Inhaltsverzeichnis
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1. Einleitung 1
1.1 Hinführung zum Thema 1
1.2 Zielsetzung und Überblick 1
2. Grundlegende Erläuterungen und Begriffe 2
2.1 Arbeit und Freizeit 2
2.2 Urlaubszeit 4
2.3 Freizeitverhalten 5
2.3.1 Die Lebenssituation als Einflussfaktor auf den Freizeitstil 6
2.3.2 Veränderungen im Freizeitverhalten 7
2.4 Freizeit und ihre negativen Folgen 8
2.4.1 Einsamkeit und Langeweile 8
2.4.2 Freizeit und Stress 9
2.4.3 Der Zwang zum Freizeitkonsum 9
3. Die demographische Entwicklung 10
3.1 Die steigende Armut in der Gesamtbevölkerung 11
3.2 Der hohe Geburtenrückgang und seine Folgen 12
3.3 Die junge und die ältere Generation 13
3.4 Zukunftssorge: Pflegeversicherung 15
4. Entwicklungsaussichten des Freizeitmarkts 15
4.1 Der Wachstumsmarkt Freizeit 15
4.1.1 Ausgaben in der Freizeit 16
4.1.2 Freizeit als Dienstleistung 17
4.1.3 Unterschiedliche Konsumentenarten 18
4.1.4 Arbeitgeber Freizeit 20
4.2 Der Freizeitmarkt in der Zeit des Sparens 22
4.2.1 Zwischen Sparen und Verschwenden 22
4.2.2 Massentourismus in der Freizeitwirtschaft 23
5. Beispiel Freizeitpark 24
5.1 Begriffserklärung Freizeitpark 24
5.2 Geschichtliche Entwicklung des Freizeitparks 25
5.3 Auslösende Trends 27
5.4 Standortwahl für Freizeitparks 28
5.5 Besucherzahlen 28
5.6 Freizeitparks und ihre Auswirkungen 30
6. Fazit 31
Literaturverzeichnis 32
I
1 Einleitung
1.1 Hinführung zum Thema
Freizeit ist zu einem wichtigen Thema in unserer Gesellschaft geworden, hat einen hohen Stellenwert eingenommen und ist in der heutigen Zeit ein Synonym für Lebensqualität und Wohlbefinden. Das heißt, sich Wohlfühlen, das tun und lassen können, was Spaß und Freude macht und das Leben in eigener Regie gestalten sowie viel mit Familie und Freunden unternehmen. 1 Bei der Betrachtung der gesellschaftlichen Entwicklung in der Freizeitwirtschaft, ist es notwendig, die Verhaltensweisen und Vorlieben der Menschen in ihrer Freizeit zu analysieren. Denn die Bevölkerung selber hat einen wesentlichen Anteil daran, wie sich der Dienstleistungssektor Freizeit zukünftig entwickeln wird. Im Mittelpunkt steht dabei ein wettbewerbsintensiver Markt, dessen Zentrum die besonderen Interessen und Erwartungen des Konsumenten sind.
1.2 Zielsetzung und Überblick
Die vorliegende Hausarbeit verdeutlicht wie sich die Freizeitentwicklung auf die heutige Gesellschaft in Deutschland auswirkt. Das Ziel ist es, die Verhaltensweisen der Menschen bezüglich des Konsums und der allgemeinen Freizeit-orientierung darzustellen. Dabei wird auch gezeigt, welche gesellschaftlichen Veränderungen auf den sozialen Sektor einwirken und in welche Richtungen sich die Freizeitwirtschaft momentan und noch viel wichtiger zukünftig entwickelt wird.
Das zweite Kapitel befasst sich ausführlich mit den Begriffserläuterungen von Freizeit, Arbeit und Urlaubszeit, die die Grundlage für das Verständnis der gesellschaftlichen Entwicklung in der Freizeit bilden. Es folgt eine Erklärung des Freizeitverhaltens und seine Auswirkungen auf den Lebensstil und der Freizeitorientierung.
Das dritte Kapitel beschäftigt sich mit der demographischen Entwicklung, die die Rahmenbedingung für die gesellschaftliche Entwicklung ist. Zudem wird ein kurzer Einblick gegeben, wie sich diese Bevölkerungsveränderung, hin zu einem hohen Altersdurchschnitt, in naher Zukunft auf das Freizeitverhalten auswirken wird.
1 vgl. Opaschowski, Horst: Einführung in die Freizeitwissenschaft, Leske + Budrich Verlag,
Opladen, 1997, 3. Auflage, S.31
1
Das vierte Kapitel beschäftigt sich eingehend mit der Entwicklung des Freizeitmarktes bezüglich des Arbeitsmarktes und des Konsumverhaltens. Um das zu verdeutlichen, wird dann im anschließenden fünften Kapitel die Freizeitwirtschaft anhand der Freizeitparks vorgestellt, wo auf die Entwicklung der Freizeitparks, die Zielgruppen und die Entwicklungsperspektiven eingegangen wird. Die Arbeit endet mit einem Fazit, in dem zusammenfassend klar herausgestellt wird, in welche Richtungen sich die Freizeitwirtschaft, unter Einwirkung des gesellschaftlichen Fortschritts, entwickeln wird.
2 Grundlegende Erläuterungen und Begriffe
2.1 Arbeit und Freizeit
Arbeit hat für jeden Menschen eine unterschiedliche Bedeutung und somit gibt es auch viele verschiedene Definitionen von Arbeit. Zum Beispiel definiert Bernhard Schäfers den Begriff Arbeit folgendermaßen: „Arbeit ist die zielgerichtete, planmäßige und menschliche Tätigkeit, die unter Einsatz physischer, psychischer und mentaler (geistiger) Fähigkeiten und Fertigkeiten erfolgt. Im nationalökonomischen Sinne ist Arbeit neben Boden und Kapital ein Produktionsfaktor.“ 2 Arbeit ist ein unverzichtbarer wirtschaftlicher Faktor im Leben des Menschen und hat neben der Freizeit einen bedeutsamen Stellenwert. Somit ist der Einzelne auch durchaus bereit auf die Freizeit zu verzichten, wenn er von der Arbeit einen höheren Nutzen hat. Um überhaupt Freizeit wahrnehmen zu können, dabei muss klar sein, dass Freizeit nicht nur aus „freier Zeit“, sondern aus ihrer Gestaltung besteht, ist es wichtig, sich diese erst einmal zu erarbeiten. Wörtlich: Ohne Arbeit keine Freizeit. Und je mehr Nutzen der Mensch aus der Freizeit ziehen kann, desto weniger ist er bereit darauf zu verzichten. Ein weiterer Ansatzpunkt ist die Wertstellung, die wir der Freizeit beimessen können. Um überhaupt ein Gespür zu bekommen, wie wichtig dem Einzelnen die Freizeit ist, muss ein Vergleich möglich sein. Bei viel Arbeit und wenig Freizeit wird letzterem eine höhere Bedeutung zu gemessen, als es zum Beispiel bei vollkommener Arbeitslosigkeit sein kann. Beim letzteren Extremfall stellt sich sehr häufig sogar ein Überdruss der freien Zeit ein - Langeweile. Der nächste Parameter bei der Beimessung
2 Schäfers, Bernhard: Grundbegriffe der Soziologie, Leske und Budrich Verlag, Opladen, 2003,
8. Auflage, S. 22
2
der Bedeutung der freien Zeit, ist die Möglichkeit diese zu gestalten. Freizeit wird erst dann wahrgenommen, wenn man sie genießen kann, leben kann und jede Zeiteinheit, die man nicht mit Arbeit verbringen muss, auskostet. Doch wie gelingt es dem Individuum seine persönliche Freizeit so zu gestalten, dass er sie genießt? Die Antwort scheint banal - jeder auf seine Weise. Doch die Grundzüge, die dahinter stecken, zeigen Parallelen. Während auf der einen Seite Freizeit mit Urlaub, Reisen und Entspannung am Meer in Verbindung gebracht wird, ist wiederum ein anderer vollkommen begnügt damit, seine arbeitsfreie Zeit mit Büchern und anderen Medien zu verbringen. Extremer noch gibt es jene, die ihre Freizeitgestaltung wohltätigen Zwecken widmen, in ihrer Freizeit wieder arbeiten gehen oder Extremsportarten favorisieren, die an die Grenze des Belastbaren gehen. Alle diese Freizeitgestaltungen sollen tiefste Befriedigung und Erfüllung bringen, Grundbedürfnisse des Menschen befriedigen und es möglich machen Freizeit vollkommen auszukosten. Notwendig sind dabei zwei Sachen. Zum einen erst einmal freie Zeit zu haben und die Möglichkeit nach seinen Wünschen, diese zu gestalten. Das heißt aber in vielen Fällen auch die notwendigen finanziellen Mittel vorzuhalten. Denn egal ob der Mensch seine freie Zeit mit Hobby, Reisen oder Nichtstun ausfüllt, es kostet Geld. Und Geld ist wiederum an eine Arbeit, oder zumindest an ein Sozialsystem geknüpft, das in der Gestaltung der Freizeit Grenzen aufweist. Die Opportunitätskosten der Freizeit ist somit die Arbeitsleistung, die die Person für die Ausgestaltung aufbringen muss. Das heißt vereinfacht ausgedrückt, dass je extravaganter die Freizeitbeschäftigung ist, umso höher sind die anfallenden Kosten und dadurch muss auch die zuvor erbrachte Arbeitsleistung höher sein, um es überhaupt realisieren zu können. 3 Die Freizeit des Menschen beschränkt sich also hauptsächlich auf die Fakten, der arbeitsfreien Zeit und der Mittel, die für die Freizeitgestaltung nötig sind.
3 vgl. Prahl, Hans-Werner: Soziologie der Freizeit, Ferdinand Schöningh Verlag, Schöningh,
2002, S. 132
3
2.2 Urlaubszeit
Im 19. Jahrhundert gab es noch keinen Urlaub für Arbeitnehmer. Erst im Jahre 1910 standen einem Arbeitnehmer durchschnittlich 5 Tage Urlaub zur Verfügung, im Jahre 1940 waren es 10 und im Jahre 1970 schon 21 Tage. Deutschland liegt mit 29 Urlaubstagen in Europa auf Platz vier hinter Schweden (33), den Niederlanden (31) und Dänemark (30). Zählt man die Feiertage (durchschnittlich bundesweit 10,5) hinzu haben die deutschen Arbeitnehmer insgesamt 39,5 freie Tage im Jahr. 4
Schweden
Dänemark Italien Deutschland Niederlande Luxemburg Finnland Österreich Frankreich Spanien
Quelle: eigene Darstellung in Anlehnung an: Opaschowski, Horst, Pries, Michael, Reinhardt,
Ulrich: Freizeitwirtschaft Die Leitökonomie der Zukunft, Lit Verlag, 1. Auflage, Hamburg 2006, S.28
Die Urlaubszeit nimmt zwar zu, aber die Erhöhung des Geldes bleibt dabei meist auf der Strecke. Denn die meisten Arbeitnehmer haben zwar mehr Urlaubstage zur Verfügung, aber sie verbringen ihren Urlaub zu Hause, da sie es sich finanziell nicht leisten können zu verreisen. 5 „Bis heute ist „Urlaubmachen daheim“ keine Entscheidung, hinter der die Betroffenen auch
4 vgl. Institut der deutschen Wirtschaft:www.iwkoeln.de/tabID/727/ItemID/17584/language/de-
DE/Default.aspx
5 vgl. Pfaffenbach, Carmella: Die Transformation des Handelns, Franz Steiner Verlag, 2002, S.
88
4
gefühlsmäßig stehen. Erlebnispsychologisch gesehen muss das Zu-Hause-Bleiben wie ein bloßer Urlaubsersatz erscheinen.“ 6
Nur ein Drittel der Bevölkerung kann sich noch eine Zwei-Wochen-Reise leisten und verbringt diese auch hauptsächlich im Ausland. 7
2.3 Freizeitverhalten
Im Laufe der gesellschaftlichen Entwicklung lässt sich kein grundsätzliches Freizeitverhalten beschreiben, eher existiert eine Menge von Wünschen und Absichten, die mit dem Begriff Freizeit in Verbindung gebracht werden. Freizeitbedürfnisse sind Erholung, Bewegung, Kommunikation und Kreativität. Aber es gibt auch ein wachsendes Bedürfnis nach Wohlbefinden und Gesundheit. Wellness, Fitness und Beauty stehen hoch im Kurs und gewinnen sowohl in der Freizeit, wie auch im Urlaub an Bedeutung. 8 Viele Freizeitaktivitäten sind mit einem hohen finanziellen und zeitlichen Aufwand verbunden, wie zum Beispiel Konzerte, Theaterbesuche oder andere kulturelle Aktivitäten.
Die Menschen entdecken wieder zunehmend Freizeitbeschäftigungen, die nicht immer mit größeren Ausgaben verbunden sind, wie Gartenarbeiten, Spazierengehen oder DVD-Abende. Freizeit ist nicht nur eine Konsumzeit, sondern die Zeit, wo man etwas für sich selbst tut und seinen Gedanken nachgeht. 9 Momentan sind zwei Entwicklungen auf dem Freizeitmarkt erkennbar: Zum Teil steigt die Anzahl von Freizeitangeboten, doch dafür benötigt man Zeit und Geld.
Somit muss man für den Traumurlaub, dem Hobby und anderen Freizeitbeschäftigungen Mehrarbeit leisten, was die freie Zeit wiederum einschränkt. Dementsprechend schränken die Menschen ihre Freizeit noch mehr ein und überlegen sehr gut, wofür sie ihr Geld ausgeben. Ein großes Problem dabei ist, dass eine Vielzahl von Haushalten mit geringem Einkommen von vielen Freizeitangeboten im Bereich Kultur, Medien, Sport und Unterhaltung ausgeschlossen sind. Für diese Zielgruppe gewinnen die Freizeitaktivitäten wie
6 Opaschowski, Horst, Pries, Michael, Reinhardt, Ulrich: Freizeitwirtschaft Die Leitökonomie der
Zukunft, Lit Verlag, 1. Auflage, Hamburg 2006, S.28
7 vgl. Pfaffenbach, Carmella: Die Transformation des Handelns, Franz Steiner Verlag, 2002, S.
88
8 vgl. Breidenbach, Raphael: Freizeitwirtschaft und Tourismus, Gabler Verlag, 1. Auflage,
Wiesbaden 2002, S. 10
9 vgl. Schulze, Gerhard: Die Erlebnisgesellschaft: Kultursoziologie der Gegenwart, Campus
Verlag, 2. Auflage, Frankfurt / Main 2005, Vorwort S. V
5
Arbeit zitieren:
Cornelia Zeiser, Claudia Galow, 2009, Gesellschaftliche Entwicklungen in der Freizeitwirtschaft, München, GRIN Verlag GmbH
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