ERKLÄRUNG ZUR SPRACHLICHEN GLEICHSTELLUNG
Aus Gründen der Textökonomie werden in der vorliegenden Arbeit weibliche )RUPHQ ZLH EHLVSLHOVZHLVH Ä$QZHQGHULQ³ QLFKW H[SOL]LW DQJHIKUW $Q GLHVHU Stelle wird jedoch ausdrücklich darauf hingewiesen, dass sich alle personenbezogenen Formulierungen grundsätzlich gleichermaßen auf Frauen und Männer beziehen.
II
INHALTSVERZEICHNIS
INHALTSVERZEICHNIS
EIDESSTATTLICHE ERKLÄRUNG I
ERKL ÄRUNG ZUR SPRACHLICHEN GLEICHSTELLUNG VON FRAUEN UND MÄNNERN II
INHALTSVERZEICHNIS....................................................................................... III
ABBILDUNGSVERZEICHNIS V
TABELLENVERZEICHNIS VI
KURZFASSUNG VII
ABSTRACT VIII
1 EINLEITUNG 1
1.1 Problemstellung 1
1.2 Ziel dieser Arbeit 2
1.3 Aufbau dieser Arbeit. 3
2 GRUNDLAGEN VON SOCIAL SOFTWARE 4
2.1 Web 2.0 4
2.2 Social Software 5
2.3 Enterprise 2.0 8
2.4 Zusammenfassung. 10
3 ANWENDUNGSKLASSEN VON SOCIAL SOFTWARE 11
3.1 Blogs 11
3.1.1 Eigenschaften und Merkmale 11
3.1.2 Blogs im Unternehmenskontext 13
3.2 Wikis 22
3.2.1 Eigenschaften und Merkmale 22
3.2.2 Wikis im Unternehmenskontext 24
3.3 Social Networks 30
3.3.1 Eigenschaften und Merkmale 31
3.3.2 Social Networks im Unternehmenskontext 33
3.4 Instant Messaging 36
3.4.1 Funktionen 36
3.4.2 Instant Messaging im Unternehmenskontext 38
3.5 Social Applications 40
3.5.1 Social Tagging 40
3.5.2 Mashups 43
III
INHALTSVERZEICHNIS
3.6 Zusammenfassung. 44
4 MOTIONDATA UND SOCIAL SOFTWARE 47
4.1 Die MOTIONDATA Software GmbH 47
4.1.1 Allgemeines 47
4.1.2 Organisation und Strukturen 48
4.1.3 Unternehmensgröße 48
4.2 Anknüpfungspunkte für Social Software 49
4.2.1 Software-Dokumentation 49
4.2.2 Wissensmanagement-Tool 50
4.3 Verbesserung der Software-Dokumentation 50
4.3.1 Ausgangssituation 51
4.3.2 Ziele 52
4.4 Die Auswahl des Tools 52
4.5 Wichtige Aspekte zur Einführung von Wikis 61
4.5.1 Empfehlungen für kleine Unternehmen 61
4.5.2 Rechtliche Aspekte 63
4.6 Zusammenfassung. 64
5 SOFTWARE-DOKUMENTATION 65
5.1 Definition von Software-Dokumentation 65
5.2 Ansätze zur Software-Dokumentation 65
5.3 Das Hypertext Konzept 68
5.4 Unterstützung durch Vorgaben 69
5.5 Zusammenfassung. 70
6 SOFTWARE-DOKUMENTATION MIT TWIKI 71
6.1 TWiki 71
6.1.1 Technischer Aufbau 71
6.1.2 Organisatorischer Aufbau 72
6.1.3 Benutzer- und Gruppenkonzept 72
6.1.4 Strukturierende Elemente in TWiki 74
6.2 Der Einsatz von TWiki 76
6.2.1 Webs 76
6.2.2 Benutzergruppen 81
6.2.3 TWiki Applikationen 83
6.3 Zusammenfassung und Ausblick 88
7 RESÜMEE 90
ABK ÜRZUNGSVERZEICHNIS 92
LITERATURVERZEICHNIS 93
IV
INHALTSVERZEICHNIS
ABBILDUNGSVERZEICHNIS
Abbildung 2.1:Mindmap zu Social Software
Abbildung 3.1: Kategorisierung von Blogs
Abbildung 3.2: Blog von Jonathan Schwartz, Sun Microsystems
Abbildung 3.3: Top 5 social networking tools in Europe
Abbildung 3.4: Beispiel einer Instant Messaging Anwendung (Skype)
Abbildung 3.5: Tag Cloud bei delicious
Abbildung 3.6: Verwendung von APIs
Abbildung 4.1: MOTIONDATA Organigramm.
Abbildung 4.2: Tag-Cloud von bekannten Wiki Systemen
Abbildung 4.3: TWiki Startseite
Abbildung 4.4: TikiWiki Startseite
Abbildung 6.1: Startseite des InternetSolutions Web
Abbildung 6.2: Aufbau des Bereichs "Projekte"
EELOGXQJ XIEDXGHV HUHLFKVÄ:LVVHQVGDWHQEDQN
Abbildung 6.4: MOTIONDATA-TWiki Benutzergruppen
Abbildung 6.5: Neuen Kunden anlegen
Abbildung 6.6: Neues Projekt anlegen
Abbildung 6.7: CustomerTemplate
Abbildung 6.8: Anlegen eines Protokolls
V
INHALTSVERZEICHNIS
TABELLENVERZEICHNIS
Tabelle 3.1: Vergleich von Blogs mit Wikis 45
Tabelle 4.1: Definition von Klein- und Mittelbetrieben 49
Tabelle 4.2: Anforderungen vs. Tool-Möglichkeiten 53
Tabelle 4.3: Zur Auswahl stehende Wikis 54
Tabelle 4.4: Kriterien für die Wiki Auswahl 55
Tabelle 4.5: Ergebnis der Wiki-Bewertung 56
Tabelle 6.1: Auflistung von TWiki Plugins 75
Tabelle 6.2: InternetSolutions Web: Anforderungen und Maßnahmen 79
Tabelle 6.3: Definition des "ProjectForm" 86
Tabelle 6.4: Web-Übersicht 89
VI
INHALTSVERZEICHNIS
KURZFASSUNG
Die Auswirkungen von Web 2.0 auf Unternehmen sind vielerorts bereits
sichtbar. Dennoch gibt es gegenwärtig zahlreiche Unternehmen, die die sich
bietenden Möglichkeiten nicht wahrnehmen oder sie schlicht und einfach
ignorieren. Diese Arbeit soll das Verständnis dafür schaffen, was sich hinter
Social Software verbirgt und die Potentiale für Unternehmen hervorheben.
Im ersten Teil der Arbeit wird auf die theoretischen Grundlagen und die
verschiedenen Ausprägungen von Social Software eingegangen. Blogs,
Wikis , Social Networks, Instant Messaging und noch weitere Social
SSOLFDWLRQV ZHUGHQ LQWHQVLY KLQVLFKWOLFK LKUHU Ä UDXFKEDUNHLW LQ
Unternehmen , durchleuchtet. Anwendungsbereiche innerhalb von
Unternehmen werden beschrieben und erfolgreiche Beispiele aus der Praxis
geben einen Einblick, in das was wirklich möglich ist.
Der zweite Teil dieser Arbeit beschäftigt sich mit der Planung und Umsetzung
eines Szenarios für die MOTIONDATA Software GmbH. Wie der Titel dieser
Arbeit schon aussagt, ist das Ziel die Einführung von Social Software in das
Unternehmen. Als ersten Schritt zu diesem Ziel, wird die Verbesserung der
Software -Dokumentation innerhalb einer Abteilung des Unternehmens
angestrebt. Auf Basis eines Wikis wird dabei eine zentrale Ablage für
projektbasierte Software-Dokumentation geschaffen, die den Mitarbeitern
wesentliche Vorteile im Arbeitsalltag beschert. Um ein solches Wiki
bereitzustellen , wird der Aufbau des zur Anwendung kommenden Wiki-
6\VWHPV Ä7:LNL QlKHU EHVFKULHEHQ XI GLHVHP :LVVHQ DXIEDXHQd,
werden in weiterer Folge die notwendigen unternehmensspezifischen
Anpassungen und Erweiterungen im Detail erläutert.
VII
INHALTSVERZEICHNIS
ABSTRACT
The effects of Web 2.0 on enterprises are in many places, already visible.
However , there are currently many companies, which do not notice the
possibilities offered or have simply ignored them. This work aims to create
the understanding for what is hidden behind social software and which
potentials for enterprises can be emphasized.
The first part of this work begins with the theoretical basis and the different
developments of social software. Blogs, Wikis, Social Networks, Instant
Messaging and other social applications have been analyzed intensely,
UHJDUGLQJ WKHLU XVHIXOQHVV´ IRU HQWHUSrises. Ranges of application within
enterprises are described and successful practical examples give an insight,
in what is really possible.
The second part of this work deals with the planning and conversion of a
scenario for the MOTIONDATA Software GmbH. As the title of this work
already states, the goal is the introduction of Social software in the
enterprise. The first step to this goal is the improvement of the software
documentation within a department of the enterprise. Based on Wiki, a
central filing for project-based software documentation had been created.
This gives substantial advantage to the everyday work of the employees. In
order to make such Wiki available, the structure of the Wiki system which is
XVHG 7:LNL´ LV GHVFULEHG LQ JUHDWHU GHWail. Based on this knowledge, the
necessary adaptations specific and extensions for the MOTIONDATA have
been explained in detail.
VIII
EINLEITUNG
1 Einleitung
1.1 Problemstellung
Social Software und vor allem Web 2.0 sind Begriffe, die in den letzten Monaten und Jahren immer wieder für Aufsehen gesorgt haben. Oft werden sie allerdings nur als Schlagwörter verwendet ohne weiter darauf einzugehen, was sich wirklich dahinter verbirgt, noch den wirklichen Vorteil von diesen Anwendungen und Technologien hervorzuheben. Dieser Umstand mag mehrere Gründe haben - zum einen gibt es sehr unterschiedliche Definitionen und Sichtweisen zu diesem Thema, zum anderen wurden Web 2.0 Anwendungen bisher oft DOV ÄQHWWH 6SLHOHUHLHQ³ RGHU lKQOLFKHV abgehandelt und bei Seite gestellt. Betrachtet man allerdings den Erfolg von YouTube, MySpace und Co und den weiterhin rapide steigenden Zulauf zu diversen Web 2.0-Plattformen, so werden Unternehmen nicht mehr lange an dieser Art von Anwendungen (Social Software) vorbeisehen können. Doch wer und vor allem wie kann man Vorteile aus Social Software ziehen? Relativ einfache Fragen würde man vielleicht meinen, doch bei genauerer Betrachtung fällt auf, dass überhaupt nur einige wenige über ständig wiederkehrende Schlagwörter, ZLH ]XP %HLVSLHO Ä:LNL³ Ä0DVKXS³ RGHU Ä6RFLDO 1HWZRUNLQJ³, wirklich Bescheid wissen. Noch schwieriger wird es, wenn sich Unternehmen an dieses Thema heranwagen. Aus diesem Grund setzt sich diese Diplomarbeit mit dem Thema Social Software und den Möglichkeiten und Chancen die sich für Unternehmen daraus ergeben, auseinander. Besonderes Augenmerk soll dabei auf die Möglichkeiten von kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) gelegt werden.
1
EINLEITUNG
Aus der bisher geschilderten Problemstellung drängen sich folgende Fragen auf:
N Welche Anwendungsklassen fallen in den Bereich von Social Software?
N Welche dieser Anwendungsklassen eignen sich für den Einsatz in KMUs?
N Wie kann die Dokumentation von Software durch den Einsatz von Social Software unterstützt werden?
1.2 Ziel dieser Arbeit
Ziel dieser Arbeit ist es, auf Basis von theoretischen Grundlagen, einen geeigneten Einstieg für ein typisches KMU in das Thema Social Software zu finden. Dabei sollen die Anwendungsklassen von Social Software objektiv betrachtet und anschließend ein geeignetes Szenario für den Einsatz von Social Software in einem Unternehmen (MOTIONDATA Software GmbH) umgesetzt werden.
Das umzusetzende Szenario soll sich dabei direkt aus den Anforderungen des Unternehmens begründen und hat demzufolge die Verbesserung der Software-Dokumentation innerhalb einer Abteilung des Unternehmens zum Ziel.
2
GRUNDLAGEN VON SOCIAL SOFTWARE
2 Grundlagen von Social Software
Die in diesem Kapitel vorgestellten Grundlagen von Social Software dienen dazu, eine Einführung in das Thema zu liefern und so Anknüpfungspunkte für die folgenden Kapiteln dieser Arbeit zu schaffen.
2.1 Web 2.0
Social Software und Web 2.0 werden häufig miteinander in Verbindung gebracht oder sogar gleich gesetzt. Leider ist dies nur bedingt richtig, da es sich bei Social Software vielmehr um eine Untermenge von Web 2.0 handelt. Begibt man sich auf die Suche nach einer Definition für Web 2.0, stößt man XQZHLJHUOLFKDXIMHQHQYLHO]LWLHUWHQ$UWLNHOYRQ7LP2¶5HLOO\ 1 aus dem Jahre 2005. Frei nach dem /HLWVDW] Ä/LNH PDQ\ LPSRUWDQW FRQFHSWV :HE doesn't have DKDUGERXQGDU\EXWUDWKHUDJUDYLWDWLRQDOFRUH³ (O'Reilly 2005) entstanden aus den Vorbereitungsarbeiten zu einer Konferenz erstmals Aussagen zu den charakteristischen Eigenschaften und Funktionalitäten von Web 2.0, die bis heute noch Gültigkeit haben und als Grundlage für weitere Diskussionen und Definitionen dienen.
Ausschlaggebend für diese Aussagen waren jene erfolgreichen Unternehmen, die den Zusammenbruch der New Economy überlebt hatten, und nun richtungsweisend für den neueinzuschlagenden Weg im World Wide Web sein sollten. Man suchte nach Gründen und Unterscheidungsmerkmalen, warum gerade diese Unternehmen besser und erfolgreicher waren als andere. Es stellte sich dabei heraus, dass gewisse Kompetenzen signifikant für den Erfolg waren.
1 http://www.oreillynet.com/pub/a/oreilly/tim/news/2005/09/30/what-is-web-20.html
4
GRUNDLAGEN VON SOCIAL SOFTWARE
Im Folgenden sind diese Kompetenzen angeführt, von denen diese erfolgreichen Unternehmen zumindest die eine oder andere aufweisen (vgl. O'Reilly 2005): N Das Web wird als Plattform genutzt. N Enge Einbeziehung der Benutzer-Community und die damit verbundene Nutzung kollektiver Intelligenz. N Zugang zu schwer erreichbaren oder sehr teuren Daten. N Bisher bekannte Softwareentwicklungszyklen wurden verworfen. Mittels ständiger Weiterentwicklungen (Updates) veralten die Services nicht und bleiben für die Benutzer interessant. N Einsatz von einfachen Programmier- und Businessmodellen ± zu komplizierte Anwendungen schrecken Entwickler und Benutzer gleichermaßen ab.
N Lockerung beziehungsweise Auflösung von Gerätegrenzen ± Web 2.0 ist nicht nur auf den PC beschränkt.
N Steigerung der Interaktionsmöglichkeiten von Online-Anwendungen (Rich User Experiences) ± mit Hilfe neuer oder der Kombination von bereits länger existierenden Techniken, werden den Benutzern Anwendungsoberflächen geboten, die mit klassischen Desktop-Programmen konkurrieren können.
Vergleicht man andere Quellen und Definitionen von Web 2.0 mit den gerade erwähnten Merkmalen, so findet man unter Umständen weitere ergänzende Aufzählungen. Im Kern der Aussage drehen sich allerdings alle um jene, die oben aufgelistet wurden.
2.2 Social Software
8QWHUÄ6RFLDO6RIWZDUH³YHUVWHKWPDQJUXQGVlW]OLFKÄAnwendungen, welche die menschliche Kommunikation, Interaktion und Zusammenarbeit unterstützen³ (Sixtus 2005).
5
GRUNDLAGEN VON SOCIAL SOFTWARE
Wie schon zuvor bei der Definition von Web 2.0 erwähnt, gibt es auch bei Social Software eine oft verwendete Quelle, die in das Thema einführen soll. Es handelt sich dabei um einen Artikel von Christopher Allen mit dem Namen Ä7UDFLQJ WKH (YROXWLRQ RI 6RFLDO 6RIWZDUH³, den er auf seiner Webseite veröffentlicht hat 2 . In diesem Artikel beschreibt Allen die Entwicklungsgeschichte von Social Software von den 1940er Jahren bis in die heutige Zeit. Als wichtigste Vorgänger werden Groupware beziehungsweise Computer-Supported Cooperative Work (CSCW) genannt. Dabei handelt es sich um Systeme, deren Aufgabe es ist, die Zusammenarbeit innerhalb von Gruppen oder Personen zu unterstützen und zu verbessern (vgl. Allen 2004). Der Begriff Social Software an sich wird erst 2002 von Clay Shirky 3 wieder aufgegriffen und bekannt gemacht.
Es gibt mehrere Herangehensweisen, um das Thema Social Software näher zu beschreiben. Eine Interpretation stammt von Michael Koch und Alexander Richter, die sie LQ,KUHP%XFKÄ(QWHUSULVH³YHUZHQGHQ6LHerklären darin drei Pfeiler, auf denen Social Software beruht: N Identitäts- und Netzwerkmanagement N Kommunikation N Informationsmanagement
Betrachtet man nun zusätzlich noch die oben erwähnten Aspekte von Web 2.0, so erhält man einen recht umfassenden Einblick in die Chancen, Möglichkeiten und Einsatzgebiete von Social Software (vgl. Koch/Richter 2007, S. 11 ff).
2 http://www.lifewithalacrity.com/2004/10/tracing_the_evo.html
3 http://www.shirky.com
6
GRUNDLAGEN VON SOCIAL SOFTWARE
Eine weitere Möglichkeit um Social Software näher zu beschreiben, ist zweifellos die Aufzählung der Anwendungsklassen der selbigen. Hier wird aktuell zwischen folgenden unterscheiden (vgl. ebd., S. 13): N Blogs N Wikis
N Social Tagging beziehungsweise Social Bookmarking N Social Networks N Instant Messaging
Die folgende Darstellung zeigt nun auch das Umfeld der Anwendungsklassen von Social Software. Man erhält so einen guten Einblick in den Umfang und die Möglichkeiten von Social Software.
Eine detailliertere Beschreibung dieser einzelnen Anwendungsklassen folgt im Kapitel 3 dieser Arbeit.
7
GRUNDLAGEN VON SOCIAL SOFTWARE
2.3 Enterprise 2.0
Anhand dieser zuvor erwähnten Instrumente können nun auch die vorrangig interessanten und notwendigen Funktionen für Benutzer von Social Software im Unternehmensbereich hergeleitet werden. Andrew McAfee hat diese als ÄSLATES³ (McAfee 2006b, S. 23) zusammenfasst. Damit beschreibt er ± die seiner Meinung nach ± sechs wichtigsten Komponenten von Enterprise 2.0 (vgl. ebd., S. 23 ff): N Search
Die Durchsuchbarkeit von unternehmensinternen Social Software Lösungen muss auf alle Fälle gegeben sein. Erstaunlicherweise hinkt diese aber den öffentlich zugänglichen Webseiten hinterher. Der Grund hierfür wird im zweiten Punkt von SLATES näher erklärt. N Links
Das Prinzip ist einfach: Je mehr Quellen auf ein und dieselbe Seite verlinken, desto höher ist die Relevanz dieser Seite. Ein Prinzip, dessen sich zum Beispiel auch Google bedient und damit bekanntermaßen sehr großen Erfolg feiert. Auf Intranetseiten führt dieser Ansatz aber oft zu Problemen, da der Inhalt meist nur von einigen wenigen Stellen gepflegt wird. Dadurch fallen die persönliche Bewertung von Seiten und die Verlinkung auf diese sehr spärlich aus. Dem Ganzen entgegenwirken könnte man, indem die Inhaltspflege nicht auf eine kleine Gruppe beschränkt wird, sondern so vielen Mitarbeitern wie möglich angeboten wird. N Authoring
+LQWHU Ä$XWKRULQJ³ YHUELUJW VLFK GLH %HIULHGLJXQJ GHV 0LWWHLOXQJV- bedürfnisseseines jeden von uns. N Tags
Unter dem %HJULIIÄ)RONVRQRP\³KDWVLFKGDV9HUJHEHQYRQEHQXW]HU- bezogenenTags bereits einen Namen gemacht. Die Anwender haben die Möglichkeit, individuelle Stichwörter zu einzelnen Seiten zu speichern ± je nachdem was für sinnvoll erachtet wird. Die Summe aus vielen solcher Tags bietet dann oft einen besseren Überblick über
8
GRUNDLAGEN VON SOCIAL SOFTWARE
den zu erwartenden Inhalt als zum Beispiel vom Autor selbst vorgegebene Beschreibungen. N Extensions
8QWHUÄ([WHQVLRQV³ ist in diesem Fall Software zu verstehen, die dem Benutzer gewisse Entscheidungen selbstständig abnimmt und ihn unterstützen soll. N Signals
Um nicht tagtäglich Zeit für die Suche nach neuen Inhalten zu verschwenden ist es notwendig, Dienste zur automatischen Benachrichtigung anzubieten. Bekanntestes Beispiel hierfür ist RSS 4 . Anhand von SLATES lassen sich nun auch die Hauptanforderungen an Enterprise 2.0 Anwendungen herleiten (vgl. ebd., S. 25 f): N Zum einen steht die einfache Handhabung der zur Verfügung stehenden Tools im Vordergrund. Somit soll sichergestellt werden, GDVV $NWLRQHQ ZLH ÄDXWKRULQJ³ ÄOLQNLQJ³ XQG ÄWDJJLQJ³ von jedem beliebigen Mitarbeiter durchgeführt werden können. N Zum anderen sollen keine zu starren Strukturen vorgegeben werden. Es soll vielmehr durch wenige Rahmenbedingungen und das Zusammenwirken von vielen Benutzern eine sinnvolle Struktur und ansprechende Inhalte entstehen.
Um das nun Vorgebrachte zusammenzufassen, wird auf ein Zitat von McAfee zurückgegriffen, dass Enterprise 2.0 in einem einzigen Satz zu erklären versucht:
Ä(QWHUSULVHLVWKHXVHRIHPHUJHQWVRFLDOVRIWZDUHSODWIRUPVZLWKLQ FRPSDQLHV RU EHWZHHQ FRPSDQLHV DQG WKHLU SDUWQHUV RU FXVWRPHUV³ (McAfee, 2006a)
4 Real Simple Syndication: Format um Nachrichten und andere Web-Inhalte auszutauschen
9
GRUNDLAGEN VON SOCIAL SOFTWARE
2.4 Zusammenfassung
Im vorliegenden Kapitel wurde auf die Grundlagen von Social Software eingegangen. Da ein wesentlicher Zusammenhang zwischen Web 2.0 und Social Software besteht, wurden zu Beginn die Grundprinzipien von Web 2.0 angeführt. Der anschließenden Definition von Social Software folgte eine Aufzählung der aktuell vorhandenen Anwendungsklassen. Diese Anwendungsklassen werden im nächsten Kapitel nochmals aufgegriffen und detailliert behandelt.
10
ANWENDUNGSKLASSEN VON SOCIAL SOFTWARE
3 Anwendungsklassen von Social Software
Wie in Kapitel 2.2 beschrieben, handelt es sich bei Social Software um Anwendungen, die die zwischenmenschliche Kommunikation und die Zusammenarbeit unterstützen und verbessern sollen. Im diesem Kapitel wird auf die wichtigsten Anwendungsklassen von Social Software eingegangen und ihre Potentiale hinsichtlich eines Einsatzes in einem Unternehmen angeführt.
3.1 Blogs
Weblogs (kurz Blogs) sind die bekannteste und am weitesten verbreitete Anwendungsklasse, die dem Überbegriff Social Software zugeordnet werden kann. Die verschiedenen Arten und Einsatzgebiete sind dabei sehr weit gestreut: Von meist recht einfachen Tagebuch- und Foto-Blogs bis hin zu sehr gut durchdachten Corporate Blogs von diversen Firmen, findet man hier unzählige Blog-Arten. Doch was macht eigentlich ein Blog aus und in wieweit können Blogs von Unternehmen sinnvoll eingesetzt werden? Die Antworten auf diese und noch weitere Fragen werden in diesem Kapitel erläutert.
3.1.1 Eigenschaften und Merkmale
Wenngleich die Begriffe Weblog oder Blog nicht eindeutig definiert sind, so kann man doch gewisse Eigenschaften und Gemeinsamkeiten erkennen, die sich über die gesamte Blog-Landschaft hinweg wiederholen.
3.1.1.1 Beiträge in chronologischer Form
Grundbestandteile eines Blogs sind Beiträge, DXFK Ä3RVWV³ genannt, von einem oder mehreren Blog-Autoren. Je nach Art des Blogs können diese aus Texten, Bildern, Video- oder Tondokumenten bestehen (vgl. Lange 2007, S. 289). Einträge werden wie in einem Tagebuch oder Journal nach dem Erstellungsdatum sortiert ± in diesem Fall jedoch in umgekehrter Reihen-
11
ANWENDUNGSKLASSEN VON SOCIAL SOFTWARE
folge. Dadurch befindet sich der aktuellste Eintrag immer an erster Stelle und ist auch als erstes sichtbar. Oft wird auch eine Archivierungsfunktion geboten mit deren Hilfe man ältere Einträge gezielt suchen und aufrufen kann (vgl. Back/Gronau/Tochtermann 2008, S. 18 ff).
3.1.1.2 Einfache Bedienung
Technisch gesehen sind Blogs in die Kategorie der Content-Management-Systeme (CMS) einzuordnen. Ihre Besonderheit liegt dabei in der einfachen Bedienung ± sowohl für Autoren als auch für Betrachter des Blogs. Aktionen, wie zum Beispiel das Anlegen neuer Einträge oder das Editieren von bestehenden, können dadurch auch von relativ ungeübten Personen problemlos durchgeführt werden (vgl. ebd.).
3.1.1.3 Kommunikation und Interaktion mit Anderen
Blog-Anwendungen stellen verschiedene technische Hilfsmittel bereit, um die Kommunikation und Interaktion mit anderen Blog-Anwendungen, anderen Webseiten und Besuchern des Blogs zu verbessern. Zu diesen Hilfsmitteln gehören: N Kommentare
Leser eines Blogs haben die Möglichkeit, zu den verfassten Beiträgen Kommentare abzugeben. Abhängig von den Einstellungen des Blogs werden Kommentare direkt oder erst nach Freigabe des Blog-Betreibers veröffentlicht. Durch die oft zahlreichen Reaktionen von Blog-Lesern entstehen so teilweise ausgeprägte Diskussionen rund um den eigentlichen Beitrag (vgl. Lange 2007, S. 291). N Trackback/Ping
Referenziert ein Blogger auf einen Beitrag eines anderen Blogs, so kommt die sogenannte Trackback-Funktion zum Einsatz. Der ursprüngliche Beitrag wird dabei über seine Verwendung/Zitation in einem anderen Blog benachrichtigt. Dargestellt werden Trackback-
12
Arbeit zitieren:
Hans-Jürgen Janisch, 2009, Einsatz von Social Software in einem Unternehmen am Beispiel der MOTIONDATA Software GmbH, München, GRIN Verlag GmbH
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Das Enterprise 2.0 - Social Software in Unternehmen
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Erfolgspotenziale und Risiken neuer Informationstechnologien für Unter...
Eine kritische Darstellung des...
BWL - Unternehmensführung, Management, Organisation
Diplomarbeit, 84 Seiten
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Für MS Word 2003 - Update 2010
Vorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren
Ausarbeitung, 25 Seiten
Formatvorlage (OpenOffice) für eine Diplomarbeit, Masterarbeit, Hausar...
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Formatvorlage / Vorlage zur Erstellung einer Diplomarbeit, Bachelorarb...
Vorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren
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Formatvorlage / Vorlage für eine Diplomarbeit / Hausarbeit
Für MS Word 2007 - dotx
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Anleitung zum Erstellen schriftlicher Arbeiten: Der Aufbau einer wisse...
Vorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren
Ausarbeitung, 20 Seiten
Erstellen einer schriftlichen Hausarbeit
Vorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren
Hausarbeit, 14 Seiten
Grundtechniken wissenschaftlichen Arbeitens
Bibliografieren - Reden - Schr...
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Skript, 46 Seiten
Ratgeber zur Erstellung wissenschaftlicher Arbeiten. Diplomarbeiten - ...
Vorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren
Ausarbeitung, 39 Seiten
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