Inhaltsverzeichnis
Tabellenverzeichnis....................................................................................................................II
Abkürzungsverzeichnis III
Symbolverzeichnis III
1. Einleitung 1
2. Grundlagen 2
2.1. Definition Rating 2
2.1.1. Ratingarten 3
2.1.2. Ratingsymbolik 4
2.1.3. Informationsgehalt von Ratings 5
2.2. Definition Rating-Agenturen 6
2.2.1. Charakteristika der Rating-Agenturen 7
2.2.2. IOSCO Code of Conduct 8
3. Das Rating-Verfahren 9
3.1. Ratingverlauf 10
3.1.1. Ablauf eines Erstratings 10
3.1.2. Folgerating 12
3.2. Methoden von S P Moody s und Fitch 12
4. Regulierungsbestimmungen und Rechtliche Aspekte 14
4.1. Regulierungsbestimmungen in den USA 15
4.2. Regulierungsbestimmungen in Europa 17
4.3. Rechtsrahmen 19
4.4. Haftung von Rating-Agenturen 20
5. Probleme der Rating-Agenturen 20
6. Fazit 23
Literaturverzeichnis 24
I
Tabellenverzeichnis
Tabelle 1: Ratingarten 3
Tabelle 2: Ratingurteile von S P Moody s und Fitch Ratings 5
Tabelle 3: Die 4 Prinzipien des Verhaltenskodex 8
Tabelle 4: Übersicht ausgewählter Rating Modelle der drei großen Rating Agenturen 13
Tabelle 5: Regulierungsbestimmungen der USA 16
Tabelle 6: Regulierungsbestimmungen der EU 18
II
Abkürzungsverzeichnis
bspw. beispielsweise
resp. respektive
CEBS Committe of European Banking Survisors
CESR The Committee of European Securities Regulators
ECAI External Credit Assessment Insitution
et al. et alli, et aliae
EU Europäische Union
f., ff. folgend(e)
i. d. R. in der Regel
IOSCO International Organization of Securities Commissions
i. w. S. im weitesten Sinne
NRSRO Nationally Recognized Statistical Rating Organization
SEC Securities Exchange Commission
S&P Standard & Poor’s
u. a. unter anderem
U. S. United States
U.S.A. United States of America
z. B. zum Beispiel
Symbolverzeichnis
% Prozent
& und
III
1. Einleitung Seit Jahrzehnten stehen Rating-Agenturen in der öffentlichen Kritik. Im Jahr 2002 durch den Fall Enron, seit der Suprime-Krise 2007, welche zur Finanzkrise führte, diskutieren Regie- rungen und Wertpapieraufsichtsbehörden wie bspw. die SEC über notwendige regulatorische Veränderungen des Ratingmarktes. Viele private und institutionelle Anleger stellen zuneh- mend die Frage nach der Verantwortung der Agenturen. Im Kleinanlegerbereich besteht oft- mals kein fundiertes Wissen über die Charakteristika, die Funktionsweise oder Regulierungs- bestimmungen von Rating-Agenturen.
Im Rahmen der vorliegenden Seminararbeit soll daher ein Überblick über die wichtigsten Eckpfeiler und Wirkungsweisen von Rating-Agenturen gegeben werden. Der Fokus liegt im Zuge dessen in der Erläuterung der Grundlagen und Regulierungsbestimmungen (Kapi- tel 2 & 4).
Hierzu erfolgt in Kapitel 2 eine Darstellung des Produktes der Rating-Agenturen und eine Definition selbiger. Dies bzgl. wird eine Einsicht über die verschiedenen Ratingarten ermög- licht und die weit verbreitete Bewertungssymbolik erläutert. Im Zuge dessen verweist der Autor auf die Bedeutung des Informationsgehaltes von Bonitätsbewertungen. Gleichwohl findet eine Darstellung des unter den Agenturen allgemein anerkannten Verhaltenskodex statt. Kapitel 3 liefert eine Einsicht in die Verfahrensweise der Ratingerstellung und zeigt einige Methoden der „Big Three“ auf. Anschließend werden die Veränderungen der Regulierungsan- sätze und vorhandenen Rechtsaspekte des Ratings (Kapitel 4) umschrieben. Nachdem in Ka- pitel 5 die wesentlichen Probleme der Agenturen Beachtung finden, erfolgt abschließend ein Fazit (Kapitel 6).
1
2. Grundlagen
2.1. Definition Rating
Der Terminus Rating, synonym zum Begriff Credit Rating, beinhaltet neben der Bedeutung
als Ratingurteil, d. h. das Ergebnis der Bonitätsanalyse eines Emittenten 1 , das Rating-
Verfahren an sich, welches die Vorgehensweise zur Beurteilung der Bonität eines Emittenten beschreibt (Reichling et al. 2007, S. 45).
Rating wird definiert als die standardisierte Beurteilung der Wahrscheinlichkeit mit denen Zins- und Tilgungsverpflichtungen aus handelbaren Schuldverschreibungen erfüllt werden und somit als Bonitätsbeurteilung über Emittenten resp. handelbare Finanzpapiere (Ei- sen 2007, S. 52f.). Fitch Ratings, eine der drei großen Agenturen, findet folgende Definition: „[…]credit ratings provide an opinion on the relative ability of an entity to meet fi- nancial commitments, such as interest, preferred dividends, repayment of principal, insurance claims or counterparty obligations (Fitch 2009a).”
Rechtlich ist dieser Begriff für den US-amerikanischen Raum im “Credit Rating Agency Act of 2006” verankert als Bewertung der Kreditwürdigkeit eines Schuldners als Rechtspersön- lichkeit i. S. v. Emittent resp. hinsichtlich seiner Stellung als Herausgeber spezifischer Fi- nanzpapiere (US Credit Rating Agency Act of 2006, S. 3850-2). Die deutsche Definition entspricht dem “Report on the Activities of Credit Rating Agencies”. Dieser bezeichnet Credit Rating als „[…] an assessment of how likely an issuer is to make timely payments on a finan- cial obligation” (IOSCO 2003, S. 3).
Die Aufgabe eines Ratings besteht darin, einen Maßstab für Bonitätsrisiken 2 zusetzen, sodass
eine Aussage darüber erfolgt in welchem Umfang Risiken für eine zukünftige Zahlungsstö- rung besteht. Hierbei handelt es sich jedoch nicht um eine Quantifizierung der Risiken, son-
dern lediglich um einen Vergleich einzelner Finanztitel 3 bzgl. der Risikostärke (Perri-
don & Steiner 2007, S. 174). Somit tragen Ratings in gewissem Maße zur Transparenz auf den Finanzmärkten bei. Die Agenturen betonen jedoch immer wieder, dass es sich bei der 1 Emittenten können Unternehmen, Banken, Versicherungen, Staaten, sowie andere Gebietskörperschaften wie
Bundesländer oder Provinzen, Städte und Gemeinden sein (GRAS 2003, S. 7).
2 Bewertung der Zinszahlungs- und Schuldtilgungsfähigkeit (Peridon & Steiner 2007, S. 174).
3 Finanztitel sind Anleihen sowie Bonds, festverzinsliche Wertpapiere oder Obligationen bezeichnet, d. h.
Schuldverschreibungen mit festgelegter Laufzeit und Tilgung und einer bestimmten – festen oder variablen –
Verzinsung. Als Instrumente der Fremdfinanzierung dienen sie der Deckung des langfristigen Kapitalbedarfs.
Sie sind Instrumente der Fremdfinanzierung und dienen der Deckung des langfristigen Kapitalbedarfs.
2
Bewertung eines Emittenten oder einzelnen Finanztitels einzig um eine Meinung hinsichtlich Kreditnehmerqualitäten handelt und nicht um eine Verkaufs- resp. Kaufempfehlung (S&P 2009a).
Zeitraumbezogen resultiert eine Unterscheidung in langfristige (Long-Term-Rating) und kurz- fristige (Short-Term-Rating) Ratings. Ein Short-Term-Rating erfolgt i. d. R. für Wertpapiere mit einer Laufzeit von weniger als einem Jahr, indessen ein Long-Term-Rating sich auf Emit- tenten- resp. Emissions-Ratings bezieht, deren Wertpapiere eine minimale Laufzeit von über einem Jahr haben (Fischer & Holzkämper 2004, S. 922).
2.1.1. Ratingarten
Ratings können in verschiedene Ausgestaltungsbereiche unterteilt werden, bei denen im We- sentlichen die Differenzierung nach dem zu untersuchenden Objekt, Zielsetzung und Auftrag- geber erfolgt (Tabelle 1).
Tabelle 1: Ratingarten
3
Quelle: Eigene Darstellung; In Anlehnung an BIS 2006, S. 12 / Eisen 2007, S. 59 / Everling
& Trieu 2007, S. 104 / Reichling et al. 2007, S. 45 / Reidenbach 2006, S. 281f.
Das interne Rating besitzt eine doppelte Bedeutung, da dieser Begriff einerseits auf die Boni- tätsprüfung eines nach kreditsuchenden Kunden und somit auf die bankinterne Einschätzung (internes Rating) von Kreditnehmern durch ein Kreditinstitut abstellt. Auf der anderen Seite umfasst dieser Terminus den internen Ansatz der Eigenkapitalanforderungen an Banken ge- mäß Basel II (Eisen 2007, S. 59). Der interne Ansatz, als Gegensatz zum Standardansatz, stellt die bankinterne Prüfung zur Bestimmung der notwenigen Eigenkapitalunterlegung für Kredite dar (Hartmann & Schwarzhaupt 2007, S. 29).
Je nachdem welches Gegenstand der Analyse ist, findet eine Differenzierung in Issue Rating resp. Issuer Rating statt (Gras 2003, S. 7). Die Ermittlung eines Emittenten-Ratings resultiert aus einer allumfassenden Analyse eines Unternehmens und schafft die Basis für ein Emissi- ons-Rating. Aufgrund zusätzlicher Faktoren, wie bpsw. Laufzeit, Rang oder Sicherheiten er- gibt sich ein Abweichungspotential des Issue vom Issuer Rating (Fischer & Holzkämper 2004, S. 922).
2.1.2. Ratingsymbolik
Das Ratingurteil wird mittels Buchstabenkombinationen dargestellt, die in zwei Bereiche In- vestment grade und Speculative grade gegliedert werden. Tabelle 2 gibt einen Überblick über die Ratingsymbole der drei größten Rating-Agenturen.
4
Arbeit zitieren:
Susann Engelmann, 2009, Rating-Agenturen , München, GRIN Verlag GmbH
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