Inhaltsverzeichnis
Inhaltsverzeichnis. 2
1. Einleitung 3
2 Sprachliche Sozialisation der Geschlechter 5
2.1 Geschlechtsstereotypen und ihre soziale Bewertung 5
2.2 Geschlechtsspezifische Gesprächserwartungen 7
3 Sprachgebrauch 8
3.1 Phonologie 8
3.2 Syntax. 9
3.3 Semantik. 10
3.4 Pragmatik 10
4 Nonverbale Kommunikation. 13
5 Kohärenz von Status und Geschlecht. 16
6 Erklärungsansätze 17
7 Gleichberechtigung im Sprachverhalten 18
Zusammenfassung. 20
8 Literaturverzeichnis 21
Prim ärliteratur 21
Sekund ärliteratur 22
Internetadressen. 24
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„Frauen sind erstaunt, was Männer alles vergessen. Männer sind erstaunt, woran Frauen sich erinnern“. Peter Bamm
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Der Gedanke, dass es eine spezifisch weibliche Sprache geben könnte, geht auf die anthropologisch-ethnologische Forschung aus den letzten Jahrhunderten. Eine der Hauptleistungen der feministischen Bewegung der 70er und 80er Jahre war es, die immense soziale Bedeutung der Geschlechtszugehörigkeit eines Menschen in unserer patriarchalisch orientierten Gesellschaft herauszuarbeiten und aufzuzeigen, welche Auswirkungen die Existenz stereotyper Geschlechtsrollenbilder auf die Lebens- und Arbeitsbedingungen von Frauen und Männern hat. Ein Ergebnis der feministischen Bewegung war die Formulierung folgender Erkenntnisse:
• Die westliche Kultur und Gesellschaft ist durch patriarchalische Macht- und Gesellschaftsstrukturen gekennzeichnet.
• Die gesellschaftliche Geschlechterrolle ist nur in geringem Maße genetisch festgelegt und weitgehend Produkt einer sozialen Erziehung und Disziplinierung.
In einer patriarchalisch orientierten Gesellschaft existieren stereotype Geschlechtsrollenbilder, d.h. die Rollen von Männern und Frauen sind traditionell festgelegt. Sie weisen stark unterschiedliche Verhaltensnormen auf und haben beträchtlichen Einfluss auf die Lebens- und Arbeitsbedingungen von Frauen und Männern. Die Geschlechterrolle sei eine weitgehend sozial bestimmte Angelegenheit (Linke, A., Nussbaumer M. & Portmann P., 2001). In Bezug auf die zentrale Annahme der Rollentheorie werden Verhaltensunterschiede der Geschlechter und damit verbundene Erwartungen und Selbsteinschätzungen durch soziale Rollen vermittelt. Die
gesellschaftlichen Stereotype befördern geschlechtsdifferentes Verhalten, indem sie unangemessenes Verhalten gesellschaftlich oder individuell sanktionieren, angemessenes Verhalten dagegen unterstützen. Der Prozess der Rollenübernahme besteht dann darin, dass Frauen und Männer die für ihre Rolle typischen Fertigkeiten und Fähigkeiten erwerben (Klann-Delius 2004, S.154).
Die Verhaltensmuster, die in der Kindheit angelegt wurden, bestimmen im Weiteren das Erwachsenenalter. Bis heute lassen sich Eigenschaften typischer Geschlechtsrollenbilder isolieren, die auf die familiäre Arbeitsteilung
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zurückgehen: Die Frau war in erster Linie für die Familie, den Haushalt und die Kindererziehung zuständig, während der Mann primär die Ernährerrolle ausfüllte. Im Zuge der Sozialisierung wurden daher den Mädchen stärker personen- und beziehungsorientierte Verhaltensweisen und Normen vermittelt, während bei den Jungen sach- und statusorientiertes Verhalten gefördert wurde. Daraus ergeben sich folgende im Alltagswissen verankerte Vorstellungen von idealtypischem Geschlechtsrollenverhalten: Für Frauen wird ein eher passives, freundliches, emotionales, fürsorgliches und sensitives Verhalten erwartet, das die soziale Abhängigkeit und Schutzbedürftigkeit betont. Männer dagegen entsprechen dem positiven Stereotyp, wenn sie dominant, emotional kontrolliert, berufsorientiert und unabhängig auftreten. Dabei werden die männlichen Eigenschaften traditionell höher bewertet als die weiblichen. Diese Polarisierung der Geschlechter ist mit einem starken Machtgefälle verbunden und impliziert eine Benachteiligung der Frau. Schon der Zwang, sich zwischen den verschiedenen Rollenerwartungen entscheiden zu müssen (Familie, Kinder oder Karriere), stellt eine solche Benachteiligung dar, der sich Männer nur in seltenen Fällen ausgesetzt sehen. Obwohl Frauen laut Grundgesetz die gleichen Rechte wie Männer haben und die traditionellen Vorstellungen von Weiblichkeit und Männlichkeit innerhalb der letzten Jahre zunehmend in Frage gestellt werden, sind auch heute noch relativ wenige Frauen in höheren beruflichen Schichten anzutreffen. Ein höherer Bildungsabschluss bei Frauen führt nicht zu einem gleich hohen Einkommen wie bei Männern. Die Frauen mit Universitätsabschluss erreichen 79% - 81% des Einkommens von Männern mit vergleichbarem Bildungsniveau [...]« (Bericht der Bundesregierung 2002, S. 4). Deutlich mehr Frauen als Männer leben unterhalb der Armutsgrenze. Die Kinderbetreuung ist weiterhin überwiegend Aufgabe der Frauen, die dies in Deutschland zudem meist nicht mit einer vollen Erwerbstätigkeit vereinbaren können (vgl. Statistisches Bundesamt 2003). 85% der Alleinerziehenden in Deutschland sind Frauen, von denen ein hoher Anteil auf Sozialhilfe angewiesen ist (vgl. Statistisches Bundesamt 2003). Frauen sind weder in höheren Leitungspositionen in der Wirtschaft noch in der Politik nennenswert vertreten (Bericht der Bundesregierung 2002, S. 3; Bund-Länder-Kommission 2003).
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Arbeit zitieren:
Marina Lindekrin, 2007, Frauensprache und Männersprache, München, GRIN Verlag GmbH
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Soziologie - Soziales System, Sozialstruktur, Klasse, Schichtung
Referat (Ausarbeitung), 20 Seiten
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