Inhaltsverzeichnis
Abbildungsverzeichnis III
Tabellenverzeichnis III
Abk ürzungsverzeichnis IV
Symbolverzeichnis V
1. Einleitung 1
2. Methodik 2
2.1. Begriffsabgrenzung und Definition 2
2.2. Rechtsrahmen 4
2.3. Methoden zur Ermittlung des Umfangs der Schwarzarbeit 5
2.3.1. Direkte Methoden 8
2.3.2. Indirekte Methoden 8
2.3.3. Kausale Methoden 10
3. Wirtschaftspolitische Konsequenzen der Schwarzarbeit 11
3.1. Gründe und Ursachen für die Schwarzarbeit 12
3.1.1. Steuer- und Abgabenbelastung 13
3.1.2. Regulierungsdichte und Arbeitsmarktregulierungen 14
3.1.3. Qualität stattlicher Institutionen 15
3.1.4. Mangelnde Steuer- und Abgabenmoral 16
3.2. Folgen 17
3.2.1. Wirtschaftliche Folgen 17
3.2.2. Folgen für soziale Sicherungssysteme 18
3.2.3. Steuerpolitische Auswirkungen 19
3.2.4. Gesellschaftliche Folgen 19
4. Kritische Würdigung und Fazit 20
I
Anhang 22
Anhang I - Größe der Schattenwirtschaft 2008 22
Anhang II - Sektoren einer Volkswirtschaft 23
Anhang III - §1 Schwarzarbeitsbekämpfungsgesetz (SchwarzArbG) 24
Anhang IV - Fälle von Schwarzarbeit nach deutschem Recht 25
Anhang V - Fälle von Schwarzarbeit nach dem Recht der Schweiz 26
Anhang VI - Schwarzarbeit und Schattenwirtschaft im Vergleich 27
Anhang VII - Reaktionsmöglichkeiten der Wirtschaftsubjekte 28
Anhang VIII - Lohnabzüge resp. Lohnnebenkosten 29
Anhang IX - IW-Regulierungsindex und Schattenwirtschaft 31
Anhang X - Inanspruchnahme familienunterstützender Dienstleistungen 32
Literaturverzeichnis VI
II
Abbildungsverzeichnis
Abbildung 1: Ordnung der Dualen Volkswirtschaft 2
Abbildung 2: Grundidee der monetären Ansätze zur Erfassung der Schwarzarbeit 9
Abbildung 3: Grundidee des Ansatzes der weichen Modellierung 11
Abbildung 4: Einflussfaktoren auf die Schwarzarbeit 13
Abbildung 5: Steuer-/Abgabelast und Schattenwirtschaft 2004/2005 jeweils in des BIP 13
Abbildung 6: Index zur Qualität staatlicher Institutionen Schattenwirtschaft 16
Abbildung 7: Korrelation zwischen Steuermoral und Schattenwirtschaft 16
Tabellenverzeichnis
Tabelle 1: Vergleich der Rechtslage Österreich, Schweiz und Deutschland 4
Tabelle 2: Methoden zur Ermittlung der Schwarzarbeit 6
Tabelle 3: Vor- und Nachteile der Erfassungsmethoden zur Schwarzarbeit 7
III
Abkürzungsverzeichnis
a.F. alte Fassung
BG Bargeldnachfrage
BIP Bruttoinlandsprodukt
BSP Bruttosozialprodukt
bspw. beispielsweise
bzgl. bezüglich
DYMMIC dynamic multiple indicator and multiple cause
et al. et alli
EU Europäische Union
f. / ff. folgend(e)
FSK Finanzkontrolle Schwarzarbeit
GewO Gewerbeordnung
HwO Handwerksordnung
i.e.S. im engeren Sinne
i.d.R. in der Regel
i.w.S. im weiteren Sinne
KIAB Kontrolle illegaler Arbeitnehmer Beschäftigung
LISREL Linear Interdependent Structured Relationships
resp. respektive
SchwarzArbG Schwarzarbeitsbekämpfungsgesetz
u.a. unter anderem
VGR volkswirtschaftliche Gesamtrechnung
z. T. zum Teil
IV
Symbolverzeichnis
f( Funktion von
i Zinssatz
p Preisniveau
s Bargeldsubstituten
t durchschnittlicher Steuersatz
t‘ marginaler Steuersatz
US 1 /US N schattenwirtschaftlichen Variablen
Y Transaktionsvolumen der offiziellen Wirtschaft
% Prozent
V
1. Einleitung
Von den Medien erfährt Schwarzarbeit eine wesentliche Zuwendung und fungiert u.a. oft als Wahlkampfthema im Zusammenhang mit der Arbeitsmarktpolitik. Hierbei unterläuft jedoch häufig der Fehler einer Gleichsetzung von Schwarzarbeit mit dem Terminus der Schattenwirtschaft. Der Zenit der öffentlichen Diskussion liegt bei den seit Jahrzehnten diskutierten volkswirtschaftlichen Schäden, welche „angeblich“ im Rahmen des inoffiziellen Wirtschafts-sektors entstehen würden. Das Ausmaß dieses Tatbestandes ist daher von vielen Wissenschaftlern, die sich diesem Thema angenommen haben, heftig umstritten, da Schwarzarbeit ebenso positive Auswirkungen impliziert.
Das Institut für angewandte Wirtschaftsforschung prognostizierte für das Jahr 2009 eine Zunahme der Schattenwirtschaft in Deutschland von 0,35 Prozent in Kooperation mit einem Experten auf diesem Gebiet Professor Friedrich Schneider von der Universität Linz. Unter dem Aspekt der Schwarzarbeit als „Herzstück“ der Schattenwirtschaft sind zwingende Annahmen für den inoffiziellen Bereich einer Wirtschaft auf die Untergrundwirtschaft anzuwenden. Die Frage inwieweit Schwarzarbeit gleichermaßen einer Ausweitung im Zuge der internationalen Finanzkrise unterläuft wird offensichtlich (IAW 2009, S. 1).
Die vorliegende Seminararbeit gliedert sich in zwei Hauptbestandteile Kapitel 2&3, welche einen prägnanten Überblick über das weitläufige Thema zum Ziel haben. Im Fokus beispielhafter Darstellungen steht Deutschland, das sich im Vergleich schattenwirtschaftlicher Aktivitäten von 21 OECD Ländern im Jahr 2008 im unteren Mittelfeld befindet (Anhang I). Im zweiten Kapitel erfolgen zunächst eine Abgrenzung der zentralen Begrifflichkeiten, sowie die Darstellung der spezifischen Methoden zur Quantifizierung der Schwarzarbeit. Dieser Bereich ist stark umstritten. Seit 2005 kann eine Kontroverse zwischen den zwei Lagern von Walter Koch als Professor an der Fachhochschule Flensburg und Prof. Friedrich Schneider verzeichnet werden. Wirtschaftspolitische Konsequenzen bilden den Gegenstand des dritten Kapitels. Unter anderem werden Motive benannt die Wirtschaftssubjekte zur Schwarzarbeit veranlassen und im Rahmen des Umfanges der Seminararbeit gibt der Autor ein kurze Erläuterung möglicher Auswirkungen. Das vierte Kapitel schließt mit einer kritischen Betrachtung des Themas ab.
1
2. Methodik
Das wissenschaftliche Interesse an der Schwarzarbeit bildet die Entwicklung und Existenz einer zweigeteilten Volkswirtschaft in vielen Nationen (La Porta & Shleifer 2008, S. 2f.). Die Duale Volkswirtschaft gliedert sich in die zwei Sektoren der offiziellen 1 und der inoffiziellen Wirtschaft (Schattenwirtschaft i.w.S.) 2 (Ernste 2003, S. 2). Abbildung 1 liefert eine Darstellung der „Dual Economy“.
Abbildung 1: Ordnung der Dualen Volkswirtschaft
Quelle: Eigene Darstellung. In Anlehnung an Schrage 1984, S. 14; Ernste & Schneider 2000, S. 6.
Eine Quantifizierung und Bewertung der Aktivitäten im inoffiziellen Sektor sind in großem Maße abhängig von der expliziten Definition des Sektors der Schattenwirtschaft i.w.S. Häufig erfolgt eine synonyme Verwendung der beiden Begrifflichkeiten, insbesondere in den Medien, sodass eine strikte Trennung der heterogenen Bereiche der Schattenwirtschaft notwendig wird (siehe Anhang II).
2.1. Begriffsabgrenzung und Definition
Schwarzarbeit ist in den Bereich der Schattenwirtschaft i.e.S., gleichbedeutend mit dem Begriff der Hidden Economy im angelsächsischen Raum, einzuordnen und fungiert folglich als eine Teilmenge der Informal Economy (Caspar et al. 2002, S. 13ff.). Im Rahmen einer voll-
1 Hierbeierfolgt die statistische Erfassung der Gesamtheit wirtschaftlicher Aktivitäten eines Staates und dessen privaten Haushalte sowie Unternehmen, die im Bereich offizieller Märkte stattfinden (Schrage 1987, S. 7). Dieser Bereich umfasst Tätigkeiten die einer regelmäßigen Besteuerung und Administrierung seitens des Staates unterliegen (Ernste 2003, S. 3).
2 Der inoffizielle Sektor beinhaltet im Gegenzug all jene Aktivitäten privater Unternehmen und Haushalte, welche außerhalb der offiziellen Wirtschaft liegen und nicht in das offizielle Bruttoinlandsprodukt eingehen (Schrage 1987, S. 7).
2
ständigen Erfassung der Schwarzarbeit besteht keine Möglichkeit die gesamte Schattenwirtschaft und demgemäß die gesamte Wertschöpfung der Volkswirtschaft zu ermitteln. Daher ist es zunächst erforderlich den Terminus Schattenwirtschaft i.w.S. zu erläutern. In der Literatur findet sich eine Vielzahl von Versuchen eine allgemeingültige Arbeitsdefinition für den Bereich der Informel Economy zu liefern, welches jedoch bis dato nicht gelungen ist.
Kirchgässner 1981 definiert die Schattenwirtschaft wie folgt:
„Im Schattensektor werden all jene Aktivitäten zusammengefasst, die normalerweise zum BSP gerechnet werden müßten, aber - aus welchen Gründen auch immer - im offiziellen BSP nicht ausgewiesen sind (Kirchgässner 1981, S. 3).“
Der gemeinsame Konsens der verschiedenen Erklärungsansätze liegt darin begründet, dass Schattenwirtschaft den Teil gesamtwirtschaftlicher Aktivitäten einschließt, welcher nicht mittels Volkswirtschaftlicher Gesamtrechnung (VGR) erfasst werden kann, u. a. aufgrund von Steuerhinterziehungs- und Umgehungsmöglichkeiten (Schäfer 1984, S. 12; Caspar et al. 2002, S. 16).
Das VGR Konzept inkludiert bei Schrage den Ausgangspunkt zur Differenzierung zwischen Untergrundwirtschaft und Selbstversorgungswirtschaft. Unterschiede sind anhand der Selektionsnorm des VGR-Konzepts sowie Exit-Optionen 3 begründet (Schrage 1987, S. 7f.). Die Selbstversorgungswirtschaft stellt den legalen Bereich der Informal Economy dar und beinhaltet bspw. Nachbarschaftshilfe, Do-it-your-self, Soziale Arbeit von Selbsthilfegruppen, Fahrgemeinschaften sowie Gefälligkeitsarbeiten (Caspar et al. 2002, S. 14; Trockel 1987, S. 5). Im Zuge der volkswirtschaftlichen Gesamtrechnung werden mittels Selektionsnorm diese Tätigkeiten von der offiziellen statistischen Erfassung ausgeschlossen, während Schattenwirtschaft i.e.S. illegale Tätigkeiten impliziert, die aufgrund von Exit-Optionen vor einer Einbeziehung in die VGR verheimlicht werden können (Schrage 1987, S. 8).
Schwarzarbeit wird als der gewichtigste Faktor unter den differenzierten Aktivitäten der Schattenwirtschaft angesehen (Schäfer 1984, S. 123). Dieser Terminus beinhaltet die Erbringung von Arbeitsleistungen für Dritte einhergehend mit der Umgehung resp. Unterlassung steuerlicher sowie sozialversicherungsrechtlicher Pflichten (Wildemann 2007, S. 218.). Hierbei handelt es sich i.d.R. um illegale, nicht gemeldete Beschäftigungsverhältnisse. Schwarzarbeit i.w.S. wird als illegale Beschäftigung ausgelegt, welche gesetzeswidrige Handlungen anhand von Leistungsmissbrauch, illegaler Ausländerbeschäftigung, illegaler Arbeitnehmerüberlassung und Verstöße gegen das Arbeitnehmer-Entsendegesetz zum Gegenstand
3 Zur Erläuterung: siehe Kapitel 3.
3
Arbeit zitieren:
Susann Engelmann, 2009, Schwarzarbeit und ihre wirtschaftspolitischen Konsequenzen, München, GRIN Verlag GmbH
Dieser Text kann über folgende URL aufgerufen und zitiert werden:
Einbetten
DOI
Auswirkungen und Ursachen der Schattenwirtschaft auf den Arbeitsmarkt
Hausarbeit, 21 Seiten
Schwarzarbeit - Definition und Auswirkung
BWL - Wirtschafts- und Sozialgeschichte
Hausarbeit, 11 Seiten
Mentoring - Ursprünge, Aufgaben und Formen des Mentoring
BWL - Personal und Organisation
Studienarbeit, 25 Seiten
Zur Lebenswelt von Jugendlichen in der DDR: Die Massenorganisation FDJ
Politik - Politische Systeme - Historisches
Hausarbeit, 19 Seiten
Mobbing als Problemfeld im Personalmanagement: ein kurzer Überblick
BWL - Personal und Organisation
Referat (Ausarbeitung), 19 Seiten
Die Rationalitätsannahme in der ökonomischen Theorie: bedingt sie den ...
Seminararbeit, 19 Seiten
Das Phänomen Scheinselbständigkeit: Die Abgrenzungsproblematik, Gesetz...
Hausarbeit, 23 Seiten
Charakteristik, Varianten und Phasen des Benchmarking
Eine kurze Darstellung
BWL - Marketing, Unternehmenskommunikation, CRM, Marktforschung
Hausarbeit, 23 Seiten
Unterrichtsstunde: Geschäftsfähigkeit - eine fallorientierte Erarbeitu...
BWL - Didaktik, Wirtschaftspädagogik
Unterrichtsentwurf, 22 Seiten
Wirtschaftsstrafrecht - Die Bekämpfung der Schwarzarbeit
Erscheinungsformen und Ahndung
Seminararbeit, 34 Seiten
Kernenergieausstieg - Ökonomische und ökologische Wirkungen und die Fr...
Diplomarbeit, 130 Seiten
Bürger unter Beobachtung: Die neuen Kompetenzen der deutschen Nachrich...
Jura - Öffentliches Recht / Staatsrecht / Grundrechte
Seminararbeit, 45 Seiten
Würdigung der Befugnismodifikationen des BND von 1991 bis 2006 - Zur A...
Jura - Öffentliches Recht / Sonstiges
Diplomarbeit, 138 Seiten
Der „schwarze“ Arbeitsmarkt – Ursachen, Messung und Auswirkungen
Hausarbeit, 22 Seiten
Der Winner's Curse: Experi...
Seminararbeit, 19 Seiten
Susann Engelmann's Text Schwarzarbeit und ihre wirtschaftspolitischen Konsequenzen ist nun auf dem Buchmarkt erhältlich
Susann Engelmann hat den Text Schwarzarbeit und ihre wirtschaftspolitischen Konsequenzen veröffentlicht
Susann Engelmann hat einen neuen Text hochgeladen
Schwarzarbeit und illegale Beschäftigung vermeiden!
Leitfaden für die legale Besch...
Peter Aulmann
Familien. Klein. Betriebe. Die Besonderheiten von Familien - Kleinbetr...
Familien. Klein. Betriebe. Die...
Wirtschaftspolitik im Zeichen der Globalisierung
Wirtschaftspolitik im Zeichen ...
Franz Josef Floren
Quo vadis Romania? Rumäniens Innen-, Sozial- und Wirtschaftspolitik un...
Rumäniens Innen-, Sozial- und ...
Jörg Feldmann
Wirtschaftspolitische Regime westlicher Industrienationen
Michael Heine, Hansjörg Herr, Cornelia Kaiser
0 Kommentare