Inhaltsverzeichnis
Inhaltsverzeichnis
Inhaltsverzeichnis 2
Abk ürzungsverzeichnis 5
Abbildungsverzeichnis 6
1. Einführung in das Thema. 7
1.1
Problemrelevanz 7
1.2
Zielsetzung und Aufbau der Arbeit 9
2. Theoretische Grundlagen zur Verhaltensorientierung im Controlling
10
2.1
Entwicklungsgeschichte 10
Begriffsdefinitionen 11
2.2.1 Verhaltenswissenschaften und Betriebswirtschaftslehre 11
2.2.2 Controllingbegriff und Controllingverständnis in der Literatur 12
2.2.3 Verhalten 15
2.2.3.1 Verhaltenstheorie 15
2.2.3.2 Handlungstheorie 16
2.2.4 Zugrunde liegendes Verhaltensverständnis 17
2.3
Psychologie und Controlling 17
2.3.1 Grundlagen 17
2.3.2 Psychologische Phänomene und deren Auswirkung auf
Controlling 18
2.3.2.1 Informationsverarbeitung im Affekt 18
2.3.2.2 Soziale Einflüsse 20
2.3.2.3 Urteilsverzerrungen 22
2
Inhaltsverzeichnis
3. Grundkonzeptionen der Verhaltensorientierung und ihre Relevanz für
das Controlling 24
3.1
Ökonomischer Ansatz und Bezug zum homo oeconomicus 24
3.1.1 Grundlagen des ökonomischen Ansatzes 24
3.1.2 Annahmen des ökonomischen Verhaltensmodells 26
3.1.3 Relevanz für das Controlling 27
3.2
Prinzipal -Agenten-Theorie 28
3.2.1 Grundlagen 29
3.2.2 Relevanz für das Controlling 30
3.3
Konzept des internen Modells 31
3.3.1 Grundlagen 31
3.3.2 Relevanz für das Controlling 33
4. Verhaltensorientiertes Controlling in der heutigen Praxis 35
4.1
Eigenschaften und Fähigkeitsprofil von Controllern 35
4.1.1 Grundlagen 35
4.1.2 ICV Studie 36
4.1.3 DAX 30 Studie 39
4.1.3.1 Fachliche Fähigkeiten 40
4.1.3.2 Geschäftskenntnisse 42
4.1.3.3 Managementfähigkeiten 43
4.1.4 Beurteilung der Ergebnisse beider Studien 48
4.2
Information Overload 50
4.2.1 Problemstellung 50
4.2.2 Wesen, Modelle und Ursachen 51
4.2.3 Konsequenzen des Information Overload für Manager als
Entscheidungstr äger 54
4.2.4 Konsequenzen des Information Overload für das Controlling 55
4.2.4.1 Controllingrelevanz des Information Overload 55
3
Inhaltsverzeichnis
4.2.4.2 Handlungsempfehlungen für das Controlling. 57
Verhaltensrelevante Wirkungen ausgewählter Controlling
Instrumente 58
4.3.1 Budgetierung 58
4.3.1.1 Definition 58
4.3.1.2 Problemstellung aus verhaltensorientierter Sicht und
Konsequenzen für Controller 59
4.3.1.3 Praktische Erfahrungen ausgewählter Beispiele aus der
Budgetierungspraxis 64
4.3.2 Investitionsentscheidungen 68
4.3.2.1 Definition 68
4.3.2.2 Problemstellung aus verhaltensorientierter Sicht und
Konsequenzen für Controller 70
4.3.3 Kennzahlen 73
4.3.3.1 Definition 73
4.3.3.2 Problemstellung aus verhaltensorientierter Sicht und
Konsequenzen für Controller 75
4.3.4 Target Costing als Beispiel für neuere Instrumente 77
4.3.4.1 Definition 77
4.3.4.2 Verhaltensorientierte Effekte und Konsequenzen für
Controller 78
5. Schlussfolgerungen und Ausblick 80
Literaturverzeichnis 83
Internetquellenverzeichnis 91
4
Abkürzungsverzeichnis
bzgl. = bezüglich bzw. = beziehungsweise ca. = circa d.h. = das heißt et al. = et alii (-ae, -a) etc. = et cetera EVA = Economic Value Added HGB = Handelsgesetzbuch ICV = Internationaler Controller Verein IFRS = International Financial Reporting Standards KPI = Key Performance Indicators PA-Theorie = Prinzipal-Agenten-Theorie US-GAAP = United States Generally Accepted Accounting Principles vs. = versus
5
Abbildungsverzeichnis
Abbildungsverzeichnis
Abbildung 1: Grundlegende Annahmen des ökonomischen Ansatzes und
der Bezug zum homo oeconomicus
Abbildung 2: Schema des ökonomischen Verhaltensmodells
Abbildung 3: Grundstruktur der Prinzipal-Agenten-Beziehung
Abbildung 4: Aktuelle Voraussetzungen für den Controllerberuf gemäß der
ICV-Studie
Abbildung 5: Zukünftige Voraussetzungen für den Controllerberuf gemäß
der ICV-Studie
Abbildung 6: Priorisierung der Fähigkeiten durch die Controllingleiter
Abbildung 7: Determinanten des Information Overload
Abbildung 8: Zusammenhang zwischen Informationsbelastung und Ent-
scheidungsqualit ät
Abbildung 9: Ursachen von Information Overload
Abbildung 10: Prozessschritte der Budgetierung
Abbildung 11: Phasen der Investitionsplanung und -kontrolle
Abbildung 12: Erstellungs- und Verwendungsprozess von Kennzahlen
Abbildung 13: Grundsätzliches Vorgehen des Target Costings
6
1. Einführung in das Thema
Zur Einführung in das Thema Verhaltensorientierung im Controlling wird zunächst die Relevanz der Problematik aufgegriffen. Dies stellt damit die Grundlage für die vorliegende Arbeit dar. Im Anschluss daran wird ein kurzer Überblick über die Ziele und den Aufbau dieser Arbeit gegeben.
1.1 Problemrelevanz
Controller werden in der Mehrheit der Lehrbücher und Veröffentlichungen als Verkörperung von „rationaler Nüchternheit, Analytik und Zahlenfokussierung
[dargestellt]. Für sie zählen Fakten, keine Emotionen oder Intuition.“ 1 Weber, Schäffer und Hirsch sind jedoch der Meinung, dass dies nur einem Teil der
Wahrheit entspricht. 2
Der Controller hat die Aufgabe dem Management zur Seite zu stehen. Er strebt eine Darlegung der Konsequenzen bestimmter Urteile und Verhaltensweisen ohne Verzerrungen an. Controller sollen dem Management nicht nur allgemein gültige Messinstrumente als Orientierungsgrundlage anbieten, sondern auch auf die jeweiligen Eigenschaften, Präferenzen und Zielvorstellungen der Manager eingehen können. Denn gerade bei Managern differieren diese oft, da sie individuelle Charaktereigenschaften besitzen und unterschiedlich geprägt sind. Controller müssen genau den Unterschied erkennen, ob es sich um die eigenen Ziele des Managers handelt oder um die des Unternehmens. Erst dann kann der Controller gezielt darauf eingehen. Sie müssen somit einschätzen können, wie sie konkrete Thematiken vortragen, mit welchem Informationsvolumen sie die Manager konfrontieren dürfen und wie viel Zeit sie für betriebswirtschaftliche Erklärungen aufwenden müssen. Schließlich müssen sie auch abwägen, wann ein Überangebot an
Informationen, ein sogenannter Information Overload 3 , vorliegt und der Manager mit den gelieferten Informationen überfordert sein wird. Weiterhin
1 Weber, J., Schäffer, U., Hirsch, B.: Editorial. In: Controlling und Management, 52. Jahrgang (2008), Sonderheft 1, S. 1.
2 Vgl. Weber, J., Schäffer, U., Hirsch, B.: Editorial. In: Controlling und Management, 52. Jahrgang (2008), Sonderheft 1, S. 1.
3 Siehe hierzu: Kapitel 4.2.
7
müssen Controller ein Gefühl dafür haben, inwieweit Manager in bestimmten Situationen die falschen Entscheidungen treffen bzw. ein Risiko dafür vorhanden ist. 4 Fehlentscheidungen der Manager können zum einen aufgrund psychologischer Phänomene entstehen, zum anderen kann es sich dabei auch um eine bewusste Manipulation handeln. 5 Weber et al. sind der Meinung: „Alle Entscheidungen im Unternehmen werden von Menschen getroffen - der Mensch mit seinen beschränkten Fähigkeiten und seinen oft allzu menschlichen Eigenschaften trägt die Verantwortung für alle Vorgänge im Unternehmen.“ 6 Es wird also die Notwendigkeit deutlich, dass sich Controller zunehmend mit verhaltensbezogenen Themen wie Konfliktlösungsfähigkeit, Standfestigkeit, Kommunikationsfähigkeit und ähnlichen Fähigkeiten beschäftigen müssen. Controlling muss als verhaltensrelevanter Prozess verstanden werden, „der Menschen und ihr Verhalten in den verschiedensten Aufgabenbereichen der Unternehmung unmittelbar beeinflusst.“ 7 Während das Eingehen auf Verhalten, den Faktor Mensch sowie auf typische menschliche Fehler immer mehr in den Vordergrund rückt, sollte es jedoch nur eine Ergänzung zu den analytischen Fähigkeiten darstellen, denn für jeden Controller muss fachliches Wissen eine selbstverständliche Voraussetzung sein. Der Controller sollte demnach sowohl verhaltensbezogene als auch fachliche Fähigkeiten besitzen und vor allen Dingen auch einsetzen können, um
erfolgreich zu sein. 8
4 Vgl. Weber, J., Schäffer, U., Hirsch, B.: Editorial. In: Controlling und Management, 52. Jahrgang (2008), Sonderheft 1, S. 1.
5 Siehe hierzu: Kapitel 2.3.2.
6 Weber, J., Hirsch, B., Linder, S., Zayer, E.: Verhaltensorientiertes Controlling. Der Mensch im Mittelpunkt, Reihe: Advanced Controlling, 6. Jahrgang, Band 34, Wiley Verlag, Vallendar, 2003, S. 7.
7 Delhees, K. H.: Das Verhaltensrepertoire des Controllers. In: Controlling und Unternehmensführung. Gewidmet Prof. Dr. Hans Siegwart zum 60. Geburtstag, hrsg. v. Probst, G. J. B., Schmitz-Dräger, R., Paul Haupt Verlag, Bern und Stuttgart, 1985, S. 66.
8 Vgl. Delhees, K. H.: Das Verhaltensrepertoire des Controllers. In: Controlling und Unternehmensführung. Gewidmet Prof. Dr. Hans Siegwart zum 60. Geburtstag, hrsg. v. Probst, G. J. B., Schmitz-Dräger, R., Paul Haupt Verlag, Bern und Stuttgart, 1985, S. 66.
8
1.2 Zielsetzung und Aufbau der Arbeit
Ziel der Arbeit ist es, die Verhaltensorientierung im Controlling vor einem theoretischen und praktischen Hintergrund näher zu betrachten. Dabei wird aufgezeigt, aus welchen Gründen und inwiefern die Bedeutung der Verhaltensorientierung im Controlling immer wichtiger wird. Die vorliegende Arbeit stellt zunächst in Kapitel zwei die theoretischen Grundlagen des verhaltensorientierten Controllings vor. Dabei wird auf Hintergründe, die Entwicklungsgeschichte sowie auf begriffliche Grundlagen eingegangen, bevor das Verhaltensverständnis im Controlling definiert wird, das dieser Arbeit zugrunde gelegt wird. Kapitel zwei behandelt zudem eine nähere Erläuterung des Themas Psychologie und Controlling. Dabei soll auf die Grundlagen sowie auf psychologische Phänomene eingegangen werden. In Kapitel drei werden anschließend die Grundkonzeptionen der Verhaltensorientierung und deren Relevanz für das Controlling dargestellt. Dabei wird auf den ökonomischen Ansatz (homo oeconomicus), die Prinzipal-Agenten-Theorie sowie das Konzept des internen Modells eingegangen, die eine grundlegende Bedeutung für die Verhaltens-orientierung darstellen.
Kapitel vier befasst sich schließlich mit der praktischen Durchführung eines verhaltensorientierten Controllings. Hier wird zunächst das Fähigkeits- und Eigenschaftsprofil eines Controllers mit Hilfe zweier Studien erarbeitet, bevor auf das Phänomen des Information Overload eingegangen wird. Anschließend werden die verhaltensrelevanten Wirkungen ausgewählter Controlling Instrumente dargestellt. Dabei werden die traditionellen Instrumente, wie die Budgetierung, Investitionsentscheidungen, Kennzahlen sowie das Target Costing als Beispiel für ein neueres Instrument, behandelt. Kapitel fünf schließt die Arbeit mit einer Schlussfolgerung und einem Ausblick ab.
9
2. Theoretische Grundlagen zur Verhaltensorientierung im Controlling
2. Theoretische Grundlagen zur Verhaltensorientierung im
Controlling
2.1 Entwicklungsgeschichte
In der angloamerikanischen Literatur gilt die Forschung des Zusammenhangs zwischen Controlling und Verhalten unter dem Begriff des Behavioral Accounting seit langem als etabliert. Als Wegbereiter eines Verhaltensorientierten Controllingansatzes kann Argyris gesehen werden,
der 1952 sein Werk ‚The Impact of Budgets on People‘ 9 veröffentlichte. Weitere fundamentale Publikationen wie die von Devine (1960) 10 , Stedry (1960) 11 , Golembiewski (1964) 12 und Willingham (1964) 13 folgten in den sechziger Jahren. 14 Mit der Nobelpreisvergabe 2002 an Daniel Kahneman und Vernon L. Smith, die das klassische Modell des homo oeconomicus in Frage stellten und verhaltenswissenschaftliche Ansätze in die Wirtschaftswissenschaften integrierten, wurde das Thema Verhaltens-orientierung gewürdigt. 15
Obwohl Schmalenbach bereits 1947/48 verhaltensbezogene Aspekte des Rechnungswesens als Forschungsgebiet aufzeigte, wurde in der deutschen betriebswirtschaftlichen Forschung das Thema Mensch lange Zeit nur wenig berücksichtigt. 16 Immer wieder wurde die Einbeziehung von psychologischen
9 Siehe hierzu: Argyris, C.: The Impact of Budgets on People, Controllership Foundation, New York, 1952.
10 Siehe hierzu: Devine, C.T.: Research Methodology and Accounting Theory formulation. In: The Accounting Review, Jg, 35, July 1960, S. 387-399.
11 Siehe hierzu: Stedry, A.: Budget Control and Cost Bahavior, N.J.: Prentice-Hall, Englewood Cliffs, 1960.
12 Siehe hierzu: Golembiewski, R.T.: Accountancy as a function of Organization Theory. In: The Accounting Review, Jg. 39, April 1964, S. 333-341.
13 Siehe hierzu: Willingham, J.J.: The Accounting Entity: A Conceptual Model. In: The Accounting Review, Jg. 39, July 1964, S. 543-552.
14 Vgl. Süßmair, A.: Behavioral Accounting. Verhaltenstheoretische Grundlagen des internen Rechnungswesens, Betriebswirtschaftlicher Verlag Dr. Th. Gabler GmbH und Deutscher Universitäts-Verlag GmbH, Wiesbaden, 2000, S. 3.
15 Vgl. Weber, J., Hirsch, B., Linder, S., Zayer, E.: Verhaltensorientiertes Controlling. Der Mensch im Mittelpunkt, Reihe: Advanced Controlling, 6. Jahrgang, Band 34, Wiley Verlag, Vallendar, 2003, S. 7 und S. 50.
16 Vgl. Süßmair, A.: Verhaltenswirkungen des Controllings. In: Controlling, Theorien und Konzeptionen, hrsg. v. Prof. Dr. Ewald Scherm und Dr. Gotthard Pietsch, Franz Vahlen Verlag, München, 2004, S. 637.
10
2. Theoretische Grundlagen zur Verhaltensorientierung im Controlling
Erkenntnissen in die Wirtschaftswissenschaften gefordert, bisher jedoch
kaum verwirklicht. 17 So lässt sich zum Beispiel das Schlagwort Verhaltensorientierung in vielen Standardwerken der Betriebswirtschaftslehre nicht finden und auch ausgewählte Publikationen zu dieser Thematik sind noch selten. 18
Deyhle 19 trug mit seinem Werk dazu bei, ein zukunftsweisendes Bild der Controller in der Öffentlichkeit zu vermitteln. Seine grundlegenden Gedanken wurden später von der Theorie aufgegriffen und bei der Entwicklung des sogenannten verhaltensorientierten Controllings berücksichtigt. Für die Entwicklung einer verhaltensorientierten Controllingforschung ist der Einbezug anderer Wirtschaftszweige, insbesondere der Soziologie und
Psychologie, von enormer Bedeutung. 20 Ebenso müssen Verfahren und Methoden des Controllings aus verhaltensorientierter Sichtweise kritisch hinterfragt werden. Dies betrifft auch die Wirkungen von Controllingsystemen auf Motivation und Leistung der Mitarbeiter. Nur so ist es möglich, Grundlagen für verhaltensorientierte Instrumente und Systeme des Controllings zu schaffen. 21
2.2 Begriffsdefinitionen
2.2.1 Verhaltenswissenschaften und Betriebswirtschaftslehre
Die Sozialwissenschaften beschäftigen sich mit „dem Menschen als soziales Phänomen und mit den institutionellen und organisatorischen Voraussetzungen für menschliches Handeln und Zusammenleben in
17 Vgl. Hirsch, B.: Controlling und Entscheidungen. Zur verhaltenswissenschaftlichen Fundierung des Controllings, Mohr Siebeck Verlag, Tübingen, 2007, S. 1.
18 Vgl. Weber, J., Hirsch, B., Linder, S., Zayer, E.: Verhaltensorientiertes Controlling. Der Mensch im Mittelpunkt, Reihe: Advanced Controlling, 6. Jahrgang, Band 34, Wiley Verlag, Vallendar, 2003, S. 7.
19 Siehe hierzu: Deyhle, A.: Controller-Handbuch, Ergänzungsband A (A-D), 2. überarbeitete und erweiterte Auflage, Gauting/München, 1980.
20 Vgl. Suchanek, A.: Ökonomischer Ansatz und theoretische Integration, J.C.B. Mohr (Paul Siebeck) Verlag, Tübingen, 1994, S. 2 und Küpper, H.-U.: Controlling. Konzeptionen, Aufgaben, Instrumente, 4., überarbeitete Auflage, Schäffer-Poeschel Verlag, Stuttgart, 2005, S. 79.
21 Vgl. Süßmair, A.: Behavioral Accounting. Verhaltenstheoretische Grundlagen des internen Rechnungswesens, Betriebswirtschaftlicher Verlag Dr. Th. Gabler GmbH und Deutscher Universitäts-Verlag GmbH, Wiesbaden, 2000, S. 6f.
11
2. Theoretische Grundlagen zur Verhaltensorientierung im Controlling
Gemeinschaften und Gesellschaften.“ 22 Von besonderem Interesse sind hierbei die Ursachen und Wirkungen menschlichen Handelns. Damit steht die Sozialwissenschaft in einem engen Verhältnis zu der Verhaltenswissenschaft, da bei beiden ein Zusammenhang zum menschlichen Verhalten besteht. Staehle interpretiert die Sozialwissenschaften als übergeordnetes Forschungsgebiet zu dem die Wirtschaftswissenschaften wie zum Beispiel die Rechts- und Betriebswirtschaft gehören. 23 Die jeweiligen Wirtschaftsbereiche setzen jedoch in der Forschung auf unterschiedliche Schwerpunkte. So forschen die Soziologen über den Ursprung der Entwicklung und die Struktur der Gesellschaft, während die ökonomische Verhaltensforschung Verhaltens- und Handlungsweisen im Wirtschaftsleben untersucht. Als Teilgebiet der Betriebswirtschaft besteht demnach auch zwischen dem Controlling und der Verhaltenswissenschaft ein enger
Zusammenhang. 24
2.2.2 Controllingbegriff und Controllingverständnis in der Literatur
Das Controlling stellt in funktionaler Hinsicht eine Teilfunktion der Unternehmensführung dar, das die zielorientierte und rationalitätssichernde Steuerung und Koordination von Planung, Kontrolle und Informations-versorgung zur Aufgabe hat. 25
Mit dem Begriff Controlling wird aber auch eine das Management unterstützende Institution angesprochen. Diese ist in großen Unternehmen häufig organisatorisch verselbständigt und übt Controllingaufgaben aus. Sie dient der Entlastung von Managern. Träger dieses institutionalisierten Controllings ist der Controller.
22 Wöhe, G.: Einführung in die Allgemeine Betriebswirtschaftslehre, 21. Auflage, Franz Vahlen Verlag, München, 2002, S. 19.
23 Vgl. Staehle, W.H.: Management. Eine verhaltenswissenschaftliche Perspektive, 5., überarbeitete Auflage, Vahlen Verlag, München, 1990, S. 131-135.
24 Vgl. Wielpütz, A. U.: Verhaltensorientiertes Controlling, Reihe: Planung, Organisation und Unternehmensführung, Band 54, Josef Eul Verlag, Lohmar, Köln, 1996, S. 19f.
25 Die folgende Darstellung lehnt sich an Horváth, P.: Controlling, 10., vollständig überarbeitete Auflage, Vahlen Verlag, München, 2006, S. 132-140 und Küpper, H.-U.: Controlling. Konzeptionen, Aufgaben, Instrumente, 4., überarbeitete Auflage, Schäffer-Poeschel Verlag, Stuttgart, 2005, S. 34f., an.
12
2. Theoretische Grundlagen zur Verhaltensorientierung im Controlling
Das Controlling im Allgemeinen gibt der Führung die Möglichkeit, notwendige Steuerungsaufgaben zu erkennen und zu nutzen und damit durch Planung ein zielorientiertes Anpassen der Unternehmung an betriebliche Veränderungen zu erreichen.
Die Controllingliteratur wies in den letzten drei Jahrzehnten zahlreiche Konzeptionen darüber auf, was Controlling ist bzw. sein soll. In dieser Diskussion nahmen nachfolgende, in zeitlicher Entwicklung angeordnete, vier Sichtweisen eine bedeutende Rolle ein: Controlling als Informationsver-sorgung, Controlling als Planung und Kontrolle, Controlling als Koordination
sowie Controlling als Rationalitätssicherung. 26
Das zuerst entwickelte theoretische Verständnis von Controlling sieht dieses als Informationsversorgung. Aus dieser Perspektive dient Controlling dazu, Informationen zu beschaffen, aufzubereiten und bzgl. ihrer Anwendbarkeit
zur Steuerung des Unternehmens zu überprüfen. 27 Das Controlling soll dazu beitragen die Transparenz über betriebswirtschaftliche Informationen, wie zum Beispiel Kosten- und Ergebnisinformationen, zu verbessern. Zusätzlich sollen Kostenrechnungs- und Managementinformationssysteme implementiert werden.
Als nächste Stufe im Verständnis von Controlling hat sich eine Betrachtung des Controllings als Planung und Kontrolle herausgebildet. Dieses Controllingverständnis beschreibt eine konsequente Zielausrichtung des Unternehmens auf Basis einer ergebnisorientierten Planung sowie eine Überwachung der Plandaten durch Zielvereinbarungen und Zielerreichungs-
analysen. 28
Das in der Theorie heute wohl noch am häufigsten aufgestellte Controllingverständnis definiert Controlling als eine Funktion, die unterschiedliche Führungsteilsysteme des Unternehmens aufeinander
26 Vgl. Wöhe, G.: Einführung in die Allgemeine Betriebswirtschaftslehre, 21. Auflage, Franz Vahlen Verlag, München, 2002, S. 205-210 und Weber, J.: Was machen Controller wann warum? Ein Überblick, Reihe: Advanced Controlling, 5. Jg., Band 30, WHU, Vallendar, 2002, S. 9-11.
27 Vgl. Heigl, A.: Controlling - Interne Revision, 2. neubearbeitete und erweiterte Auflage, Fischer Verlag, Stuttgart, 1989, S. 3.
28 Vgl. Hahn, D.: Controlling: Stand und Entwicklungstendenzen unter besonderer Berücksichtigung des CIM-Konzeptes. In: Scheer, A.-W. (Hrsg.): Rechnungswesen und EDV, 8. Saarbrücker Arbeitstagung, Physica-Verlag, Heidelberg, 1987, S. 3-39.
13
2. Theoretische Grundlagen zur Verhaltensorientierung im Controlling
abstimmt. Diese Koordination impliziert die Abstimmung einzelner
Entscheidungen auf ein gemeinsames Ziel. 29 Die Koordinationsfunktion des Controllings wird durch die steigende Komplexität der Unternehmensführung
und die daraus resultierenden Koordinationsdefizite begründet. 30 Die Frage wie viele und welche Führungsteilsysteme zu koordinieren sind, ist in der Literatur umstritten. So beschränkt Horváth die Koordinationsfunktion des Controllings auf das Informations-, das Planungs- und das Kontrollsystem 31 während Wöhe und Küpper zwei weitere Teilsysteme, das Personalführungs-und Organisationssystem, in ihre Betrachtung hinzuziehen. 32 Das jüngste in der Literatur diskutierte Controllingverständnis interpretiert das Controlling als Rationalitätssicherung der Führung. Controlling stellt hierbei eine Führungs- und Managementunterstützungsfunktion dar. Dies schließt die Übernahme von Informations-, Planungs-, Kontroll- und Koordinationsaufgaben mit ein, erweitert die Funktion des Controllings aber auch um die Notwendigkeit des frühzeitigen Erkennens, Verminderns und Beseitigens von Rationalitätsdefiziten, zum Beispiel des Vermeidens von Fehlentscheidungen durch Manager. 33 Ebenso wie Controller können auch andere Aufgabenträger, wie Abteilungen, Manager oder Berater diese spezifische Funktion des Controllings erfüllen.
Das von Weber und Schäffer entwickelte Konzept der Rationalitätssicherung räumt kognitiven und motivationsbezogenen Begrenzungen von Managern eine zentrale Bedeutung ein. Diese sollen durch das Handeln von Controllern als „Counterpart“ 34 ausgeglichen bzw. beschränkt werden. Dabei ist es wichtig, dass Controller ausreichende Fähigkeiten zur Beeinflussung
29 Vgl. Horváth, P.: Controlling, 10., vollständig überarbeitete Auflage, Vahlen Verlag, München, 2006, S. 136-141.
30 Vgl. Weber, J.: Einführung in das Controlling, 11., vollständig überarbeitete Auflage, Schäffer-Poeschel Verlag, Stuttgart, 2006, S. 21-24.
31 Vgl. Horváth, P.: Controlling, 10., vollständig überarbeitete Auflage, Vahlen Verlag, München, 2006, S. 137.
32 Vgl. Wöhe, G.: Einführung in die Allgemeine Betriebswirtschaftslehre, 21. Auflage, Franz Vahlen Verlag, München, 2002, S. 208 und Küpper, H.-U.: Controlling. Konzeptionen, Aufgaben, Instrumente, 4., überarbeitete Auflage, Schäffer-Poeschel Verlag, Stuttgart, 2005, S. 331-334.
33 Vgl. Weber, J., Schäffer, U.: Sicherstellung der Rationalität der Führung als Aufgabe des Controllings? In: Die Betriebswirtschaft, 59. Jg., Heft 6, 1999, S. 731-748.
34 Weber, J.: Einführung in das Controlling, 11., vollständig überarbeitete Auflage, Schäffer-Poeschel Verlag, Stuttgart, 2006, S. 412.
14
2. Theoretische Grundlagen zur Verhaltensorientierung im Controlling
besitzen, um von den Managern in ihrer Funktion als Counterpart angesehen und ernst genommen zu werden. Ziel der Counterpartfunktion ist es, eine Steigerung von Wirksamkeit und Nutzen zu erreichen. 35
2.2.3 Verhalten
Der Terminus Behavioral Sciences fand seinen Ursprung in den USA und stellt im deutschsprachigen Raum eine relativ neue Perspektive dar. Im Verhältnis zu dem deutschen Begriff Verhaltenswissenschaften liegen jedoch gewisse Abweichungen vor. So wird zum Beispiel in der deutschsprachigen sozialwissenschaftlichen Forschung die Handlungs- und Verhaltenstheorie getrennt voneinander betrachtet. Folglich liegt eine Ungenauigkeit bei der Übersetzung des Fachbegriffs behavioral mit verhaltensorientiert vor, da der Gegenstand der Untersuchung nach dem Stand der Forschung in
Deutschland noch nicht deutlich festzulegen ist. 36 Nachfolgend soll darauf eingegangen werden, was unter den Begriffen Verhaltens- und Handlungstheorie zu verstehen ist.
2.2.3.1 Verhaltenstheorie
Die Verhaltenstheorie wird als ein individualistischer Ansatz betrachtet, der eine historische Verknüpfung zu psychologischen Lerntheorien erkennen lässt. Kernpunkt der Verhaltenstheorie ist die Erklärung menschlichen Verhaltens mit Hilfe von Gesetzmäßigkeiten. Der Verhaltenstheoretiker wird dabei in die Rolle eines externen Beobachters versetzt und die zu erklärenden Verhaltensweisen werden als externe Daten betrachtet. 37 Dies bildet einen entscheidenden Unterschied zu der im nachfolgenden Kapitel erläuterten Handlungstheorie. „Im Sinne dieser Auffassung ist Verhalten eine sichtbare und/oder mentale Aktivität, die durch Stimuli, vermittelt durch
35 Vgl. Weber, J.: Einführung in das Controlling, 11., vollständig überarbeitete Auflage, Schäffer-Poeschel Verlag, Stuttgart, 2006, S. 45-48.
36 Vgl. Süßmair, A.: Verhaltenswirkungen des Controllings. In: Controlling, Theorien und Konzeptionen, hrsg. v. Prof. Dr. Ewald Scherm und Dr. Gotthard Pietsch, Franz Vahlen Verlag, München, 2004, S. 638.
37 Vgl. Reimann, H., Giesen, B., Goetze, D.: Basale Soziologie: Theoretische Modelle, 4., neubearbeitete und erweiterte Auflage, Westdeutscher Verlag, Opladen, 1991, S. 102f.
15
2. Theoretische Grundlagen zur Verhaltensorientierung im Controlling
kognitive Prozesse, zustande kommt. Ursprünglich war der Begriff allein den
sichtbaren oder beobachtbaren Verhaltensweisen vorbehalten.“ 38
2.2.3.2 Handlungstheorie
Ebenso wie die Verhaltenstheorie ist auch die Handlungstheorie im Rahmen eines theoretischen Individualismus 39 zu betrachten. In der Wissenschaft ist man sich über eine genaue Definition und Abgrenzung des Handlungsbegriffs nicht einig. So beschreibt Süßmair menschliches Handeln, nach einer Definition von Pareto, als „willens-, gefühls- und instinktbestimmt.“ 40 Pareto legte demnach diese drei Ebenen an Handlungen fest. Max Weber dagegen stellte vier verschiedene Handlungstypen fest: das traditionelle, das wertrationale, und das zweckrationale Handeln sowie das
Handeln im Affekt. 41 Mit dieser Kategorienbildung wird die Komplexität menschlichen Handelns leichter erfassbar werden. Handeln kann definiert werden als „Aktivität, die aufgrund spezifischer mentaler Ereignisse zustande kommt (wie Überlegungen, Kalkulationen, Intentionen etc.), aber nicht als notwendige Reaktion auf die Einwirkung eines Reizes.“ 42 Eine Handlung wird demnach nur über die individuelle Betrachtungsweise des Handelnden interpretiert. Für die Analyse der Handlungen werden besonders diejenigen Aspekte rekonstruiert, die für den
Handelnden selbst einen maßgeblichen Einfluss darstellten. 43
38 Süßmair, A.: Verhaltenswirkungen des Controllings. In: Controlling, Theorien und Konzeptionen, hrsg. v. Prof. Dr. Ewald Scherm und Dr. Gotthard Pietsch, Franz Vahlen Verlag, München, 2004, S. 638.
39 Theoretischer Individualismus meint nach Reimann den Versuch, die Soziologie auf personale, individuelle Theorien zu gründen. (Vgl. hierzu Reimann et al., Basale Soziologie: Theoretische Modelle, 4., neubearbeitete und erweiterte Auflage, Westdeutscher Verlag, Opladen, 1991, S. 140.)
40 Süßmair, A.: Verhaltenswirkungen des Controllings. In: Controlling, Theorien und Konzeptionen, hrsg. v. Prof. Dr. Ewald Scherm und Dr. Gotthard Pietsch, Franz Vahlen Verlag, München, 2004, S. 638 unter Bezug auf Pareto, V.: Trattato di Sociologia Generale, Florenz, 1916, dt.: Allgemeine Soziologie, Tübingen, 1955.
41 Vgl. Weber, M.: Gesammelte Aufsätze zur Wissenschaftslehre, 5. erneut durchgesehene Auflage, J.C.B. Mohr Verlag, Tübingen, 1982, S. 542-544.
42 Reimann, H., Giesen, B., Goetze, D.: Basale Soziologie: Theoretische Modelle, 4., neubearbeitete und erweiterte Auflage, Westdeutscher Verlag, Opladen, 1991, S. 159.
43 Vgl. Reimann, H., Giesen, B., Goetze, D.: Basale Soziologie: Theoretische Modelle, 4., neubearbeitete und erweiterte Auflage, Westdeutscher Verlag, Opladen, 1991, S. 148-159.
16
2. Theoretische Grundlagen zur Verhaltensorientierung im Controlling
Zwischen der Verhaltens- und Handlungstheorie lassen sich einige Überschneidungen feststellen, da beide Theorien einen ähnlichen Themenbereich besitzen. Der Hauptunterschied liegt jedoch im wissen-schaftstheoretischen Anspruch begründet. Die Handlungstheorie hat im Gegensatz zu der Verhaltenstheorie die Auffassung, dass es keine kausal bestimmenden Reize gibt, die von außen eine Person beeinflussen und bei dieser daraufhin ein bestimmtes Verhalten hervorgerufen wird. Sie erweitert die Sichtweise um die Begriffe Person, Handlung und Handlungsobjekt, die als sehr bedeutend für die Handlungstheorie betrachtet werden. 44
2.2.4 Zugrunde liegendes Verhaltensverständnis
Das Hauptaugenmerk dieser Betrachtung richtet sich in Bezug auf die Termini Verhalten und Controlling auf die Verhaltenswirkungen interner Planungs-, Steuerungs- und Kontrollinstrumente sowie die damit im Zusammenhang stehenden Auswirkungen zur Unterstützung von Führungsprozessen. Dabei sind die Verhaltensweisen der Mitarbeiter im Unternehmen der Kernpunkt der Untersuchung. „Verhalten umfasst dabei sämtliche stimulierte und/oder absichtsgeleitete Aktionen bzw. Zustände, unabhängig davon, ob reagierende oder intendierte Wesensmerkmale fokussiert werden. Das Entscheidungsverhalten ist als eine Facette des Verhaltensspektrums zu sehen. Basis des Handlungsraums in Organisationen sind explizite bzw. implizite Vertragsbeziehungen.“ 45
2.3 Psychologie und Controlling
2.3.1 Grundlagen
Durch die bisher noch nicht weit fortgeschrittene Entwicklung einer verhaltensorientierten Controllingtheorie im deutschsprachigen Raum einerseits und der Erfolg der Behavioral Accounting-Forschung in den USA
44 Vgl. Reimann, H., Giesen, B., Goetze, D.: Basale Soziologie: Theoretische Modelle, 4., neubearbeitete und erweiterte Auflage, Westdeutscher Verlag, Opladen, S.140f.
45 Süßmair, A.: Verhaltenswirkungen des Controllings. In: Controlling, Theorien und Konzeptionen, hrsg. v. Prof. Dr. Ewald Scherm und Dr. Gotthard Pietsch, Franz Vahlen Verlag, München, 2004, S. 639.
17
2. Theoretische Grundlagen zur Verhaltensorientierung im Controlling
auf der anderen Seite wird deutlich, dass ein Heranziehen der Erkenntnisse aus den Verhaltenswissenschaften nötig ist, um controllingrelevante Phänomene erklären zu können.
Hirsch vertritt dabei die Meinung: „Wenn es gelingt, durch die Heranziehung von Erkenntnissen aus der Psychologie im Sinne eines höheren Erkenntnisgewinns, bessere Erklärungsansätze für Fragestellungen im Rahmen der Tätigkeit von Controllern zu entwickeln, besteht die Chance einer verbesserten theoretischen Fundierung der Tätigkeit von Controllern und auch der Controllingfunktion.“ 46
2.3.2 Psychologische Phänomene und deren Auswirkung auf Controlling
Nachfolgend werden drei verschiedene psychologische Phänomene und deren Auswirkungen auf die Arbeit der Controller beschrieben. Zudem werden die Konsequenzen für die Controller zur Rationalitätssicherung des Managements herausgearbeitet. Bei den oben genannten Phänomenen handelt es sich zum einen um Gefühle bzw. Affekte, die sich auf unsere Informationsverarbeitung auswirken, zum anderen um soziale Einflüsse und Urteilsverzerrungen.
Treten diese Phänomene auf, sind die Handlungen nur dann als rational anzusehen, wenn eine Nachvollziehbarkeit für den Handelnden und Kenntnisse der jeweiligen Situation vorliegen.
2.3.2.1 Informationsverarbeitung im Affekt
Gedanken beeinflussen die Gefühle. 47 Es lassen sich Beispiele dafür anführen, welchen Einfluss Gedanken an bestimmte Situationen, wie beispielsweise Präsentationen vor dem Management, Prüfungen oder auch freudige Momente, wie zum Beispiel die Bekanntgabe einer erfolgreich
46 Hirsch, B.: Zur Integration psychologischen Wissens in betriebswirtschaftliche Controlling-Konzeptionen - Stand der Literatur und Forschungsbedarf. In: Controlling und Management, 52. Jahrgang (2008), Sonderheft 1, S. 41.
47 Die folgende Darstellung lehnt sich an Weber, J., Riesenhuber, M.: Controlling & Psychologie, Reihe: Advanced Controlling, 5. Jg., Band 29, WHU, Vallendar, 2002, S. 9-12, an.
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Arbeit zitieren:
Juliane Belz, 2009, Verhaltensorientierung im Controlling, München, GRIN Verlag GmbH
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