Inhalt
1. Einleitung. 3
2. Das Leben von Henri Matisses. 4
3. Luxe, Calme e Volupté 5
3.1. Bildbeschreibung 5
3.2. Thematik. 6
3.3 Die Technik 6
3.4. Die Vorstudien 8
3.5. Der Einfluss anderer Künstler auf das Werk. 9
4. Kritik und Fazit 12
5. Literaturangaben 13
5. 13
2
2
1. Einleitung
Die von der akademischen Salonausstellungsjury abgelehnten Künstler, wie Pierre‐Auguste Renoir, Claude Monet und Paul Cézanne, organisierten 1874 eine eigene Ausstellung. Auf dieser wurde der Begriff des Impressionismus geprägt, denn das Gemälde "Impression. Aufgehende Sonne" von Monet verleidete eine Kritiker die Ausstellung abwertend die "Ausstellung der Impressionisten“ zu nennen. Diese Künstler legten ihren Schwerpunkt auf die Farben, Formen und das Licht‐Schatten‐Spiel und weiniger auf den gezeichneten Gegenstand. Dabei machten sie sich die neusten Erkenntnisse der Wahrnehmungspsychologie 1 zu nutzen. Die Neuerungen in ihrer Technik bestand darin ihr Gemälde mit flüchtigen Pinselstrichen zu zeichnen und damit das Auge anzuregen, das Bild wieder zusammen zusetzen. Durch diese Technik war auch ein ausgeprägtes Licht‐Schatten‐Spiel möglich, dass kurzlebige Lichteffekte entstehen ließ.
Eine Weiterentwicklung des Impressionismus ist der Pointelismus, der zwischen 1880 bis 1910 in Mode kam. Sein Begründer war Georges Seurat. Der Pointelismus baut auf den erweiterten naturwissenschaftlichen Erkenntnissen auf, dass die menschliche Netzhaut das Bild in kleinste Rasterpunkte aufteilt und es erst wieder im Geiste zusammen setzt.
Seine Technik des Impressionismus geht soweit, dass anstelle farblicher Pinsel striche nur noch Punkte auf die Leinwand aufgetragen wurden. Es fand auch kein vermischen der Farben mehr statt, weder auf die Leinwand noch vor dem Auftrag. Durch diese Technik muss das Auge des Betrachters erst das Gemälde wieder im Geiste verbinden. Paul Cézanne reduziert in "Mont Sainte‐ Victoire" die Natur auf einzelne geometrische Flächen und Paul Gauguin, durch seine Tahiti‐Reisen inspiriert, setzt leuchtende Farben nebeneinander. Die Maler stellen jetzt nicht mehr die Realität dar, sondern die Bilder in ihrer Seele. Diese Unabhängigkeit von Gegenständen ist wegbereiten für die Kunst in 20. Jahrhundert. Auch Henri Matisse versucht sich in der Gestaltungsart des Pintelismus, welches sich in seinem Werk ,,Luxe, calme et volupte" zeigt.
1 Die Gegenßtände erscheinen in der Entfernung unscharf und werden erst auf Grundlagen des Wissen und der
Seherfahrungen geistig rekonstruiert. 3
2. Das Leben von Henri Matisse
Am 31. Dezember 1869 wurde in Bohainen‐ Vermandois Henri Emile Benoit Matisse geboren. Sein Vater, Emile Hippolyte Henri Matisse, stammt aus eine Familie mit einer langen Webertradition und arbeitete selbst als Weber. Seine Mutter, Anna Heloise Gerrard, stammt aus einer Gerberfamilie und war künstlerisch interessiert. Seine Kindheit war stark von den Auswirkungen der französischen Niederlage von 1871 und der hervorgehenden deutschen Besatzung geprägt. Denn auch wenn die Deutschen schon 1871 das Gebiet um Bohain räumten, spürte man Jahre danach noch die Schmach diese Niederlage. Mit zehn Jahren wurde Matisse auf das Gymnasium nach St. Quentin geschickt, wo er die klassischen Kurse belegte (Barr 1951: 13). Nach der Schule schickte ihn sein Vater 1887 nach Paris, damit der Jura studiere. Hier verbrachte er jedoch mehr Zeit im Louvre (Barr 1951: 13) als sich auf sein Studium zu konzentrieren. Nach einem Jahr kehrte er nach St. Quentin als Anwaltsgehilfe zurück, doch die Arbeit langweilte ihn noch mehr als schon das Studium. Den Anstoß zum Malen bekam er 1890 durch das Bild "Schweizer Chalet" von Leon Bouvier, er begann im Alter von 20 Jahren als Amateur zu zeichnen. Nachdem er heimlich einen Zeichenkurs in St. Quentin besuchte ging er wiederum nach Paris um Zeichnen zu lernen. Er wollte auf die Ecole des Beaux‐Arts, bei dieser er aber die Zulassungsprüfung nicht bestand. Matisse wurde im Maleratelier von Moreau aufgenommen. Er begann mit dem Kopieren verschiedener Gemälde aus dem Louvre und er gewann sehr schnell die Anerkennung und den Respekt des Lehrers. Erste Erfolge hatte Henri Matisse 1896, als fünf seiner Bilder für eine Ausstellung im Salon de la Societe Nationale der Beaux‐Arts angenommen wurden. 2 Um 1905 fand er jedoch erst zu seinem eigenen Stil. Jetzt bekann er in den kräftigen, reinen Farben und geschickten Pinsel strichen zu zeichnen. Auch wenn Künstler 1905 in der Ausstellung des Salon D'Automne abwertend "Les Fauves" genannt wurden, war es doch die Zeit in der Matisse seine besten Werke malte. Erst nach dem 1. Weltkrieg stieg Matisse in den Kreis der anerkannten Künstler auf, auch international. 1917 verließ Hemi Matisse
2 Der französische Staat kaufte damals „Die Lesende". Dies war nach Spurling die einzige öffentliche Anerkennung die
man Matisse zu Lebzeiten zukommen ließ. 4
Arbeit zitieren:
M.A. Kristin Müller-Wenzel, 2005, Zu "Luxe, calme et volupté" von Henri Matisse, München, GRIN Verlag GmbH
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