Gliederung
1. Einleitung Seite 3
2. Stoffverteilungsplan 5. Klasse Seite 5-7
Lernziele 5. Klasse
Inhalte der Stunden
3. Stoffverteilungsplan 6. Klasse Seite 8-10
Lernziele 6. Klasse
Inhalte der Stunden
4. Stoffverteilungsplan 7. Klasse Seite 11-13
Lernziele 7. Klasse
Inhalte der Stunden
5. Stoffverteilungsplan 8. Klasse Seite 14-16
Lernziele 8. Klasse
Inhalte der Stunden
6. Stoffverteilungsplan 9. Klasse Seite 17-19
Lernziele 5. Klasse
Inhalte der Stunden
7. Stoffverteilungsplan 10. Klasse Seite 20-22
Lernziele 10. Klasse
Inhalte der Stunden
8. Stoffverteilungsplan 11./12. Klasse Seite 23-25
Lernziele 11./12. Klasse
Inhalte der Stunden
9. Stundenentwürfe Seite 26-31
10. Wörterbuch über technische Fertigkeiten Seite 32-42
und Fachbegriffe
11. Literatur Seite 43
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1. Einleitung
1882 gründete Jigoro Kano eine Schule namens Kodokan ("Ort zum Studium des Weges") im Stadtteil Shitaya in Tokio. Er nannte seine Kampfsportart Judo - "der sanfte Weg", die zum einem eine Art der Leibesertüchtigung und zum anderen eine Philosophie zur Persönlichkeitsentwicklung ist. Beim Judo befreite er die alten Ju-Jutsu-Stile von gefährlichen Elementen. Stöße, Schläge, Tritte und viele Hebeltechniken, insbesondere die Kleingelenkhebel, wurden ersatzlos gestrichen oder in die Kata integriert. Die verbleibenden Techniken ermöglichten einen sportlichen Zweikampf, ohne dass größere Verletzungen zu befürchten waren. Zwei philosophische Grundprinzipien liegen dem Judo im Wesentlichen zugrunde:
1. Das gegenseitige Helfen und Verstehen zum beiderseitigen Fortschritt und Wohlergehen (jita-kyoei).
2. Der bestmögliche Einsatz von Körper und Geist (sei-ryoku-zenyo).
Ziel ist es, diese Prinzipien als eine Haltung in sich zu tragen und auf der Judomatte (Tatami) bewusst in jeder Bewegung zum Ausdruck zu bringen.
In Sachsen-Anhalt kann Judo ab der 5. Klasse in jeder folgenden Klassenstufe unterrichtet werden.
Ziel dieser Arbeit ist es mit Hilfe der Rahmenrichtlinien von Sachsen-Anhalt einen Stoffverteilungsplan von der 5. Klasse bis zur 12. Klasse in einem Umfang von 10 Stunden zu erstellen. Der Stoffverteilungsplan untergliedert sich in die Lernziele, die für alle 10 Stunden zusammengefasst werden, und in die Inhalte der einzelnen Stunden. Da Judo nicht in jeder Klassenstufe verpflichtend unterrichtet werden muss, sind Wiederholungen in den Inhalten der Stunden nicht unumgänglich. Ebenfalls bietet die Arbeit nur ein Beispiel, wie man die Sportart Judo einführen kann und sie in höheren Klassenstufen weiterführt und vertieft. Der Stoffverteilungsplan ist nicht notwendiger weise von der Klassenstufe abhängig. In unserer Arbeit gehen wir davon aus, dass Judo von der 5. bis zur 12. klasse unterrichtet wird. Die Stoffverteilungspläne bauen aufeinander auf. Sollte in einer Klassenstufe kein Judo unterrichtet werden, sollte man sich darauf konzentrieren, was die Schüler bisher gelernt haben und daran anknüpfen.
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Des Weiteren beinhaltet die Arbeit zwei Stundenentwürfe und ein Wörterbuch für judospezifische Techniken und Fachbegriffe.
Der erste Stundenentwurf gibt ein Beispiel für die Einführung von Zweikampfspielen und judospezifischen Spielen, wie sie nach unserem Beispiel in einer 5. klasse durchgeführt werden könnte. Ein zweiter Stundenentwurf bezieht sich auf eine Lehrstunde, die in der 9. Klasse gehalten werden kann. Dieser beinhaltet die Wiederholung der Fallschule und zeigt eine Möglichkeit einer methodischen Reihe, welche angewandt werden kann. Beide Unterrichtsentwürfe beziehen sich in unserer Arbeit auf eine bestimmte Klassenstufe, sind aber ohne weiteres auch auf höhere Klassenstufen anwendbar.
Den Abschluss der Arbeit bildet ein judospezifisches Wörterbuch mit allen technischen Fertigkeiten und Fachbegriffen, da die Schüler am Ende ihrer Ausbildung in der Lage sein sollten, die Fachbegriffe dieser Sportart zu kennen.
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2. Stoffverteilungsplan 5. Klasse
Lernziele 5. Klasse
Motorisch
Verbesserte Schnellkraft Verbesserte Kraftausdauer Verbesserte Reaktionsfähigkeit Verbesserte Orientierungsfähigkeit sportartspezifische Fertigkeiten anwenden und demonstrieren
Kognitiv
Wurftechniken und Festhaltetechniken in Kampfsituationen anwenden japanische Fachbegriffe erlernter Techniken benennen Wettkampregeln kennen und nach modifizierten Regeln kämpfen Taktische Handlungskompetenzen entwickeln Bewegungsvorstellung entwickeln
Sozial
Verantwortungsbewusst Judo betreiben „Judo ist die sanfte Kunst der Kampfsportarten“
Faires, rücksichtvolles, kameradschaftliches Verhalten; es gibt keine Gegner, sondern Partner Gegenseitige Hilfeleistung
Stärkung sozialer Kompetenzen , kooperativer Verhaltensweisen Abbau von Berührungsängsten
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Inhalte der Stunden
1.Stunde
Kooperative Spiele und Spiele mit Körperkontakt als Anlass für soziales Lernen und
zum Abbau von Berührungsängsten
2.Stunde
Einf ührung von Zweikampfspielen und judospezifischen Spielen zur Stärkung
sozialer Verhaltensweisen
3.Stunde
Erlernen der Grundlagen der Standarbeit in spielerischen Übungsformen
I. Gehen und Bewegen auf der Matte (Shintai Tai-sabaki)
II. Kampfstellung ( Shisei)
III. Fassarten (Kumi-kata)
4. Stunde
Einf ührung der Grundlagen der Bodenarbeit, sowie neuer Festhaltetechniken
I. Drehen und Wenden am Boden
II. Positionen in Ober- und Unterlage
III. Erlernen der Kesa-gatame
IV. Erlernen der Shiho-gatame
V. Erlernen der Kuzure-kesa-gatame
5. Stunde
Festigung der erlernten Festhaltetechniken in Kombination mit dem Kennen lernen
und Erarbeiten von Befreiungstechniken und kleinen Kampfübungen am Boden
6. Stunde
Einf ührung der Fallschule
I. Fallschule rückwärts (Ushiro-ukemi)
II. Fallschule seitwärts ohne Partner (Yoko-ukemi)
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7. Stunde
Festigung der Fallschule im Hinblick auf die Erarbeitung/ Einführung neuer Wurftechniken I. Erlernen des O-goshi II. Erlernen des O-soto-otoshi
8. Stunde
Festigung der Wurftechniken in verschiedenen Übungsvarianten
9. Stunde
Wiederholung der erlernten Boden- und Standtechniken in Partner- und Zweikampfübungen
Kämpfen nach modifizierten Wettkampfregeln
10. Stunde
Leistungskontrolle/ Demonstrationsleistung I. Fallübung seitwärts und rückwärts II. O-goshi, O-soto-otoshi
III. Kesa-gatame, Kami-shiho-gatame, Yoko-shiho-gatame, Kuzure-kesa-gatame
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3. Stoffverteilungsplan 6. Klasse
Lernziele 6. Klasse
Motorisch
Verbesserte Schnellkraft Verbesserte Kraftausdauer Verbesserte Reaktionsfähigkeit Verbesserte Orientierungsfähigkeit sportartspezifische Fertigkeiten anwenden und demonstrieren
Kognitiv
Wurftechniken und Festhaltetechniken in Kampfsituationen anwenden japanische Fachbegriffe erlernter Techniken benennen Wettkampregeln kennen und nach modifizierten Regeln kämpfen Taktische Handlungskompetenzen entwickeln Bewegungsvorstellung entwickeln
Sozial
Verantwortungsbewusst Judo betreiben „Judo ist die sanfte Kunst der Kampfsportarten“
Faires, rücksichtvolles, kameradschaftliches Verhalten; es gibt keine Gegner, sondern Partner Gegenseitige Hilfeleistung
Stärkung sozialer Kompetenzen , kooperativer Verhaltensweisen Abbau von Berührungsängsten
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Inhalte der Stunden
1.Stunde
Kooperative Spiele und Spiele mit Körperkontakt als Anlass für soziales Lernen und
zum Abbau von Berührungsängsten
2.Stunde
Wiederholung der Grundlagen der Standarbeit in spielerischen Übungsformen
I. Gehen und Bewegen auf der Matte (Shintai Tai-sabaki)
II. Kampfstellung ( Shisei)
III. Fassarten (Kumi-kata)
3.Stunde
Wiederholung der Grundlagen der Bodenarbeit, sowie Wiederholung der
Festhaltetechniken
I. Drehen und Wenden am Boden
II. Positionen in Ober- und Unterlage
III. Wiederholung Kesa-gatame
IV. Wiederholung Shiho-gatame
4. Stunde
Festigung der Festhaltetechniken, Erlernen von Befreiungstechniken und deren
Anwendung in kleinen Kampfübungen am Boden
Üben mit veränderten Ausgangssituationen und wechselnden Partnern
5. Stunde
Wiederholung der Fallübung
I. Fallübung rückwärts (Ushiro-ukemi)
II. Fallübung seitwärts mit und ohne Partner ( Yoko-ukemi)
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Arbeit zitieren:
Nicole Fürch, 2007, Judo: Stoffverteilungsplan 5.-12. Klasse, München, GRIN Verlag GmbH
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