einem meistens die Disziplinen Laufen in Form von Sprints und Ausdauerläufen, Werfen von Schlagbällen, Springen in eine Sandgrube und eventuell noch Kugelstoßen ein. Diese Disziplinen wurden oft im Sommer unterrichtet, wobei den Abschluss der Sportart Leichtathletik das alljährlich stattfindende Sportfest bildete. Dabei trafen sich alle Schüler einer Schule auf einem Sportplatz und traten altersgerecht gegeneinander im Sprinten, Schlagballwurf, Weitsprung, Kugelstoßen und Ausdauerlauf an. Der Beste einer Altersklasse bekam am Ende eine Ehrenurkunde, aber damit alle Schüler für ihre Leistungen anerkannt wurden, gab es noch Sieger- und Teilnehmerurkunden.
Wenn man dann als Sportstudent an eine Universität kommt und alle Sportarten durchläuft, dann stellt man sehr schnell fest, dass man im Studium noch mehr Disziplinen als in der Schule zu bewältigen hat. So kommt zum Beispiel in der Leichtathletik der Hürdenlauf hinzu. Er zählt in der Leichtathletik zum Sprint, da der Sportler schnellstmöglich die zu überwindenden Hindernisse überlaufen muss. Oft stellt man sich dann als Sportstudent die Frage, warum man in der Schule nicht im Hürdenlauf unterrichtet wurde. Die Antwort auf diese Frage ist jedoch sehr leicht. In vielen Schulen ist es nicht möglich den Hürdenlauf zu üben, da entweder die materiellen Bedingungen fehlen, oft fehlen auch die räumlichen Bedingungen, zum Beispiel der angemessene Platz. Ein drittes Hindernis könnte auch der Sportlehrer selbst sein, da die Einführung des Hürdenlauf einen größeren Anspruch an die Lehrtätigkeit des Sportlehrers stellt als das Üben von weitspringen, laufen oder werfen.
Diese Arbeit wird zunächst theoretisch den Hürdenlauf behandeln und einen Überblick über Wettkampfbestimmungen, Technikmerkmale und Vermittlungsmethodik geben. Im Anschluss soll eine Unterrichtsplanung für die Vermittlung der Rhythmusschulung Anregungen geben, wie man den Hürdenlauf mit einfachen Mitteln im Sportunterricht einführen kann, damit in Zukunft mehr Sportlehrer bestrebt sind, die Schüler umfassender auszubilden.
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2. Geschichte des Hürdenlaufs
Als Vorreiter des Hürdenlaufs galt das Hindernislaufen, wobei Hindernisse in Form von Graben, umgefallenen Bäumen, sowie Gesteinsblöcke überwunden wurden. Aus dem Hindernislauf entwickelte sich im 19. Jahrhundert der Hürdenlauf. Dabei wurden zunächst Schafskoppelzaune übersprungen, um sich vor möglichen Verletzungen zu schützen, da diese Hindernisse sehr unnachgiebig im Gegensatz zu den heutigen beweglichen Hürden waren. Erst ab 1860 kam zu dieser Sprung-Technik die Gleit-Technik hinzu. Dabei wurde das Schwungbein mit einem Einwärtsschwung über die Hürde gezogen, um dem Balken auszuweichen; der Unterschenkel des Schwungbeins wurde parallel zum Hindernis geführt. Ab 1886 führte der Einsatz von beweglichen, einzeln stehenden Hürden zum gradlinigen Schwungbeineinsatz mit ausgleichender Armbewegung. Im Laufe der nächsten Jahre setzte sich diese Technik mehr und mehr durch und auch die Beschaffenheit der Hürden wurde immer mehr verbessert. Erst 1935 wurden die Lförmigen Hürden mit Gegengewicht eingeführt, um beim Überlaufen der Hürden mehr Stabilität zu erzeugen.
Von 1900 ± 1935 durften laut Wettkampfbestimmungen höchstens zwei Hürden beim Überlaufen umgeworfen werden, um eine Disqualifikation im Wettkampf zu vermeiden. 1
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1 vgl. Haberkorn, Plaß (1992) S. 131/132
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3. Wettkampfbestimmungen
Um bei Wettkämpfen gleiche Voraussetzungen zu haben, gibt es
Wettkampfbestimmungen, die international geltend gemacht sind. Dazu zählen einheitliche Bestimmungen über die Hürdenmaße. Die Breite der Hürde beträgt 1,20 m, die Fußlänge 0,70 m und das Gewicht mindestens 10 kg. Um eine Standfestigkeit für die Hürdenläufer zu gewährleisten, muss der Gegendruck in der Mitte der Querlatte der Hürden mindestens 3,6 kg betragen. 2
Des Weitern gelten Bestimmungen zum Überqueren der Hürden. Die Hürden dürfen nicht übersprungen, sondern müssen überlaufen werden. Eine Disqualifikation erfolgt, wenn eine Hürde absichtlich umgestoßen oder ausgelassen wurde, oder wenn die Hürde nicht mit dem ganzen Körper überquert wird.
Bei Meisterschaftswettbewerben unterteilt sich der Hürdenlauf in kurze (100- bzw. 110m-) und lange Hürdensprints (400m). Dabei müssen unabhängig von der Laufdistanz jeweils 10 Hürden überlaufen werden. In der Halle beträgt die Hürdendistanz 60m. 3
Zur besseren Übersicht folgt nun eine Auflistung der heutigen Hürdenstrecken:
N 110-m-Hürdenlauf der Männer mit einer Höhe von 106,70 cm, Abstand zur 1. Hürde 13,72 m, Abstand zwischen den Hürden 9,14 m, Schlussabschnitt 14,02 m N 100-m-Hürdenlauf der Frauen mit einer Höhe von 84,00 cm, Abstand zur 1. Hürde 13 m, Abstand zwischen den Hürden 8,50 m, Schlussabschnitt 10,50 m N 400-m-Hürdenlauf der Männer mit einer Höhe von 91,40 cm, Abstand zur 1. Hürde 45 m, Abstand zwischen den Hürden 35 m
N 400-m-Hürdenlauf der Frauen mit einer Höhe von 76,20 cm, Abstand zur 1. Hürde 45 m, Abstand zwischen den Hürden 35 m. 4
In den Wettbewerben der Jugendklassen sind die Strecken zum Teil kürzer und die Hürden niedriger. Für Schülerinnen und Schüler (d.h. bis zum Alter von 15 Jahren) gibt es den 60-m- und den 80-m-Hürdenlauf.
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2 vgl. Haberkorn, Plaß (1992), S. 150
3 vgl. Heß (1991), S. 81/82
4 vgl. Zieschang (1988), S. 55
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Arbeit zitieren:
Nicole Fürch, 2007, Der Hürdenlauf und die Vermittlung der Rhythmusschulung im Unterricht, München, GRIN Verlag GmbH
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