Inhaltsverzeichnis:
Inhaltsverzeichnis : 1
1.Einleitung 2
2. Etappen der Einigung 2
2.1 Die 50er Jahre. 2
2.2 Erweiterungsrunden und erste Anpassungswellen 3
2.3 Drei Säulen der EU und der Übertritt in das 20ste Jahrhundert4
3. Triebkräfte der Gemeinschaftsbildung 5
3.1 Friedenssicherung. 6
3.2 Wertegemeinschaft 7
3.3 Wirtschaftliche Vorteile 7
3.4 Außen- und sicherheitspolitische Notwendigkeiten 8
3.5 Lösung grenzüberschreitender Probleme 9
3.6 Stärkung nachbarschaftlicher Beziehungen. 9
4. Entwicklungstendenzen der europäischen Union. 10
4.1 „Europäischer Bundesstaat“ 10
4.2 „Europäischer Staatenbund“ 11
4.3 „Europa der Regionen“ 12
4.4 „Differenzierte Integration“ 12
4.4.1 „Europa der zwei Geschwindigkeiten“ 13
4.4.2 „Europa a la carte“ 13
5. Zukunftsperspektiven 14
Literaturverzeichnis. 16
Online -Medien. 16
1
1. Einleitung
Fünfzig Jahre alt zu werden, ist für jeden Menschen ein heikler Moment. Dies gilt auch für das europäische Gebilde. Stellt man die Römischen Verträge an den Anfang der Europäischen Union, so würde sie in diesem Jahr ihren Fünfzigsten Jahrestag feiern. 1 Die letzte halbe Dekade hat eine unvorstellbare Entwicklung durchlebt. Denkt man an die erste Hälfte des Zwanzigsten Jahrhunderts zurück, so findet man unter anderem zwei Weltkriege und mehrere Wirtschaftskrisen, von denen eine sehr dramatischen Ausmaßes war 2 . Wer hätte gedacht, dass bereits im selben Jahrhundert Europa von Wohlstand und Frieden geprägt ist. Es fand ein sozialer und ökonomischer Ausgleich statt, der von einer demokratischen Anziehungskraft getragen wird. Doch die Entwicklung verlief nicht immer reibungslos und frei von Krisen. Eine sehr große, wenn nicht die größte Krise, bezogen auf die EU und deren Einigungsprozess, wird momentan heraufbeschworen durch das „Non“ Frankreichs, und dem „Nee“ der Niederlande zur Europäischen Verfassung 3 . Doch ehe ich mich mit den Krisen und Zukunftsperspektiven der Europäischen Union befasse, sollte der Aufstieg der Europäischen Union zu einer der bedeutendsten Internationalen Organisationen beleuchtet werden.
2. Etappen der Einigung
2.1 Die 50er Jahre
Die bereits erwähnten beiden Weltkriege sowie die folgende Ohnmacht Europas aufgrund der Kontrolle der Siegermächte verhinderten über mehrere Jahre einen Gedanken an eine Vereinigung zu einer Europäischen Gemeinschaft. Am 7. Mai 1950 schreibt der französische Außenminister Robert Schumann an Bundeskanzler Konrad Adenauer: „Europa kann nicht auf Leistungen eine tatsächliche Verbundenheit schaffen. Voraussetzungen für den Zusammenschluss der europäischen Nationen ist aber die Beseitigung des jahrhundertealten Gegensatzes zwischen Frankreich und Deutschland. Das begonnene Projekt muss in erster Linie Deutschland
1 http://www.eu2007.de/de/The_Council_Presidency/treaties_of_rome/index.html (27.09.2007)
2 Weltwirtschaftskrise 1929-1933 vgl. http://www.dhm.de/lemo/html/weimar/industrie/wirtschaftskrise/
(27.09.2007)
3 Weidenfeld, W. Die Europäische Verfassung verstehen, Bonn 2006, S. 14
2
und Frankreich erfassen.“ 4 Robert Schumann verkündete nur zwei Tage später, gemeinsam mit seinem Landsmann Jean Monnet, den so genannten „Schumann-Plan“, der in erster Linie mit der Gründung der Europäischen Gemeinschaft für Kohle und Stahl (EGKS) zur Zusammenlegung der Schwerindustrie führte. Darin hieß es unter anderem, „wir schlagen vor, die gesamte deutsch-französische Kohle und Stahlproduktion einer Hohen Behörde zu unterstellen…“ 5 Es ist ganz offensichtlich, dass durch die gegenseitige internationale Kontrolle von Kohle und Stahl ein weiterer Krieg verhindert werden sollte. Gerade der deutsch französischen Aussöhnung gab dieser Vertrag einen Schub nach vorne und konnte seine klare Signalwirkung nicht nur entfalten sondern auch umsetzen. Es dauerte beinahe ein Jahr, ehe am 18. April 1951 in Paris der Vertrag zur europäischen Gemeinschaft für Kohle und Stahl (EGKS) ratifiziert wurde. Dieser Montanunion gehörten Belgien, die Bundesrepublik Deutschland, Frankreich, Italien, Luxemburg und die Niederlande bei. Es folgten einige Jahre, die im Zeichen der Planung und Gestaltung einer neuen Gemeinschaft standen, ehe 1957 die Römischen Verträge zur Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft (EWG) und der Europäischen Atomgesellschaft (Euratom) von den sechs Gründerstaaten, die bereits die Montanunion begründeten, unterzeichnet wurden.
2.2 Erweiterungsrunden und erste Anpassungswellen
Der nachhaltige Erfolg dieser Gemeinschaft blieb in den Folgejahren nicht unbemerkt, so dass erste Erweiterungsrunden mit dem Beitritt von Dänemark, Irland und Großbritannien im Jahr 1973 folgten. Europa wuchs nicht nur zahlenmäßig, sondern auch durch die zunehmende gemeinsame Politik 6 und den Verzicht von Kontrollen des Personenverkehrs auch an ihren gemeinsamen Grenzen. 7 Im Jahr 1986, nach dem Beitritt Spaniens, Portugals sowie Griechenlands fünf Jahre zuvor, war das Dutzend an Mitgliedsländern voll. Eine Anpassung an die neuen Gegebenheiten, die eine Erweiterung auf zwölf Mitgliedsländer mit sich bringt, fand vom 17. - 28. Februar
4 http://www.bundesregierung.de/nn_1502/Content/DE/Regierungserklaerung/2006/05/2006-05-11-
regierungserklaerung-von-bundeskanzlerin-angela-merkel.html (26.09.2007)
5 http://www.dhm.de/lemo/html/DasGeteilteDeutschland/JahreDesAufbausInOstUndWest/ZweiStaatenZweiWeg
e/schumanPlan.html (20.08.2007)
6 Bis 1979 wurden die Abgeordneten von ihren nationalen Parlamenten entsandt. Nun werden sie direkt
gewählt. Die Mitglieder des Parlaments gehören Länderübergreifenden Fraktionen (Sozialisten, Konservative,
Liberale usw.) nicht mehr nationalen Delegationen
7 vgl. „Schengener Abkommen“ - 14.Juni 1985
1986 in Luxemburg und Den Haag statt. Die „Einheitliche Europäische Akte“ (EEA) zur Änderung der Römischen Verträge, der alle zwölf Mitgliedsstaaten zustimmten, hatte die Zielsetzung, einen Wirtschaftsraum mit Zollunion zwischen den Mitgliedsländern zu schaffen. Im Zentrum dieses Vertrages stand eine „immer engere Konvergenz von Haltungen und Handlungen, die letztlich zu einer gemeinsamen Außenpolitik mit rechtlichen Verpflichtungen und gemeinschaftlichen Institutionen führen wird.“ 8 Die EEA trat am 1. Juli 1987 in Kraft. Der Fall der Berliner Mauer am 9.November 1989 - ein Symbol für das Ende des Kalten Krieges und des Kommunismus - ermöglichte nicht nur die Wiedervereinigung Deutschlands, sondern auch ganz Europas 9 .
2.3 Drei Säulen der EU und der Übertritt in das 20ste Jahrhundert
Die offizielle Gründung der Europäischen Union (EU) fand im Rahmen des Maastrichter Vertrages statt und wurde von den Außenministern der Mitgliedsstaaten am 7. Februar 1992 unterzeichnet. Der Vertrag von Maastricht trat am 1. November 1993 in Kraft trat.
Die EU bildet seitdem die Dachkonstruktion der drei europäischen Säulen 10 : die europäische Gemeinschaft (EG), die Gemeinsame Außen- und Sicherheitspolitik (GASP) und die polizeiliche und justizielle Zusammenarbeit in Strafsachen (PJZS). Im Januar 1995 treten Österreich, Schweden und Finnland der Europäischen Union bei, wodurch die Mitgliedszahl aus 15 steigt.
Nach der Errichtung der Europäischen Zentralbank (EZB) am 1. Juni 1998, wird der Euro zum gemeinsamen Währungsmittel erklärt und in elf der 15 Mitgliedsländer als offizielles Zahlungsmittel akzeptiert und schließlich 2002 eingeführt. Nur Dänemark, Griechenland, Großbritannien und Schweden stimmen diesem Vorhaben nicht zu. Allerdings folgte zumindest Griechenland trotz anfänglicher Skepsis noch im selben Jahr. 11
Eine Überarbeitung der EU-Verträge (Maastricht und Amsterdam 12 ) wurde durch den Vertrag von Nizza (11. Dezember 2000) in Angriff genommen. Als wichtigster Schritt
8 Kramer;Rummel. Gemeinschaftsbildung Westeuropas in der Außenpolitik, Paderborn 1978. S.12f.
9 vgl. Busek - in: Die europäische Union und ihre Krisen. 2001 S. 155
10 vgl. Deppe - in: Die europäische Union und ihre Krisen. 2001 S.205
11 http://userpage.fu-berlin.de/~tmuehle/europa/euro/teilnehmer03.htm (26.09.2007)
12 2. Oktober 1997: (…)der Vertag sollte die Demokratisierung der EU vorantreiben. Die Befugnisse des
Arbeit zitieren:
Andreas Uffelman, 2007, Von der Montanunion bis zur Europäischen Union, München, GRIN Verlag GmbH
Dieser Text kann über folgende URL aufgerufen und zitiert werden:
Einbetten
DOI
Formatvorlage (Microsoft Word) für eine Diplomarbeit, Masterarbeit, Ha...
Für MS Word 2003 - Update 2010
Vorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren
Ausarbeitung, 25 Seiten
Formatvorlage (OpenOffice) für eine Diplomarbeit, Masterarbeit, Hausar...
Vorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren
Ausarbeitung, 35 Seiten
Formatvorlage / Vorlage zur Erstellung einer Diplomarbeit, Bachelorarb...
Vorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren
Ausarbeitung, 15 Seiten
Formatvorlage / Vorlage für eine Diplomarbeit / Hausarbeit
Für MS Word 2007 - dotx
Vorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren
Ausarbeitung, 25 Seiten
Anleitung zum Erstellen schriftlicher Arbeiten: Der Aufbau einer wisse...
Vorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren
Ausarbeitung, 20 Seiten
Erstellen einer schriftlichen Hausarbeit
Vorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren
Hausarbeit, 14 Seiten
Grundtechniken wissenschaftlichen Arbeitens
Bibliografieren - Reden - Schr...
Vorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren
Skript, 46 Seiten
Ratgeber zur Erstellung wissenschaftlicher Arbeiten. Diplomarbeiten - ...
Vorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren
Ausarbeitung, 39 Seiten
Andreas Uffelmann's Text Von der Montanunion bis zur Europäischen Union ist nun auf dem Buchmarkt erhältlich
Andreas Uffelmann hat den Text Von der Montanunion bis zur Europäischen Union veröffentlicht
Andreas Uffelmann hat einen neuen Text hochgeladen
Politik und Religion in der Europäischen Union
Zwischen nationalen Traditione...
Hartmut Behr, Mathias Hildebrandt
Europäische Verkehrspolitik. Von den Anfängen bis zur Osterweiterung d...
Politisch-ökonomische Rahmenbe...
Johannes Frerich, Gernot Müller
Die demokratische Legitimation der Europäischen Union aus gemeinschaft...
Eine Analyse der These vom Dem...
Winfried Kluth
Vertrag über die Europäische Union und Vertrag zur Gründung der Europä...
Artikel 98 - 188 EGV
Hans von der Groeben, Jürgen Schwarze
Die offene Methode der Koordinierung (OMK) - Chance oder Risiko für In...
Beiträge zur europäischen Inte...
Udo Langhoff
Die Europäische Union im 21. Jahrhundert
Theorie und Praxis europäische...
Hans-Georg Ehrhart, Sabine Jaberg, Bernhard Rinke, Jörg Waldmann
0 Kommentare