Inhaltsverzeichnis
Abk ürzungsverzeichnis. III
1. Problematik, Zielsetzung und Vorgehensweise 1
1.1 Informationspflicht über Vermögens-, Finanz- und Ertragslage 1
1.2 Kapitalflussrechnung als dritte Jahresrechnung. 1
2. Finanzwirtschaftliche Bilanzanalyse 2
2.1 Einordnung der Finanzanalyse im Rahmen der Bilanzanalyse. 2
2.1.1 Definition und Analysemethoden der Bilanzanalyse. 2
2.1.2 Finanzanalyse als Teilbereich der Bilanzanalyse 2
2.2 Gegenstand und Ziel der Finanzanalyse 2
2.2.1 Liquiditätsanalyse als Kern der Finanzanalyse. 2
2.2.2 Kapitalflussrechnungen als stromgrößenorientiertes Analyseinstrument. 3
2.2.3 Datenbasis für Liquiditätsanalysen. 3
3. Kapitalflussrechnungen 4
3.1 Begriff und Arten von Kapitalflussrechnungen 4
3.1.1 Zum Begriff Kapitalflussrechnung 4
3.1.2 Arten von Kapitalflussrechnungen 4
3.2 Aufstellungspflicht und Ausgestaltungsalternativen der Kapitalflussrechnung 5
3.2.1 Gesetze zur Aufstellung und Inhalt der Kapitalflussrechnung 5
3.2.2 Ausgestaltungsformen der Kapitalflussrechnung 5
3.2.3 Fondsausgliederung und Fondsabgrenzungen 6
3.3 Ermittlungsmethoden der Kapitalflussrechnung. 7
3.3.1 Originäre und derivative Ermittlung. 7
3.3.2 Direkte und indirekte Methode. 8
4. Finanzwirtschaftliche Auswertung der Kapitalflussrechnung. 8
4.1 Gegenstand und Ziel der Cash Flow Analyse 8
4.1.1 Begriff und Erkenntnisziele der Cash Flow Analyse. 8
4.1.2 Abgrenzung der Cash Flow Größen 9
4.2 Analyse der Ausgangsdaten der Kapitalflussrechnung. 9
4.3 Verwertung der Ausgangsdaten der Kapitalflussrechnung. 11
4.3.1 Kennzahlen zur Analyse der Liquidität und der Mittelentstehung 11
4.3.2 Kennzahlen zur Analyse der Mittelverwendung 13
4.4 Beurteilung der finanzwirtschaftlichen Aussagekraft der Kapitalflussrechnung. 15
Anhang mit Anhangsverzeichnis 16
Anhangsverzeichnis. 16
Anhang 17
Literaturverzeichnis. 20
II
Abkürzungsverzeichnis
Abb. Abbildung Abs. Absatz APB Accounting Principle Board Aufl. Auflage BAV Bundesaufsichtsamt für Versicherungswesen BilREG Bilanzrechtsreformgesetz bzw. beziehungsweise CF Cash Flow d.h. das heißt Dr. Doktor DRS Deutscher Rechnungslegung Standard DVFA/SG Deutsche Vereinigung für Finanzanalyse und Asset Management e.V. f. folgende ff. fortfolgende FAS Financial Accounting Standards FASB Financial Accounting Standards Board ff. fortfolgende GuV Gewinn und Verlustrechnung HFA Hauptfachausschuss des Instituts der Wirtschaftsprüfer in Deutschland e.V. HGB Handelsgesetzbuch Hrsg. Herausgeber IAS International Accounting Standards IASB International Accounting Standards Board IASC International Accounting Standards Committee i.S.d. im Sinne der Jg. Jahrgang KFR Kapitalflussrechnung KonTraG Gesetz zur Kontrolle und Transparenz Nr. Nummer Prof. Professor RWS Rendite, Sicherheit und Wachstum S. Seite SS Sommersemester sog. sogenannten Sp. Spalte u. a. und andere u. ä. und ähnliches US United State vgl. vergleiche
III
1. Problematik, Zielsetzung und Vorgehensweise
1.1 Informationspflicht über Vermögens-, Finanz- und Ertragslage
Seit der im Rahmen des Bilanzrichtliniengesetzes erfolgten Transformation des Art. 2 Abs. 3 der 4. EG-Richtlinie in nationales Recht wird in der handelsrechtlichen Generalnorm § 264 Abs. 2 S.1 HGB nicht mehr nur der Einblick in die Vermögens- und Ertragslage gefordert,
sondern zusätzlich auch eine Einsicht in die Finanzlage des Unternehmens 1 . Dem Jahresabschluss kommt somit die Aufgabe zu, ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage zu vermitteln.
1.2 Kapitalflussrechnung als dritte Jahresrechnung
Die Abbildung der Vermögenslage erfolgt dabei durch die Aufstellung der bestandsorientierten Größen Vermögen und Schulden im Rahmen der Bilanz. Über die Ertragslage wird in der stromgrößenorientierten Gewinn- und Verlustrechnung durch Gegenüberstellung von Erträgen und Aufwendungen und der Ermittlung des Periodenerfolgs berichtet. Die stromgrößenorientierte Kapitalflussrechnung soll nun zur Darstellung der
Finanzlage, als eigenständiges Instrument neben Bilanz und GuV, eingesetzt werden 2 und die statische Berichterstattung der Bilanz zur finanziellen Lage um eine dynamische Sichtweise ergänzen.
Diesen Zusammenhang hat Karl Käfer beschrieben, als er die Kapitalflussrechnung als „dritte
Jahresrechnung des Unternehmens“ bezeichnet hat 3 .
Im Rahmen dieser Arbeit soll nun dargelegt werden, wie die vom Unternehmen erstellten Kapitalflussrechnungen, als Instrumente zur Darstellung der finanziellen Lage eines Unternehmens, dem externen Analysten Einblicke in die finanzwirtschaftlich relevante Stromgrößenwelt geben können.
Hierzu erfolgt zuerst eine Betrachtung der Finanzanalyse, die sich als Teilgebiet der Bilanzanalyse vor allem auf die Untersuchung der Liquidität konzentriert und Kapitalflussrechnungen als stromgrößenorientiertes Analyseinstrument nutzt. Danach werden die Arten und Ausgestaltungsmöglichkeiten von Kapitalflussrechnungen sowie deren Ermittlungsmöglichkeiten aufgezeigt. Abschließend wird eine Analyse und Auswertung der Daten der Kapitalflussrechnung durchgeführt und deren Aussagefähigkeit bezüglich der Finanzlage eines Unternehmens gewürdigt.
1 Vgl. KALSINSKI, R. (1986), S. 10 - 21.
2 Vgl. COENENBERG, A.G. (2001), S. 313, Sp. 1; Abb. 1 Anhang.
3 KÄFER, K. (1974), S. 161.
1
2. Finanzwirtschaftliche Bilanzanalyse
2.1 Einordnung der Finanzanalyse im Rahmen der Bilanzanalyse
2.1.1 Definition und Analysemethoden der Bilanzanalyse
Die Bilanzanalyse, auch als Jahresabschlussanalyse bezeichnet, befasst sich mit der systematischen Aufbereitung und Auswertung unternehmensbezogener Informationen und versucht damit, Erkenntnisse über die Finanz- und Ertragslage eines Unternehmens zu
erzielen 1 . Sie stellt neben der strategischen Unternehmensanalyse ein Teilgebiet der Unternehmensanalyse dar.
Hinsichtlich der für die Analyse zur Verfügung stehenden Informationsbasis wird zwischen interner und externer Bilanzanalyse differenziert. Folgende Ausführungen konzentrieren sich auf die externe Bilanzanalyse. Bezüglich des Analyseinstrumentariums sind neben den traditionellen Analysemethoden in Form von Kennzahlenrechnungen und Kennzahlensysteme
neuere Ansätze 2 wie die Multivariate Diskriminanzanalyse, Künstliche Neuronale Netze, RWS Verfahren und Qualitative Analysen entstanden. Für die finanzwirtschaftliche Bilanzanalyse gilt die Kennzahlenrechnung als zentrales Analyseinstrument. Dabei werden absolute und relative Kennzahlen als „hochverdichtete Maßgrößen“ definiert, die über einen
„zahlenmäßig erfassbaren Sachverhalt berichten“ 3 .
2.1.2 Finanzanalyse als Teilbereich der Bilanzanalyse
Ziel der externen Bilanzanalyse ist die Befriedigung der Informationsbedürfnisse der Bilanzadressaten. Deren Interesse konzentriert sich einerseits auf die Beurteilung der Ertragslage, andererseits auf die Beurteilungen der finanziellen Stabilität zur Einschätzung der Fähigkeit des Unternehmens, seinen gegenwärtigen und zukünftigen Zahlungsverpflichtungen
nachzukommen 4 . Somit hat die externe Bilanzanalyse die Aufgabe, das Unternehmen unter dem Aspekt Erfolg und Liquidität zu analysieren. Die Finanzanalyse ist also neben der Erfolgsanalyse ein Teilbereich der Bilanzanalyse und wird im Folgenden betrachtet.
2.2 Gegenstand und Ziel der Finanzanalyse
2.2.1 Liquiditätsanalyse als Kern der Finanzanalyse
Zentraler Analysegegenstand der Finanzanalyse ist die finanzielle Lage eines Unternehmens, die durch die Beurteilung der Liquidität näher charakterisiert wird.
1 Vgl. COENENBERG, A. (2003), S. 917.
2 Vgl. Ausführungen in KÜTING, K./WEBER, C. (2006), S.12 ff.
3 Vgl. KÜTING, K./WEBER, C. (2006), S. 51.
4 Vgl. GRÄFER, H. (2001), S.18.
2
Die Finanzlage kann einerseits als die Fähigkeit, jederzeit die fälligen Zahlungsverpflichtungen erfüllen zu können i.S.d. statischen Liquidität konkretisiert werden, andererseits auch als die Fähigkeit des Erwirtschaftens von zukünftigen
Zahlungsüberschüssen i.S.d. dynamischen Liquidität 1 . Die Liquiditätsanalyse steht somit im Mittelpunkt der Finanzanalyse 2 .
2.2.2 Kapitalflussrechnungen als stromgrößenorientiertes Analyseinstrument
Zu den Methoden der Liquiditätsanalyse zählen die bestandsgrößenorientierte Analyse (Bilanzstrukturanalyse), die stromgrößenorientierte Analyse und kombinierte Ansätze. Die Bilanzstrukturanalyse beinhaltet wiederum eine Vertikalstrukturanalyse zur Beurteilung der Vermögens- und Kapitalstruktur und eine Horizontalanalyse, die langfristige Deckungsgrade und kurzfristige Liquiditätsgrade beschreibt. Die Kapitalflussrechnung als Zeitraumrechnung lässt sich, wie in Abbildung 1 ersichtlich, neben der Cash Flow Analyse als
stromgrößenorientiertes Instrument der Liquiditätsanalyse einordnen 3 .
2.2.3 Datenbasis für Liquiditätsanalysen
Für die Beurteilung der zukünftigen Liquidität eignet sich am besten der Finanzplan und rückt somit in den Vordergrund aktueller Diskussionen. Da dieser den externen Analysten nicht zugänglich ist, müssen diese auf den Jahresabschluss zurückgreifen, der vor allem aufgrund der Stichtagsbezogenheit, der unzureichenden Fristigkeitsangaben und der bilanzpolitischen
Maßnahmen, als Datenbasis zu kritisieren ist 4 . Daher gewinnen Kapitalflussrechnungen als Grundlage für die Liquiditätsanalyse und damit als Instrument zur Beurteilung der finanziellen Lage eines Unternehmens an Bedeutung und sollen im Folgenden näher betrachtet werden.
1 Vgl. AMEN, M. (1998), S. 4.
2 Vgl. KÜTING, K./WEBER, C. (2006), S. 111, SERFLING, K. (1984), S. 21.
3 Vgl. KÜTING, K./WEBER, C. (2006), S. 116 f.
4 Vgl. SERFLING, K. (1984), S. 22.
3
Arbeit zitieren:
Maria Hornung, 2007, Kapitalflussrechnungen als Instrumente zur Analyse der finanziellen Lage, München, GRIN Verlag GmbH
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